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| Das Räuchern 4. Das Räucherwerk im Einzelnen |
| Hier werden die verschiedenen Pflanzen, Harze und Hölzer vorgestellt, die sich zum Räuchern gut eignen. Zur Zeit sind 265 verschiedene Räuchersubstanzen plus 15 Verweise bei Mehrfachnamen hier beschrieben. Einige sind schwer zu bekommen, viele gibt es im Handel, einige davon speziell zum Räuchern aufbereitet, manche werden dagegen sogar als Gewürz verkauft oder wachsen praktisch vor der Haustür. | ![]() |
| In Esoterik-, Wasserpfeifen- und Gothic-Läden wird man fündig, ebenso gibt es den Internet-Versandhandel. Vieles erhält man beim Gewürz-, Kräuter- oder Teehänder, in Duft- und Naturkostläden oder in der Apotheke. Auch Mittelaltermärkte sind eine gute Gelegenheit, Räucherkräuter und -harze zu erstehen. Es ist aber nicht unbedingt nötig, im meist überteuerten Esoterikladen die neueste "Sternzeichenmischung" zu erwerben. Besser und preiswerter ist es, man kauft die Grundzutaten und mischt selbst. Harze, Gummi oder Balsame sind mehr oder weniger stark eingetrocknete Pflanzensäfte oder Absonderungen des pflanzlichen Stoffwechsels, die aus Bäumen und Sträuchern unter Sonneneinwirkung ausfließen oder durch Einritzen der Rinde gewonnen werden. Der Gebrauch in Räucherungen ist bis zu den Zeiten Tut Ench Amuns zurückzuverfolgen. Seit dieser Zeit waren diese edlen Substanzen einzig den Höchsten geweiht und durften zum Teil ausschließlich in religiösen Zeremonien verwendet werden. Sie wurden schon im Altertum als Räucherwerk, als Heilmittel oder als Zusatz zu Körperpflegemitteln verwendet. Viele Räucherstoffe findet man bereits im Haushalt oder in der näheren Umgebung, und allein der Gewürzschrank kann bereits sehr viel zum Räuchern beitragen. Bei Naturprodukten wie Harzen und Kräutern bleibt noch die Unsicherheit bestehen, ob sie beispielsweise mit Pestiziden behandelt wurden. Wer Pflanzenteile erwirbt, sollte darauf achten, daß sie für den Medizinalhandel bestimmt sind. Dies gibt einem Sicherheit, im Bezug auf eine evtl. gesundheitsgefährdende Belastung. Verschiedene Olibanumsorten werden zum Beispiel neuerdings zur Herstellung von Rheumamedikamenten verwendet. Man achte auf die Qualität und Naturreinheit des Räucherwerks. Das Verbrennen von synthetischen Duftstoffen verursacht Kopfschmerzen, Augenbrennen und Husten und ist gesundheitsschädlich. Das Räucherwerk wird in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt. Neben dem Namen ist die Form der Verwendung angegeben, zum Beispiel als Blätter, Kraut, Wurzel, Harz, Pulver etc. Es folgt eine Beschreibung der Pflanze, der sich um sie rankenden Mythen, ihres rituellen Hintergrunds, ihrer Wirkung und mit welchem anderen Räucherwerk sie sich gut kombinieren läßt. Die Beschreibungen der Gerüche und Düfte dürfen nur als Anhaltspunkte betrachtet werden. Jeder Mensch empfindet Düfte etwas anders. Außerdem unterliegen manche Räucherstoffe starken Schwankungen, je nach Qualität, Alter, Herkunft, Verfälschung usw. Bei Olibanum oder Myrrhe kann sogar das Harz von zwei nebeneinanderstehenden Bäumen unterschiedlich duften. Einige gefährliche Substanzen sind mit entsprechenden Warn- und Sicherheitshinweisen versehen, daher empfiehlt es sich, die Beschreibung jeweils genau zu lesen, nicht zuletzt auch deshalb, um die gewünschten Stimmungen oder Wirkungen durch Verwendung der falschen Substanz nicht zu zerstören. Warnhinweise Diese Abhandlung dient der Information und stellt weder eine Anleitung zum Experimentieren noch eine Aufforderung dar, die hier vorgestellten Pflanzen unkritisch zu nutzen. Insofern wird auch keinerlei Haftung in irgendeiner Form übernommen. Insbesondere die (nicht zu unrecht) verbotenen Pflanzen sollten nicht tatsächlich verwendet werden. Wer mit den geltenden Gesetzen nicht einverstanden ist, der soll auf demokratischem Weg für deren Änderung eintreten, nicht diese verletzen. Für alle Pflanzen mit psychischen Wirkungen gilt, daß man vor der Selbstbehandlung ernsthafter Erkrankungen den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers einholen sollte. Es spricht zwar kaum etwas gegen die gelegentliche Verwendung ungiftiger Pflanzen, um Störungen des eigenen Befindens zu begegnen oder den eigenen psychischen Zustand zu verändern. Dies gilt auch für legale euphorisierende oder anregende Pflanzen. Alles spricht jedoch gegen den häufigen, regelmäßigen Gebrauch und insbesondere die selbstverordnete Dauermedikation von jedweden Pflanzenwirkstoffen. In jedem Fall ist es besser, dazu ärztlichen Rat einzuholen. Wenn man nicht weiß, wie eine Substanz auf einen selbst wirkt, sollte man - besonders bei starkwirkenden Pflanzen - mit einer sehr niedrigen Dosis beginnen und sich ganz langsam - oft über Wochen hinweg - an die Dosis herantasten, die noch gut vertragen wird. Zwischen den einzelnen Anwendungen sollte man sich genügend Zeit lassen, weil manche Substanzen nur sehr langsam abgebaut werden. In Pflanzen schwankt der Wirkstoffgehalt zudem oft extrem, manchmal um das Zweihundertfache, und ähnliches gilt für die "Giftverträglichkeit" von Menschen. Die Verwendung von Substanzen mit halluzinogenen Eigenschaften sollte, auch wenn es sich um legale Stoffe handelt, die Ausnahme bleiben. Zum einen ist eine intensive theoretische und praktische Vorbereitung in jedem Fall notwendig, zum anderen ist ein gewisser Prozentsatz der Menschen nicht in der Lage, diese Bedürfnisse kontrolliert zu stillen. Halluzinogene sollten nicht einfach zum Spaß verwendet werden, weil die Risiken den scheinbaren Nutzen überwiegen. Vom Gebrauch als Partydroge wird dringend abgeraten. Auch Kindern und Jugendlichen wird vom Gebrauch aller psychoaktiven Substanzen dringend abgeraten. Die Gefahr hieraus resultierender psychischer Störungen ist deutlich größer als bei Erwachsenen. Schwangere oder stillende Frauen sollten ebenfalls keine solchen Pflanzen verwenden, ohne vorher dazu einen Arzt oder Heilpraktiker befragt zu haben. Die Auswirkungen der Einnahme von Halluzinogenen während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind und auf die Muttermilch in den ersten Lebensmonaten sind weitgehend unerforscht, der Einfluß ist nicht bekannt. Die Abhandlung ist bemüht, die Informationen über die Wirkung und auch den rechtlichen Status von Pflanzen und Substanzen möglichst korrekt wiederzugeben, gleichwohl kann keine Garantie für die Richtigkeit übernommen werden. Die Bundesregierung kann zudem durch einfache Rechtsverordnung jederzeit eine geänderte Anlage zum Betäubungsmittelgesetz erlassen. |
| Viele Auszüge aus den Texten über die Räucherstoffe stammen mit freundlicher Genehmigung von der Seite http://www.bakul.de, © by Gudrun Kaiserswerth, wo man die meisten Substanzen auch erwerben kann. Weitere Textauszüge sind http://www.wikipedia.de entnommen. |
| Räucherstoffe A B C-D E-F G-H I-J K-L M-O P-R S T-V W-Z |
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