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Das Räuchern
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Burgunderharz siehe Fichte

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Bachminze (Kraut)

Die Bach- oder Wasserminze (Mentha aquatica) ist in ihrer Wirkung wesentlich stärker als die Pfefferminze. Schon die alten Griechen haben die feine Wirkung der Bachminze erkannt und vielseitig verwendet. Sie zählt zu den Heilmitteln welche den Magen stärken und die Verdauung fördern. Bachminze, bei heftigem Kopfweh auf die Stirne gebunden, vermittelt schon nach kurzer Zeit Linderung, Beruhigung und ein Nachlassen des Schmerzes. Bachminze erfrischt die Sinne, wenn sie gerochen wird und, halb in Wasser, halb in Wein zubereitet, nimmt sie den übel und faul riechenden Atem und animiert zum Küssen. Auch Übelkeit und Erbrechen wird durch diese Minze schnell behoben und geheilt. Bachminze ist ein wichtiger Bestandteil des Einweihungstrankes bei den eleusinischen Mysterien. Im Mittelalter wurde sie bei Kopfschmerzen, Migräne und schlechter Raumluft in Krankenhäusern verräuchert. Sie wirkt reinigend, klärend und desinfizierend. Bachminze wächst, wie der Name schon sagt, an Gewässern, nassen Wiesen, Auwäldern und Sümpfen fast in ganz Europa, in fast ganz Asien, sowie Nord- und Südafrika. Bachminze mischt sich zum Räuchern sehr gut mit Salbei, Thymian, Krauseminze, Lavendel, Patchouli, Damiana, Muskatellersalbei, Rosmarin u.a.


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Bärenklau (Kraut)

Bärenklau (Heracleum sphondylium) war im Mittelalter als Heilmittel in Gebrauch. Matthiolus verwendete das Kraut bei vielen Gelegenheiten, zum Beispiel bei Leberleiden, Gelbsucht und beschwerlichem Atem. Auch in der osteuropäischen Medizin war Bärenklau beliebt bei Verdauungsstörungen, Durchfall und Magenbeschwerden. Er diente äußerlich zur Auflage bei Geschwüren und schlecht heilenden Wunden. Breiumschläge wurden als Mittel gegen Rheuma, Schwellungen, Blutergüsse und Furunkel aufgetragen. Der Wirkstoff Psoralen aus der Wurzel wird heute als Mittel gegen Leukämie, Schuppenflechte und Aids getestet. In Litauen und Polen braute man aus Bärenklau eine Art Bier. Als Wildgemüse wurden die zarten Blätter in der Küche verwendet (Aufläufe und Kräutersuppen). Die Indianer kochten aus Bärenklau einen Tee gegen diverse Krankheiten wie Erkältung, Halsentzündung und Kopfschmerzen und verräucherten das Kraut zum desinfizieren und Reinigen von Räumen und Zelten. Der Wirkstoff Psoralen aus der Wurzel wird heute als mittel gegen Leukämie, Schuppenflechte und Aids getestet. Bärenklau wächst auf Wiesen, Weiden und Wegrändern in Europa, Asien und Amerika. Beim Verbrennen verbreitet Bärenklau einen sehr intensiv riechenden, blumig frischen Duft. Bärenklau mischt sich zum Räuchern besonders gut mit Salbei, Lavendel, Quendel, Hamamelis, Mastix, Ephedra, Tulasi, Narde, Akazie, Schafgarbe u.a.


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Bärentraube (Blätter) Bärentraube

Bärentraube (Arctostaphylos officinalis oder A. uva ursi) wird bei den Indianern Kinnickinik genannt und findet vielerlei Verwendung. So werden die getrockneten Beeren zu Halsketten und Rasseln verarbeitet, häufig dienten sie früher auch als Notnahrung. Sie brauten aus den Zweigen und Blättern einen Tee gegen Kopfschmerzen und Skorbut. Der Tee wirkt harntreibend, tötet Bakterien ab und ist ein linderndes Mittel bei Entzündungen der Blase und der Harnwege. Die Wurzeln ergeben eine Medizin gegen Ruhr. Die Schwarzfußindianer rauchten Bärentraubenblätter bei ihren Stammeszeremonien und Fetischen. Die Blätter wurden als Zutat für ihre Tabakmischungen gebraucht. Die Indianer benutzen Tabak zur Induktion der schamanistischen Trance, um in Ekstase zu fallen und mit dem Rauch Krankheitsgeister zu vertreiben. Eine ganze Reihe anderer Kräuter und Zaubermittel wurden zu diesem Zweck unter den Tabak gemischt, wie zum Beispiel Wacholder, Pericon, Steppenraute, Schafgarbe, Aloe, Sassafras, Weidenröschen, Birke, Styrax, u.a. Mit dem Tabak wurde auch aphrodisierender Liebeszauber bewirkt, indem die Genitalien damit beräuchert wurden. Ebenso für Ritualräucherungen bei ihren Stammeszeremonien und Tänzen verwendeten die Indianer Bärentraube und mischten sie mit vielen anderen Pflanzen um sie zu verbrennen. Bärentraube wächst in Kiefernwälder, auf Heideflächen und Mooren und ist fast in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika verbreitet. Bärentraube kann gut alleine geräuchert werden, entfaltet sich jedoch besser in Mischungen mit den oben genannten Zutaten, sowie mit Hamamelis, Zeder, Kreuzkraut, Bachminze, Eukalyptus, Costus, Eisenkraut, Sage, Muskatellersalbei, Akazie, Rhododendron, Patchouli, Efeu, Sonnenhut, Ringelblume, Tulasi u.a.


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Bärlapp (Kraut) Bärlapp

Bärlapp (Lycopodium clavatum), im Volksmund auch Drudenkraut genannt, wirkt besonders günstig bei verschiedenen Krankheiten, besonders bei Gallen- und Leberleiden. Bärlapp wurde das Volksmittel gegen Unheil genannt. Bei chronischer Leberentzündung ist der Tee unübertroffen, sagt man. Es ist auch ein Volksmittel gegen Wunden und Ekzeme. Eine heilkräftige Tinktur stellt man hauptsächlich her gegen Gichtleiden, unfreiwilligen Samenabgang, Abmagerung, Gelenkschmerzen, Magenkrämpfe, Leberleiden und bei eiternden Geschwüren. Die Schwarzfußindianer reinigten mit Bärlappsporen unterschiedliche Verletzungen. Sie stillten damit Nasenbluten und Schnittverletzungen. Bärlapp war ein Volksmittel gegen Wunden und Ekzeme. Um die Geister wohlgesonnen zu stimmen, wurde Bärlapp u.a. mit Steppenraute, Stechapfel, Bilsenkraut und Sassafras verräuchert. So war Bärlapp nicht mehr wegzudenken, denn er wurde bei jedem Zeremoniell und Stammesfest verräuchert und meist als Zaubertee getrunken. Bärlapp wächst in trockenen, lichten Nadelwäldern und auf Heideflächen. Außer weit im Süden ist er fast in ganz Europa und Westasien verbreitet. Bärlapp mischt sich zum Räuchern gut mit Copal, Eisenkraut, Sage, Sinicuiche, Stachelmohn, Giftlattich und den o.g. Kräutern.


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Baldrian (Wurzel) Baldrian

Baldrian (Valeriana officinalis) aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae) wird seit dem Mittelalter sehr geschätzt und bei vielen verschiedenen Gelegenheiten angewendet und verräuchert. Er wird bei nervöser Spannung, krampfhafte Leiden, Hysterie, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Migräne, Epilepsie und andere Nervenleiden, Darmproblemen und zur Schmerzlinderung eingesetzt. In China gilt er als Heilmittel für Rückenschmerzen, Erkältungen, Menstruationsprobleme, Quetschungen und Schürfungen. Er wurde in kaltem Wasser angesetzt, mehrere Stunden ziehen gelassen und dann getrunken. Tee wirkt weniger stark als Kaltpressung. In der Volksmedizin ist Baldrian ein bewährtes Mittel gegen Unruhe, Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, nervöses Herzklopfen und Augenpflege. Als Tee oder Tinktur eignet er sich zu Behandlung von nervösen Unruhezuständen, Angst- und Spannungszuständen mit Herzklopfen, Magendruck und Schlafproblemen. Untersuchungen bestätigen, daß sich die intellektuellen Fähigkeiten einer Dauerbelastung verbesserten. Baldrian ist ein passendes Mittel für Streß, die Hektik und Unruhe des täglichen Lebens. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Beim Räuchern wird Baldrian überwiegend bei Geisteraustreibungen verwendet. Er zählt zu den Hexen, Teufel und böse Geister austreibenden Kräutern. In Stall und Zimmer gestreut, soll er Vieh und Mensch vor Verzauberung bewahren und Hexen erkennen lassen. Er gilt seit Urzeiten als Mittel gegen Seuchen und Pest. In der Geschichte des Mittelalters galt Baldrian als aphrodisierende Zauberwurzel, und um gute Freundschaften entstehen zu lassen und zu festigen trank man Baldrianwein. Die nach Moschus riechende Wurzel wird auch in der Kosmetik und zur Parfümherstellung gebraucht. Der Geruch lockt Katzen an und macht sie ganz verrückt und wild. aber auch auf Ratten übt die Pflanze eine ähnliche Anziehungskraft aus. Baldrian wächst an Gräben, Bachufern, feuchten Wiesen aber auch an sonnigen Hängen und Böschungen in fast ganz Europa und auch in Asien. Die 50 bis 100 Zentimeter hohe Pflanze besitzt unpaarig gefiederte Blätter und hellrosa bis weiße, in rispigen Trugdolden angeordnete Blüten an schlanken kräftigen Stielen. Diese haben einen zarten, angenehmen Geruch, während der zylinderförmige Wurzelstock, der medizinisch verwendet wird, sehr streng riecht. Hauptinhaltsstoff ist u.a. Baldriansäure. Der Eigenduft beim Räuchern ist sehr extrem und rauchig. Baldrian mischt sich zum Räuchern sehr gut mit Kalmus, Patchouli, Lavendel, Zeder, Rosmarin und Weihrauch.


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Basilikum (Blätter) Basilikum

Basilikum (Ocimum basilicum Basilie) aus der Familie der Lippenblütler (Labiatae) wird in der ayurvedischen Tradition Tulsi genannt und bei Bronchitis, Husten, Erkältungen, Asthma, Grippe, Seuchen und Fieber verwendet. Beim Räuchern wirkt Basilikum positivierend und aufbauend, klärt die Gedanken, wirkt gegen Überarbeitung und Streß, läßt Selbstvertrauen wachsen und erschließt ungeahnte Kraftquellen. Er soll böse Geister vertreiben und vor allem Übel beschützen. Basilikumkränze wurden in ägyptischen Gräbern gefunden. Basilikumblätter als Tee getrunken regen die Verdauung an. Basilikum ist eine heilige Pflanze der Hindus. Die Pflanze kräftigt das Immunsystem und dient als Aphrodisiakum. Basilikum stammt ursprünglich aus Indien. Heute sind ca. 150 Basilikumarten in fast allen Erdteilen verbreitet. Die einjährige Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden. Sie trägt kleine gelbliche oder rosafarbene Blüten. Basilikum liebt sonnige Plätze und humusreiche Erde. Ursprünglich in Vorder- und Südasien beheimatet, kam er sehr früh über den vorderen Orient in Mittelmeerländer und nach Mitteleuropa. Basilikum sollte mit Ysop, Salbei, Lemongras und Majoran zusammen verräuchert werden. Die Wirkung wird dadurch verstärkt, und es duftet angenehmer.


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Baumfarn (Wurzel)

Baumfarn (Polypodium vulgare), auch Tüpfelfarn genannt, wurde früher in der Volksheilkunde als schleimlösendes und auswurfförderndes Mittel bei Erkrankungen der Luft- und Atemwege, bei Gallenerkrankungen, als mildes Abführmittel und gegen Würmer angewendet. Er ist auch in Magenbittern und Bitterschnäpsen zu finden. Der Baumfarn fand schon früher Verwendung als Räuchermittel und wurde bei Reinigungsritualen und zur Klärung der Energien eingesetzt. Der frische, waldige und farnige Duft wurde durch Zusatz von Kampfer und Efeu noch unterstützt. Um Insekten und Ungeziefer fernzuhalten wurde diese Mischung bevorzugt in Krankenhäusern verräuchert. Baumfarn wächst gerne in lichten Wäldern, an schattigen Felsen und mauern, am Fuß alter Bäume und ist in Europa, mit Ausnahme des Südens, sowie in Nordasien und Nordamerika beheimatet. Baumfarn mischt sich zum Räuchern gut mit Kiefer, Kampfer, Fichte, Sumpfporst, Hamamelis, Rhododendron, Weihrauch, Copal, Rosmarin, Salbei u.a.


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Beifuß (Kraut) Beifuß Beifuß

Die leicht behaarten Stengeln und derben, eingeschnittenen Blätter geben dem Beifuß (Artemisia vulgaris) aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) ein wenig das Aussehen von Unkraut, obwohl er eine berühmte Patin hat. Er gehört zur Gattung der Artemisa-Pflanzen, die Ihren Namen von der legendären Artemisis, der Schwester und Gemahlin des griechischen Königs Mausolo erhielten. Sie lebte um 350 v.u.Z. und interessierte sich besonders für Botanik. Aber Beifuß ist nur eine von rund 200 Arten der Gattung Artemisia. Beifuß wurde schon in der Antike nicht nur als Gewürzpflanze, sondern auch als Heilkraut genutzt. So wandte der griechische Arzt Dioskurides, der im 1. Jahrhundert u.Z. lebte, sie gegen Darmwürmer an. Sein Zeitgenosse, der lateinische Schriftsteller und Naturkundler Plinius der Ältere dagegen behauptete, Wanderer würden nicht ermüden, wenn sie sich die Pflanze ans Bein bänden, eine Vermutung, die sich auch in dem deutschen Namen Beifuß widerspiegelt. Die Chinesen wiederum benutzen noch heute ein zusammengerolltes Beifuß-Blatt gegen Nasenbluten. Der Gemeine Beifuß kommt wild überall in den gemäßigten nördlichen Zonen der Erde vor. Zur Verwendung in der Parfümerie wird er dagegen vor allem in Marokko, Algerien, Frankreich und Jugoslawien kultiviert. Beifuß wurde im Okkultismus den Göttinen Venus und Frigg zugeordnet und gilt als wichtige magische Pflanze in Europa wie in Asien. Das Räuchern mit Beifuß geht auf germanische und keltische Rituale zurück. Die Pflanze wurde von den Germanen bei der Sommersonnenwende zum Vertreiben der Dämonen des Vorjahres geräuchert. Volkstümliche Namen weisen auf seine einstige kultische und magische Rolle hin: Sonnenwendgürtel, Johannisgürtel, Mugwurz, Schutzkraut. Das Kraut hat seit jeher seinen festen Platz im rituellen Gebrauch u.a zur Sonnwende und im traditionellen Kräuterbüschel. In der nordischen Mythologie ist er dem Donnergott Thor geweiht. Der Teufel fürchtete den Beifuß und böse Geister hatten keine Chance in ein Haus einzudringen. Auch beim Verbrennen ihrer Toten legten die Germanen Beifußbüschel mit auf den Scheiterhaufen der Verstorbenen. In England heißt Beifuß heute noch "Witch herb" (Hexenkraut). In Indien wird er dem Gott Shiva geweiht. Das Kraut wird dort zur Meditation und zum Schutz gegen Dämonen des Wahnsinns verräuchert. Im angelsächsischen Neunkräutersegen steht der Beifuß an erster Stelle. Er wurde für Übertragungszauber verwendet. Ein Gürtel aus Beifußwurzeln geflochten ins Feuer geworfen, sollte die Leiden des Kranken auf das Feuer übertragen. Auch ein am Abend des Sonnenwendfestes getragener Gürtel, der aus Beifuß geflochten ist, hat reinigende und kraftspendende Wirkung für den kommenden Jahreszyklus. Bevor man das Fest verläßt, wirft man den Gürtel ins Feuer. Wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften als Gewürz schätzte auch Hildegard von Bingen den Beifuß in besonderem Maße. Heute ist Beifuß beliebt als Gewürz zu schwer verdaulichen und fetten Speisen. Dem Beifuß wird eine stark reinigende Kraft zugesprochen. Beifußräucherungen eignen sich deshalb gut für Situationen im Leben, die eine Entscheidung erfordern, die einen Wendepunkt darstellen. Er kann helfen, das Alte zurück- und loszulassen, daher seine rituelle Verwendung zur Sonnenwende. Er verbreitet beim Verbrennen einen stark würzigen, herben Pflanzenduft, der die Fähigkeit zum Hellsehen und Wahrsagen steigern soll. Eine Beifußräucherung hat außerdem eine entspannende wärmende und beruhigende Wirkung. Als Abendräucherung mit anderen Kräutern wirkt Beifuß schlaffördernd. Beifuß kann helfen, eigene Heikräfte zu aktivieren, um sich selbst an Körper und Seele zu heilen. Nach alter Tradition haben Heilerinnen und Heiler ihre Heilkräfte mit Beifußräucherungen gestärkt. In der Johannisnacht geräuchert schützt er den Anwender angeblich im kommenden Jahr. Ebenso soll der Beifuß Kopfschmerzen vertreiben und die Manneskraft stärken. Neben der Verwendung als Räucherstoff ist er, wie sein kräftigerer Bruder, der Wermut (Artemisia absinthum), ein hervorragendes Heilmittel bei Magen und Darmstörungen (er ist ja bekannt als Gewürz zu schwer verdaulichem, fetten Gänsebraten). Durch seine entspannende und beruhigende Wirkung eignet er sich gut für Abendräucherungen. Beifuß wächst zahlreich an Wegrändern, auf Weiden und Schuttplätzen und ist in ganz Europa sowie West- und Nordasien verbreitet. Die anspruchslose Staude aus der Familie der Compositae wird bis zu einem Meter hoch, besitzt einen dunkelbraunrotem aufrechten Stengel und dunkelgrünlich-gräuliche Blätter, die an der Unterseite filzig behaart sind. Die Blätter haben einfach oder doppelt gefiederte Form, die kleinen eiförmigen Blütenköpfchen sind grauweiß und manchmal gelblich-filzig. Sie blühen von August bis September und fallen dann durch ihren aromatisch-würzigen Geruch auf. Die Schamanen Indiens mischen Beifuß zum Räuchern mit Wacholderholz, Mastix, Patchouli, Sandelholz, Narde, Costus, Tulasi, Cascarilla und Weihrauch.


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Beinwell (Wurzel) Beinwell

Beinwell (Symphytum officinale) wird bereits von Dioskurides lobend erwähnt, der ihn als Heilpflanze für Wunden und Knochenbrüche beschreibt. Im Mittelalter wurde Beinwell in Krankenhäusern verräuchert, um Pest und Leprabakterien abzutöten, da er besonders desinfizierende und reinigende Wirkung haben soll. In der Volksmedizin galt er als Wundpflanze. Man legte die zerstoßene Wurzel oder Blätter auf offene, eitrige Wunden und Knochenbrüche. Vereinzelt gebrauchte man ihn aber auch bei Lungenleiden, Durchfall, Rheuma, Gicht und Magenleiden. Als Umschlag oder Salbenauflage eignet er sich hervorragend bei Schleimbeutelentzündungen, Knochenhautentzündungen, Venenentzündungen, Sehnenscheidenentzündungen, Drüsenschwellungen und einigem mehr. Sein Hauptinhaltsstoff ist u.a. Alantoin. Es empfiehlt sich, die Wurzeln nur in kleinen Mengen zu verwenden, da sie in hoher Dosierung Leberkrebs auslösen können. Andere ihrer Wirkstoffe wirken wiederum krebshemmend. Bei äußerlicher Anwendung besteht keine Gefahr eventueller Erkrankungen dieser Art. Junge Beinwellblätter wurden zu Wildgemüse und Salaten verarbeitet. Der Beinwell liebt feuchte Böden und wächst gerne an Gräben, Bachufern, in Senken und auf feuchten Wiesen. Schon früh im Jahr streckt er seine rauhen haarigen Blattlanzen aus der Erde. Er überrascht durch seine Schnellwüchsigkeit und ist eine der ersten Pflanzen des Jahres, die buschig ins Auge fallen. Nach wenigen Wochen wachsen Stengel aus den Blättern, die schon Ende April die ersten Blüten bekommen. Die Blüten sind violett oder weißlich-gelb und hängen in kleinen Trauben nach unten. Er ist in ganz Europa beheimatet. Beinwell mischt sich zum Räuchern gut mit Myrrhe, Mastix, Katzenminze, Damiana, Klatschmohn, Schlüsselblume, Leberkraut, Herzgespann u.a.


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Benzoe Siam (Harz) Benzoe Siam

Benzoe Siam (Styrax tonkinensis Craib.) wird aus dem ausfließenden Harz des Benzoebaumes hergestellt, der zur Familie der Stryraxgewächse gehört. Der tropische Benzoebaum wird bis 20 Meter hoch und trägt hellgrüne Blätter, die auf der Unterseite samtig behaart sind. Die abgeflachten Steinfrüchte sind rötlichbraun und enthalten eine holzige Nuß. Zum Räuchern wird meist das festere Resinoid verwendet, das durch Extraktion mit Alkohol entsteht. Benzoe Siam ist eines der wohlduftendsten Räucherstoffe überhaupt. Es ist wegen seines angenehmen Geruches Hauptbestandteil der meisten Räucherstäbchen, Räucherpulver und Räucherkerzen. Beim Räuchern verbreitet dies Harz einen süß-balsamischen, etwas harzigen, angenehmen Vanilleduft, der sich sehr lange im Raum hält. Es enthält auch die gleichen Inhaltsstoffe wie Vanille, vor allem den Duftstoff Vanillin. Es wirkt sehr entspannend, beruhigend, öffnend und eignet sich für angenehme Räucherungen am Abend. Es regt die Phantasie und Inspiration an und kann so für kreative Arbeiten wie Malen, Musizieren usw. unterstützend verbrannt werden. Benzoeduft wirkt neben seiner sinnlichen Komponente auch tröstend auf die Seele und eignet sich so für Räucherungen bei Traurigkeit und dem Gefühl innerer Verletztheit. Es vermittelt das Gefühl von innerem Frieden. Benzoe Siam riecht etwas süßer und feiner und gilt als bessere Qualität als Benzoe Sumatra und fördert träumerische und romantische Gefühle. Aleister Crowley schrieb: "Die sinnliche Verführungskraft von Benzoe ist unmißverständlich." Benzoeduft ist eine typische orientalische Duftnote, die weich, sinnlich und warm ist. Benzoe Siam gilt in Indien als Tempelweihrauch und wird dort vor den Statuen und Bildern verräuchert, die das Göttliche und seine Dreifaltigkeit symbolisieren, die Brahma, Vishnu und Shiva darstellen. Bei moslemischen Zeremonien werden Benzoe, Aloe, Sandelholz und Patchouli gemeinsam verbrannt, so sollen die Seelen in den Himmel steigen. In Europa wurde Benzoe bei Krankheiten verräuchert. Bei spiritistischen Sitzungen sollen die Geister der Verstorbenen beschworen worden sein. Bei Liebesräucherungen wird Benzoe mit Rose und Sandelholz rot gemischt. Im traditionellen Gebrauch war Benzoe Siam seit Urzeiten im Osten als Arznei und Räucherwerk bekannt. Im Ayurveda wird es als Heilmittel bei Atemwegs- und Hauterkrankungen verwendet. Der Rauch soll besonders bei trockenem Husten hilfreich sein. Im Westen wurde es bei innerlichen und äußerlichen Verletzungen verwendet. Bei streßbedingten Beschwerden wurde das Harz verräuchert, um Herz und Kreislauf im übertragenen Sinne zu wärmen und zu stärken. Der süßliche, einhüllende Duft wird für Reinigungs-, Schutz-, Liebes-, Anrufungs- und Segnungszeremonien gerne verwendet und hilft auf sanfte Weise, den Geist zu entwickeln. In Besinnungszeremonien ist es empfehlenswert. Der Benzoebaum stammt aus den tropischen Ländern Asiens. Die wichtigsten Produktionsgebiete sind Laos, Vietnam, Kambodscha, China und Thailand. Benzoe Siam läßt sich hervorragend mit fast allem Räucherwerk mischen. Man sollte es vorsichtig dosieren und in Mischungen verwenden, da es allein verräuchert relativ kurz auf der Kohle verdampft, viel Rauch entwickelt und anfangs leicht stechend oder beißend riechen kann, wenn zuviel davon verwendet wird. Das verbleibende Aroma ist aber fein und vanillig. Bei Mischungen mit Myrte und Sandarak eignet sich Benzoe hervorragend als Abendräucherung und wirkt dann entspannend und beruhigend. Es ist ein Harz und daher nicht zum Verzehr geeignet.


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Benzoe Sumatra (Harz) Benzoe Sumatra

Dieses Harz des Benzoebaumes duftet im Allgemeinen etwas herber, schärfer, süßer und weniger harzig als Benzoe Siam, wirkt aber ähnlich einhüllend und beruhigend auf Seele und Nerven. Beim Verräuchern hat Benzoe Sumatra (Styrax benzoin Dryand.) stimulierende, wärmende, balsamische, bei Streß und Erschöpfung anregende Eigenschaften. Es soll leicht hypnotische, euphorisierende und aphrodisierende Auswirkungen auf den Geist und das Gefühl haben und eine Art Schutzpolster zwischen dem Inneren des Menschen und das äußere Geschehen legen. Sie regt die Phantasie und Inspiration an und kann für kreative Arbeit, wie Malen Musizieren usw. unterstützend verbrannt werden. Benzoe Sumatra gilt als der Aphrodite, der Venus und der Mut heilig und findet u.a. Verwendung in Liebeszaubern. Benzoe Sumatra stammt überwiegend aus Sumatra, Java und Malaysia. Benzoe Sumatra läßt sich gut mit Rose, Jasmin, Copaibalsam, Weihrauch, Myrrhe, Wacholderholz, Koriander, Mönchspfeffer, Tolubalsam u.a. verräuchern. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Berberitze (Wurzel) Berberitze schwach giftig

Berberitze (Berberis vulgaris), auch Sauerdorn genannt, war schon in der Antike als Heilpflanze bekannt. Paracelsus verwendete die Wurzel bei verschiedenen Krankheiten, wie Leber- und Gallenleiden. Auch in der Volksmedizin war die Berberitze sehr gebräuchlich. Auch hier wurde sie bei Leber- und Gallenbeschwerden, Gallensteinen, Gallenblasenleiden, vor allem aber als Nierenmittel eingesetzt. Zur Förderung des Stoffwechsels wurde Berberitze bei Rheuma, Gicht und Arthrose getrunken. Früher wurde die Wurzel zum Gelbfärben von Wolle, Leinen und Leder verwendet. Am Johannistag gepflückte Beeren sollten Tobsucht besiegen. Am Karfreitag gesammelte Wurzeln und Zweige sollten vor Zauberei und Hexerei schützen, deshalb wurden sie verräuchert und in Ställe und Stuben gehängt. Mitunter wurde die Berberitze auch als Ernteorakel gebraucht. Waren die Früchte lang und schmal, sollte es einen langen aber milden Winter geben. Waren sie kurz und dick, gab es einen kurzen und harten Winter. Berberitze wächst an warmen Waldrändern, in Gebüschen und Hecken, und ist in Mitteleuropa sowie Kleinasien heimisch. Die schwach giftige Berberitze ist ein sommergrüner, ca. zwei Meter hoch wachsender, dorniger Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Die gelben Blüten sitzen in 5 bis 7 Zentimeter langen, hängenden Trauben. Beim Berühren der Staubblätter schnellen diese zum Stempel empor. Die reifen Früchte sind fleischig, blutrot gefärbt, walzenförmig und von stark sauerem Geschmack. Es gibt aber auch zahlreiche Züchtungen als Gartenpflanze mit anderen Merkmalen (zum Beispiel Pflanzen mit weißen Früchte oder dunkelroten Blättern). Vor allem die Blätter und die Rinde enthalten Alkaloide, die Vergiftungserscheinungen auslösen können. Die reifen Früchte dagegen sind nahezu alkaloidfrei und eignen sich zum Einkochen als Marmelade. Berberitze mischt sich zum Räuchern gut mit Färberdistel, Huflattich, Königskerze, Besenginster, Vogelknöterich, Kreuzblume, Hamamelis u.a.


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Bernstein (Harz) Bernstein

Das deutsche Wort Bernstein leitet sich von "Brennstein" ab, da Bernstein leicht entzündlich ist. Bernstein (Succinum) ist das fossile Harz verschiedener Bäume, meist des Tertiär (vor 50 bis 15 Millionen Jahren), sowohl Koniferen als auch Laubbäume. Das Harz tropfte von den Bäumen, wurde von Flüssen ins Meer gespült und dort unter Sediment begraben. Als die Sedimente nach Millionen Jahren abgetragen wurden, gab das Meer das Harz in Form von Bernstein frei. Im antiken Griechenland wurde Bernstein "Elektron" genannt, worin das Wort Elektrizität seinen Ursprung hat. Das Harz lädt sich bei Reibung elektrostatisch auf. In Griechenland sowie im alten Ägypten galt Bernstein als großes Heilmittel gegen viele Krankheiten. Bernsteinöl (Oleum succini rct.), das in Kosmetika zur Revitalisierung der Haut dient, kann auch heute noch in Apotheken gekauft werden. Zum Räuchern wurde Bernstein in Griechenland viel verwendet. Der Sonnenstein, wie das Harz auch genannt wurde, verband die Menschen mit den Göttern der Sonne und schaffte eine Atmosphäre der Erneuerung und geistigen Erwärmung. Bernstein war beliebter Bestandteil der Tempel- und Heilräucherungen. Das "Gold des Nordens" weist beeindruckenderweise die Eigenschaften aller vier Elemente auf. Bernstein birgt das Element Feuer in sich, denn er ist brennbar. Er ist sehr leicht und läßt sich elektrostatisch aufladen, Prinzipien des Elementes Luft. In seiner Transparenz und in der Tatsache, daß er als Treibgut aus dem Meer gespült wird, findet sich das Wasser. Jahrtausende im Schoß der Erde haben ihn geformt. Er ist er einer der ersten Substanzen die bei rituellen Zeremonien als Räucherstoff eingesetzt wurden und darf in keinem "nordischen Weihrauch" fehlen. Bernstein kann heute als Bruchstücke in Mineralienhandlungen erworben werden. Er hat ein harziges, angenehm holziges und leicht nach Pinie riechendes Aroma. Je nach dem von welcher Pflanze er stammt, variiert der Geruch. Bernstein hat auch eine lange Brenndauer. Manche Bernsteinarten, wie der Kolumbianische Bernstein, sind gar keine fossilen Harze, sondern "nur" ein paar hundert Jahre altes Copal. Bernstein enthält die Hitze der Sonne und die Wärme der Erde. Er eignet sich besonders gut für Meditationsmischungen. Bernstein beruhigt, gibt Gelassenheit und entspannt bei Nervosität, Gereiztheit und Streß. Er unterstützt jeden Neubeginn und das Loslassen von alten Mustern. Er steigert Hoffnung, Vertrauen und den Glauben an den eigenen Erfolg. Bernstein läßt sich gut mit Weihrauch, Zeder, Myrrhe, Benzoe, Moschuskörner, Sandelholz u.a. verräuchern. Schön ist die Kombination von Bernstein und Benzoe Siam. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Bertramwurzel (Wurzel)

Bertramwurzel (Ahacyclus pyrethrum) wird in Asien und von den Indianern bei starken Zahnschmerzen gekaut. Ein Tee, halb Wasser, halb Wein soll bei Unheil und Schlaganfällen Wunder wirken. Als magisches und stärkstes Aphrodisiakum wird der Fröhlichkeitsbrei bezeichnet. Er wird vorwiegend in Zentralasien hergestellt und besteht aus Mandelbutter, Rosenblättern, Bertramwurzel, Nelkenblätter, Safran, Muskatnuß, Kardamom, Honig, Zucker, Hanfblüten u.a.. Um Erotik und sexuelle Begierde zu erwecken wurde diese Mischung auch verräuchert. Bertramwurzel wächst auf Schutthalden, an Mauern und auf Brachland. Sie ist in Westeuropa beheimatet. Bertramwurzel kann auch mit Lavendel, Jasmin, Damiana, Tolubalsam, Benzoe, Myrte, Tulasi, Sage, Kreuzblume u.a. verräuchert werden.


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Besenginster (Blüte) sehr giftig

Besenginster (Cytisus scoparius) ist als Räuchermittel noch nicht so bekannt, aber durchaus angenehm. Seit einigen Jahren werden die getrockneten Blüten in Rauchmischungen verwendet. Er wirkt entspannend und fördert euphorische Gefühle. Die Spanier und Indios verwenden Besenginster oft bei Räucherungen, um Liebesgefühle beim anderen Geschlecht zu erwirken. Die Einwohner Südamerikas rauchten die Blüten in ihren Zigaretten, was für Entspannung sorgte und zu innerem Frieden führte. In der Volksheilkunde wird ein Aufguß aus Ginsterblüten zum Entwässern und Blutreinigen getrunken. Auch kam die Pflanze gegen Schlangenbisse zum Einsatz. Auf keinen Fall aber darf Ginster eingenommen werden. Das enthaltene Cytisin ist sehr giftig und führt durch Atemlähmung sehr schnell zum Tod. Die Pflanze wächst in lichten Wäldern und Gebüschen in weiten Teilen Europas. Man findet ihn vor allem an Bahnböschungen, sandigen, trockenen Waldrändern, auf sonnigen Hügeln und in sandigen Niederungen der nordischen Tiefebene. Für Liebesräucherungen kann Besenginster mit Rose, Steppenraute und Sandelholz gemischt werden. Der Eigenduft von Ginster ist sehr zart und sinnlich. Besenginster ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Betelnuß (Samenpulver)

In Asien wird Betelnuß (Areca caytechu) mit anderen Kräutern gemischt und gekaut oder als Tee getrunken. Sie stimuliert das zentrale Nervensystem, wirkt leicht berauschend, anregend und euphorisierend. Häufiger Gebrauch ruft jedoch Schwindel und Übelkeit hervor. Betelnuß wird auch bei Teufelstänzen verräuchert. Im Gegensatz zum Betelnußpulver lassen sich die ganzen Nüsse nicht verräuchern, sie müssen erst zerkleinert werden. Erst dann können sie mit anderen Kräutern vermischt werden. Es ist ratsam, Betelnuß nur in Mischungen zu verwenden, denn pur verräuchert riecht sie nicht besonders angenehm. Betelnuß ist in ganz Asien verbreitet. Betelnuß verräuchert sich am besten kleingehackt zusammen mit Damiana, Sandelholz, Weihrauch, Benzoe, Goldmohn u.a. Betelnuß ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Bilsenkraut (Kraut und Samen) sehr giftig

Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), auch schwarzes Bilsenkraut und schwarzes Todesblumenkraut genannt, ist ein Nachtschattengewächs. Schon in der Antike war seine giftige aber auch bewußtseinserweiternde Wirkung bekannt. Die Assyrer nannten es Sakiru (das Trunkene). In Griechenland wurde es Pythoion und Apollinaris genannt, was auf den Rauschkult um Apollo und die wahrsagende Pythia von Delphi hinweist. Der Sage nach wurde das Bilsenkraut, sowie die anderen Nachtschattengewächse Alraune, Tollkirsche und Scopolia, bereits von den großen Zauberinnen des griechischen Altertums Hekate, Medea und Circe benutzt. In der Bibel wird das Kraut mit Shikrona bezeichnet. Im alten Persien wurde das Bilsenkraut Bangha genannt und war ein wichtiges religiöses Räuchermittel und Ritualdroge. Durch Räucherungen und Getränke aus Bilsenkraut und Wein gemischt verfielen die Schamanen in einen todesähnlichen Dreitagesschlaf und machten Zeitreisen in die Anderswelt. Die Kelten räucherten "Beleno", dem Orakelgott Belenos zu Ehren. Der Rauch versetzte die Druiden und Barden in die Astralwelt. Im Mittelalter wurde Bilsenkraut in den Badehäusern auf die glühenden Kohlen oder auf den Ofen gestreut, um die erotische Atmosphäre anzuheizen. Bilsenkraut ist oftmals Bestandteil von Hexensalbenrezepten. Bis heute wird es als Räuchermittel gegen Hexen verwendet. Es wurde auch dem Bier zugesetzt, um eine berauschendere Wirkung zu erzielen, was an den vorhandenen Polizeiverordnungen, die genau das verbieten (16. und 17. Jahrhundert) erkennbar ist. Die Schamanen in Ostafrika räucherten das Kraut in einer Zeremonie, die sich "Folge dem Vater" nannte, weil die Ahnengeister dem Betreffenden bei diesem Ritual so seine Feinde offenbarten. In Indien wird Bilsenkraut anstelle von Opium als Rauschmittel verwendet und der Rauch inhaliert. In China wird Bilsenkraut bei Husten, Asthma, Rheuma und Totenbeschwörung verräuchert. Es werden dazu 1 Teil Asant, 1 Teil Weihrauch, 4 Teile Bilsenkraut, 1 Teil Koriander und 1 Teil Zimtrinde zu einem Räucherpulver gemörsert. Ebenfalls eine berühmte Räuchermischung stellte Hofrat Karl von Eckertshausen her. Es bestand aus Bilsenkraut, Safran, Schierling, Aloe, Opium, Mohnsamen, Alraune, Asant und Sumpfporst. Diese an Hexensalben erinnernde Mischung hat stark bewußtseinsverändernde Wirkungen. Der Rauch des Bilsenkrauts riecht nach verbranntem Laub, nicht unangenehm, aber auch nicht wirklich angenehm. Im Okkultismus wurde Bilsenkraut zum Beschwören von Geistern und bei der Nekromantie oder Totenbeschwörung verräuchert. In der Literatur tauchen einige historische Räuchermischungen auf. Das Kraut sollte immer mit Umsicht und Wissen geräuchert werden. Bilsenkraut darf ausschließlich nur als Räuchermittel verwendet werden. Vor anderweitigen Verwendungen wird ausdrücklich gewarnt, denn bei innerlicher Einnahme kann der Tod sehr schnell durch Atemlähmung eintreten. Auch als Hexensalbe oder Tee ist Bilsenkraut lebensgefährlich, ebenso das Rauchen. Bilsenkraut ist nur versetzt mit Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam im Handel, damit es wirklich ausschließlich nur zum Räuchern geeignet ist. Die Samen des Bilsenkrauts wurden von den Indianern bei ihren Ritualen wie das Kraut verräuchert. Sie verwendeten den Samen in ihrer Friedenspfeife. Bei Mißbrauch sind sie genauso tödlich wie das Kraut. Auch Bilsenkrautsamen sollten nur geräuchert werden. Vor innerer Einnahme oder Rauchen der Samen wird eindringlich gewarnt, denn das ist absolut lebensgefährlich. Medizinisch hat Bilsenkraut als schmerzstillendes und gleichzeitig beruhigendes Mittel große Bedeutung. Wirksame Inhaltsstoffe sind Hyoscyamin, Scopolamin, Atropin und Atroscin. Das Bilsenkraut ist auf Schuttplätzen und Ödländern in Nordafrika und Eurasien verbreitet. Eine Abart ist das gelbes Bilsenkraut (Hyoscyamus albus), das in der Antike das am meisten verwendete Heil- und Zaubermittel war. Die Pflanze wächst in Südeuropa und Westasien. Das Kraut wurde in Rauchmischungen oder pur als Aphrodisiakum und gegen Asthma, Bronchitis und Husten geraucht. Es ist ebenso giftig wie sein Vetter. Bilsenkraut ist hochgiftig und daher nicht zum Verzehr geeignet.


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Birke (Rinde und Blätter) Birke

Birke (Betula alba, B. pendula oder B. lenta) wächst in lichten Laub- und Nadelwäldern, Mooren, Magerwiesen und Heiden, auf sauren, nährstoffreichen Böden und ist in Europa weit verbreitet. Die wasserdichte Rinde der Birke liefert Birkenteer und ätherisches Öl. Rindenöl ist in medizinischen Seifen enthalten. Die Indianer verwendeten diese Droge bei diversen Leiden, wie zum Beispiel starkem Wechselfieber, Skorbut und Hautausschlägen. Auch ist die Rinde ebenso Bestandteil der psychedelischen Tabakmischungen der Indianer, wie die Blätter dieses Baumes. Viele mexikanische Indianer verwenden Birkenrinde in Zusammenhang mit ihren Riten. Es werden Amulette gegen den bösen Blick und gegen alle Formen von Schadenzauber und Hexerei gefertigt. Die Rinde wird bei Fieber und Kopfschmerzen mit noch anderen Ingredienzien verräuchert. Sie weckt die Lebensgeister und bringt das Lebensrad wieder in Schwung. Alte Schlacke und seelische Gifte werden ausgetrieben, und man steht dem Leben wieder frisch und rein gegenüber. Birkenrinde mischt sich zum Räuchern gut mit Sassafras, Cassia, Sage, Ysop, Poleiminze, Muira Puama, Weihrauch u.a. Birkenblätter wirken antibakteriell und ergeben einen harntreibenden Tee. Sie finden bei Gicht, Rheuma, hohem Cholesterinspiegel und bei Blasen- und Nierensteinen Anwendung. Die Blätter liefern einen grünen und gelben Farbstoff. Aus dem Saft wird Sirup, Wein und Essig hergestellt. Birkenblätter waren ein wichtiger Bestandteil in den Tabakmischungen der Indianer, die geraucht, verräuchert, geschnupft und getrunken wurden. Auch verräucherten die Indianer die Blätter als Abwehrzauber gegen böse Geister. Birke wächst in lichten Laub- und Nadelwäldern, Mooren, Magerwiesen und Heiden, auf sauren, nährstoffreichen Böden und ist in Europa weit verbreitet. Birkenblätter mischen sich gut mit fast allem Räucherwerk, vor allem Bärentraube, Damiana, Styrax, Steppenraute, Bilsenkraut, Sumpfporst u.a.


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Blaumohn (Samen)

siehe Mohn.


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Bockshornklee (Samenpulver) Bockshornklee

Die Verwendung des Bockshornklees (Trigonella foenum graecum) als Heilpflanze ist uralt. Die gemahlenen Samen verfeinern jedes Curry und Chutney. Die Keimlinge, die wie Kresse geschnitten werden, enthalten viel Eisen. Aus dem Samenpulver stellt man eine Milch zur Hautpflege her, sie ergeben mit Öl vermischt Lippenbalsam und Massageöl für die Kopfhaut. Tee aus Samen soll belebend und fiebersenkend wirken, Verdauungsstörungen und Menstruationsbeschwerden lindern. Als feuchter Wickel soll er bei Furunkeln und Nagelbettentzündungen helfen. In den Samen fand man Hormonvorstufen, die wie die Pille empfängnisverhütend wirken. Bockshorn soll auch den Cholesterinspiegel und Alterszucker senken. In China, Indien, Griechenland und Ägypten wurde Bockshornklee in vielen Ritualräucherungen wegen seines fein-würzigen Aromas verwendet. Seine ursprüngliche Heimat ist das Mittelmeergebiet; in der Regel wird er angebaut, gelegentlich findet man ihn auch verwildert. Bockshornklee mischt sich zum Räuchern gut mit Myrrhe, Opoponax, Copaibalsam, Sandelholz, Aloe, Thymian, Enzian, Angelika u.a.


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Boldo (Blätter)

Boldo (Peumus boldus) kommt ursprünglich aus dem sonnigen Hochland Chiles, wird heute aber überall in Lateinamerika kultiviert. Die Blätter des Boldobaumes werden seit mindestens 1.300 Jahren rituell und medizinisch genutzt. Die getrockneten Blätter wurden in Chile zur Volksmedizin erkoren und als Allheilmittel genutzt. Bei diversen Krankheitsbildern werden Tinkturen verabreicht, Tees getrunken und die krankheitsbringenden Geister ausgeräuchert. Boldotinkturen werden bei Lebererkrankungen, Gallensteinen, Verdauungsbeschwerden, bei Rheuma und Geschlechtskrankheiten eingenommen. Man verwendet die Blätter auch bei Zahn- und Ohrenentzündungen. Indianische Frauen stellen aus Boldoblättern und Pinienharz eine Salbe her, die zur Erleichterung der Geburt auf den Bauchnabel aufgetragen wird. In der Kolonialzeit glaubte man auch hier, ein Mittel gegen Geschlechtskrankheiten gefunden zu haben. Bei Störungen des Geistes vollzogen die Schamanen der Indios ein Reinigungsritual mit Boldoräucherungen. Es entsteht ein fein-herber, aromatischer, weißer Rauch, der harzig, nach Zitrone, Minze und Kampfer duftet, aber auch eine bergamotteähnliche Duftnote aufweist. Man sagt den Boldoblättern eine reinigende, stimulierende und psychoaktive Wirkung nach. Boldoblätter wirken beim Räuchern reinigend, ausgleichend, beruhigend, läuternd und klärend. Boldo kann bei Atemwegserkrankungen, Nervosität, Streß und innerer Unruhe und Schlafstörungen verräuchert werden. Boldo kann sehr gut pur verräuchert werden, bringt aber eine feinwürzige Komponente in Mischungen mit Eisenkraut, Damiana, Zeder, Weihrauch und Melisse zum Vorschein.


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Borretsch (Kraut) Borretsch

Borretsch (Borago officinalis), auch Gurkenkraut genannt, war bei den Römern sehr beliebt. Man glaubte, daß der Boretsch die Menschen fröhlich mache und die Traurigkeit vertreibe. In der Volksmedizin wurde er bei Herzklopfen, Nervosität, Streß, Depressionen, trockenem Husten, Hautausschlag, Kater, Bluthochdruck, Darmbeschwerden, Menstruationsproblemen und zur Fieberlinderung verwendet. In der Küche wurde er bei Gurkensalat, Quark und Eierspeisen eingesetzt. Geräuchert wurde er um gute Laune zu verbreiten. Boretsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und braucht nahrhafte, durchlässige Böden. Er darf nicht zu eng gepflanzt werden sonst bekommt er Läuse und Mehltau. Borretsch mischt sich zum Räuchern gut mit Estragon, Eisenkraut, Leberkraut, Wiesenkönigin, Tragant, Basilikum, Petersilie, Löwenzahn, Majoran u.a.


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Brennessel (Blätter und Wurzel) Brennessel

Bereits in der Antike war die Brennessel (Urtica dioica) eine geschätzte Heilpflanze. Dioskurides verwendete sie vor allem bei Drüsenschwellungen, krebsartigen Geschwüren, Furunkel, Lungenentzündung, Hautgrind, Harnverhaltung, Arthritis, Gicht, Verdauungsförderung, Kreislaufanregung und Ekzemen. Bei Verbrennungen, Schnittwunden und Hämorrhoiden soll ein Breiumschlag helfen. Nesselwurzeln auf Wunden gebunden sollen die Blutung stillen. In Milch gekochte Wurzeln sollen gegen Ruhr und Durchfall helfen. Die Brennessel enthält Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Histamin und Sekretin. Aus der Wurzel wird der Wirkstoff Beta-Sistorin gewonnen, der zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen mit gutem Erfolg eingesetzt wird. Im Volksglauben war sie eine wichtige Zauber- und Abwehrpflanze. Sie sollte Blitz und Feuer abwehren und wenn man an Walpurgis den Stall ausräucherte, war das Vieh vor Hexen und Teufeln geschützt. Ein anderer Walpurgisbrauch war der Neunkräuterkranz aus Quendel, Spitzwegerich, Löwenzahn, Butterblume, Schafgarbe, Eisenkraut, Odermennig und Brennessel, der den Kühen umgehängt wurde. Brennessel wächst immer in der Nähe menschlicher Behausungen an Zäunen, Wegrändern, Schuttplätzen, Waldrändern und Gräben. Sie ist weltweit in gemäßigter Zone verbreitet. Die Brennessel wächst meistens in Gruppen und ist an ihren gegenständigen gesägten Blättern zu erkennen, die mit kleinen Nesselhaaren besetzt sind. Ihre Blüten sind recht unscheinbar. Sie sind gelblich und hängen in Rispen von den oberen Blattständen. Die Wurzel wird ebenso wie die Blätter zum Räuchern verwendet, um vor Zauberern, Hexen und bösen Geistern zu schützen. Brennessel mischt sich zum Räuchern gut mit Petersilie, Boretsch, Thymian, Bärentraube, Schachtelhalm, Schlüsselblume, Frauenmantel, Sassafras, Piment, Zimt, Copal, Löwenzahn u.a.


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Buchsbaum (Blätter) giftig

Das in den Blättern enthaltene Buxin des immergrünen Buchsbaums (Buxus sempervierens) diente früher als Haarwuchsmittel und zur Pferdepflege. Zusammen mit Rinde wurde es früher als Rheumamittel verabreicht. Wegen seiner Giftigkeit wird Buchsbaum heute nur noch homöopathisch verwendet. Beim Verbrennen wirkt Buchsbaum narkotisch und beruhigend. Daraus destilliertes Öl soll bei Zahnschmerzen und Hämorrhoiden hilfreich sein. Buchsbaum ist nur zum Räuchern zu verwenden, da anderweitiger Gebrauch zu Vergiftungen führen kann, welche sich in Erbrechen, Krämpfen, Durchfall und Atemlähmung äußern können. Als Symbol des Lebens ist der Buchsbaum Bestandteil von Räucherungen zur Wintersonnwende. Buchsbaum entwickelt ein feines grünes Aroma und mischt sich zum Räuchern gut mit Boldo, Poleiminze, Sage, Efeu, Gundermann, Helmkraut u.a. Zusammen mit anderen einheimischen Pflanzen wie Wacholder, Eibe, Mistel oder Fichte integriert es sich hervorragend in jeden "nordischen Weihrauch". Die Blätter sind nicht zum Verzehr geeignet.


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Burgunderharz

Siehe Fichte.


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