Das Räuchern Räucherstoffe E - F |
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Efeu (Blätter)  
Efeu (Hedera helix) ist eine uralte Kult- und Heilpflanze. Der Name "Hedera " aus dem Griechischen wird auf das altindische "ghedh" (fassen, umklammern) zurückgeführt oder auf das germanische "iwe" (ewig) und meint damit seine wintergrünen Blätter. Im alten Ägypten galt der Efeu dem Osiris als heilig, in Griechenland war er dem Gott Bacchus geweiht. Seit jeher wird Efeu mit dem Gott des Weines, Dionysos und seinem weiblichen Gefolge, den Mänaden, in Verbindung gebracht. Man mischte angeblich Efeublätter dem Rotwein zu, um in den "dionysischen Wahn" zu verfallen. Heute noch gilt der Efeu als Symbol der Heiterkeit und die Winzer hängen sich einen Efeukranz an die Türen. In der Heilkunde wurde er bereits von Hippokrates und Dioskurides bei Durchfall, Milzleiden, Ohren- und Kopfschmerzen verwendet. In der Volksmedizin fand er Verwendung bei Nieren- und Gallenbeschwerden, Husten und äußerlich als Salbe bei Hautleiden. Wissenschaftlich Untersuchungen bestätigen einen krampf- und schleimlösenden Effekt. In Form von Fertigpräparaten eignet er sich besonders bei Husten, Bronchitis und zur Keuchhustentherapie. In Teeform sollte er nicht eingenommen werden da Efeu giftig ist. Der Efeu war im Volksglauben und Brauchtum eine bekannte Pflanze. Er diente als Unglücks- wie auch als Glücksbringer und wurde für die Jungfräulichkeit und den Ausfall der Weinernte verräuchert. Er wächst in lichten Wäldern, bildet dort entweder Polster oder klettert an Bäumen empor, häufig auch angepflanzt an Mauern und Gebäuden emporrankend. Er ist fast in ganz Europa und Vorderasien verbreitet. Die, gerade die dunkelsten und unheimlichsten Orte (Ruinen, Friedhöfe usw.) überwuchernde, immergrüne Kletterpflanze galt bei antiken Autoren (zum Beispiel Plinius der Ältere) als psychoaktives Gewächs. Die dreizackigen Blätter (Signatur des Saturn) öffnen den Geist und man sagt, sie könnten zusammen mit anderen geisterweiternden Kräutern die Schwelle zur Anderswelt transparent machen. Wenn Efeu Halt gefunden hat, kann ihn nichts mehr von seinem Partner trennen, deshalb wurde die immergrüne Pflanze zum Symbol der Treue und Unsterblichkeit. Andererseits soll Efeu den ehelichen Frieden stören, wenn man ihn ins Haus bringt. Zu Beltane pflegten die Mädchen eine Efeukranz zu tragen, dessen Zauberkraft den Geliebten herbeilocken sollte. In Griechenland überreichte der Priester beim Ritual der Eheschließung dem Paar eine Efeuranke. Eine Überlieferung betrifft Tristan und Isolde, deren Liebestrank berühmt wurde. König Marke ließ die beiden Liebenden an den zwei verschiedenen Seiten der Kirche begraben, um sie auch im Tod zu trennen. Da begannen an den Gräbern Efeustöcke so hoch zu ranken, daß sie sich über dem Dach begegneten. So vereinte der Efeu die Liebenden dann doch. Efeu mischt sich zum Räuchern gut mit Klette, Immergrün, Gundermann, Heidekraut, Myrte, Salbei u.a. Efeu ist giftig und deshalb nicht zum Verzehr geeignet. |
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Eibe (-) 
Die Eibe, oder genauer die Europäische Eibe (Taxus baccata), gehört zur Gattung der Eiben (Taxus), welche mit 10 Arten der Familie der Eibengewächse (Taxaceae) angehört. Eiben sind über die gesamt nördliche Erdhalbkugel verbreitet, in Europa ist jedoch nur die Europäische Eibe heimisch. Den immergrünen Nadelbaum mit den dunkelgrünen Nadeln und den typischen roten "Beeren" findet man in vielen Gärten, aber auch vereinzelt wildwachsend in Wäldern. Eiben wachsen sehr langsam und bilden Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume, die über tausend Jahre alt werden können. Eiben gehören zu den Nadelholzgewächsen (Pinophyta) und sind Nacktsamer. Sie sind zweihäusig (diözisch), d.h. männliche und weibliche Blüten wachsen auf separaten Pflanzen. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst die roten "Früchte", die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebenden rote, fleischige Gewebe entwickelt sich aus der Samenschale (Testa). Man spricht in diesem Fall nicht von einer Frucht oder Beere (im botanischen Sinne) sondern von einem Arillus, da es Früchte per Definition nur bei bedecktsamigen Pflanzen geben kann. Die Eibe ist giftig. Alle Pflanzenteile (mit Ausnahme des roten Samenmantels) enthalten für den Menschen und viele Tiere giftige Alkaloide (zum Beispiel Taxin). Die für den Menschen tödliche Dosis liegt ungefähr bei 1 Gramm Eibennadeln pro Kilogramm Körpergewicht. Wildtiere, wie das Reh, äsen gerne an der Eibe, trotz der auch für sie vorhandenen Giftigkeit. Die Eibengifte werden chemisch abgewandelt als Zytostatika (Krebsmedikamente) in der Medizin verwendet. Aus der Europäischen Eibe und verwandten Arten wurde Paclitaxel isoliert, welches der bekannteste Inhaltsstoff ist. Die Eiben wurden in den Zeiten der Waldweide von der Bevölkerung, besonders von Fuhrleuten, bekämpft, da es durch die Eiben immer wieder zu Viehvergiftungen kam. Auch Pferde verenden häufig an Vergiftungen durch Eiben, weshalb man die Tiere nicht in der Nähe von Eiben weiden lassen sollte. Eibenholz galt im Mittelalter wegen seiner Härte und Elastizität als das beste Holz für Bogen (zum Beispiel die berühmten englischen Langbogen). Dies führte zu Übernutzung und Vernichtung von Eiben durch durchziehende Heere. Das Holz wurde bereits von Vorgängern des Homo Sapiens zur Herstellung von Jagdwaffen verwendet. Auch beim Lautenbau wurde das hochelastische Eibenholz für den gewölbten Korpus der Laute bevorzugt verwendet. Aus dem roten Arillus, der die Samen umgibt, läßt sich gut Marmelade einkochen (die giftigen Samen sind vorher zu entfernen). Früher gingen Frauen durch das Dorf, sammelten die Arilli, und diese wurden dann eingekocht. Während die Eibenmarmelade in Deutschland kaum noch gegessen wird, gilt sie heute noch in Ost- und Nordeuropa als Frühstücksbestandteil. Die Eibe eignet sich nicht zum Räuchern, denn außer dem Arillus-Fleisch sind alle anderen Pflanzenteile giftig! Der Grund, sie dennoch hier mit aufzuführen, ist der einer Warnung. Viele meinen, weil sich eigentlich fast alle Nadelbäume zum Räuchern eignen, wäre das bei der Eibe ebenso. Das stimmt jedoch nicht, und vor Experimenten mit Eibe (Nadeln, Samen, Holz oder Harz) sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt. Das ziemlich giftige Taxin wäre auch im Rauch enthalten und kann tödlich sein. Eine überlieferte Nutzung der Eibe als Räucherpflanze ist nicht bekannt, und wenn die alten Germanen, die sonst fast jedes Kraut verräuchert haben, die Eibe nicht dazu nutzten (beziehungsweise nichts darüber niederschrieben), hatten sie vielleicht gute Gründe dafür. Im Übrigen verströmt die Eibe bereits auch als Pflanze ein Gas, welches Halluzinationen und Rauschzustände hervorrufen kann. Auch das wußten die Germanen schon, weshalb die Eibe ihnen heilig war. Der Weltenbaum Yggdrasil war in Wahrheit eine Eibe, keine Esche, denn die Eibe hieß im Nordischen "Barraskr" (Nadelesche), und aufgrund eines Übersetzungsfehlers machte man eine Esche daraus - Yggdrasil ist der Überlieferung nach aber immergrün. Die Magier der Germanen nutzten die Eiben, um unter ihnen zu meditieren und Visionen zu erhalten - ebenfalls ein gesundheitlich nicht wirklich unbedenklicher Spaß. Der Eibe ist eine eigene Rune gewidmet, nämlich Eiwaz, was Eibe heißt und den Weltenbaum sowie die Unterwelt symbolisiert. Eibenholz ist auch sehr schön, um einen Runensatz anzufertigen. Es ist allerdings ebenfalls giftig und sollte nicht in geschlossenen Räumen verarbeitet werden, da bereits das Einatmen von Schleifstaub zu Vergiftungserscheinungen führt (Staubmaske tragen). Deshalb fertigte man in der Vergangenheit auch Pfeilschäfte aus Eibenholz an, welches den Zustand des Verletzten noch verschlimmerte. Beim Umgang mit Eibenzweigen sollten Handschuhe getragen werden, und Eibe eignet sich wegen ihrer Giftigkeit nicht für Gestecke, Adventskränze usw. Ansonsten können Übelkeit und schwere Hautreizungen die Folge sein. Es ist ein Fall dokumentiert, wo jemand mittels Eibe Selbstmord begehen wollte. Der Sud schmeckte jedoch so scheußlich, daß sich der Betroffene übergeben mußte und somit die tödliche Dosis wieder hinausbeförderte. Doch an den Nebenwirkungen litt er noch längere Zeit, während der er nur Schonkost vertrug und Alkohol und Nikotin sofort wieder Übelkeit und Erbrechen auslösten. Er hatte dennoch Glück, denn es wäre kein angenehmer Tod gewesen. |
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Eibisch (Wurzel) 
Eibisch (Althaea officinalis) ist seit der Antike bekannt und wird seither vom Menschen genutzt. Schon Hippokrates kannte den Eibisch und lobte seine wundheilende Kraft. Dioskurides empfahl ihn bei Harnverhalten, Durchfall, Steinleiden, Nervenschmerzen, Husten, Lungenleiden sowie Blasen- und Nierenbeschwerden. Die Wurzel galt als schleimlösendes Mittel und wurde als Tee bei trockenem Husten, Keuchhusten, Rachenschleimhautentzündung, Heiserkeit und bei Erkrankungen der Atmungsorgane verabreicht. Im Volksglauben wurde der Eibisch zur Klärung und Reinigung von Haus und Hof verbrannt. Er wächst gelegentlich auf feuchten, salzigen Wiesen, stammt in der Regel aus verwilderten Kulturen. Die ursprüngliche Heimat ist das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer. Eibisch mischt sich zum Räuchern gut mit Johanniskraut, Eisenkraut, Knabenkraut, Mariendistel, Linde, Sonnenhut, Wegwarte u.a. |
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Eiche (Rinde) 
Als Heilmittel wurde die Rinde der Eiche (Quercus robur) bereits von Dioskurides empfohlen. Er lobte sie als zusammenziehendes und austrocknendes Mittel und benutze sie bei Magen- und Darmleiden. In der Volksmedizin gebrauchte man sie bei Bluterbrechen, Bluthusten, Durchfall, Wechselfieber, Hämorrhoiden, Rheuma, Gicht, Fußbäder bei Fußschweiß, Menstruationsblutungen und äußerlich zu Waschungen bei Hautkrankheiten oder Verletzungen. Die Eiche ist ein uralter Kultbaum. Sie war dem Gott Donar geweiht und wurde verräuchert, um Hexen und Teufel abzuhalten. Auch den Kelten war die Eiche heilig, sie nannten sie "Dair". Aus diesem Wort leitet sich der Begriff Druide ab. Die Druiden waren die geistigen und kultischen Führer der Kelten. Die Eiche ist fast in ganz Europa verbreitet und wächst in Laubmischwäldern oder reinen Eichenwäldern. Sie meidet Staunässe. Eiche mischt sich zum Räuchern gut mit Kiefer, Fichte, Guajak, Copaibalsam, Weide, Pfefferminze, Erdrauch, Boldo u.a. |
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Eichenmoos 
Eichenmoos (Evernia prunasti) ist ähnlich zähflüssig wie Perubalsam und hat einen köstlichen, erdigen und moschusartigen Duft, der an feuchte Wälder erinnert. Deshalb wird es im Mittelmeerraum zur Herstellung von Parfüms verwendet. Es entstammt der Evernia-Flechte aus der Familie der Usaneaceae, die an Eichen und Fichten in Frankreich, in Italien, im ehemaligen Jugoslawien in Marokko, in Algerien und in Nordamerika vorkommt. Es handelt sich um eine hellgrüne Flechte, die vorzugsweise auf Eichen, aber auch auf anderen Baumarten wächst und von Hand gesammelt wird. Eichenmoos zählte neben Mistel und Wacholder zu den wichtigsten Zutaten in der Kunst der Druiden. Es ist in guter Qualität sehr teuer. |
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Eisenhut (Wurzel) 
Der sehr giftige Eisenhut oder Sturmhut (Aconitum napellus) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) ist von Italien bis nach Island, von Spanien bis in den Himalaya verbreitet. Er kommt oft in subalpinen Lagen vor. Er gehört zur typischen Alpenflora und ist (noch) häufig in der Schweiz anzutreffen. Die Wildpflanze steht (wie übrigens alle Aconitum-Arten) in Europa unter Naturschutz. Die ausdauernde, krautige Pflanze wird bis 1,50 Meter hoch. Die fünf- bis siebenfach geteilten Blätter sind tief eingeschnitten. Am Ende des Stengels bildet sich der üppige Blütenstand (endständige Trauben) mit dunkelblauen, helmförmigen Blüten. Der Ausguß der Blüte hat exakt die Gestalt einer Hummel. Die Hummel ist auch der wichtigste oder vielleicht sogar einzige Bestäuber der Pflanze. Die Balgfrüchte sind mehrsamig. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die Pflanze bildet jedes Jahr eine neue knollige Wurzel aus, während die des Vorjahres abstirbt. Aconitum napellus ähnelt dem Aconitum ferox (Blauer Eisenhut), ist jedoch etwas größer und weniger gedrungen als dieser. Er besitzt auch mehr Blüten, welche in geringerem Abstand zueinander. Eine Verwechslung kann evtl. problematisch sein, da Aconitum ferox zwar annähernd dieselben giftigen Inhaltsstoffe besitzt, aber in höherer Konzentration. Manchmal wird der Eisenhut auch mit dem Rittersporn (Delphinium) verwechselt. Der Eisenhut gilt in Europa bis heute als die giftigste und gefährlichste Pflanze überhaupt. Sie enthält das Alkaloid Aconitin (Acetylbenzoylaconin) und Aconitinsäure. Schon geringe Dosen (sehr wenige Gramm des Pflanzenmaterials) können tödliche Vergiftungen hervorrufen. Oral aufgenommen, können bereits 0,2 mg Aconitin toxische Erscheinungen auslösen, 3 bis 6 mg töten einen Erwachsenen meist schon. Allein das ungeschützte Berühren oder Pflücken der Pflanze kann zur Aufnahme des Giftes über die Haut führen. Die knollige Wurzel ist am wirkstoffreichsten, in der übrigen Pflanze ist die Konzentration geringer. Je länger das Gift im Mund verbleibt, desto stärker entwickelt sich in Mund und Rachen ein Prickeln und Brennen, gefolgt von Taubheit und dem Gefühl der Lähmung in der Zunge und um den Mund herum, so daß das Sprechen schwerfällt. Schon bald nach der Giftaufnahme zeigt sich als besonders charakteristisch das Gefühl von Kribbeln und Ameisenlaufen in Fingern, Hand und Füßen, manchmal Zuckungen im Gesicht, später Lähmung der Gesichtsmuskeln. Weiter stört den Vergifteten besonders ein unerträgliches Kältegefühl ("Eiswasser in den Adern") mit Untertemperatur, bedingt durch Erregung von Kältezentren. Darauf folgt Gefühllosigkeit, Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen, erschwerte Atmung. Grünsehen, Schwindel, Ohrensausen und Trigeminusschmerzen wurden beobachtet. Übelkeit und Erbrechen können auftreten, aber auch fehlen, ebenso Durchfälle und gesteigerte Harnflut. Unter Atem- und eigentümlichen Herzstörungen kann es zu Bewußtlosigkeit, Herz- oder Atemtod kommen. Doch kann auch das Bewußtsein bis zum Tode, der unter Umständen schon im Verlauf der ersten Stunde eintritt, erhalten sein. Aconitum napellus kann mit Samen oder abgetrennten Wurzelknollen vermehrt werden. Das Hantieren mit den frischen Wurzelknollen kann zu gefährlichen Vergiftungen führen! Die Samen sind im Blumenhandel erhältlich und werden im Frühjahr entweder direkt in den Boden gedrückt oder in Saatbeeten angezogen. Der Eisenhut hat gerne nährstoffreiche Böden, gute, humusreiche Erde und gedeiht auch in feuchten Niedrungen. Eisenhut wird meist als Zauber-, Gift- und Heilpflanze verwendet. Eisenhut ist die heilige Pflanze der Hekate, der Herrin der nächtlichen Wesen, der Zauberei und Giftmischerei, und wird zu den Hexenpflanzen gezählt. Die Pflanze, ihre Wirkung und Herkunft ist schon genauestens von Theophrast (um 370 bis 287 v.u.Z.) beschrieben worden. Nach Ovid soll die Pflanze, genau wie das Bilsenkraut (Hyoscyamus albus), aus dem Geifer des Höllenhundes Zerberus (Kerberos) entstanden sein, der von seinen Zähnen tropfte. Beide Pflanzen wurden Apollinaris (Apollonpflanze) genannt. Einer anderen Sage zufolge ist der Eisenhut aus dem Blut des Prometheus entstanden, das auf den Felsen tropfte, als der Adler kam und Prometheus' Leber fraß. Der Eisenhut war im Altertum ein gefürchtetes Gift und nimmt eine prominente Stellung in der Geschichte der politischen Giftmorde ein. Das geschah vor allem in Griechenland, aber auch der römische Kaiser Claudius starb im 54 u.Z. an einer Aconitvergiftung. Die Germanen nutzten die Pflanze vielleicht bei magischen Ritualen wie der Verwandlung der Berserker. Konrad von Megenberg beschrieb im 14. Jahrhundert den Eisenhut und dessen Giftwirkung in seinem "Buch der Natur". Die Wurzeln wurden angeblich als wirksamer Bestandteil im Liebeszauber und bei der Herstellung von Hexensalben verwendet. Auf die Haut aufgetragen, soll Eisenhut Kribbelgefühle und Halluzinationen auslösen können und soll aus diesem Grund auch eine wichtige Zutat der Flugsalben gewesen sein. Er soll das Gefühl vermitteln, ein Pelz- oder Federkleid zu tragen. Eisenhutwurzeln spielen auch in schamanisch-magischen Ritualen eine Rolle, zum Beispiel zur Wolfsverwandlung. Auch wurden sie für Heil- und Berauschungszwecke in Wein eingelegt getrunken. Obwohl die Pflanze als sehr giftig gilt, werden in Island die Blüten von Kindern wegen ihrer Honigsüße gegessen. Da aber auch in den Honigdrüsen Aconitin nachgewiesen werden konnte, kann man sozusagen hierbei einen psychoaktiven Honig vermuten. Als Rauschmittel kann das getrocknete Kraut geraucht werden, doch ist hierzu nichts bezüglich Dosierungen bekannt, und es muß dringend vor dem unsachgemäßen Gebrauch dieser Pflanze gewarnt werden! Volksmedizinisch hat der als starkes Gift gefürchtete Eisenhut keine große Bedeutung gewonnen. In der westlichen Phytotherapie werden Eisenhuttinkturen zur Schmerzlinderung bei Gicht, Ischias und Neuralgien und zur Behandlung aufkommender fiebriger Erkältungen äußerlich, seltener innerlich verwendet. Auch auf Pferde hat Eisenhut eine stark stimulierende oder berauschende Wirkung. Sie werden "schäumig", d.h. feurig, weshalb früher die Pferdehändler ihre Tiere vor dem Verkauf mit Eisenhut gefüttert haben (vereinzelt soll es auch heute noch vorkommen). Eisenhut ist als Räuchermittel wegen seiner Giftigkeit nur versetzt mit Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam im Handel, damit kein Mißbrauch möglich ist. Er sollte ohnehin mit anderem Räucherwerk vermischt werden, da er etwas streng riecht. Beim Räuchern wirkt er beruhigend und entspannend. Er mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Sinicuiche, Beifuß, Salbei, Lavendel, Weihrauch, Copaibalsam u.a. Weil Eisenhut zu den sehr giftigen Pflanzen gehört, wird vor dem Verzehr eindringlich gewarnt. |
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Eisenhut, Blauer (Wurzel) 
Der äußerst giftigen Blaue Eisenhut (Aconitum ferox) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) wächst ursprünglich in den Gebirgswäldern des Himalaya, zwischen 2.000 und 3.000 Metern Höhe (und noch weit darüber hinaus, angeblich bis 4.500 Metern), in Hochstaudenfluren und an Bachufern. Er ist inzwischen auch in mitteleuropäischen Gebirgen, vereinzelt aber auch in Skandinavien zu finden. Wie alle Aconitum-Arten steht die Wildpflanze in Europa unter Naturschutz. Das mehrjährige Kraut mit den knolligen Wurzeln wird bis zu einem Meter hoch. Die unteren, langgestielten Blätter sind mehrfach tief eingebuchtet und gefiedert. Die Blätter werden nach oben hin kleiner und ihre Stiele immer kürzer. Am Ende des aufrechten, glatten Stengels stehen traubenartig die helmförmigen, blau-violetten Blüten. Die Blütenstiele wachsen aus den Blattachseln. Die Frucht ist eine fünfzipfelige, trichterförmig nach oben geöffnete Kapsel. Der Blaue Eisenhut blüht von Juli bis September, in höheren Lagen bis Oktober. Die sich jährlich erneuernden Wurzelknollen haben eine dunkelbraune Rinde und sind innen gelblich. Aconitum ferox sieht dem Aconitum napellus sehr ähnlich. Er ist allerdings etwas kleiner und gedrungener und hat weniger Blüten, die in größerem Abstand zueinander stehen. Eine Verwechslung ist pharmazeutisch unproblematisch, da die Inhaltsstoffe sehr ähnlich sind, beim Aconitum ferox aber in deutlich geringerer Konzentration vorkommen. Aconitum ferox ist die stärkste Giftpflanze des Himalaya und eine der stärksten Giftpflanzen überhaupt. Nicht umsonst trägt er in anderen Sprachen warnende Namen, zum Beispiel Ativish (nepali: sehr giftig), Ativisha (sanskrit: starkes Gift, oder Visha (sanskrit: Gift). Die Pflanze enthält die Diterpenoid-Alkaloide Aconitin und Pseudoaconitin'S. Das sehr giftige Aconitin kann schon bei geringster Dosis von 3 bis 6 mg, dem entsprechen nur wenige Gramm des getrockneten oder sogar frischen Pflanzenmaterials, durch Lähmung des Nervensystems einen Erwachsenen töten. Die Wurzelknolle ist am wirkstoffreichsten und dadurch auch am gefährlichsten. Die Vermehrung geschieht bei Aconitum ferrox durch Samen. Sie können einfach ausgestreut oder in Saatbeeten angezogen werden. Die Samen sind gelegentlich im Blumenhandel zu erwerben. Der Blaue Eisenhut hat gerne einen steinigen oder felsigen Untergrund und kann auch gut in Ritzen und Hohlräumen zwischen Steinen gedeihen. Im Himalaja werden verschiedene Eisenhutarten als Medizin genutzt. Die Tibeter behandeln damit Erkrankungen des Herzens, die durch Dämonen verursacht werden. In China gilt er als Verjüngungsmittel und ist Bestandteil des bekannten Fünf-Mineralien-Pulvers. Die Ainu gebrauchen ihn bei ihrem schamanistischen Bärenzeremoniell. Das Gift Surku-Kik, das den übernatürlichen Bären erlegt, wird von den Schamanen unter geheimen Beschwörungen bereitet. Für die Verwendung in der ayurvedischen Medizin werden die giftigen Knollen nach der Ernte zur "Reinigung" in Milch oder Urin von heiligen Kühen eingelegt. Dadurch wird der Wurzel ihr heftiges Gift genommen. Milch soll besser entgiften als Urin. Für die äußerliche Verwendung bei Neuralgien wird die Wurzelknolle zu einer Paste zerstampft. Für tantrische und psychoaktive Zwecke wird die Wurzel natürlich nicht entgiftet. Sie wird einfach getrocknet, zerkleinert und in Rauchmischungen, normalerweise mit Ganja (Cannabis indica) vermischt, geraucht. Die Blätter werden getrocknet und geraucht. Die Wurzel des himalayaischen Blauen Eisenhuts wurde schon früh in Indien als Pfeilgift verwendet. Davon zeugen die vedischen (4. Jahrhundert u.Z.) und späteren Sanskritschriften. Allerdings wurden die vergifteten Pfeile nicht zur Jagd, sondern zur Kriegsführung genutzt. Die Europäer lernten die Pflanze erst im 19. Jahrhundert bei Nepalaufenthalten kennen, worauf ein weltweiter Handel mit den Knollen folgte. Blauer Eisenhut ist als Räuchermittel wegen seiner Giftigkeit nur versetzt mit Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam im Handel, damit kein Mißbrauch möglich ist. Er sollte ohnehin mit anderem Räucherwerk vermischt werden, da er etwas streng riecht. Beim Räuchern wirkt er beruhigend und entspannend. Er mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Sinicuiche, Beifuß, Salbei, Lavendel, Weihrauch, Copaibalsam u.a. Weil Eisenhut zu den äußerst giftigen Pflanzen gehört, wird vor dem Verzehr eindringlich gewarnt. |
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Eisenkraut (Kraut)  
In Wales wurde die Eisenkraut (Verbena officinalis) "Gift für den Teufel" genannt und zum Schutz des Hauses aufgehängt oder geräuchert. Eisenkraut heißt auch "Diplomatenkraut", da es, in Verhandlungen bei sich geführt, schnell Sympathie bringen und "hieb- und stichfest" machen soll. Das auch als Druidenkraut oder Sagenkraut bekannte Kraut findet deshalb auch zur Sympathiemagie in Räuchermischungen Verwendung. Im Mittelalter durfte es in keinem Liebestrank (Philtrum) fehlen. Eisenkraut ist eine der 12 magischen Pflanzen der Rosenkreuzer und wird dem Planeten Venus zugeordnet. Auch die Kelten sprachen diese Pflanze heilig. Die Barden verwendeten sie um göttliche Inspiration zu empfangen und die Seher tranken einen Sud davon, um die Zukunft voraussagen zu können. Für die Druiden war es eine mächtige Zauberpflanze. Sie wurde bei Geburten, Fallsucht, Kopfweh, Pestilenz und vielen anderen Krankheiten und Zeremonien eingesetzt. Die Hexen brauten keinen Trank ohne Eisenkraut. Der Rauch von glimmendem Eisenkraut riecht wie ein herbstliches Laubfeuer. Es wird in Räucherritualen für materiellen Erfolg, zur Reinigung und zum Schutz gegen negative Einflüsse eingesetzt. Früher glaubte man, daß Eisenkraut als Räucherung oder übers Bett gehängt vor Alpträumen bewahrt. Es soll Mut machen und helfen, die innere Stärke wiederzufinden oder neu zu entwickeln. Eisenkraut wird gerne mit Weihrauch, Tolubalsam, Elemi, Yohimbe, Muira Puama, Zeder u.a. gemischt und verräuchert. | |
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Elemi (Harzpaste) 
Elemi (Canaricum luzonicum Gray) ist ein Balsambaumgewächs (Burseraceae). Die Bäume werden ca. 15 bis 30 Meter hoch und zur Harzgewinnung angeritzt oder eingeschnitten, da sie das Harz nicht von selbst ausscheiden. Das meist zähe, salbenartige und noch etwas klebrige weiße Elemi-Harz wird im Orient nicht nur zum Räuchern, sondern auch zu heilkundlichen Zwecken gebraucht. Der äußerst frische, zitronig bis fenchelartige, waldige Duft ist dem harzigen Geruch von Weihrauch nicht unähnlich. Elemi enthält 5 bis 6 % alpha-Manelemisäure, 8 bis 10 % beta-Manelemisäure, 20 bis 25 % Manamyrin, 30 bis 35% Maneleresen, 0,8 bis 1 % Bryonidin und 20 bis 30 % ätherisches Öl. Das Harz löst sich sehr gut in heißem Alkohol, Äther, Chloroform, Benzol und Schwefelkohlenstoff. Das Harz erweicht bei etwa 80 °C und schmilzt bei etwa 120 °C. Das Harz findet Anwendung bei der Herstellung von Lacken, es trägt zur Verringerung der Sprödigkeit bei. Lithographischen Farben wird es ebenfalls zugesetzt. Filzgewebe können mit einer Harzmischung versteift werden. Eine weitere Anwendung findet es in medizinischen Pflastern und Salben. In vielen traditionellen Räuchermischungen wird Elemi als energetisierender, klärender Zusatz gebraucht. Es aktiviert die Chakren und soll die Hellsichtigkeit fördern. Elemiräucherungen wirken stimmungsaufhellend, reinigend und geistig anregend und eignen sich gut zu Meditationsräucherungen und Reinigungsritualen (gemischt zum Beispiel mit Mastix) sowie zur Begleitung von Yoga-Übungen und Meditationen am Morgen. Elemi wirkt stärkend, ausgleichend, meditationsfördernd und vermittelt einem träge gewordenen Geist neue Impulse. Die alten Ägypter verwendeten Elemi zur Einbalsamierung ihrer Toten und als allgemeines Stimulans. Elemibäume wachsen im tropischen asiatischen Raum und werden hauptsächlich auf den Philippinen und den Molukken angebaut, wo sie auch heimisch sind. Es gibt sowohl harte als auch weiche Ware, wobei die harte durch Verlust von ätherischem Öl aus der weichen entstanden ist. Zum Teil ist Elemi mit dem unter dem Namen Takamahak gehandelten westindischen Harz identisch. Unter dem Namen Elemiharz sind eine größere Anzahl sehr ölreicher Harze aus Asien (auch Manila-Elemi genannt, von den Phillipinen), Afrika (Ost- und Westafrika, Kamerun, Mauritius, Nigeria, Uganda) und Amerika (Britisch-Guayana, Mexiko und Rio-Elemi aus Brasilien) im Handel. Stammpflanzen sind verschiedene Burseraceen, hauptsächlich der Gattungen Bursera und Canarium. Elemi wird traditionell mit anderen erfrischend und reinigend wirkenden Räucherstoffen gemischt, zum Beispiel mit Myrrhe, Weihrauch, Mastix, Labdanum, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Zimt, Lemongras, Sweetgrass u.a. Elemi ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Engelstrompete (Kraut) 
Die Engelstrompete (Brugmansia arborea) ist ein mehrjähriger Strauch und stammt aus dem Andengebiet. Die Pflanze wurde wahrscheinlich schon in prähistorischer Zeit psychoaktiv und medizinisch (zum Beispiel bei rheumatischen Leiden) genutzt. Alle Pflanzenteile enthalten Tropanalkaloide. Brugmansia-Arten zählen zu den Giftgewächsen. Eine Abart ist die Duftende Engelstrompete (Brugmansia suaveolens). Die Pflanze wächst in Süd- und Mittelamerika, hat sich aber inzwischen auch im Himalaja eingebürgert. Bis heute hat der Strauch in Mexiko eine Bedeutung als Schamanenpflanze. Medizinisch wird die Pflanze bei äußeren Verletzungen und Ausschlägen verwendet. In letzter Zeit macht die Pflanze als gefährliche "Naturdroge" von sich reden. Todesfälle durch Überdosierung sind dokumentiert. Von der Verwendung (auch als Räucherung) wird abgeraten. |
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Enzian (Wurzel) 
Enzian (Gentiana lutea L.) gilt als Zauberpflanze und wurde zum Liebesritual, um die Pest abzuhalten und als Wetterblume verräuchert. Enzian wurde schon im 2. Jahrhundert v.u.Z. als Heilpflanze erkannt. Bei Dioskurides und Plinius stand er in hohem Ansehen. Er galt als Mittel gegen Leberleiden, Magenkrankheiten, Krämpfe, Würmer, Pest und Bisse giftiger Tiere. In der Volksmedizin gilt er auch heute noch als Universalmedizin. Er soll als Heilmittel gegen Schwäche, Bleichsucht, Blutarmut, Magen- und Darmstörungen sein, aber auch bei Rheumatismus und Gicht wird er eingenommen. Die Blätter legt man zur Kühlung auf offene Wunden. In der modernen Pflanzenheilkunde zählt der Enzian zu den reinen Bitterstoffdrogen. Enzian steigert die Magensekretion und soll sich somit bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Völlegefühl, Blähungen und mangelnder Gallesekretion eignen. Enzian aus der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) wächst auf kalkhaltigen Gebirgswiesen und ist in den Alpenländern heimisch. Obwohl eher die Art mit den blauen Blüten bekannt ist, ist medizinisch und rituell nur die Sorte mit den gelben Blüten wertvoll. Die Wurzel dieser oft einen Meter hohen Pflanze mit ovalen gegenständigen Blüten dient zur Herstellung bitterer Aperitifs, von Heiltees gegen Infektionen (Grippe), Leber- und Darmschmerzen, gegen Parasiten und zur Anregung der Verdauung. Der Bitterstoff (Gentiansäure), Glykoside und Mineralsalze wirken beruhigend, entzündungshemmend, fiebersenkend und harntreibend. Ein Tee aus den Blüten wirkt schweißtreibend. Der Enzian stärkt das Immunsystem indem er sich positiv auf die Anzahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) auswirkt. Bei zu hoher Dosierung allerdings hemmt er die Verdauung und kann Erbrechen hervorrufen. Enzian mischt sich zum Räuchern gut mit Sassafras, Diptam, Wermut, Zimt, Koriander, Huflattich u.a. |
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Ephedra (Kraut)
Ephedra (Ephedra nevadensis) ist in Deutschland auch unter dem Namen Mormonentee, Meerträubchen oder Meerträubel bekannt. In Nepal wird sie auch "Somalata" (Mondpflanze) genannt. Die Wirkung dieser anregenden Pflanze aus dem Südwesten Nordamerikas, die seit prähistorischen Zeiten rituell oder medizinisch von Indianern genutzt wurde, schätzten besonders die Mormonen, daher die Namensgebung. Sie machten sich die Wirkung dieser Pflanze zunutze, indem sie einen Tee davon brauten oder das Kraut verräucherten und den Rauch inhalierten. Ephedra hat eine stark anregende, atembelebende, antiallergische, wachmachende, stimulierende, leistungssteigernde, euphorisierende und aphrodisische Wirkung. Die Indianer rauchten dieses Kraut mitunter in ihrem Kalument und verbrannten es bei Ritualtänzen. Mit Stechapfel zusammen geraucht soll es eine lindernde Wirkung bei Asthmaerkrankungen haben. Ohne daß je Nebenwirkungen auftraten behandeln die Chinesen seit 5.000 Jahren Rheuma und Erkältungen mit Ephedra. Ephedra wächst überwiegend in China, wurde aber mittlerweile auf der ganzen Welt kultiviert. Beim Verbrennen verströmt Ephedra einen dezenten grünen, würzigen und feinen Duft und wirkt anregend und klärend auf Geist und Umgebung. Der eingeatmete Rauch erweitert die Bronchien und kann in medizinischer Anwendung bei Asthma und Heuschnupfen hilfreich sein. Ephedra wächst überwiegend in China, wurde aber mittlerweile auf der ganzen Welt kultiviert. Ephedra mischt sich zum Räuchern gut mit Stechapfel, Eisenkraut, Benzoe, Wermut, Damiana, Besenginster, Kampfer u.a. Ephedra sollte nicht innerlich verwendet werden. |
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Erdrauch (Kraut) 
Erdrauch (Fumaria officinalis) ist ein uraltes keltisch-germanisches Räuchermittel, wie schon sein lateinischer Name &qout;Fumaria" (Rauch) und sein deutscher Name sagen. Im Mittelalter wurde die Pflanze bei exorzistischen Riten zum Austreiben böser Geister und Teufel geräuchert und wurde zu diesem Zweck in Klostergärten angebaut. Erdrauch oder Elfenrauch wurde angeblich von Hexen und Zauberern benutzt, um sich unsichtbar zu machen oder um die Geister Verstorbener zu rufen. Das Kraut steht unter dem Einfluß von Jupiter, Mars und Saturn und soll deshalb reinigend und austrocknend wirken und gut bei Hautleiden und Ekzemen sein. In Deutschland wurde es früher anstelle von Tabak geraucht und sollte so bei Kopfweh heilsam wirken. Erdrauch wächst auf Äckern, Brachland, Schuttplätzen und in Gärten und ist in Europa, Vorderasien und Nordamerika verbreitet. Als Räucherung sollte Erdrauch mit Kampfer und Weihrauch gemischt werden. Es entsteht ein stechender Geruch, der die Augen reizt, wenn er allein verbrannt wird. |
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Esche (Blätter)
Esche (Fraxinus excelsior), der Lieblingsbaum der Nemesis, war auch den Göttern heilig. Schon Hippokrates wußte um die Wirkung der Esche als harntreibendes und abführendes Mittel bei Gicht und Rheuma. Der Saft der Blätter sollte sogar bei Schlangenbissen hilfreich sein. Matthiolus benutzte Esche bei Steinleiden und Gelbsucht. In der Volksmedizin waren die Blätter ein beliebtes Heilmittel für Gicht, Rheuma, Nierensteine, Gelbsucht und Leberleiden. In der nordischen Mythologie wird die Esche zum Weltenbaum Yggdrasil. Auch im Eddamythos von der Entstehung der Menschen aus den Bäumen findet sich die Esche wieder. Bei den Kelten war sie das Symbol für die Macht des Wassers, und die Druiden gebrauchten das Holz zum Regenzauber. Eschenzweige und Blätter galten als antidämonisch und wurden zur Beräucherung von Haus und Hof verwendet. Eschen findet man in Laubmischwäldern und Auwäldern in Europa und Kleinasien. Esche mischt sich zum Räuchern gut mit Leberkraut, Kreuzblume, Sage, Goldmohn, Tolubalsam, Gummi Arabicum u.a. |
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Estragon (Blätter gerebelt) 
Estragon (Artemisia dracunculus) wurde schon Plinius als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Beim Biß giftiger Tiere wurden Estragonblätter aufgelegt. Er wurde bei der Wassersucht, Nierenträgheit, Appetitlosigkeit, Magenschwäche und Blähungen verabreicht. Als Würze zu Geflügel, Soßen und zum einlegen von Gurken wurde und wird Estragon heute noch geschätzt. Estragon findet sich auch in Essig, Kräuterlikören, Aperitifs und wird zur Parfümherstellung verwendet. Estragon wurde geräuchert, um das Böse von Haus und Hof fernzuhalten. Er verströmt einen süßlichen, krautigen Duft. Estragon aus der Familie der Korbblütler (Compositaea) war ursprünglich in Süd- und Mittelasien, vor allem Sibirien beheimatet, gelangte aber im Mittelalter nach Europa und wird seitdem weltweit kultiviert und in vielen Kräutergärten angebaut. Der Boden sollte humusreich und feucht sein, jedoch ohne Staunässe. Estragon ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Köpfchenblüter (Asteraceae) mit weichen, schmalen Blättern und einem stark verästelten Stengel. Die Pflanze kann bis 1,20 Meter hoch werden und trägt Rispen mit kleinen, weißgrünen Blüten. Die Blüten sind höchstens 5 Millimeter breit und stehen in schwach kegelförmig aufgewölbten, kopfigen, traubigen bis rispigen Blütenständen. Seine Blätter sind schmal, lanzettlich, ungeteilt, ganzrandig oder schwach gesägt und von nahezu leuchtendem Grün. Der Estragon ist eine ausdauernde Pflanze und blüht jährlich von August bis Oktober. Wild wachsend ist er kaum zu finden, außer in der Nähe von Gärten, in denen er kultiviert wurde und sich nun ausgebreitet hat. Estragon mischt sich zum Räuchern gut mit Kerbel, Thymian, Rosmarin, Myrte, Erdrauch, Petersilie u.a. | |
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Eukalyptus (Blätter) 
Die Ureinwohner Australiens, der Heimat des Eukalyptusbaumes (Eucalyptus globulus), verwenden diese Pflanze schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bei Fieber, Erkältungen, Husten und vielen anderen Krankheiten. Deshalb nennt man den Eukalyptus auch Fieberbaum. Der immergrüne, australische Baum aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) wird bis zu 90 Meter hoch. Der Baum stammt ursprünglich aus Tasmanien und Australien. Heute wird er hauptsächlich in Spanien und Portugal, Brasilien, Kalifornien, Rußland und China kultiviert. Die jungen Bäume haben blaugrüne, ovale Blätter. An den ausgewachsenen, reifen Bäumen wachsen lange, schmale und gelbliche Blätter. Sie tragen cremeweiße Blüten. Die rauhe Rinde, von blaßgrauer Farbe, ist oftmals von einem weißen Pulver bedeckt. Das Laub enthält ätherisches Öl, Gerbsäure, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide. Die Blätter werden im Aufguß bei Erkältungskrankheiten der Luftwege angewendet. Bei Asthma werden die getrockneten Blätter wie Tabak geraucht. Die Blätter werden zum Schutz vor Geisteskrankheiten, zum klären der Gedanken und gegen böse Geister verräuchert. Getrocknete Blätter wurden oft in Schränke und Schubladen zum Schutz vor Schaben und Silberfischen ausgelegt. Im 19. Jahrhundert galt Eukalyptus als insektenabwehrendes Mittel. Die Aborigines in Australien pflegten die Blätter zu verbrennen und dadurch Krankheiten zu lindern. Sie glaubten, die Hitze verließe den Kranken und ginge ins Feuer. Blätter und Öl dieses Baumes werden auch heute noch medizinisch genutzt, wobei sich die Indikationen in der westlichen und östlichen Medizin ähneln. Beim Verräuchern hat Eukalyptus eine stark energetisch klärende Wirkung, verbrennt knisternd und ein feiner typischer Eigenduft mit harziger Note entfaltet sich. Der Rauch wirkt reinigend, schon fast desinfizierend und gilt als Geisterbanner. Eine Räucherung eignet sich zur Raumreinigung vor der Meditation. Eukalyptus mischt sich zum Räuchern gut mit Thymian, Rosmarin, Lavendel, Majoran, Kiefer, Zeder, Stechapfel, Erdrauch u.a. Räucherstoffen. |
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Fang K'uei (Wurzel)
Fang K'uei (Peucedanum decursivum) gilt seit alters her als Aphrodisiakum und Vermehrer der Lebenskraft. Die Wurzel hat beruhigende Eigenschaften und wirkt ostasiatischen Quellen zufolge betäubend und läßt Geister erscheinen. Sie soll zauberische Qualitäten haben, die in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen seien. Genaueres ist nicht bekannt. Beim Räuchern entfaltet sich ein stark holzig-verbrannter Geruch, der in Mischungen nicht überwiegt. Fang K'uei wird in China als Tee konsumiert. Der Genuß dieser Wurzel ist ungefährlich und ohne Nebenwirkungen. Fang K'uei stammt aus China und ist ziemlich schwierig zu bekommen. Fang K'uei mischt sich zum Räuchern gut mit Pfefferminze, Sage, Diptam, Bilsenkraut, Kalmus, Copal u.a. |
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Färberdistel (Blüte)
Färberdistel (Carthamus tinctorus) ist unter dem Namen "wilder Safran" bekannt und wird oft als Ersatzstoff für den echten Safran, der einer der ältesten und teuersten Räucherstoffe ist, verwendet. Die Blüten sensibilisieren die Wahrnehmung für die feinstoffliche Welt, wirken harmonisierend und aufbauend, wenn sie verräuchert werden. Ihr Duft ist allerdings nicht so intensiv und ausgeprägt wie der vom echten Safran. Färberdistel liefert durch seine Blüten einen roten Farbstoff, der zur Lebensmittelfärbung genutzt wird. Ebenso wird die Pflanze für Kosmetika gebraucht. Wegen der großen Nachfrage ist diese Pflanze im Handel recht teuer. Färberdistel eignet sich gut für Räuchermischungen mit Weihrauch, Mastix, Lorbeer, Sandelholz, Patchouli, Muskatnuß u.a. |
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Fenchel, süß (Fruchtpulver) 
Fenchel (Foeniculum vulgare) war schon in den alten Hochkulturen Ägyptens, Griechenlands, Arabiens und Chinas als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Er wurde bei Blasen- und Nierenleiden, Lungenerkrankungen und gegen Bisse toller Hunde gebraucht. Fenchel wirkt krampflösend und blähungstreibend. Fencheltee findet von daher Verwendung bei Säuglingsblähungen und Durchfall. Auch als Bestandteil von Hustentees ist Fenchel heute sehr beliebt. Umschläge mit Fenchelwasser wirken bei Entzündungszuständen am wäßrigen Auge angenehm lindernd. In der Küche wird er als Gewürz für Brot, Gebäck und Suppen verwendet. Im Volksglauben hat er eine gewisse Bedeutung. Wahrsager sollen mit Fenchelsamen verzauberte Personen heilen. Zerdrückte oder Gemahlene Früchte oder Samen des Fenchels wurden bei Reinigungsritualen verräuchert. Fenchel hat desinfizierende Eigenschaften und betört mit seinem süßlichen Duft. Der süße Fenchel aus der Familie der Doldenblütler (Umbelliferae) wird vor allem in Frankreich, Italien und Griechenland angebaut. In ganz Europa wird er kultiviert. Fenchel ist eine zwei- oder mehrjährige Pflanze, die bis zu zwei Meter groß werden kann. Er trägt fiedrige Blätter und goldgelbe Blüten. Fenchel mischt sich zum Räuchern gut mit Huflattich, Kresse, Eukalyptus, Boldo, Damiana, Weihrauch, Myrrhe u.a. |
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Fichte (Harz) 
Das Fichtenharz (Picea ables), als "Burgunderharz" oder "Burgundisches Pechharz" verkauft, wurde früher Waldweihrauch genannt und noch bis ins letzte Jahrhundert als preisgünstiger Ersatz für den sehr viel teureren Weihrauch gebraucht. In alten Kräuterbüchern wird berichtet, daß das Fichtenharz zur Verfeinerung einige Zeit in einen Ameisenhaufen gelegt wurde, um dort durch die Ameisensäure einen Umwandlungsprozeß zu erfahren. Die Irminsul (Irminsäule), eine Art schamanistischer Weltenbaum, war ein Baumheiligtum der Germanen. Es war eine Fichte und wurde dem Gott Poseidon geweiht, da aus Fichten Schiffsmasten hergestellt wurden. Im Mittelalter wurde sie wegen ihres Duftes in Reinigungs- und Desinfektionsräucherungen als Heilmittel gegen Seuchen geräuchert. Fichtenharz wirkt keimtötend und kann somit die Raumluft desinfizieren. Es duftet kräftiger als das Harz der Tanne, allerdings fehlt ihm die frische, oft zitronenartige Note des Tannenharzes. Es verströmt beim Räuchern einen kräftigen, grünen, waldigen Duft. Fichtenharz wirkt kräftigend, stärkend und aufbauend und fördert dadurch die Genesung von Krankheiten. Der Rauch des Fichtenharzes diente als Schutz vor störenden Einflüssen und hilft, innere Ruhe zu finden, was die Meditation erleichtert. Das hellgelbe Harz wurde in der mittelalterlichen Heilkunde viel zur Herstellung von Heilsalben und auch für Heilräucherungen verwendet. Es hilft bei Ausschlägen und Rheuma. Die Sprossen verbrennen mit dem für Fichte typischen Eigengeruch. In der Volksmedizin galt ein Tee aus Fichtensprossen als gutes, blutreinigendes Mittel. Die Sprossen in Honig oder Zucker eingelegt, wurden als Fichtenhonig bei Husten, Bronchitis und Erkältungskrankheiten verwendet. Das bekannte und zu Heilräucherungen noch im 20. Jahrhundert in Apotheken verkaufte Burgunderharz (Pix burgundica) ist ein gelbes, krümeliges Harz, das durch einen Schmelzprozeß ebenfalls aus dem Harz der Fichte gewonnen wird. Es hat einen kräftigen, grünen, waldigen Geruch. Burgunderharz wirkt stärkend und aufbauend. Die Fichte gehört zur Gattung der Kieferngewächse. Es ist ein Nadelbaum mit vierkantigen, allseitswendigen, spitzen Nadeln. Die Zapfen sind hängend. In Europa ist besonders wichtig die Gewöhnliche Fichte (Rottanne, Picea excelsa), die bis zu 50 Metern hoch wird. Frei stehende Fichten sind fast bis zum Grund beästet. Das Holz der Fichte wird als Bau- und sonstiges Nutzholz verwendet. Weitere Fichtenarten sind u.a.die Omorikafichte (Picea omorika) aus dem Balkan und die als Zierbaum beliebte Blau-Fichte(Picea pungens glauca) aus dem östlichen Nordamerika. Fichten findet man in Mischwäldern oder reinen Nadelwäldern bis 2.000 Meter Höhe fast in ganz Europa, in Südeuropa nur in Gebirgslagen. Fichtenharz kann man auch gut selbst sammeln. Wie bei allen klebrigen Harzen empfiehlt es sich, das Harz einzufrieren, da es sich in gefrorenem, spröden Zustand sehr leicht zerteilen und portionieren läßt. Fichtenharz und Burgunderharz entwickeln viel dichten Rauch. Deshalb eignen sie sich am besten für Räucherungen im Freien. Sie mischen sich zum Räuchern gut mit Tanne, Kiefer, Zeder, Galbanum, Benzoe, Lavendel, Rosmarin u.a. |
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Fo Ti Tieng (Kraut)
Fo Ti Tieng (Hydrocotyle asiatica minor), auch als Gotu Kola bekannt, ist eine der ältesten, bekannten chinesischen Heilpflanzen überhaupt und bedeutet auf chinesisch "Elixier des langen Lebens". Die Asiaten schreiben dem Kraut sexuell anregende und kräftigende Wirkung zu und trinken es täglich als Tee. Auch sollen die Blätter Gifte ausscheidende und verjüngende Eigenschaften haben. Man sagt, der tägliche Genuß verlängere das Leben und bringe mehr Feuer in die Sexualität. Viele Asiaten trinken täglich einen Fo-Ti-Tieng-Tee wegen der sexuell anregenden und kräftigenden Wirkung. Die Pflanze ist ein Bestandteil bei vielen Herbal Ectasis. Bei Räucherzeremonien wird dieses Kraut wegen seiner reinigenden und stimulierenden Wirkung verwendet. Die Taoisten benutzen die Pflanze in Kombination mit Ginseng, um auf magische Weise der Unsterblichkeit näher zu kommen. Fo Ti Tieng ist in China heimisch, wird aber auch hier kultiviert. Fo Ti Tieng mischt sich zum Räuchern gut mit Sassafras, Muira Puama, Yohimbe, Eukalyptus, Eisenkraut, Helmkraut, Schachtelhalm u.a. |
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Frauenmantel (Kraut) 
Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist vielleicht unter den Namen Frauehilf, Frauenmänteli, Mutterkraut oder auch Frauentrost allgemeiner bekannt. Die Pflanze war im frühen Mittelalter eine geschätzte Frauenpflanze. Er wurde als Tee aus den Blättern bei Unterleibsentzündungen, Menstruationsstörungen (unregelmäßigen Blutungen, Gebärmuttermyome, Ausfluß, Brustdrüsenentzündungen, Muskel- und Gliederschmerzen, bei Erkältungen und chronischem Durchfall gebraucht. Er galt auch als gutes Mittel zur Stärkung des Uterus und wurde sowohl zur Geburtsvorbereitung als auch zur Förderung der Milchbildung verwendet. Bei schwangeren Frauen, die zuvor eine Fehlgeburt hatten, wird Frauenmantel ab dem dritten Monat als täglich zu trinkender Tee empfohlen. Als Bad ist die Pflanze ebenfalls hilfreich bei schwachen kranken Kindern und ebenfalls bei Frauenleiden. Die Gurgelanwendung ist auch sehr hilfreich nach einer Zahnentfernung, da sie die Wundheilung ankurbelt und die Regeneration unterstützt. Im Volksglauben hatte der Frauenmantel einen hohen Stellenwert. Er war Freyja, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit geweiht und wurde regelmäßig gesammelt und bei Liebes- und Fruchtbarkeitsritualen verräuchert, besonders an Maria Himmelfahrt. Man nannte die Pflanze auch Gewittergras, weil man sie in Kränze band und an Fenster, Türen und am Dachfirst aufhing, um das Haus vor Blitzschlag zu schützen. Frauenmantel wächst häufig auf Wiesen, Weiden, an Bachufern und Waldrändern. Er ist in Europa, Nord- und Mittelasien verbreitet. Frauenmantel mischt sich zum Räuchern gut mit Schlüsselblume, Malve, Mariendistel, Goldrute, Weihrauch, Myrrhe, Ringelblume u.a. |
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Frauenwurzel (Wurzel)
Die Wirkung der Frauenwurzel (Caulophyllum thalicteriodes) gleicht der des Frauenmantels. Sie wurde früher auch für Frauenkrankheiten aller Art verwendet, vorwiegend bei Unterleibsschmerzen, um Blutungen zu stillen, bei Magen- und Darmkatarrh und als Wunderheilmittel eingesetzt. Sehr wirksam sollen Umschläge bei Nagelbettentzündungen sein. Im Volksglauben wurde die Wurzel bei Geburten verräuchert, damit ein gesundes Kind zur Welt komme. Außerdem sollte der Rauch der Wurzel Bakterien und Viren abtöten und den Raum desinfizieren. Frauenwurzel wächst vorwiegend in Europa und Asien. Frauenwurzel mischt sich zum räuchern gut mit Taigawurzel, Kreuzkraut, Enzian, Wegwarte, Wiesenkönigin, Styrax, Mastix u.a. |