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Das Räuchern
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Galanga (Wurzel)

Der dem Ingwer verwandte Galanga (Kaempferia galanga L. beziehungsweise K. angustifolia, botanisch Languas officinarum), fälschlich auch Kleiner Galgant genannt (nicht mit dem Echten Kleinen Galgant oder dem Großen Galgant zu verwechseln) wird schon lange in den tropischen Zonen Südostasiens als Gewürz, Rauschmittel, Medizin und Zauberpflanze genutzt. Sie ist auch unter dem Namen Marabawurzel bekannt. Der Wurzelstock (Rhizom) ähnelt dem Ingwer darin, daß er aus flachen Teilen mit elliptischem Querschnitt zusammengesetzt ist, aber er ist wesentlich kleiner (5 Zentimeter). Die Außenhaut ist dunkel rötlich-braun und umschließt ein schmutzigweißes, weiches Fleisch. Geruch und Geschmack sind stark aromatisch, gewürzhaft und fast medizinisch. Er enthält Zimtsäureethylester, p-Methoxyzimtsäuremethylester und p-Methoxyzimtsäure. Berichten zufolge weist der Extrakt aus dem Rhizom cytotoxische Eigenschaften auf. In Neuguinea wird aus der Wurzel ein halluzinogener Trank bereitet, der euphorisierend und aphrodisierend wirken soll. Allerdings schmeckt dieses Gebräu absolut widerlich und ist kaum herunterzubekommen. Manche Völker kauen die Wurzel und schlucken sie dann, andere konsumieren sie in Reis, denn auf diese Weise ist der Verzehr noch am angenehmsten. In der indonesischen Jamu-Medizin wird die Wurzel allen stimulierenden, lebensverlängernden und liebeserregenden Pulvern zugesetzt und rituell verräuchert. Bei Lebensmittelvergiftung, Tetanus, Abszessen, Husten und Erkältung wird die Wurzel verabreicht. Die Wurzel wird in der malaiischen Heilkunde bei Halserkrankungen, Rheuma, Augenentzündungen und Blähungen benutzt. Einzelne Komponenten im Wurzelstock haben stimulierende und psychedelische Wirkungen. Galanga ist ein Hauptbestandteil für aphrodisierende Kräutermischungen in Indonesien. In Japan dient die Wurzel zur Herstellung von Räucherwerk. Beim Räuchern verströmt die Galangawurzel einen nach Ingwer und Curry riechenden Duft. Galanga, dessen Herkunft in Indonesien liegt, kommt in den tropischen Gebieten Afrikas und Südostasiens vor und gehört wie Ingwer und Großer Galgant zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die Gattung ist nach dem deutschen Botaniker Engelbert Kaempfer (1651 bis 1716) benannt. Sein botanischer Name "Languas" ist nach dem malaysischen "Lengkuas" gebildet, das seinerseits wohl auf das chinesische "Liang-kiang" (milder Ingwer) zurückgeht. Zum Unterschied vom wohlbekannten Großen Galgant ist der Kleine Galgant im Westen kaum bekannt und auch in Südostasien nur von geringer Bedeutung. Sein starkes Aroma ist weniger angenehm als das des großen Galgants. Tatsächlich scheint dieses Gewürz nur von den malaiischen Völkern in Malaysia und Indonesien (besonders in Java und Bali) verwendet zu werden. Außerhalb Indonesiens ist das Gewürz so gut wie unbekannt und praktisch nur in den Niederlanden erhältlich, wo eine große indonesische Gemeinschaft lebt. Galanga mischt sich zum Räuchern gut mit Färberdistel, Thymian, Sage, Beifuß, Galbanum, Angelika, Kalmus, Süßholz u.a.


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Galbanum (Harzessenz) Galbanum

Galbanum (Ferula gummosa) oder Mutterharz ist der erstarrte Pflanzensaft einer aus den persisch-indischen Steppen stammenden Ferulaart, fenchelartige Doldengewächse. Das zähflüssige Harz, zählte schon im Altertum zu den wichtigsten Räucherharzen und Heilmitteln. Der Gebrauch von Galbanum wird bereits im Alten Testament als Bestandteil des heiligen Weihöls des Moses erwähnt. Auch der Römer Plinius wußte um die fixative Wirkung des Galbanumharzes. Im Mittelalter war Galbanum ein wichtiges medizinisches Räuchermittel. Die Sumerer nannten es "Baluchchu" und räucherten es zusammen mit Kava Kava, um Angstzuständen, starker innerer Unruhe und psychischen Krämpfen vorzubeugen oder sie zu lösen. So fand es Verwendung bei Magenbeschwerden, Leberflecken, Husten, Atemnot, Asthma und vielen anderen Krankheiten. Frauen mit Unterleibsproblemen wurden ebenfalls beräuchert. Deshalb wird es im Volksmund auch Mutterharz genannt. Plinius schrieb, daß der Geruch von Galbanum durch Räuchern bei Epilepsie, Gebärmutterkrampf und Magenproblemen helfe und eine festsitzende Fehlgeburt austreiben würde. Diese krampflösende Wirkung entfaltet es auch auf die Seele, zum Beispiel bei Angstzuständen oder starker Anspannung. Es wirkt stark reinigend, beruhigend, entspannend, ausgleichend, erdend auf ängstliche und abgehobene Menschen, stärkend, lösend und entkrampfend bei geistiger Erschöpfung und seelischen Krisenzeiten und senkt die Reizbarkeit und innere Anspannung herab. Galbanum liebt warm gemäßigte, fruchtbare Zonen und ist ursprünglich im Iran heimisch. Auch heute kommt das meiste Galbanum aus dem Iran. Die zähflüssige Essenz von Galbanum hat einen sehr intensiven, frischen grün-holzigen und balsamisch-weichen, aromatisch-würzigen, bitter-süßen, scharfen, kräftigen, laubartigen, erdverbundenen, intensiv krautigen Unterton, der an Fichtennadeln mit einer orientalischen Note erinnert, und mischt sich zum Räuchern gut mit Angelika, Opoponax, Kiefer, Myrrhe, Elemi, Kava Kava u.a. Das zähflüssige Harz verlängert aufgrund seiner Konsistenz die Brenndauer einer Räuchermischung. In größeren Mengen riecht es jedoch unangenehm scharf und sollte nicht allein verräuchert werden. Galbanum ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Galgant (Wurzel) Galgant: Pflanze, Blüte und Wurzel

Es gibt zwei bedeutende Arten des Galgants, den Großen Galgant (Alpinia galanga) und den Kleinen oder Echten Galgant (Alpinia officinarum Hance, beziehungsweise Alpinia officinale). Beide werden meist nur als Galgant, Thai- oder Siam-Ingwer bezeichnet, und sind in ganz Südostasien sehr beliebte Gewürzpflanzen aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und besonders für die Küche Thailands typisch. Galgant ist aber auch in Malaysia, Indonesien, Kambodscha, Vietnam und Südchina bekannt. Das chinesische Fünf-Gewürze-Pulver ist zuweilen mit Galgant versetzt. Es findet in asiatischen Suppen, dem indonesischen Nasi Goreng, Curry-Pasten und im europäischen Raum als Lebkuchengewürz Verwendung. Anders als Ingwer eignet sich Galgant nicht wirklich gut für Süßspeisen, auch als Gemüse wird er kaum verwendet, mehr als Gewürz - hier insbesondere anstelle von Pfeffer oder auch als Geschmacksverstärker. Frisch gemahlenes Galgantpulver ist zu bevorzugen, da einige der Inhaltsstoffe leicht flüchtig sind. Wenn man einem Reisgericht beim kochen einen Teelöffel Galgant und etwas Honig zugibt, so erhält der Reis einen sehr würzigen Geschmack. In westlichen Ländern wird Galgant dagegen seit dem Mittelalter, in welchem er sehr geschätzt war, nur noch wenig gebraucht. Der Große Galgant stammt aus Indonesien, wächst gut auf Java und ist etwas größer und dicker als der Kleine Galgant, welcher aus China stammt und in den sumpfigen Gegenden Indiens wächst. Galgant liebt feucht-tropische Regionen mit nährstoffreichem Boden, auch gerne schattig. Er wird in China, Indonesien, Indien, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam angebaut. In den Wäldern des südlichen Himalaja wächst Galgant noch wild, in Indien wird er gelegentlich als Zierpflanze in Gärten angetroffen. Im mitteleuropäischen Klima muß man Galgant im Gewächshaus ziehen. Der Große Galgant wird 2 bis 3 Meter hoch, der Kleine Galgant erreicht eine Höhe von etwa 1,50 Metern und ist nicht ganz so dick. Galgant ähnelt etwas der Schwertlilie, wird aber auch mit Schilf verglichen. Es gibt getrennte Sprosse für Blüten und Blätter. Beide Arten sind mehrjährige Stauden mit langen, schmalen, hellgrünen und ledrigen Blättern, die bis zu 30 Zentimeter lang werden. Die geruchlosen Blüten sind leicht orchideenförmig, klein, weiß und weisen rote Streifen auf. Sie sind wie in Ähren angeordnet. Die knolligen Wurzeln werden beim Großen Galgant ca. 1 bis 1,50 Meter lang und ca. 2 Zentimeter dick, die des Kleinen Galgants sind etwas kürzer und dünner. Sie besitzen einen kreisförmigen Querschnitt und verzweigen sich stark. Die Blätter der Staude welken im Herbst, die Wurzel braucht im Winter nur wenig Wasser. Teilt man den Wurzelstock, bevor im Frühjahr die Blätter wieder austreiben, und pflanzt die Teile in luftige Erde, kann man den Galgant gut vermehren. Es wird nur das Rhizom (Wurzelstock) beider Arten verwendet. Dieses hat beim Großen Galgant eine dunkelrote Haut und weißes bis blaßrötliches Fleisch, während beim Kleinen Galgant die Haut braun und das Fleisch rötlich ist und oft gelblichweiße ringförmige Blattnarben aufweist. Bei beiden Wurzelarten sieht die Oberfläche durch schmale, rotbraune Streifen charakteristisch quergestreift aus. Das Fleisch des Wurzelstocks ist von harter, holziger Konsistenz. Geruch und Geschmack sind warm, süßlich und gewürzhaft. Frischer Galgant hat einen Hauch von fruchtig würzigem Tannennadelaroma, während der getrocknete eher süßlich riecht, fast ein bißchen nach Zimt. Wenn eine Galgant Pflanze zwischen 4 und 10 Jahren alt ist, wird die Wurzel im Frühherbst geerntet. Das Rhizom wird dann gesäubert und in Stücke geschnitten, die zwischen 5 und 20 Zentimeter lang und 1 bis 2 Zentimeter dick sind. Frische Wurzeln lassen sich für wenige Wochen im Kühlschrank lagern, getrocknete Wurzeln werden entweder zu Pulver zermahlen oder vor Gebrauch eingeweicht. Frische Wurzeln kann man schälen und in Scheiben geschnitten selbst trocknen. Getrocknete Galgantwurzeln lassen sich allerdings schwer zerbrechen, und die Bruchstellen sind meist sehr faserig. Pulverisierter Galgant ist von rötlichbrauner Farbe. Er schmeckt süßlich-würzig, leicht bitter, nicht so scharf wie Ingwer, und etwas nach Zimt. Kleiner Galgant schmeckt intensiver und weniger angenehm als Großer Galgant. Getrockneter Galgant schmeckt schärfer und mehr nach Zimt als frischer. Das Rhizom enthält zwischen 0,4 und 1,5 % ätherisches Öl mit den Hauptbestandteilen 1,8-Cineol, alpha-Pinen, Eugenol, Kampfer, Linalool, Methylcinnamat und verschiedenen Sesquiterpenen. In getrocknetem Galgant ist das ätherische Öl anders zusammengesetzt als im frischen. Während alpha-Pinen, 1,8-Cineol, alpha-Bergamoten, trans-beta-Farnesen und beta-Bisabolen in vergleichbaren Mengen in der frischen Wurzel gefunden wurden, zeigt das getrocknete Rhizom eine wesentlich verringerte Vielfalt an Aromakomponenten (hauptsächlich Cineol und Farnesen). Das für den scharfen Geschmack verantwortliche Harz (früher in seiner Gesamtheit als Galangol oder Alpinol bezeichnet) besteht aus verschiedenen Diarylheptanoiden und Phenylalkanonen (letztere findet man auch in verwandten Pflanzen wie Ingwer oder Paradieskörnern). Letztlich enthält das Rhizom noch Flavonoide, Terpene, Gerbstoffe, Gingerole, Sterole, Mycren, Azulene und vor allem große Mengen Stärke. Der Name Galgant stammt vom arabischen "Khulendjan" oder "Khalangian", das seinerseits wohl eine Verzerrung des chinesischen "Liang-kiang" (milder Ingwer) ist und auch gelegentlich als "Galanga" verwendet wird. Der lateinische Gattungsname Alpinia ist ihm zum Andenken an den italienischen Botaniker Prospero Alpina (1533 bis 1617) gegeben worden. Im Altertum nutzten die Chinesen Galgant sowohl kulinarisch als auch medizinisch. In der Antike wurde er von Plutarch hoch geschätzt. Nachdem die Araber, die mit Galgant ihre Pferde "gedoped" haben sollen, im Mittelalter Galgant nach Europa gebracht hatten, bezeichnete Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) ihn als "Gewürz des Lebens", als hilfreich bei Herzleiden, und Magen-Darm-Beschwerden. Als Medikament hatte Galgant lange Zeit an Bedeutung verloren, gewinnt nun aber wieder an Beachtung. Medizinisch wirkt Galgant verdauungsfördernd und krampflösend (wird deshalb oft in Magenbittern verwendet), beseitigt Blähungen und kann bei Gastritis oder Gallenkolik Linderung bringen. Die krampflösende und verdauungsanregende Wirkung hilft auch bei Seekrankheit, Reisekrankheit, Magenbeschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen, Durchfall und Schluckauf. Dank der antibakteriellen und analgetischen Wirkung ist Galgant auch nützlich bei Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Hexenschuß, hilft aber auch gegen Fieber und Schnupfen. Galgant wirkt euphorisierend und aphrodisierend, stimmungsaufhellend, anregend, motivierend und wirkt so gegen Niedergeschlagenheit, Schlappheit, Frühjahrsmüdigkeit und verwandte Beschwerden, auch gegen Appetitlosigkeit. Allerdings hat Galgant auch eine psychoaktive Wirkung, die zu veränderter visueller Wahrnehmung und bei übermäßigem Verzehr sogar zu leichten Halluzinationen führen kann. Durch Galgant werden die Blutzirkulation und das zentrale Nervensystem angeregt. Dies hat auch eine positive Auswirkung auf die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen. Auch die sexuelle Leidenschaft soll dadurch beflügelt werden, und es heißt, daß ein im Mund behaltenes Stück Galgantwurzel eine besonders starke Erektion ermögliche. Galgant kann allerdings auch zu frühzeitiger Menstruation oder sogar zu Fehlgeburten führen. Auch bei Herzbeschwerden ist die Rücksprache mit dem Arzt dringend erforderlich. Galgant wird heute, außer in der Küche, bei der Herstellung von Spirituosen (Branntwein), Essig, Schnupftabak und Parfüms industriell verwendet. Das reine und erfrischende Aroma des frischen Gewürzes ändert sich beim Trocknen zu einem mehr medizinischen, aber auch süßen Geruch und ergibt eine sehr kräftige und anregende Räucherung mit einem warmen, etwas ingwer- oder curryartigen, krautig-scharfen, frischem Duft. Galgant aktiviert nach indischem Glauben die Chakren und begünstigt somit den Energiefluß im ganzen Körper. Es wirkt anregend, energetisierend und belebend. Sanfter als Ingwer löst er innere Blockaden und hilft, zuversichtlich und offen in das eigene Selbst zu blicken und dort die eigene innere Kraft wiederzufinden. Er verleiht Mut und Kraft, um psychische Entwicklungen anzugehen und zu vollenden, und auch die notwendige Konzentration, um bei der Sache zu bleiben. Galgant hilft, das eigene innere Feuer zu finden und zu entfachen und sich von dieser Wärme und Energie erfüllen und antreiben zu lassen. Dieses innere Feuer wirkt sich gelegentlich auch sehr aphrodisierend aus, deswegen wird Galgant schon seit langem Liebensräucherungen beigemischt. Außerdem regt Galgant die Phantasie an. Magisch wird Galgant aber nicht nur verräuchert, um die Lust zu steigern, sondern auch, um Kontakt zum eigenen Inneren aufzunehmen, Gegenstände oder Orte zu weihen, für Schutzräucherungen, um Flüche und Zauber zu brechen oder auch um rechtliche oder gerichtliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Es gibt nur eine relativ geringe Rauchentwicklung, und die Wurzelstücke werden schnell schwarz. Auch bei sparsamer Verwendung entwickelt sich ein schöner Duft. Galgant mischt sich zum Räuchern gut mit Färberdistel, Thymian, Sage, Beifuß, Dammar, Galbanum, Angelika, Olibanum, Myrrhe, Mastix, Kampfer, Kalmus, Lavendel, Salbei, Süßholz, Zedernholz u.a.


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Gelbwurz (Wurzelpulver) Gelbwurz

Gelbwurz (Curcuma zedoaria, beziehungsweise C. xanthorrhiza), auch Kurkuma oder Curcuma genannt, ist eigentlich als typisch gelbfärbendes Gewürz aus der asiatischen und indischen Küche bekannt. Unter anderem dient es als Grundstoff für Curry. Gelbwurz (sanskrit: Kachura) wird in vielen Teilen Indiens in Gärten angebaut, besonders in Ostbengalen und in den Distrikten Chittagong und Tipperals in Bangla Desh. In der ayurvedischen Medizin werden ihm heilende Eigenschaften zugeordnet. Gekaut verbessert es die Mundflora und wirkt entzündungshemmend. Als Paste verarbeitet wird es auf die Haut aufgetragen, um kleinere Hautunregelmäßigkeiten zu beseitigen. Es wird zur Herstellung des bunten aromatischen "Abir"-Puders verwendet, der während des "Holi"-Festivals in Indien auf den Körper aufgetragen wird. Diese aromatische Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung reiner Räucherstäbchen, kann aber auch allein als exzellentes Dhoop benutzt werden. Der Gelbwurz aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) ist eine stengellose Staude mit langstieligen Blättern und fischgrätartig angeordneten Blattnerven. Der Geruch ihrer Wurzeln ist angenehm aromatisch und erinnert an Ingwer. Der Geschmack ist gewürzhaft und dabei etwas brennend. Seine Inhaltsstoffe sind auffallend viel ätherisches Öl und 1,5 Prozent gelbe Farbstoffe (vor allem Curcumin).


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Germer (Wurzel) Germer sehr giftig

Die weiße Nieswurz, wie Germer (Veratrum album) noch genannt wird, hat seit dem Altertum eine wichtige Bedeutung als Heil-, Gift- und Zauberpflanze und medizinisch als Brech-, Nies- und Abführmittel. Sie diente vor allem zur Heilung des Wahnsinns, der oft durch Dämonen verursacht wurde. Die Propheten und Wahrsager nannten die weiße Nieswurz "Samen des Herakles" und schrieben ihr göttliche Kräfte zu. Sie hat in der Zauberkunde Bedeutung gefunden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren in okkultistischen und parapsychologisch orientierten Zirkeln Gemische aus weißer Nieswurz und Fliegenpilz in Mode. Sie wurden als Rausch- und Zaubermittel benutzt, welche die Tore in eine magische Welt öffnen sollten, jedoch in den meisten Fällen statt dessen zum Tode führten. Germer wird auch in der sibirischen und chinesischen Volksmedizin und Magie verwendet, und bei Depressionen, Schwermut, Schwäche, Hilflosigkeit und Geistesstörungen mit Erfolg verräuchert. Die Indianer verwendeten die Wurzel als Schnupfpulver bei ihren Stammesriten und schamanistischen Ritualen. Durch das künstlich ausgelöste Niesen sollten die Krankheitsdämonen den Körper verlassen. Die Pflanze ist vor allem auf alpinen Gebirgswiesen Eurasiens heimisch. Germer sollte auf keinen Fall eingenommen oder als Tee oder Hexensalbe verwendet werden, da die Pflanze sehr giftig ist und durch Herzstillstand oder Atemlähmung sehr schnell zum Tod führen kann. Der höchste Gehalt an Alkaloiden kommt in der Wurzel vor, und die tödliche Dosis liegt bei ca. 1 Gramm der getrockneten Wurzel. Die getrockneten Blätter wurden für psychoaktive Zwecke in Rauch- oder Räuchermischungen gebraucht. Germer mischt sich zum Räuchern gut mit Eisenkraut, Stachelmohn, Traumkraut, Sage, Damiana, Benzoe u.a. Germer ist sehr giftig und nicht zum Verzehr geeignet.


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Giftlattich (Kraut) schwach giftig

Der Giftlattich (Lactuca virosa) war die heilige Pflanze des ägyptischen Gottes Min, dessen Symbole der Phallus und der Lattich waren. Früher wurde der Milchsaft des Giftlattich von nordamerikanischen Indianern getrocknet und geraucht, aber auch das Kraut der ganzen Pflanze wurde zum Rauchen genutzt. Man erntet den Milchsaft, indem man die Pflanzenspitze täglich ein Stück abschneidet und den austretenden Saft auffängt. Der getrocknete Saft wird rituell oder als Aphrodisiakum geraucht. Der getrocknete Pflanzensaft ist auch als Lattichopium bekannt. Das Kraut wirkt auch beim Räuchern beruhigend auf das Zentralnervensystem, leicht euphorisierend, schlaffördernd und trauminduzierend. Der Eigengeruch dieser Pflanze ist dezent grasig. Sie wurde als Tabakersatz verwendet und lange Zeit als Opiumsubstitut genutzt. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Giftlattichs liegt in Südeuropa. Heute ist er in ganz Europa und Nordamerika ebenfalls heimisch. Er liebt lockere, gut entwässerte Humusböden. Giftlattich kann pur geräuchert werden, mischt sich aber gut mit Damiana, Goldmohn, Eisenkraut, Passionsblume, Indianertabak, Wermut u.a. Die Pflanze ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Ginkgo (Blätter) Ginkgo

Ginkgo (Ginkgo biloba), auch Tempelbaum genannt, ist in China heimisch und wird dort schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze verehrt. Der bis zu 40 Meter hohe Baum gilt in China und Japan als heilig. Die Blätter werden als Tee bei Konzentrationsschwäche, Hautunreinheiten, Nervosität, Herzrhythmusstörungen und einigen anderen Krankheitssymptomen verabreicht. Auch werden die Blattextrakte häufig den Herbal Ectasis zugesetzt. Es heißt, Ginkgo und Ginseng ergeben einen wunderbaren Tee zur Immunisierung des Körpers. Bei Räucherungen wird Ginkgo in geringen Mengen mit anderen Bestandteilen gemischt. Der Eigenduft ist nicht besonders, deshalb werden Mischungen bevorzugt. Es heißt, der Rauch soll Schlafstörungen beheben und erhöhte Nervosität abbauen. Ginkgo wächst an sonnigen, geschützten Plätzen und ist in Zentralchina verbreitet. Der Ginkgobaum ist der letzte Vertreter einer ausgestorbenen, der Familie der Nadelbäume nahestehender Pflanzenfamilie. Vor über 100 Millionen Jahren war diese urzeitliche Baumart in mitteleuropäischen Breiten weit verbreitet, wich jedoch der Eiszeit nach Fernost aus. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Ginkgo mit seinen eigenartigen zweilappigen, an winzige Fächer erinnernden, harten Blättern in Europa wieder kultiviert. Leicht zu erkennen ist dieser asiatisch anmutende, auffällige Baum auch im Herbst an den gelblichen, sauer riechenden, kirschgroßen Früchten der weiblichen Pflanzen. Die Blätter der Ginkgobaumes enthalten unter anderem mehrere Flavone, Flavonglykoside und Terpenlactone. Ginkgo mischt sich zum Räuchern gut mit Fo Ti Tieng, Eisenkraut, Eukalyptus, Ginseng, Sassafras, Fang K'uei, Ephedra, Schachtelhalm u.a.


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Ginseng (Wurzel)

Ginseng (Panax ginseng) aus der Familie der Efeugewächse (Araliaceae) kommt ursprünglich aus China, wird aber auch in Korea kultiviert. Die schattenliebende Pflanze wird kniehoch und trägt gefiederte Blättern und rote Beeren. Die Wurzel gilt als Allheilmittel und Aphrodisiakum par excellence. In Ostasien wird sie seit 5.000 Jahren verwendet. Sie ist Hauptbestandteil vieler Heilgetränke die in Apotheken und Drogerien erhältlich sind. Es heißt, Ginseng soll täglich eingenommen werden, um wirken zu können. Die Pflanze dient als Allheilmittel. Die regelmäßige Einnahme soll Körper und Geist kräftigen und stimulieren. Die Wurzel wird als Alraune des Ostens bezeichnet und hat eine abenteuerliche, sagenumwobene Geschichte in der Zauberei, Alchemie und Medizin erfahren. Sie wurde von den taoistischen Zauberern zur Herstellung der Unsterblichkeitselixiere verwendet und mit anderen Zauberpflanzen wie zum Beispiel Hanf, Ingwer, Galanga, Mohn, Tee, Wein u.a. kombiniert. Die Indianer Nordamerikas rauchten die sagenumwobene Wurzel des Ginseng mit Tabak oder Lobelienkraut, dem sogenannten Indianertabak, und nutzten sie als Liebeszauber. In der Homöopathie wird Ginseng bei Gedächtnisschwäche und Depressionen eingesetzt. Beim Räuchern spielt Ginseng nur eine kleine Rolle, er findet in Heilräucherungen Verwendung, wenn Krankheitsgeister- und Dämonen ausgetrieben werden sollen. Der Rauch soll die körpereigenen Abwehrstoffe mobilisieren und Genesungsvorgänge beschleunigen. Ginseng sollte zum Räuchern mit Salbei, Ginkgo, Fo Ti Tieng, Schachtelhalm u.a. gemischt werden, denn die Wurzel riecht beim Verbrennen etwas streng.


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Goldmohn (Kraut)

Goldmohn (Eschscholtzia californica) wurde als Tabakersatz verwendet und geraucht. Es soll leichte Euphoriezustände hervorrufen. Die Blätter, Blüten und Knospen werden getrocknet und geraucht oder als Tee eingenommen. Im Norden Mexikos wird die Pflanze volksmedizinisch wie Opium benutzt. Die Indianer rösteten oder kochten das Kraut auf heißen Steinen. Medizinisch verwendeten sie es vor allem, um Zahnschmerzen zu betäuben. Seit den sechziger Jahren gilt sie als Marihuanaersatz. Die Einnahme soll mild euphorisch, narkotisch und schmerzlindernd wirken. Goldmohn soll die Sauerstoffversorgung des Körpers erhöhen und die Aufnahme von Vitamin A fördern. Früher wurde ein starker Goldmohntee bei nervösen Leiden verabreicht, um die Nerven zu beruhigen und Schmerzen zu lindern. In Verbindung mit Stechapfel soll es bei Asthma heilsam wirken. Geräuchert wurde Goldmohn zusammen mit anderen Mohnsorten, sowie Damiana, Sage, Salbei, Beifuß, Habichtskraut, Benzoe u.a. um die Götter friedlich und wohlgesonnen zu stimmen. Der kalifornische Mohn, so wird Goldmohn noch genannt, stammt aus dem Westen Nordamerikas, aus Kalifornien und Oregon. Die einjährige, bis zu 40 Zentimeter hohe Pflanze benötigt mäßig trockene Böden und viel Sonne. Goldmohn hat einen zarten Eigenduft, der beim Verbrennen gänzlich untergeht. Daher ist es sinnvoll, das Kraut nur in Mischungen zu verwenden. Es mischt sich neben den oben genannten Zutaten auch gut mit Giftlattich, Schachtelhalm, Passionsblume, Ephedra u.a.


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Goldrute (Kraut) Goldrute

Botanisch: Die Goldrute (Solidago), auch Goldraute genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Zur Gattung gehören ca. 150 Arten. Goldruten sind mehrjährige, krautige Pflanzen. Charakteristisch sind die gold-gelben Blütenstände, die in schmalen gelben Rispen, teilweise auch in Ähren, angeordnet sind. Die Stengel sind schlank und normalerweise unbehaart. Eine Ausnahme ist die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), welche im oberen Bereich der Stengel Haare aufweist. Die Stengel sind zwischen 60 Zentimeter und 1,50 Metern lang.

Die wechselständigen Laubblätter sind linien- bis speerförmig. Ihre Ränder sind leicht bis scharf gezackt. Goldruten werden hauptsächlich durch Insekten befruchtet. Die Ausbreitung erfolgt entweder über Samen, die durch den Wind verbreitet werden, oder durch Rhizome. Viele Arten unterscheiden sich kaum von anderen. Verschiedene Schmetterlings-Larven nutzen Goldruten als Futterpflanze.

Taxonomie: Die Goldrute gehört zur Klasse der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrigen (Rosopsida), Unterklasse Asternähnliche (Asteridae), Ordnung Asternartige (Asterales), Familie Korbblütengewächse (Asteraceae), Unterfamilie Asteroideae.

Vorkommen: Die Goldrute wächst an Waldrändern, in lichten Wäldern, auf Kahlschlägen, Magerrasen und Heiden. Sie kommt besonders auf Wiesen und Weiden und entlang von Straßen und Bächen vor. Sie ist heute in Europa, Nordamerika und Nordasien verbreitet, stammt aber ursprünglich aus Nordamerika (siehe Historie). Das Hauptverbreitungsgebiet ist noch immer Nordamerika.

In Deutschland finden sich die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea), eine von 10 Zentimeter bis zu einem Meter hohe, mehrjährige, krautige Pflanze, die in trockenen Wäldern und Gebüschen wächst, die Grasblättrige Goldrute (Solidago graminifolia), ein Neophyt aus Nordamerika, der eine Höhe von 50 bis 80 Zentimetern erreicht, die Riesen-Goldrute (Solidago gigantea var. serotina), ebenfalls ein Neophyt aus Nordamerika, der eine Höhe von 50 Zentimeter bis zu 2,50 Metern erreicht, und die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), ein Neophyt aus Kanada mit einer Höhe von 50 Zentimeter bis zu 2,50 Metern.

Etymologie: Die Goldrute trägt ihren Namen wegen der goldgelben Blütenbüschel.

Inhaltstoffe: Hauptsächlich Saponin, Gerbstoff und ätherische Öle. Aus Stengeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, mit dem man je nach Konzentration und Beize goldene bis braunrote Färbungen erzeugen kann.

Medizin: In der Naturheilkunde wird die Droge der blühenden Pflanze der Gewöhnlichen Goldrute (Solidago virgaurea) bei Nierenleiden, Störungen der Harnabsonderung, Wundheilung, Rheuma und Gicht wegen der harntreibenden, spasmolytischen (krampflösenden) und antiphlogistischen (entzündungshemmenden) Wirkung ihrer Inhaltsstoffe geschätzt. Bei Geschwüren, Hautkrankheiten, und schlecht heilenden Wunden wird sie als Umschlag eingesetzt. Heute wird sie jedoch hauptsächlich bei Nierenleiden verwendet. Als Tee wird sie zur Blutreinigung, rheumatischen Beschwerden und Hautkrankheiten getrunken. Die Pflanze ist auch ein Heilkraut, Näheres siehe dort.

Zu Unrecht stehen Goldruten im Verdacht, Heuschnupfen auszulösen, vermutlich aufgrund ihrer hellen, gold-gelben Blüten im Sommer. Die Pollen der Goldruten sind zu schwer und zu klebrig, als daß sie weit von der Blüte wegfliegen können.

Historisch: Die Goldrute ist ursprünglich eine neuweltliche Pflanze, das heißt, sie stammt aus Nordamerika. Sie wurde erst um 1750 herum nach Europa eingeschleppt und dort heimisch. Entgegen zahlreicher Internet-Quellen war sie also im Europa der Antike und des Mittelalters gar nicht bekannt.

Brauchtum: In England werden Goldruten als Gartenpflanzen verwendet, seit den 1980'er Jahren auch in den USA. In Deutschland sind sie als Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen.

Die Goldrute ist die "Nationalblume" der US-Bundesstaaten Nebraska (seit dem 04.04.1895) und Kentucky (seit dem 16.03.1926).

In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als "Laurenzilorbeer", in Erinnernung an den Heiligen Laurentius von Rom.

Mythologie: Früher wurde die Goldrute verräuchert, um Krankheitsteufel und Dämonen zu vertreiben.

Räuchern: Zum Rächern wird hauptsächlich die Gattung Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) verwendet.

Räuchermischungen: Goldrute mischt sich zum Räuchern gut mit Spitzwegerich, Tausendgüldenkraut, Himbeere, Kreuzkraut, Bärentraube u.a.


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Griechischer Bergsalbei (Blätter)

Obwohl Griechischer Bergsalbei (Salvia triloba) in seiner Heimat massenhaft wächst, ist er in Deutschland selten zu bekommen, lohnt sich jedoch, denn er riecht verräuchert entschieden besser und angenehmer als herkömmlicher Salbei (Salvia officinalis). Wie der lateinische Beiname triloba schon sagt, sind die Blätter des Griechischen Bergsalbeis dreigeteilt, ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Verräuchert entwickeln sie einen besonders intensiven aromatisch-harzigen und würzigen Duft. Im ätherischen Öl des Griechischen Bergsalbeis überwiegt der Anteil an Cineol im Gegensatz zum gewöhnlichen Salbei. Es enthält nur geringe Mengen an Thujon und Kampfer, daneben etwas Cineol, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren und Diterpen-Bitterstoffe. Wie auch der heimische Salbei dient der Griechische hauptsächlich der Reinigung. Wohnräume können mit dem antiseptischen Rauch von negativen Schwingungen befreit werden, und eine neutrale aber dennoch energetisierte Atmossphäre stellt sich ein. Er kann auch zur Verstärkung der Kraft von Wünschen verwendet werden und ist dienlich als Stütze bei der Visualisierung. Der Rauch schenkt geistige Beweglichkeit, hilft das Gedächtnis zu verbessern und kann innere Veränderungsprozesse unterstützen. Ebenso kann die Räucherung dazu verwendet werden, Heilungsprozesse von psychischen oder physischen Krankheiten unterstützen. Die Pflanze kann deshalb gut sowohl am Anfang als auch als Abschluß einer Räucherung genommen werden. Der Duft des Griechischen Bergsalbeis hält sich sehr lange im Raum und kann am nächsten Tag umschlagen, daher empfiehlt es sich, mit Lavendel oder Sweetgras Nachzuräuchern, insbesondere bei einer Raumreinigung. Griechischer Bergsalbei kann allein verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Bachminze, Basilikum, Lavendel, Lemongras, Quecke, Rosmarin, Sweetgras, Wacholder u.a.


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Guajakharz (Harz und Holz)

Die Indianer in der Karibik verwenden Guajak (Bulnesia sarmienti oder Guayacum sanctum) seit Jahrtausenden medizinisch, rituell und als Werkstoff. Auf Aztekisch hieß der Baum Chichic Patli, wurde aber auch Lebensholz getauft. Die Indianer in der Karibik verwenden Holz und Harz als Räucherstoff bei Erkältungen, Husten und besonders als Aphrodisiakum und Stimulans ist der Gebrauch weit verbreitet. Eine Guajakräucherung hat stimulierende Eigenschaften und soll hustenlindernde Wirkung haben. Guajak ist als bräunlich-grüne Harzstücke im Handel. Mit Guajakharz behandelte man Rheumatismus und Gicht. Valnet zählte es zu seinen "Elixieren" gegen Gicht, Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Rheuma und für Mundspülungen. Guajakharz kann gut pur verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Rose, Sandelholz, Nelke, Zimt, Benzoe, Styrax u.a. Früher wurden viele Schnitzereien aus Guajakholz hergestellt. Das fast geruchlose Holz entwickelt beim Räuchern einen holzig-würzigen, frischen, benzoeähnlichen Duft mit einer Spur Seeluft. Das von den Indianern auch als Werkstoff gebrauchte Guajakholz hat bis heute in der indianischen Medizin einen wichtigen Platz als Wurmmittel, Räucherstoff gegen Erkältungen und als Aphrodisiakum behalten. Da das Holz so extrem hart ist, glaubten die Männer, daß sich die Härte des Holzes sozusagen sympathiemagisch auf ihr schlaffes Glied übertragen lasse. Auf den Bahamas wird zur Heilung männlicher Schwäche ein Tee aus dem Lebendholz gekocht. Früher wurden viele Schnitzereien aus Guajakholz hergestellt. Guajakbäume sind hauptsächlich an den Küsten Kolumbiens, Venezuelas, Jamaikas und auf den kleinen Antillen beheimatet. Guajakholz mischt sich zum Räuchern gut mit Cassia, Zimt, Ysop, Thymian, Salbei, Besenginster, Copaibalsam u.a.


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Guarana (Samen)

Guarana (Paullinia cupana) ist eine Kletterpflanze aus dem Amazonasbecken und wird von den dortigen Stämmen als Genußmittel, Medizin und Zauberpflanze gebraucht. Die amazonischen Indianer benutzen Guarana schon seit Jahrhunderten als Elixier ewiger Jugend und als Jagddroge. Guaranasamen sind sehr koffeinhaltig. Guarana ist wohl die stärkste Koffeindroge und hat eine stark stimulierende Wirkung. Die Schamanen essen Guarana, um in die Geheimnisse der Wissenden eingeweiht zu werden. Die Samen haben leicht psychoaktive, appetitanregende und aphrodisierende Wirkungen, sie verringern die Pulsfrequenz und verschärfen die Wahrnehmung. Sie werden von den Ureinwohnern zu einem Getränk verarbeitet. Ein Guarana-Trunk macht wach, weckt den Appetit und wird bei Migräne, Neuralgien, Menstruationskopfschmerzen, Blasenleiden, Fieber, Durchfall und als Antidepressivum getrunken. Auch medizinisch wird Guarana als Heilmittel bei Darmerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Schwächezuständen, Durchfällen und Fieber geschätzt. Beim Räuchern spielt Guarana eine geringe Rolle. Es wird bei Ritualen mit anderen Stoffen verbrannt, wirkt anregend und steigert den Antrieb. Guaranapulver läßt sich in allen Fällen leichter verwenden und verarbeiten, denn es mischt sich leicht mit anderen Substanzen. Guarana kann mit Boldo, Goldmohn, Eisenkraut, Bockshorn, Damiana, Ephedra, Dammarharz, Colanuß, Kava Kava, Yohimbe u.a. verräuchert werden.


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Guggul (Harz) Guggul

Guggul (Commiphora mukul) oder "indischer Weihrauch" (indischer Bdellium, früher Himalaja genannt und auch als Loban oder Lopan bekannt, ist in Indien, Nepal und Tibet, einer der wichtigsten Räucherstoffe für medizinische und spirituelle, aber auch magische Zwecke. Es ist das wichtigste Harz im Ayurveda, gilt als Verjüngungsmittel, soll das Nervensystem von Toxinen befreien und ist ein starkes Heilmittel. Auch als Aphrodisiakum wird es geschätzt. Der Lieferant von Guggul wird auch indischer Weihrauchbaum genannt und gehört zur Pflanzenfamilie der Balsambaumgewächse. Er ist in Zentralindien heimisch, hauptsächlich in Rajasthan und Gujarat. Das weiche, aromatisch duftende Harz ist von milchig-goldener Farbe. Beim Räuchern verbreitet Guggul einen sehr balsamischen, etwas süß-herben Geruch, der an Myrrhe erinnert, und erzeugt eine wunderschöne, weite Atmosphäre. Guggul ähnelt dem echten, arabischen Weihrauch (Olibanum) und wird ebenso wie Weihrauch, vorwiegend als sakrale Opfergabe benutzt. Manche minderen, eher braunen Qualitäten sind ist aber nicht jedermanns Geschmack, denn sie haben zuweilen einen etwas strengeren Geruch und lassen Nase und Atemwege trocken werden. Außerdem wirken sie stark dämpfend. Wie alle Harze ist Guggul nicht zum Verzehr geeignet.


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Gummi arabicum (Harz und Harzpulver)

Gummi arabicum (Akazien, Blüte, Harzbildung und Harz)

Gummi arabicum (Acacia arabicum) ist der Sammelname für das Harz verschiedener Akazienarten von Arabien bis nach Indien, weshalb man es zuweilen auch Acaciae gummi nennt. Die Akazien aus der Familie der Mimosengewächse (Mimosaceae), die dieses Harz liefern, waren im Mittelalter schon gut bekannt. Sie wachsen im ariden und tropischen Afrika. Während der Handel im Mittelalter fast ausschließlich über die Türkei stattfand, kommen nun 70 % der Weltproduktion an Gummi arabicum aus dem Sudan und nicht aus Arabien, wie es der Name vermuten läßt. Der Name kommt jedoch daher, daß neben der Acacia senegal (auch Dreidornakazie oder Gummi arabicum Akazie genannt) auch die Acacia arabica als Harzlieferant genutzt wird. Akazien sind nicht besonders groß, gehören aber zu einer artenreichen Gattung, der siebtgrößten Gattung im Pflanzenreich. Akazien sind baumartige, strauchige Dornengewächse. Aus den weißen Blüten werden schwarze Früchte, aus denen Saft gepreßt wird. Der Saft reifer Früchte ist schwarz, der Saft unreifer Früchte gelblich. Außerhalb der tropischen und subtropischen Gegenden, in denen Akazien heimisch sind, können sie höchstens als Kübelpflanzen gehalten werden. Sie brauchen das ganze Jahr hindurch viel Licht. Gummi arabicum wird heute nicht nur aus Akazien sondern auch von anderen Mimosenarten gewonnen. Die Rinde wird dafür so eingeschnitten, daß ein Winkel entsteht, aus dem der Milchsaft austreten kann. An der Luft trocknet der Saft zu Tropfen von 2 bis 7 Zentimetern Durchmesser. Weil oftmals jeden zweiten Tag ein neuer Schnitt angesetzt wird, kann pro Baum und Jahr eine Menge von 0,9 bis 2 Kilogramm Harz geerntet werden. Im Sudan wird das Gummi lediglich von kranken Bäumen gesammelt und alle 10 Tage geerntet. Die Ernte beträgt hier pro Jahr und Baum zwischen 0,4 und 7 Kilogramm. Gummen bezeichnet man chemisch als Polysaccharide, das sind große Molekülketten, in denen mindestens 10 Zuckermoleküle miteinander verbunden sind, und die Eigenschaften der einzelnen Zuckerarten damit verlorengehen. Gummi arabicum ist ein Gemisch aus hochmolekularen verwandten Polysaccariden und ihren Kalzium-, Kalium- und Magnesiumsalzen. Als Bausteine dienen die Zuckerreste L-Arabinose, L-Rhamnose, D-Galactose und D-Glucuronsäure. Bereits vor 5.000 Jahren haben die Ägypter Gummi arabicum unter dem Namen Kami für Pigmentfarben, Kosmetik und Einbalsamierungen verwendet. Auch heute ist es noch das wichtigste Bindemittel für Pigmente. In der Antike wurde Gummi arabicum, in Wasser zu Gummiwasser gelöst, wobei sich klebrige, viskose oder fadenziehende Lösungen bilden. Dieses war zusammen mit Ruß die Basis für Tinten in Ägypten und China. Das Gummi wurde nicht nur in Räuchermischungen, sondern vor allem medizinisch genutzt. Es soll bei Fieber, Geschwüren und Augenkrankheiten helfen und den Gebärmuttervorfall verhindern. Es kann bei Reizzuständen der Schleimhäute als Demulgans wirken. Außerdem dient es zur Oberflächenstabilisierung von medizinischen Dragees, zur Gummierung von Etiketten, Briefmarken, Briefumschlägen und ähnlichem. Es ist auch als E 414 ein zugelassenes Lebensmittel zur Glasierung von Konditoreierzeugnissen, als Verdickungsmittel und als Emulgator. Bei stark zuckerhaltigen Lebensmitteln wird durch Gummi arabicum verhindert, daß der Zucker auskristallisiert, es unterbindet auch die Bildung zu großer Kristalle in Eiskrem. Die Getränkeindustrie verwendet es zur Geschmacks- und Schaumstabilisierung. Wenn Aromen in Pulverform benötigt werden, erstellt man eine Emulsion aus ätherischen Ölen und Gummi arabicum. Bei der Sprühtrocknung legt sich das Gummi arabicum wie eine schützende Kapsel um die feinen Öltröpfchen. Es kann in vielen Lebensmitteln enthalten sein, in Süßspeisen, Kakao und Schokoladenerzeugnissen, Bier, Eiscreme und Fertigkuchenmischungen. Als Ballaststoff fördert Gummi arabicum die Verdauung. Aber es kann auch Allergien auslösen, jedoch ist das noch nicht vollständig erforscht, und so gilt es als gesundheitlich unbedenklich. Bis in die 1930'er Jahre wurde es in Gummibärchen verwendet, doch mittlerweile wurde es durch die billigere Gelatine ersetzt. Gummi arabicum wird in Pulverform auch als Pigment-Bindemittel für Malfarben verwendet. Als Antioxidans wird es im Offsetdruck und auch in der Malerei benutzt. Gummi arabicum verbessert die Untergrundhaftung von Farben, so daß diese nicht so leicht abblättern, und es erhöht die Transparenz und Leuchtkraft der Farben. Es hält die Farben auch nach dem Anmischen lange in gebrauchsfähigem Zustand und bindet sie beim Trocknen an den Untergrund. Daß dies bereits die alten Ägypter wußten, zeigen die gut erhaltenen Grabmalereien mit ihren kräftigen Farben. In vielen Bereichen wird Gummi arabicum aber bereits wieder durch Ersatzstoffe verdrängt. Es gilt als Tonikum und Aphrodisiakum, macht feinfühlig und sensibel für die Umwelt und wird auch als Bindemittel für Räuchermischungen benutzt. Das Gummi arabicum ist als Harz eine farblose bis bernsteinfarbene harte Masse. Das glasige, durchscheinende Harz ist besser und reiner als das weißliche. Es ist sehr gut wasserlöslich, geschmacksneutral. Es ist unverräuchert auch ziemlich geruchsneutral, bindet aber ätherische Öle und andere aromatische Stoffe. Die Harzstücke riechen beim Räuchern angenehm zart und warm, balsamisch und verbreiten einen schwach harzigen Vanilleduft, der sich sehr lange hält. Im Gegensatz dazu entwickelt das Pulver beim Räuchern fast keinen Eigengeruch. Es verbrennt mit wenig Rauchentwicklung und hinterläßt nur einen Hauch von brennendem Holz. Daher ist es als Trägersubstanz für Räucherstäbchen ideal. Als Harzstücke eignet es sich jedoch nicht als Bindemittel für Räuchermischungen, dies trifft nur auf das Pulver zu. Gummi Arabicum ist als Harz ziemlich schwierig zu zerkleinern. Es bläht sich beim Verräuchern auf, wird hart und schwarz, dann kann es auch verbrannt riechen, wenn man die harten Blasen nicht von der Kohle nimmt, was aber sehr leicht geht, da sie nicht kleben. Das Pulver eignet sich hervorragend zum Mischen mit fast allen Räucherstoffen, zum Beispiel mit Sandelholz, Aloe, Zeder, Copaibalsam u.a. Wegen seines zarten, warmen Aromas wird er auch geschätzt, um die flüchtigeren Substanzen (zum Beispiel Aromaöle) zu binden und die Mischungen zu harmonisieren und ihnen einen volleren, runderen Duft zu verleihen. Scharfe Düfte können durch Gummi arabicum abgemildert werden. Man sagt, Gummi Arabicum reinigt die Umgebung und die Seele und befreit die Aura von negativen und schädlichen Einflüssen. Es entspannt und beruhigt, öffnet für Spiritualität und macht sensibler für die Umwelt. Es verleiht anderen Räuchermitteln mehr Wirksamkeit und Energie. In einigen Fällen kann Gummi Arabicum auch zur Unterstützung von Ritualen zum Schutz von Haus und Hof verwendet werden. Gummi arabicum ist in Form des Räucherstoffs aber nicht zum Verzehr geeignet.


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Gundermann (Kraut) Gundermann

Gundermann (Glechoma hederacea), auch Gundelrebe genannt, zählt in der alten germanischen Heilkunst mit zu den wichtigsten Heilpflanzen. Hildegard von Bingen legte ihn auf Rücken und Schenkel, um Geburten zu erleichtern. Matthiolus empfahl ihn den Schwindsüchtigen. In der Volksmedizin wurde er gern bei Magenleiden, Durchfall, Husten und Atemnot, als Gurgelwasser bei Halsschmerzen und Heiserkeit, als Umschlag bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren verwendet. Auch im Volksglauben spielte Gundermann eine große Rolle. Im Milchzauber sollte er Kühe vor dem Behexen schützen. Er wurde in den Ställen aufgehängt und verräuchert, um gegen angezauberte Krankheiten beim Vieh anzugehen. Mit einem Gundermannkranz auf dem Kopf sollte man Hexen erkennen können. Gundermann wächst an Gebüsch- und Heckenstreifen, Zäunen, in Gärten und Laubwäldern und ist in Mitteleuropa und Westasien heimisch. Die Pflanze braucht reichlich Feuchtigkeit, um gedeihen zu können. Gundermann mischt sich zum Räuchern gut mit Johanniskraut, Efeu, Giftlattich, Katzenminze, Hamamelis, Amberbaum u.a.


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Habichtskraut, kleines (Kraut) Habichtskraut

Das kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella) ist als Heilkraut und Psychoaktiva schon lange bekannt und soll ein vorzügliches Mittel gegen Blutarmut sein. Es wird empfohlen bei Samenfluß, Mandel- und Halsentzündungen, bei Steinleiden, als Mundwasser bei Zahnfleischproblemen, bei Wechselfieber, Grippe, Erkältungskrankheiten, Wassersucht und inneren Geschwüren. Starker Tee von Habichtskraut in die Ohren geträufelt sollte gegen Ohrensausen wirksam sein, daher hat das Kraut auch seinen Beinamen Mausöhrlein oder Mausohrkraut. Es sorgt für Wohlbefinden und Zufriedenheit und kann zur tiefen Entspannung, Euphorie und Bewußtseinserweiterung geraucht werden, wie es zum Beispiel in Dänemark praktiziert wird. Mit diesem Kraut werden Reinigungsräucherungen vorgenommen, denn diese Pflanze soll Viren und Bakterien vertreiben. Habichtskraut wächst auf trockenen Wiesen, an Wald- und Gebüschrändern, Feldrainen und Wegen. Die niedrige Pflanze ist im westlichen Sibirien heimisch, hat sich aber über Europa bis nach Nordamerika verbreitet. Habichtskraut kann mit Boldo, Eukalyptus, Lavendel, Sage, Pfefferminze, Enzian, Goldrute u.a. verräuchert werden.


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Hamamelis (Rinde und Blätter)

Hamamelis (Hamamelis virginiana), auch unter dem Namen Zauberhasel bekannt, ist eine alte Heilpflanze der nordamerikanischen Indianer. Sie wurde vermutlich durch die europäischen Siedler als Zauberpflanze bekannt, die Hamamelis für eine Verwandte des in Europa wachsenden Haselnußbaumes hielten, der ein altgermanisches Zaubermittel und für die Herstellung von Wünschelruten berühmt war. Die Siedler erkannten in der Zauberhasel noch stärkere okkulte Kräfte und machten aus den Zweigen Wünschelruten, um Gold und Wasser zu suchen. Die Indianer räucherten die Rinde mit anderen Substanzen bei ihren Schwitzbädern und Ritualen und verwendeten sie gegen Hämorrhoiden, Furunkel und gegen Geschwüre indem sie eine Paste anrührten und auflegten. Hamamelis liebt gemäßigte Zonen und ist in Ostkanada und Ostamerika verbreitet. Hamamelisrinde mischt sich zum Räuchern gut mit Wacholder, Zeder, Beifuß, Eisenkraut, Angelika, Weihrauch, Sage, Chodat, Berberitze u.a. Die wohlriechenden Blätter enthalten Gerb- und Bitterstoffe, sowie ätherisches Öl und werden als blutstillendes Mittel empfohlen. Bei starkem Durchfall soll ein Tee sehr hilfreich sein und außerdem erwärmend wirken. Hamamelis ist Bestandteil vieler kosmetischer Produkte und wird aufgrund seiner adstringierenden und desinfizierenden Eigenschaften in Hautpflegemitteln, bei Sonnenbrand, Blutergüssen, Schwellungen, Ausschlag und gegen Krampfadern verwendet. Beim Räuchern verströmen die Blätter einen feinen zarten Eigenduft und sind Bestandteil vieler indianischer Mischungen. Die Schamanen benützen sie als Zaubermittel, um mit den Geistern ihrer Ahnen zu sprechen. Hamamelisblätter mischen sich zum Räuchern gut mit Damiana, Sage, Lavendel, Eisenkraut, Zeder, Sandarak, Rhododendron, Salbei u.a.


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Hanf (Samen) Hanf

Die Hanfpflanze (Canabis sativa) aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, deren vielseitige Verwendung von vielen Völkern in Asien und Europa entdeckt wurde. Mit Sicherheit wurde Hanf schon vor mehr als 5.000 Jahren in der Medizin genutzt. Bei den alten Chinesen galt der Hanf als göttliche Pflanze und wurde als Rausch-, Zauber- und Heilmittel, sowie als Nahrungs- und Rohstofflieferant verwendet. Auch in Europa wurde der Hanf früher großflächig angebaut und seine fasern zu Kleiderstoffen verarbeitet, sowie auch zu sehr stabilen Hanfseilen. Da er ein schnell nachwachsender Rohstoff ist und daher aus ökologischen Gesichtspunkten interessant ist, gibt es heute wieder Bestrebungen, den Hanf als Nutzpflanze anzubauen. Das aus den Samen gepreßte Öl ist sehr wertvoll und gesund, da es einen hohen Anteil an Gammalinolensäuren enthält. Die alten Taoisten aßen Hanfsamen und Blätter, um die Konzentration beim Lesen ihrer heiligen Schriften zu erhöhen. Dioskurides verordnete Hanfsamen bei Ohrenschmerzen und Magen- und Darmproblemen. Sie regen den Appetit an und sind sehr nährreich. Sie sollen Durchfall und Sonnenstich heilen, schleimlösend wirken und die Verdauung beschleunigen. In der ayurvedischen Medizin wurden Hanfpräparate bei sehr vielen Krankheiten, besonders bei Appetitlosigkeit und Impotenz verordnet. Der Geist des Hanfes ist der Geist des Friedens und wird Shiva, dem Allmächtigen, zugeordnet. In Indien wird Hanf bei Opferzeremonien mit Stechapfel, Tabak, Mohn, Weinblättern u.a. dem Gott Shiva dargebracht und verräuchert. Hanf ist ebenfalls Bestandteil des Fröhlichkeitsbreis (Mandelbutter, Rosenblätter, Bertramwurzel, Nelkenblüten, Safran, Muskatnuß, Kardamom, Honig und Zucker), der in Zentralasien (Tashkent) bevorzugt konsumiert wird. Praktisch in allen Gebieten der Welt, in denen Hanf kultiviert wird, gilt die pflanze als Heilmittel, Aphrodisiakum und Zauberpflanze. Hanf wächst gerne auf Ödland und trockenem Boden. Er ist in Zentral- und Westasien heimisch, kann aber überall gezüchtet werden. Hanf wächst als Stauden oder Kräuter ohne Milchsaft. Die Blattspreite ist gefingert, die Blüten zwei-häusig und eingeschlechtig, zuweilen zapfenförmig, und es werden Frucht-Nüßchen ausgebildet. Hanf u.a. Haschisch, das aus den harzreichen Drüsenhaaren weiblicher Pflanzen von Cannabis sativa var. indica austretende Sekret. Dieses enthält u.a. Tetrahydrocannabinol als das wichtigste psychotrope Cannabinoid, sedierendes Cannabidiol, Cannabigerol. Es erzeugt einen Haschischrausch mit unbekämpfbarem Betätigungsdrang und stark gelockerter Phantasietätigkeit ("Bilderschnellzug") sowie Denk- und Erinnerungsstörungen. Hanfsamen verbrennen prasselnd, daher ist es ratsam, sie nur in Mischungen zu verwenden. Das Räuchern von Hanfsamen ist legal und gesundheitlich unschädlich. Daß das Räuchern oder Rauchen von Haschisch-Harz als Droge illegal ist, sollte hinreichend bekannt sein.


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Haselnuß (Blätter)

Die Hasel (Coryllus avellana) ist eine altgermanische Zauberpflanze, auch Hexenhasel genannt, und wird dem Planeten Sonne und den Göttern Thor, Artemis und Diana zugeordnet. Die Germanen räucherten Haselblätter bei ihren Zeremonien, und die Götter gaben ihnen Schutz vor Blitzschlag, brachten Fruchtbarkeit, erfüllten ihre Wünsche und unterstützten ihre mentalen Kräfte. Medizinisch soll Hasel zusammenziehend, blutreinigend, blutstillend, fiebersenkend, gefäßverengend und schlankheitsfördernd wirken. Plinius, Vergil, Dioskurides und Hildegard von Bingen empfahlen den Genuß von Hasel gegen Impotenz, Husten, nephrotische Schmerzen und Lungenentzündung. Haselblätter können als Tee Verwendung finden. Haselnußbäume wachsen in Wäldern, Hecken und Gärten. Sie sind in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet. Hasel mischt sich zum räuchern gut mit Hamamelis, Goldmohn, Damiana, Rose, Jasmin, Sandelholz, Myrrhe u.a.


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Heidekraut (Kraut) Heidekraut

Heidekraut (Calluna vulgaris) ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Es gilt als schleimlösend, harn- und schweißtreibend, und wurde bei Nierensteinen, Gicht, Rheuma und Entzündungen verwendet. Auch Sebastian Kneipp empfahl es wegen seiner blutreinigenden Wirkung bei Gicht und Rheuma. In der Volksmedizin waren diese Anwendungsbereiche ebenfalls bekannt. Im Volksglauben galt weißblühendes Heidekraut als Glücksbringer und, unters Kopfkissen gelegt, sollten die Träume wahr werden. Ein Kranz aus Heidekraut um den Spiegel gelegt, sollte alles Unglück vom Hause abhalten. Die Bauern räucherten damit die Ställe und Lebensmittelkeller aus, damit die Nahrungsmittel frisch blieben, das Vieh gute Milch gab und ruhig war. Heidekraut wächst in lichten Kiefernwäldern, auf Mooren, Felshängen, Magerweiden und in der Heide. Es ist fast in ganz Europa, Westsibirien und in Nordamerika eingebürgert. Heidekraut mischt sich zum Räuchern gut mit Schachtelhalm, Giftlattich, Rhododendron, Sumpfporst, Herzgespann, Zaunrübe u.a.


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Helmkraut (Kraut)

Helmkraut (Scutellaria lateriflora) wird allgemein als Stärkungs- und Beruhigungsmittel verwendet und ist oft Bestandteil von psychoaktiven Räuchermischungen. Es soll beruhigend und krampflösend wirken und findet als Tee Verwendung bei Angstzuständen und Depressionen, bei nervöser Erschöpfung, Rheuma und Neuralgien. Entzugserscheinungen durch Barbiturate und Alkohol sollen gemindert werden. Ebenso Schmerzen bei multipler Sklerose. Es wird beim Räuchern auch gegen Unfrieden, Mißgunst und Neid eingesetzt und soll vor dem bösen Blick schützen. Zur Steigerung der Bewußtheit und Förderung der Wahrnehmung wird es auch mit Fo Ti Tieng, Jangida, Hamamelis, Sage, Kalmus und Traumkraut verräuchert. Helmkraut liebt halbschattige Auwälder und Auwiesen und ist in Nordamerika heimisch. Helmkraut mischt sich zum Räuchern neben den oben genannten Räucherstoffen auch gut mit Benzoe, Beifuß, Salbei, Eisenkraut, Santakraut, Sumpfporst, Tolu, Jasmin u.a.


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Herzgespann (Kraut) Herzgespann

Herzgespann (Leonurus cardiaca), auch Löwenschwanz genannt, ist die europäische Variante des sogenannten Marihuanilla (Leonurus sibirica) und wirkt belebend, stärkend und anregend, soll bei Verschleimung, Katarrh, Magendrücken, und Beängstigung helfen. Die Droge wird als überwiegend gutes Mittel bei klimatischen Beschwerden und starkem Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen und Atemnot empfohlen. Auch bei funktionellen und nervösen Herzstörungen, Herzschwäche und Hysterie soll ein Tee dieser Pflanze sehr hilfreich sein. Beim Räuchern entfaltet sich ein aromatischer Duft, der eine feine Komponente in Mischungen hinterläßt. Herzgespann wirkt euphorisierend und verstärkt magische Divination und Weitsicht. Herzgespann wächst bevorzugt in der Nähe menschlicher Behausungen, Gemäuern, Zäunen, Wegrändern, trockenen Weiden, warmen Gebirgssäumen und Schuttplätzen. Es ist fast in ganz Europa, Vorder- und Mittelasien verbreitet. Herzgespann mischt sich zum Räuchern sehr gut mit Damiana, Boldo, Bachminze, Passionsblume, Mastix, Kalmus u.a.


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Himbeere (Blätter) Himbeere

Himbeere (Rubus idaeus) wird seit dem Mittelalter als Heilmittel gebraucht. Dioskurides verwendete sie bei Leberleiden, Gallebeschwerden, Durchfall, Ruhr und äußerlich zur Wundbehandlung. In der Volksmedizin waren diese Anwendungsbereiche gleichfalls bekannt. Als Gurgelmittel wurde sie aber auch bei Halsweh, Heiserkeit und Entzündungen des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut eingesetzt. Heutzutage werden Himbeerblätter als Tee für alle Tage verwendet. Sie tauchen immer wieder in Teemischungen für Schwangere auf und werden auch in der chinesischen Medizin speziell zur Stärkung der Frauen empfohlen. Aus den Früchten wird Marmelade, Sirup, Likör, Eis und Kuchen hergestellt. Die Bauersfrauen räucherten die Blätter der Himbeere, um vor Krankheiten als auch vor bösem Zauber zu schützen. Himbeere wächst an lichten Waldrändern, auf Kahlschlägen, Lichtungen, Wegrändern und in Gebüschsäumen. Sie ist fast in ganz Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Himbeere mischt sich zum Räuchern gut mit Eisenkraut, Hirtentäschel, Salbei, Sage, Lavendel, Rose, Orangenblüte, Kardamom, Benzoe u.a.


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Hirtentäschel (Kraut) Hirtentäschel

Hirtentäschel (Bursa pastoris) wurde schon im Mittelalter als Heil- und Zauberpflanze erkannt und als okkultes Räucherwerk verwendet. Besorgte Mütter reichten ihren jungen Töchtern honiggesüßten Hirtentäscheltee, um den Geschlechtstrieb zu dämpfen. Eine Tinktur dieses Krauts soll eine großartige Wirkung für Frauen in den Wechseljahren haben. Außerdem soll Hirtentäschel sehr wirksam bei Unterleibsblutungen sein, insbesondere bei Menstruationsbeschwerden. Ein Absud soll hilfreich bei Nasenbluten, Harnbeschwerden und Hämorrhoiden wirken und bei Verletzungen wird das zerstoßene Kraut aufgelegt. Zauberer, Schamanen und Hexen verwendeten das Kraut zur Erlangung von Hellsichtigkeit und magischer Kraft. Beim Räuchern wird körperliche und gefühlsmäßige Entspannung erwirkt, Streß und Erschöpfung sollen abfallen. Hirtentäschel wächst auf Äckern, Wegen, Schuttplätzen, in Gärten, an Zäunen und Mauern und ist fast weltweit verbreitet. Hirtentäschel mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Eisenkraut, Giftlattich, Boldo, Sandarak, Zeder, Salbei, Tausendgüldenkraut u.a.


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Holunder (Kraut) Holunder

In der Magie kann der Rauch des Holunders die Pforten zu den Schatten öffnen. Es ist also durchaus ratsam, Holunder zu räuchern, wenn man Schattenarbeit machen will. Aber nur dann und auch nur im Freien, da Holunder stark qualmt und man den stark krautigen Geruch nicht mehr so leicht aus der Wohnung bekommt und wohl kaum ein paar Nächte lang im Traum Schattenarbeit leisten möchte. Vielleicht wirkt er auch deshalb so, weil Holunder das Gift Sambunigrin enthält, vor allem in den Blättern, der Rinde, den unreifen Beeren sowie in den Samen der reifen Beeren.

Für die Schattenarbeit ist auch ein Tee aus getrockneten Holunderblüten (enthalten kein Gift, wenn man die Grünanteile entfernt) durchaus verwendbar - aber eklig.


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Holzrose (Samen)

In Hawaii wird die Holzrose (Argvreia nervosa) "Hawaiian baby woodrose" genannt. Die hawaiianischen Schamanen stellen nach bestimmten Rezepten aus den Samen einen Sud her, den sie bei ihren Ritualen trinken. Die Wirkung der Samen ist dann angeblich LSD-ähnlich. Die gedanklich-geistige Komponente ist stärker, optische und sensorische Halluzinationen sollen weniger intensiv als unter LSD sein. In Asien wird Holzrose zur Erlangung von Klarheit geräuchert und um das zweite Gesicht zu beschwören. Holzrose ist in Indien, Sri Lanka, Australien, Afrika und Hawaii verbreitet. Begnadeten Botanikern gelingt die Aufzucht im Gewächshaus bereits in gemäßigten Zonen. Holzrose mit Sage, Stachelmohn, Sumpfporst, Damiana, Traumkraut, Klatschmohn, Styrax u.a. mischen und verbrennen.


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Hopfen (Blüte) Hopfen

Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Windenpflanze und seit dem Mittelalter als Heil- und Kulturpflanze bekannt. Ein Teil der Wirkung von Bier ist auf Hopfen zurückzuführen. Daneben spielt Hopfen eine große Rolle als traditionelle Heilpflanze bei nervösen Störungen, Schlaflosigkeit, sexueller Übererregbarkeit, Kopfschmerzen, Magen- und Leberleiden, Gicht, Wassersucht, Würmern, nervösen Herzbeschwerden, depressiven Verstimmungen und schwer heilenden Wunden. Hopfenblüten können geraucht, geräuchert und als Tee getrunken werden. Hopfen hat eine beruhigende, teils euphorisierende, leicht betäubende Wirkung. Im Volksglauben ist Hopfen ein Sinnbild für Fruchtbarkeit. Schwangere Frauen wurden mit Hopfenbüscheln beräuchert, damit sie eine leichte Schwangerschaft sowie eine unkomplizierte Geburt haben sollten. Hopfen wächst auf nährstoffreichen, feuchten Böden in Auwäldern, an Flußufern, und Bächen und wird häufig kultiviert. Der Hopfen stammt aus dem nördlichen Eurasien, ist aber als Bestandteil der Bierbereitung fast in ganz Europa, Westasien und Nordamerika verbreitet. Die Pflanze ist nahe verwandt mit der Hanfpflanze und gehört ebenfalls zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Hopfen ist eine mehrjährige, rauhhaarige, rankend und windend wachsende Pflanze. Jährlich wachsen die männlichen und weiblichen Hopfenpflanzen erneut heran, wobei die weiblichen zapfenartigen Fruchtstände, nachdem sie von Hand gepflückt und getrocknet wurden, zum Bierbrauen verwendet werden. Sie enthalten als wirksame Bestandteile, Hopfenharze, -öle und die Hopfenbitter Humulon und Lupulon. Durch Oxidation letzterer bildet sich Methylbutenol (der Hauptwirkstoff), welcher erst nach mehrwöchiger Lagerung entsteht. Da die befruchteten Blüten weniger Bitterstoffe enthalten, werden die männlichen Pflanzen sorgfältig ausgelesen, beziehungsweise gar nicht erst angebaut. Die Vermehrung des Hopfens erfolgt über Stecklinge. Das Hopfenbitter verleiht dem Bier den herben Geschmack, erhöht das Schaumhaltevermögen und verbessert die Haltbarkeit. Die Ausbildung des Aromas und damit der Geschmack hängt überhaupt vom Hopfen selbst ab. Hopfen hat wenig Eigengeruch und sollte deshalb in Mischungen zum Beispiel mit Damiana, Goldmohn, Passionsblume, Giftlattich, Sage u.a. geräuchert werden.


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Huflattich (Blätter) Huflattich

Huflattich (Tussilago farfara) wurde schon von Hippokrates als Heilmittel gebraucht. Dioskurides empfahl den Rauch der angezündeten Blätter bei trockenem Husten und Schweratmigkeit. Plinius verbrannte die Blätter und Wurzeln des Huflattichs auf Zypressenkohle, dessen Rauch sollte durch einen Trichter eingesogen werden. Bei Hildegard von Bingen, Paracelsus und Bock ist Huflattich das Mittel gegen Erkrankungen der Lunge schlechthin gewesen. Äußerlich wurden die Blätter als Umschlag auf die Brust gebunden und bei offenen Beinen und Geschwüren eingesetzt. In der Volksmedizin wurde Huflattich bei Erkrankung der Atmungsorgane, Husten, Verschleimung, Heiserkeit, Bronchialkatarrh, entzündeten Krampfadern, Kopfschmerzen, Bronchitis und vieles mehr verwendet. In der Kosmetik wurden die Blätter zur Reinigung und Pflege von unreiner, fettiger Haut genutzt. Huflattich wurde wegen seiner antiseptischen, zusammenziehenden, stärkenden und reinigenden Wirkung verräuchert. Huflattich wächst an steinigen, tonigen Wegrändern, Böschungen, auf Äckern und Schuttplätzen und ist in Europa, Nordasien und Nordamerika beheimatet. Huflattich mischt sich zum Räuchern gut mit Salbei, Hamamelis, Rhododendron, Berberitze, Sage, Ringelblume, Johanniskraut, Copal u.a.


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Hundszahngras (Wurzel)

Hundszahngras (Agropyron repens), auch Queckenwurzel genannt, war schon in der Antike als Heilpflanze bekannt. Dioskurides und Plinius sprachen ihr eine heilende Wirkung auf die Harnwege zu. In der Volksmedizin wurde die Wurzel vielseitig eingesetzt wie zum Beispiel bei chronischer Bronchitis, Lungenschwäche, Gelbsucht, Leberleiden, Harnbeschwerden, alle Arten von Steinleiden, Gelenkentzündungen, Geschwülste, Hämorrhoiden, Entschlackung, Hautunreinheiten, um nur einige Krankheiten zu nennen. Im Volksbrauchtum wurde die Quecke wegen ihrer desinfizierenden und reinigenden Wirkung verräuchert, um Hautproblemen, Seuchen und Krankheitsdämonen vorzubeugen. Hundszahngras wächst als Wildkraut in Gärten, auf Äckern, an Wegrändern und Schuttplätzen in ganz Europa, Nordamerika und Nordasien. Hundszahngras mischt sich zum Räuchern gut mit Huflattich, Salbei, Hamamelis, Berberitze, Sage u.a.


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