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Das Räuchern
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Iboga (Wurzel)
Immergrün (Kraut)
Immortelle (Blüte)
Indianertabak (Kraut)
Ingwer (Wurzel)
Iris (Wurzel)
Isländisches Moos (Kraut)
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Jamboul (Rinde)
Jangida (Wurzel)
Jasmin (Blüte)
Johanniskraut (Kraut)
Jurema (Rinde)

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Iboga (Wurzel)

Nach Aussage der Fang wurde die Ibogapflanze (Tabernanthe iboga) ursprünglich von den Pygmäen im Regenwald entdeckt. Von den kleinen Regenwaldmenschen lernten die Apindji und Mitsogho das Geheimnis um die angeblich bewußtseinserweiternde Wurzel kennen. Sie legten den Grundstock für den Initiatorischen Gebrauch. Von ihnen haben die Fang um 1890 das Ahnenritual (Bieri) übernommen und mit christlichen Gedanken und Gebräuchen zum synkretistischen Bwitikult verschmolzen. Dabei wird Iboga gelegentlich mit dem Kultgott Bwiti selbst identifiziert. In jedem Fall gilt die Iboga als der rechte Baum der Erkenntnis, der direkt aus dem Garten Eden stammt, damit die Menschen durch ihn Gott und die Welt erkennen und, eingeweiht in paradiesische Geheimnisse, das Leben auf der Erde in Freude verbringen können. Die Fang beschreiben Visionen infolge der Einnahme von Iboga als "durch den Wald wandeln". Sie erleben, daß sie die ganze wunderbare Welt des Waldes in sich selbst tragen. Stereotyp sind die Berichte im Hinblick auf die visionäre Begegnung mit den Ahnen. Iboga wird in Afrika von den Bwiti und im Voodoo-Kult regelmäßig bei ihren Riten und Zeremonien eingenommen und auch verräuchert. Es heißt, daß sich beim Räuchern von Iboga mit diversen anderen Kräutern ein guter Kontakt mit den Ahnen herstellen ließe. Volksmedizinisch wird die Wurzel in Westafrika als Stimulans, Tonikum, Aphrodisiakum, bei Nervenschwäche, gegen Fieber und Bluthochdruck sowie bei Zahnschmerzen eingesetzt. Bei den Mitsogho wird Iboga auch zur Divination und Diagnose von Krankheiten benutzt und verräuchert. Im Kongo diente Iboga auch zur Behandlung der tropischen Schlafkrankheit. Derzeit ist Iboga noch legal, obwohl es Bestrebungen gibt, den Wirkstoff Ibogain dem Betäubungsmittelgesetz (BTMG) zu unterstellen. Pflanzenmaterial ist außerhalb Westafrikas nur äußerst selten erhältlich, denn es ist sehr schwierig und problematisch, die wirklich echte Wurzel zu bekommen. Deshalb ist sie auch nicht billig. Iboga läßt sich gut mit Pericon, Jangida, Yage, Ska Maria Pastora, Styrax, Weihrauch, Lions Tail, Chodat, Alraune u.a. verräuchern.


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Immergrün (Kraut) Immergrün

Immergrün (Vinca minor) war bereits in der Antike als Heilkraut bekannt. Dioskurides empfahl die Blätter, in Wein getrunken, gegen Durchfall oder, mit Milch und Rosensalbe versetzt, als Einlage für die Gebärmutter. Die Blätter, gekaut, sollten gegen Zahnweh helfen. Im Mittelalter galt es als Mittel gegen Blutergüsse aller Art, wurde aber auch bei Erkältung, Wassersucht, Geschwülsten und Durchblutungsstörungen verwendet. In der Volksheilkunde war es als stärkendes, wassertreibendes und blutreinigendes Mittel in Gebrauch. Bei Husten, Halsschmerzen und chronischen Katarrhen wurde es gern genommen. Der Inhaltsstoff Vincamin soll die Hirndurchblutung verbessern und sich zur Nachbehandlung bei Schlaganfall eignen. Immergrün soll sich bei Gedächtnisschwäche, Verhaltensstörungen, Schwindel, Unruhe, Kopfschmerzen, Altersschwerhörigkeit und Ohrensausen bewährt haben. Zusammen mit anderen, auch im Winter grünen Pflanzen wie Efeu, Wacholder usw. gilt es als Sinnbild des Kreislaufes der Wiedergeburt. Im Volksglauben waren zahlreiche Bräuche mit Immergrün verknüpft. An Palmsonntag verräucherte Blätter sollten Kinder vor Hexen und Zauberern schützen und Krankheitsgeister vertreiben. Als Orakelpflanze wollte man die künftige Heirat, Gesundheit oder Tod vorhersehen. In den Rauhnächten, wenn die Tore zur Anderswelt durchlässig sind, soll es helfen, einen Blick in die Zukunft zu werfen und kann als Orakel dienen. Immergrün wächst hauptsächlich in Buchenmischwäldern, gelegentlich auch an Hecken und Gebüschen und ist in ganz Europa verbreitet. Immergrün mischt sich zum Räuchern gut mit Salbei, Kamille, Huflattich, Patchouli, Sandelholz, Aloe, Mastix, Guajakharz u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Immortelle (Blüte)

Immortelle (Helichrysum angustifolium), auch Unsterblichkeitskraut oder Strohblume genannt, weil sich die Blüte auch beim Trockenen kaum verändert, wird schon seit vielen Jahren bei Einweihungszeremonien in okkulten Schulen verwendet. Sie wird vorwiegend bei Menschen, die sich in eine Sackgasse verlaufen haben, gebraucht. Ihr stark erdhafter Geruch kann helfen wenn man sich am Scheideweg oder in einer Übergangszeit befindet. Sie hat eine stark erdende Wirkung und konfrontiert den Menschen mit der Frage von "Leben und Tod". Sie führt nach innen und erleichtert die "Arbeit" an Problemen und neuen Situationen. Für sensible Menschen könnte Immortelle möglicherweise zu stark sein, so ist es ratsam, sie nur in Mischungen zu verwenden. Für sehr sensible Menschen ist sie überhaupt nicht geeignet. Immortelle wächst an sonnigen, geschützten Standorten in ganz Südwesteuropa im Mittelmeerraum sowie im östlichen Teil von Nordafrika. Die sehr anspruchslose Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) wächst sogar auf Geröllhalden und am Straßenrand. Die aromatische, mehrjährige Staude wird 60 Zentimeter hoch und hat einen reichverzweigten Stengel, der unten verholzt ist. Die leuchtend goldgelben, kugelförmigen Blüten trocknen während ihrer Reifung, behalten jedoch dabei ihre starke Farbe bei. Immortelle mischt sich zum Räuchern gut mit Kamille, Labdanum, Lavendel, Salbei, Rose, Perubalsam, Nelke u.a. Sie darf nur zum Räuchern verwendet und nicht eingenommen werden.


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Indianertabak (Kraut) giftig

Die Lobelie (Lobelia inflata) ist ein einjähriges Glockenblumengewächs mit schönen blauen Blüten. Die Indianer räuchern dieses Kraut, um verstärkte geistige Klarheit zu erlangen. Es wird bei den Irokesen als Tabakersatz in Zigaretten geraucht und war früher Bestandteil der Friedenspfeife. Dabei kommt es zu milder Euphorie und zum Gefühl von geistiger Reinheit und Klarheit. Das Kraut wird auch als Tee verabreicht, vorwiegend bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, Husten und bei Bronchitis. Es soll allerdings widerlich schmecken. Es heißt, kleinere Mengen würden stimulieren, größere Dosen beruhigen. Gegen Geschlechtskrankheiten wurde ein Wurzelabsud verwendet. Die Irokesen glaubten, daß die zerstoßene Pflanze, auf das Bettlager verstrittener Paare gestreut, diese wieder zusammenführt, ebenso wurde der Raum damit beräuchert. Da Indianertabak giftig ist, darf er auf keinen Fall innerlich eingenommen werden, weil er zu heftigen Magenkrämpfen, Erbrechen und Krauslaufproblemen führen kann. Er wächst vorwiegend in sonnigen bis halbschattigen Lagen in Auwäldern und Flußböschungen und ist in Ost-USA und Kanada heimisch. Indianertabak sollte man mit Steppenraute, Sage, Goldmohn, Habichtskraut, Eisenkraut u.a. mischen und räuchern. Er ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Ingwer (Wurzel) Ingwer

Ingwer (Zingiber officinalis) kennt man meist nur als Gewürz (Wurzel oder Wurzelpulver) aus der Küche. Die Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae), die auch Gewürzlilien genannt werden, liebt das tropische südostasiatische Klima und ist dort wahrscheinlich ursprünglich heimisch. Sicher ist nur, daß die Ingwerstaude in China schon vor 3.000 bekannt war, davon zeugen alte chinesische und indische Schriften. Er wird heute überall in tropischen Regionen kultiviert, vor allem in Nigeria, auf den Westindischen Inseln, in China, Jamaika, Australien, Brasilien, Florida und Japan. Hierbei soll der Ingwer aus Jamaika das feinste Aroma und einen zitronenartigen Beigeschmack haben. Das ätherische Öl, das man in Deutschland erhält, stammt meist aus Indien oder Madagaskar. Wilder Ingwer ist heute nicht mehr zu finden, es gibt ihn nur noch im kultivierten Anbau. Es handelt sich hierbei um eine aufrechte, mehrjährige Pflanze von bis zu einem Meter Höhe mit dickem, wucherigem Wurzelstock. Dieser ist von beißendem Geruch. Jedes Jahr wächst aus dieser mehrjährigen Wurzel ein grüner, schilfrohrähnlicher Scheinstengel von ca. ein bis zwei Metern Höhe. Auch die zweizeilig angeordneten, schmalen, lanzettenförmigen Blätter erinnern an Schilf. Die auf den bis 25 Zentimeter hohen Blütenschäften ährenartig angeordneten Lippenblüten sind weiß, gelben oder rosafarben. Nur selten bilden sich die Fruchtknoten zu Früchten aus, dünnwandige Kapseln, die kleine schwarze Samen enthalten. Die knollenförmigen Rhizome (Wurzelstöcke) werden bis 20 Zentimeter lang und ca. 2 Zentimeter dick. Die beigen bis hellbraunen Stränge verzweigen sich sehr stark, eine Hauptwurzel gibt es nicht. Diese Wurzeln kennt man meist als Abschnitte aus dem Supermarkt. Die kriechenden Wurzelstöcke sind mit fadenartigen Wurzeln besetzt. Es gibt etwa 85 Arten von Ingwer, angebaut und genutzt wird vor allem der Zingiber officinale. Wenn die Staude im Herbst ihre Blätter verliert, wird das Rhizom geerntet, in kochendes Wasser gelegt und anschließend in der Sonne getrocknet. Man kann das Rhizom auch schon kurz nach der Blüte ernten. Ingwer hat einen süßlich pikanten Geschmack, der auch prickelnd scharf sein kann. Frischer Ingwer schmeckt eher fruchtig, getrockneter eher schärfer. Jüngere Knollen sind zarter im Geschmack, zum Beispiel die auch als Stern Ingwer bekannten einjährig geernteten Rhizome, aus denen eingelegter Ingwer gemacht wird. Ältere Wurzelstöcke (Cargo Ingwer) sind sowohl würziger als auch faseriger in der Konsistenz. Woher Ingwer nun eigentlich genau stammt und wie er ursprünglich aussah, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Er ist aber schon seit der Antike als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Der chinesische Weise und Religionsstifter Konfuzius lebte im 5. Jahrhundert v.u.Z. Bereits von ihm ist seine Vorliebe für Ingwer überliefert, das Gewürz durfte in keinem Essen fehlen. Und schon vor ihm waren andere dem Ingwer verfallen. In Rom war Ingwer nicht nur Gewürz sondern auch Salbenzusatz und Medizin für Kaiser Nero. Und schon bevor das römische Reich gegründet wurde war, Ingwer bereits im Mittelmeerraum bekannt. In Deutschland wurde Ingwer so um das 9. Jahrhundert bekannt und war im Mittelalter sehr beliebt. Sogar Bier wurde damit gewürzt, so daß Ärzte und Sittenwächter schließlich warnten, daß Wein, Pfeffer, Zimt und Ingwer das Blut der jungen Mädchen verdürbe. Diese Warnung ist nicht gänzlich abwegig, denn Ingwer ist auch ein Aphrodisiakum. Ingwer gehört zu den ersten Gewürzen, die nach Deutschland eingeführt wurden, denn er ist leicht zu transportieren und hält sich recht lange. Wegen seiner verzweigten Wurzelform wurde er im Mittelalter oftmals als gefälschte Alraune verkauft. In der Küche kann Ingwer sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. Frischen Ingwer gibt es in schwarz (ungeschält) und grün (sehr jung geerntete, mildere Rhizome). Von frischem Ingwer wird die Haut abgeschabt, dann das Fruchtfleisch gehackt, gerieben oder in Scheiben geschnitten. Ingwer wird immer mitgekocht, erst am Schluß wird dann noch einmal nachgewürzt. Ein Ferment des Ingwers macht dabei auch das Fleisch zarter. Wurden Scheiben verwendet, so sollten sie vor dem Servieren entfernt werden. In Südostasien wird der Ingwer nicht mitgekocht, sondern frisch gerieben und erst am Ende dazugefügt, da durch das Kochen die frischen Aromen verloren gehen und die Schärfe verstärkt wird. In anderen Kulturen wird Ingwer nur roh verzehrt. Getrockneter Ingwer wird in weiß (geschält) und schwarz (ungeschält) angeboten. Er hält sich für mindestens ein Jahr. Geschälter Ingwer schmeckt feiner und dient auch zur Herstellung von Ingwerpulver. Ungeschält hat er einen schärferen Geschmack. Zum Kochen wird getrockneter Ingwer entweder im Stück verwendet oder mit dem Messer zerdrückt. Er ist schärfer als frischer Ingwer und sollte sparsamer verwendet werden. Eigentlich ist getrockneter Ingwer auch eher gelblich, wird aber in Kalkwasser getaucht, was ihn optisch aufhellt. Ingwerpulver ist in der Handhabung am einfachsten, verliert aber auch sein Aroma am schnellsten. Ingwerpulver sollte nur sehr sparsam angewendet werden. Medizinisch soll Ingwer verdauungsfördernd (die Produktion von Speichel und Magensaft wird angeregt), wurmtreibend, blähungshemmend, schweißtreibend, blutdrucksteigernd und fiebersenkend sein und bei Erkältungen, Rheuma, Kopfschmerzen, Verspannungen, Koliken, Blähungen, Gastritis, Appetitlosigkeit, und Impotenz wirken. Die Wurzel wird sauer eingelegt, kandiert, als Massageöl, in Kosmetika und Parfüms, als Tee und Gewürz verwendet. Ingweröl wird für Magenbitter verwendet, da der Brechreiz unterdrückt wird. Deswegen werden Ingwerpräparate auch gegen Reisekrankheit genommen oder bei auftretender Übelkeit nach einer Narkose. Er wirkt wärmend, nicht nur im Magen sondern auch in der Haut, da er die Durchblutung des Körpers verbessert, und er empfiehlt sich damit auch als Wintergewürz. Ingwer stärkt das Immunsystem, wirkt antibakteriell, schmerzlindernd (auch bei Zahnschmerzen), krampflösend (auch bei Menstruationsbeschwerden), entgiftend und kann durch seine Wärme dort Stoffwechselprozesse und Organgebiete wieder anregen, wo Entzündungen drohen, chronisch zu werden. Bei rheumatischen Beschwerden oder auch allgemeinen Gelenkschmerzen kann ein Bad mit Ingwer (oder Ingwerkompressen) Abhilfe schaffen. Auch die alten Chinesen verwendeten Ingwer als Einreibemittel gegen Rheuma. Ingwer soll auch bei Verstauchungen und Hexenschuß die Schmerzen lindern. Im Ayurveda wird Ingwer gegen Migräne eingesetzt, er wird auch bei Müdigkeit, Wetterfühligkeit und Föhnkopfschmerzen (mit Weißdorn zusammen), sowie Schwindelgefühlen bei Bewegung empfohlen und mildert Ängste. Des weiteren vermindert der Ingwergenuß am Abend den Kater am nächsten Morgen. Ingwer enthält Gingerol, einen dem Aspirin ähnlichen Wirkstoff. Dadurch wirkt er auch blutverdünnend und dient somit zur Vorbeugung von Schlaganfall, Herzinfarkt und Arteriosklerose. Ingwerbalsam (Oleoresin) enthält viele ätherische Öle, darunter Shogaol, Cineol, Borneol, Linalool, Camphen, Phellandren, Gingerol. Die Gingerole und Shogaole sind nicht-flüchtige Scharfstoffe. Die Hauptkomponente der ätherischen Ölen ist Zingiberen, außerdem Zingiberol, beta-Bisabolen, Sesquiphellandren, Sesqui- und Monoterpen u.a. Bei Schwangerschaftserbrechen ist allerdings von dem Gebrauch von Ingwer abzusehen, auch bei Gallensteinleiden ist Vorsicht geboten. Bei Hautentzündung oder auf offenen Wunden sollte Ingwer nicht angewendet werden. Auch bei hohem Fieber oder Geschwüren im Verdauungstrakt sollte Ingwer nicht genutzt werden. Zum Räuchern bieten sich das Pulver oder getrocknete kleine Wurzelstücke an. Geräucherter Ingwer hat ein Duftspektrum, das von süß-pikant bis würzig-scharf reicht, abhängig von der Art des Ingwers und eventuellen anderen Zutaten einer Mischung. Der Geruch hält sich recht lange in der Wohnung. Ingwerrauch sorgt für Gelassenheit, Ruhe und Ausgleich. Dies macht in auch zu einem der sieben wichtigsten Räucherstoffe im Zen-Buddhismus. In Asien wird Ingwer zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten verräuchert, zur Lösung innerer Erstarrungen und Verhärtungen, um den Energiefluß zu stabilisieren, innere Blockaden zu überwinden und die Willens- und Entscheidungskräfte stark zu mobilisieren. Er löst innere Verspannungen und lockert zu harte Ansprüche an sich selbst und andere. Ingwer wärmt von innen, spendet Trost und Geborgenheit und verhindert somit viele Mißverständnisse, denn man fühlt sich weniger schnell beleidigt oder angegriffen. Durch die anregende und wärmende Wirkung von Ingwer kann er auch für Liebesräucherungen verwendet werden. Weil Ingwerwurzeln auch leicht verbrannt riechen können, bietet es sich an, sie mit Harzen zu mischen, welche beim Schmelzen die getrockneten Pflanzenteile durchsetzen und die Verbrennung so abmildern. Ingwer mischt sich zum Räuchern gut mit Kardamom, Koriander, Kubebenpfeffer, Copal, Mastix, Zimt, Kaneel, Cassia, Styrax, Benzoe, Jasmin u.a.


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Iris (Wurzel) Iriswurzel

Iriswurzel (Iris pallida) wird vorwiegend in sinnlich-erotischen Liebesräucherungen genutzt. Der mild-erdige, veilchenartig warme, einhüllende Duft der Iriswurzel ist eine äußerst kostbare Substanz. Zum einen, weil die Ausbeute bei der aufwendigen Gewinnung durch Fermentation sehr gering ist, zum anderen wegen der intensiven Wirkung auf die Gefühle. Iris wird auch als "himmlischer Duft" bezeichnet. Die befreiende und erlösende Energie dieser Wurzel kann harte Gefühlsblockaden zum Schmelzen bringen. Selbst bei starken, seelischen Verletzungen wirkt die Iriswurzel heilend. Viele Menschen gebrauchen diesen Duft, um ihre Intuition und Liebesfähigkeit zu schulen. Iriswurzel mischt sich sehr gut mit Sternanis, Wermut, Rosenblüten u.a.


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Isländisches Moos (Kraut) Isländisches Moos

Isländisches Moos (Cetraria islandica) wurde schon seit frühesten Zeiten in den nordischen Ländern als Heil- und Nahrungspflanze benutzt. In Island kochte man aus dem getrockneten Kraut eine Art Grütze. Als Heilmittel wurde es neben der Verwendung für Atemwegserkrankungen wie Husten, Heiserkeit, Bronchialkatarrh auch noch bei Magenleiden, Durchfall, Blasenentzündung, Verdauungsbeschwerden, bestimmten Formen der Lungentuberkulose, Blutungen aller Art und als Anregungsmittel gebraucht. Heutzutage findet es Verwendung bei Reizungen und Entzündungen im Rachenraum sowie bei trockener Bronchitis. Isländisches Moos galt früher als verwunschene Pflanze und wurde zur allgemeinen Stärkung nach Infektionskrankheiten mit Salbei und Kampfer verbrannt. Es wächst in trockenen Nadelwäldern und auf Heiden und ist fast weltweit verbreitet. Die Verwendung des Isländisch Moos ist auch im Frankfurter Raum bereits seit Jahrhunderten bekannt. Historischen Angaben zufolge wuchs die Flechte noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts reichlich in der Gipfelregion des Altkönig im Taunus. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts findet man in der Literatur dagegen von verschiedenen Botanikern Hinweise, daß die Flechte dort und auch an anderen bekannten Wuchsorten wegen zu starker Sammeltätigkeiten sehr selten geworden war. Aus 40 Kilogramm dieser Flechten kann man maximal 1 Kilogramm der Droge gewinnen. Wenn man bedenkt, daß 1 Kilogramm Isländisch Moos in der Natur eine dicht bewachsene Fläche von mehr als 5 Quadratmeter bedecken, so ist leicht vorstellbar, daß das Sammeln zu Heilzwecken zum Rückgang der Art beigetragen hat, denn so müssen für 1 Kilogramm der Droge über 200 Quadratmeter Pflanzen weichen. Heute ist das Isländisch Moos hierzulande eine stark gefährdete Art der Roten Liste und nur noch an wenigen Orten mit meist sehr kleinen Populationen anzutreffen. Es sollte daher nicht aus der Natur gesammelt werden. Isländisches Moos mischt sich zum Räuchern gut mit Pfefferminze, Katzenminze, Hamamelis, Salbei, Sage, Diptam, Kampfer u.a.


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Jaborandi (Blätter) sehr giftig

Jaborandi (Pilocarpus jaborandi) ist in Südamerika beheimatet, stammt aus Brasilien, wächst aber auch in den subtropischen Gebieten der Sowjetunion. Es ist ein altes Heil- und Räuchermittel der Schamanen, welche die Blätter mit einigen anderen Zutaten verräucherten, um mit den geistern Verbindung aufnehmen zu können. Die getrockneten Blätter sollen ein ausgezeichnetes Haarwuchsmittel ergeben, das aber wohl recht ungesund ist und die Hautporen öffnet. Jaborandi wirkt stimulierend, anregend und aufmunternd, es aktiviert die Energien des Körpers. Jaborandi sollte nicht innerlich eingenommen werden, da die Blätter sehr giftig sind und schmerzhafte Magenkrämpfe und Koliken verursachen. Jaborandi mischt sich zum Räuchern gut mit Jasmin, Besenginster, Habichtkraut, Sage, Damiana, Sassafras u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Jamboul (Rinde)

Jamboul (Syzygium jambos) ist eine Abart des bekannten Gewürznelkenbaumes, der vorwiegend auf den Molukken heimisch ist. Benedictus Crispus kannte schon im 8. Jahrhundert die Heilwirkung der Rinde, die er gegen Hüft- und Gelenkschmerzen einsetzte. Jamboul, der auch als Rosenapfelbaum bezeichnet wird, trägt kleine, nach Rosen duftende Früchte, die oft in Zahnpasten, Mundwässern, Parfüms und sogar Süßigkeiten verarbeitet werden. als Geschmackskorrigens und Aromatikum in Magenbittern findet es auch Verwendung. Orientalische Zigaretten werden teilweise mit Jamboul aromatisiert. Ibn al Baytar, ein arabischer gelehrter, verabreichte die wunderbare Droge bei extremen Zahnschmerzen und verwendete sie als pestabwehrende, antikontaginöse Kraft. Geräuchert wurden die Rosenäpfel und die Rinde wegen ihres intensiven und stark aromatischen Duftes, der insektenabwehrend, antiseptisch und desinfizierend wirkt. Jamboul wächst auf mäßig trockenen Küstenböden und ist auf den Molukken und in Indonesien verbreitet. Jamboul mischt sich zum Räuchern gut mit Sassafras, Mönchspfeffer, Kardamom, Zimt, Koriander, Sadebaum u.a.


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Jangida (Wurzel)

Jangida (Withania somnifera), auch unter dem Namen Ashvaganda oder Winterkirsche bekannt, ist eine der wichtigsten ayurvedischen Zauberpflanzen. Die Wurzel wird als mächtiges Zaubermittel, göttliches Heilmittel, Panazee, Lebenselixier (Rasayana), Schutzmittel vor Hexen und bösen Zauberern und starkes Aphrodisiakum (Vajikarana) gelobt. Jangida wurde mit Ginseng und Moly verglichen und oft als Alraune gedeutet. Anthropomorphe (menschenförmige) Wurzeln, die gelegentlich auftauchen, haben viel mehr Zauberkraft als alle anderen Teile der Pflanze, sagt Kumaraswamy. Noch heute werden in Indien die Wurzeln als Amulette genutzt und Kindern als Schutz vor Unheil um den Hals gehängt. In Kerala werden sie bei magischen Beschwörungen, durch die alle bösen Geister gebannt werden sollen, gebraucht und verräuchert. Bei regelmäßigem Gebrauch soll die Gesundheit und die sexuelle Kraft erhalten beziehungsweise gefördert werden. Bei tantrischen Zaubereien gilt die Wurzel als "Pilli Ventron" (Bezwinger des Bösen). in der ayurvedischen Medizin gilt Aswagandhara als ein beispielloses Aphrodisiakum. Aus der Wurzel werden magische Liebestränke gebraut, die eine begehrte Person gefügig machen. Sie hat außerdem stimulierende, aktivierende und antriebssteigernde Eigenschaften. Jangida wächst in Südafrika, in den Tropen Afrikas und in Indien. Jangida mischt sich zum Räuchern gut mit Ginseng, Fo Ti Tieng, Taigawurzel, Galanga, Sassafras, Yohimbe, Ephedra u.a.


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Jasmin (Blüte) Jasmin

Jasmin (Jasminum grandiflorum, beziehungsweise J. officinale) steht für Liebe und Erotik, wirkt aphrodisierend und sinnlich. Die Inder opfern Jasmin ihren Göttern Shiva und Ganesha. In China werden die Blüten zur Behandlung von Leberentzündungen, Leberzirrhose, Ruhr, Bindehautentzündung, Hautproblemen, Tumore, Erkältung, Husten, Heiserkeit, Frigidität, Gebärmutterstörungen und einigen anderen Krankheiten verwendet. Die Blüte erzeugt ein Gefühl von Zuversicht und Optimismus. Niedergeschlagenheit, nervöse Erschöpfung und streßbedingte Beschwerden können durch Räuchern behoben werden. Es hilft beim Verarbeiten von negativen und unangenehmen Dingen. Jasmin liebt tropisches Klima und wächst überwiegend in Indien, China, West- und Südostasien. Er wird auch in Ägypten, Algerien, Marokko, Spanien und Frankreich kultiviert. Beim Jasmin handelt es sich um eine immergrüne Strauch- oder Rebpflanze mit einer Höhe bis zu 10 Metern. Er trägt hellgrüne, feine Blätter und sternförmige, stark duftende, weiße Blüten. Jasminblüten sind als Räucherwerk nicht sehr duftintensiv, denn sie verlieren beim Räuchern ihren zarten Eigenduft fast völlig. Deshalb ist es sinnvoll, sie mit Sandelholz, Rose, Salbei, Patchouli, Zimt, Nelke, Koriander, u.a. zu mischen. Trotzdem sind sie aber unerläßlich für alle erotischen Mischungen, da die Wirkung unterschwellig stattfindet. Jasminräucherungen bringen Glück und Segen in der Liebe und dienen auch als Schutz für die Liebenden.


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Johanniskraut (Kraut) Johanniskraut PflanzeJohanniskraut BlüteJohanniskraut getrocknet

Schon Dioskurides und Paracelsus verwendeten das Johanniskraut (Hypericum perforatum) gegen zahlreiche Beschwerden. Paracelsus schrieb: "Dieses Kraut und seine Tugend ist nicht zu beschreiben, wie hoch sie ist. Keine Arznei ist in allen Rezepten, die alle Zufälle (Krankheiten) so gut und ganz heilet als dieses Perforatum... (Es) ist Universalis Medicina über den großen Menschen." In der Volksmedizin zählte es zu den beliebtesten und bekanntesten Heilpflanzen. Es fand Verwendung bei innerlichen und äußerlichen Wunden. Bei Blutspeien, Ruhr, Hieb- und Stichwunden, Brandwunden und Geschwüren machte man es sich zunutze. Einreibungen mit Johanniskrautöl waren sehr gebräuchlich bei Hexenschuß, Gicht, Rheuma, Verrenkungen und Nervenschmerzen. Das Kraut wurde auch bei Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen und Wechseljahrsbeschwerden als Tee getrunken. Dank seiner beruhigenden und ausgleichenden Wirkung auf das Nervensystem galt es als zuverlässiges Mittel bei Depressionen, Schwermut, Melancholie und Niedergeschlagenheit. Ferner fand es noch Verwendung bei Leberleiden, Gallenbeschwerden, Lungenkrankheiten, Magenkrämpfen, Durchfall, Husten, Asthma, Bettnässen u.a. In der Mythologie und im Brauchtum war das Johanniskraut eine ganz bedeutende Pflanze. Wurde es an Johanni (24. Juni) gesammelt, galt es als besonders heilkräftig. Es wird seit Urzeiten mit der Sommersonnenwende und der dämonenvertreibenden Kraft der Sonne verbunden. Es galt im Mittelalter als Hauptmittel gegen bösen Zauber. Ein Kranz aus dem Kraut am Sonnwendfest gebunden und übers Hausdach geworfen, sollte vor Blitz, Feuer, Dämonen und dem Teufel schützen. Für diesen Zweck und für Liebesorakel wurde das Kraut in Böhmen und Bayern verräuchert. Johanniskraut gehört zur Familie der Hypericaceae und wächst an trockenen, warmen Wegrändern, Wäldern, an Gebüschsäumen, auf lichten Waldwiesen und Brachflächen. Es ist fast in ganz Mitteleuropa und Westasien verbreitet. Die ausdauernde Pflanze wird etwa 60 Zentimeter hoch und besitzt fünfzählige, gelbe Blüten. Die kleinen, leuchtend gelben Blütenblätter der Pflanze stehen im Juni zur Zeit um die Sonnenwende in ihrer vollen Blüte (daher auch der Name "Sonnwendkraut"). Zerdrückt man die Blüten, tritt ein roter Saft aus. Die hellen Punkte, die man sieht, wenn man die gelben Blätter gegen das Licht hält (es handelt sich um Sekretbehälter, die eine helle Flüssigkeit aus ätherischem Öl und Harz enthalten) erwecken den Eindruck als sei die Pflanze durchlöchert. Der Sage nach sollen diese Löcher vom Teufel stammen, der erbost über die Macht, die dieses Kraut über böse Geister und über ihn selbst besaß, die Blätter mit Nadeln zerstochen habe. Johanniskraut mischt sich gut mit Goldrute, Brennessel, Eibisch, Berberitze, Huflattich u.a.


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Jurema (Rinde)

Der südamerikanische Mimosenbaum Jurema (Mimosa tenuiflora), auch Tepescohuite genannt, war schon den Azteken in präkolumbianischer Zeit bekannt. Viele Indianer des östlichen Amazonasgebietes stellten in vergangenen Zeiten aus der Wurzel Jurematrünke, auch "Ajuca" oder "Veueka" genannt, her, um schamanische Bewußtseinszustände und Visionen auszulösen Es heißt von dem geheimnisvollen Trank, er würde den Schamanen phantastische und bedeutungsvolle Träume schenken, er würde sie verzaubern und gen Himmel tragen. Nach dem Trinken eines Jurematees bekamen die Teilnehmer der Zeremonie wunderbare Visionen vom Geisterland, von Blumen und Vögeln. Sie mochten einen Blick von dem dröhnenden Seelenfelsen zu erhaschen, oder den Donnervogel sehen, wie er Blitze schießt und den Donner ergrollen läßt. In der mexikanischen Volksmedizin wird die gemahlene Rinde zur Behandlung von Verbrennungen, Entzündungen und Wunden anscheinend sehr erfolgreich verwendet. Die brasilianische Landbevölkerung benutzt ein Rindenpulver des Juremastammes als Hausmittel gegen Erschöpfung und Schwäche. Die Rinde wird geraucht, geräuchert und getrunken. Für den Liebeszauber wird sie verräuchert und dem Liebsten auf die Fußsohlen gestrichen. Der Baum kommt wildwachsend in Südmexiko, Zentralamerika, Venezuela und Brasilien vor. Er gedeiht am besten im tropischen Tiefland, kann aber in einer Höhe bis 1.000 Meter wachsen. Jurema läßt sich gut mit Steppenraute, Jangida, Yage, Traumkraut, Copal, Kalmus u.a. verräuchern.


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Räucherstoffe A B C-D E-F G-H I-J K-L M-O P-R S T-V W-Z


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