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Das Räuchern
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Kachali (Wurzel)
Kalmus (Wurzel)
Kamille (Blüte)
Kampfer, natürlich (Pulver)
Kaneel (Rinde)
Kapuzinerkresse (Kraut)
Kardamom (Frucht und Fruchtpulver)
Katzenminze (Kraut)
Kava Kava (Wurzel)
Kerbel (Blätter, gerebelt)
Kermesbeere (Wurzel)
Kiefer (Holz und Harz)
Klatschmohn (Blüte)
Klette (Wurzel)
Knabenkraut (Wurzel)
Königskerze (Blüte und Blätter)
Kolophonium siehe Kiefer
Koriander (Fruchtpulver)
Kornblume (Blüte)
Kostus (Wurzel)
    Krauseminze (Blätter)
Kreuzblume (Kraut)
Kreuzkraut (Kraut)
Kubebenpfeffer (Fruchtpulver)
Kurkuma (Wurzelpulver) siehe Gelbwurz
Labdanum (Harzessenz)
Lärche (Harz)
Lapacho (Rinde)
Lavendel (Blüte)
Leberkraut (Kraut)
Lemongras (Kraut)
Liebstöckel (Blätter, gerebelt und Wurzel)
Linde, silber (Blüte)
Ling Chih (Pilze)
Lions Tail (Kraut)
Lorbeer (Blätter)
Löwenzahn (Wurzel)
Lungenkraut (Kraut)

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Kachali (Wurzel)

Kachali (Hedychium spicatum) wird im Sanskrit "Kapura" geanannt. Diese Pflanze wird in subtropischen Gebieten des Himalaja gefunden und wächst in großen Mengen in Punjab und in Nepal. Ihr Geruch ähnelt dem Kampfer und wird in der ayurvedischen Medizin zur Zubereitung von kosmetischen Puder benutzt, welcher der Förderung des Haarwuchses dient. Die aromatischen Wurzelstiele werden in Dhoops und Räucherstäbchen verwendet sowie zur Herstellung des bunten aromatischen "Abir"-Puders benutzt, der während des "Holi"-Festivals in Indien auf den Körper aufgetragen wird.


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Kalmus (Wurzel) KalmusKalmuswurzel

Im heutigen Ägypten wird Kalmus (Acorus calamus), wie schon vor Jahrtausenden, als Aphrodisiakum verwendet und ist als "Kni" Bestandteil der legendären Kyphi-Mischung. Kalmuswurzel hat als Räucherung eine geistig aufhellende und stärkende Wirkung. Sie wird in Tibet zur Steigerung der meditativen Konzentration verbrannt. Sie wirkt nervenstärkend bei seelischen Erschöpfungszuständen, ist eine der geschätztesten Heilpflanzen der ayurvedischen Seher und soll ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem sein. Kalmus macht die subtilen Kanäle frei und reinigt sie von Toxinen, die Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert, die Wahrnehmung geschärft und die Bewußtheit gesteigert. Den Irokesen diente die Wurzel zum Aufspüren von Hexen und bösem Zauber. Die Cheyenne räucherten Kalmus bei ihren Schwitzhüttenzeremonien. Die Cree benutzten Kalmuswurzel als mildes Halluzinogen. Dazu kauten sie ein fingerlanges Wurzelstück aus. Ein Tee aus der Wurzel ausgekocht soll bei Schwächezuständen, Magenproblemen und Krämpfen helfen. Geraucht, neutralisiert Kalmus die schädlichen Auswirkungen von Marihuana. Als Badezusatz, wirkt die Wurzel aphrodisierend. Kalmus gehört zur Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse Er wächst feuchten, sumpfigen Gebieten an Binnengewässern in Asien und den Ost-USA und hat sich inzwischen auch in Europa eingebürgert. Kalmus bildet bis zu drei Zentimeter dicke Wurzeln, die pulverisiert in Räucherstäbchen verwendet werden. Kalmus verbreitet beim Räuchern einen schweren, warmen, holzig-würzigen, scharf-zimtartigen, wohlriechenden Duft und mischt sich gut mit Zimt, Labdanum, Weihrauch, Patchouli, Zeder, Sandelholz, Fo Ti Tieng, Ginkgo, Ephedra, Bärentraube u.a.


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Kamille (Blüte) Kamille

Bei der Räucherung vermittelt Kamille (Matricaria chamomilla recutita) Ruhe und Ausgeglichenheit. Sie ist empfehlenswert, wenn Ärger und Trauer den Geist verdunkeln und wird bei Segnungszeremonien und bei Gebeten um finanziellen Erfolg verwendet. Kamille wirkt kühlend und ausgleichend, fördert die Harmonie und Toleranz, besänftigt das Gemüt, vermindert Streitlust und vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Kamille wirkt entzündungshemmend, beruhigend, schweißtreibend, stärkend, fiebersenkend und wundheilend und wird daher oft medizinisch genutzt. Kamillentee wird oft kleinen Kindern zur Beruhigung verabreicht. Die Echte Kamille aus der Familie der Korbblütler (Compositeae) ist in ganz Europa heimisch, ebenfalls in Nord- und Westasien. In Ungarn und Osteuropa wird sie in großem Umfang angebaut. Die Kamille ist eine einjährige, sehr aromatische Pflanze mit einer Höhe bis zu 60 Zentimeter. Ihr Stengel ist unbehaart und verzweigt. Die Blätter sind fein gefiedert und die einzelnen, weißen Korbblüten entwickeln sich auf eigenen Stengeln. Kamille verbreitet einen süßlich, warm-krautigen Geruch beim Räuchern und mischt sich gut mit Lavendel, Patchouli, Rose, Benzoe, Majoran, Jasmin, Salbei, Sage, Labdanum, Tolubalsam, Jamboul, Mönchspfeffer, Damiana u.v.a.


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Kampfer, natürlich (Pulver) giftig

Der natürliche Kampferbaum (Cinnamomum camphora) ist in Borneo, Südchina, Südjapan und auf Formosa beheimatet und wird bis zu 30 Meter hoch und ist immergrün. Man kann ihn mit einer Linde vergleichen. Er hat viele Zweige mit Büscheln von kleinen, weißen Blüten, aus denen rote Beeren wachsen. Das Holz eines über 50 Jahre alten Baumes gibt eine weiße, kristalline Substanz ab, den rohen Kampfer. Der eigentliche Kampfer wird durch Destillation aus den Holzstücken gewonnen und ist das kristallisierte Öl des Kampferbaums aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Zeitweilig hieß es, daß Kampferbäume vom Aussterben bedroht seien, doch inzwischen werden Kampferbäume seit vielen Jahren mit großem Erfolg in Sri Lanka, den USA und Ostafrika kultiviert, was bedeutet, daß der Erhalt der Kampferbäume gewährleistet ist. Die Einnahme von geringen Dosen Kampfer soll berauschende Wirkungen und große Dosen schwere Vergiftungen auslösen. In der ayurvedischen Medizin wird der Kampfer bei Husten, Asthma, Krämpfen, Durchfall, Blähungen etc. angewendet. Die Inhalation von Kampferdämpfen ist der Geheimtip bei Erkältungen. Kampfer ist in China, Indien und Tibet schon lange als medizinisches und rituelles Räuchermittel in Gebrauch. Er ist Bestandteil in Räucherstäbchen. In Japan wird er einheimische Kampfer Hon-Scho genannt und ist in Ölen und Räucherwerk zu finden. In Europa wird er häufig in der Homöopathie und Tiermedizin eingesetzt. Kampfer soll die Eigenschaft besitzen, negative Einflüsse zu zerstören und hellsichtige Klarheit hervorzurufen. Er belebt und aktiviert demnach das Bewußtsein, soll stark antidepressiv wirken und die Konzentration anregen. Auch im französischen Okkultismus wurde Kampfer als magischer Räucherstoff genutzt. Früher wurde Kampfer gegessen, um einen gewissen Rauschzustand zu erzielen. Nach Einnehmen von 1,2 Gramm Kampfer können sich angenehm empfundene Hautwärme, allgemeine Nervenerregung, Bewegungsdrang, Kribbeln in der Haut und eine eigentümliche, rauschähnliche, ekstatische und geistige Aufregung einstellen (wegen der Giftigkeit des Kampfers ist hiervon jedoch abzuraten). Der echte Borneo-Kampfer ist der reinste, feinste und wirkungsvollste Kampfer im Gegensatz zu den Produkten aus den anderen Anbauländern. Er ist allerdings auch der teuerste und am schwierigsten zu bekommende Kampfer, der auf dem Markt ist, deswegen wird wohl heutzutage überwiegend synthetisch hergestellter Kampfer verwendet, denn er hat dieselben Eigenschaften wie Borneokampfer und ist wesentlich preiswerter. Für spezielle medizinische Anwendungen und Ritualräucherungen sollte allerdings mit natürlichem Kampfer agiert werden, denn das Räuchern von synthetischem Kampfer ist wegen der darin enthaltenen Schadstoffe ungesund. Kampfer verbreitet beim Räuchern schon in winzigen Mengen seinen typischen kühlen, frischen, trockenen Eigenduft, der an Heilpflanzenöle erinnert, und kann mit Rosmarin, Lavendel, Kamille, Thymian, Melisse, Eisenkraut, Boldo, Erdrauch, Weihrauch, Benzoe, Styrax, Sage, Ginster, Tolubalsam, Damiana, Pfefferminze, Goldmohn, Traumkraut u.a. verräuchert werden. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Kaneel (Rinde)

Kaneel (Canella alba), auch weißer Zimt genannt, wird bei den araukanischen Schamanen, die im südlichen Andenraum heimisch sind, kultisch verehrt. Er ist heilig, stellt den Weltenbaum dar, der die Erde mit dem Himmel verbindet, wird zur Wahrsagerei gebraucht und medizinisch genutzt. Er wird bei Taufen von Kindern gepflanzt und zeitlebens als dessen Verbündeter gegen dunkle Mächte betrachtet. Bei allen Zeremonien und Handlungen der araukanischen Schamanen werden Zweige des Kaneelbaumes verräuchert. Mit dem verströmenden zimtigen Geruch wird die Baumseele frei und trägt die denkende Seele der Schamanen in jenseitige Welten. Mit dem Rauch öffnen sich die magischen Wirkungen und dringen so in Kranke ein. Bei den Araukanern gab es keine Krankenheilung ohne die geistigen Kräfte des heiligen Baumes. Der Duft des Kaneels, versetzte die Wahrsager in hellsichtige Trance, in der sie Botschaften für ihre Stammesbrüder aus der jenseitigen Welt empfingen. Kaneel wirkt anregend und stimulierend auf den ganzen Körper. Es mischt sich gut mit Kardamom, Nelke, Piment, Cassia, Koriander u. a.


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Kapuzinerkresse (Kraut)

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) wurde in der Volksmedizin der peruanischen Indianer mit Erfolg verwendet. Man legte sie auf offene und schlecht heilende Wunden. Das in der Pflanze entha1tene Senfolglykosid wird auf enzymatischem Weg in einen stark antibakteriellen Wirkstoff umgewandelt. Auf Sproßpilze der Soorgruppe und auf verschiedene Hautpilze wirkt er stark desinfizierend, reinigend und heilend. Die Kapuzinerkresse eignet sich zur Behandlung von einfachen Infektionen im Harnwegsbereich, bei Atemwegserkrankungen, Bronchitis oder Luftröhrenentzündungen. Sie hat zusätzlich eine stark abwehrsteigernde und immunstärkende Wirkung. Sie wirkt angeblich verjüngend und aphrodisierend und wird als Tonikum für Haar und Kopfhaut verwendet. Bei den Indianern wurde Kapuzinerkresse verräuchert, um Krankheitsdämonen und böse Geister fernzuhalten oder auszutreiben. Kapuzinerkresse liebt sonnige, halbschattige Standorte und Magerboden. Sie ist frostempfindlich. Ihre Früchte können zu Kapern verarbeitet werden. Ihre ursprüngliche Heimat ist Peru, heute ist sie von Kolumbien bis Bolivien verbreitet. Kapuzinerkresse mischt sich zum Räuchern gut mit Salbei, Thymian, Estragon, Ysop, Efeu, Bockshorn u.a.


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Kardamom (Frucht und Fruchtpulver) Kardamom

Kardamom (Elettaria cardamomum) oder Cardamom ist fast überall auf diesem Planeten als Gewürz bekannt. In der traditionellen Medizin Chinas und Indiens wurde er seit mehr als 3.000 Jahren speziell bei Lungenkrankheiten, Fieber, Verdauungsproblemen und Erkrankungen der Harnwege gebraucht. Auch Hippokrates empfahl ihn bei Ischiasbeschwerden, Husten, Bauchschmerzen, Krämpfen, nervösen Störungen, Harnverhaltung und bei Bissen giftiger Tiere. Kardamom wird als Duftstoff in Seifen, Kosmetika, Parfüms, besonders in orientalischen Düften, reichlich gebraucht. Zudem ist er ein wichtiger Geschmacksstoff, vor allem in Curry und würzigen Speisen. Er ist Bestandteil des legendären Yogi-Tees. Im Winter sind Yogi-Tees besonders empfehlenswert, denn sie wärmen von innen. Dazu werden Kardamomkörner, Pfefferkörner, Zimtstangen oder geraspelter Zimt, Korianderkörner, Nelken und Ingwerknollen langsam gekocht und mit warmer Milch und Honig gemischt und getrunken. Die Orientalen benutzen die Körner nach dem Essen, um frischen Atem zu erlangen. Kardamom soll verschiedene Krankheitssymptome, wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Blähungen, Erbrechen, Koliken, Krämpfe, Magenverstimmungen, Mundgeruch und Sodbrennen beheben können. Die Inder und Asiaten verräuchern Kardamom zur Nervenstärkung, bei geistigen Erschöpfungszuständen und nervöser Belastung. Der süß-würzige, wärmende Duft soll nervenstärkende, anregende und aphrodisierende Wirkungen haben. Er belebt die Seele und vermittelt Zuversicht, mobilisiert die inneren Kräfte und wirkt erotisierend und erwärmend. Die Früchte (Körner) müssen vor dem Räuchern erst zerkleinert werden, da sie sonst nicht richtig brennen. Kardamom ist im tropischen Asien heimisch. er wird in großem Umfang in Indien, Laos, Sri Lanka, Laos, Guatemala und El Salvador angebaut. Auch in den USA ist er anzutreffen. Ursprünglich stammt er aus dem südwestlichen Vorderindien. Der Kardamom ist eine mehrjährige, schilfrohrähnliche Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae), die bis zu vier Meter hoch werden kann. Er besitzt lange Blattscheiden, die erst den Stengel umfassen und dann in die länglich-lanzettförmigen Spreiten übergehen. Die gelblichen Blüten bilden eine biegsame, lange Rispe mit purpurfarbenen Spitzen. Die länglichen Samen sind rotbraun. Kardamom läßt sich gut mit Rose, Weihrauch, Orange, Zimt, Nelke, Labdanum, Zeder, Ingwer, Mönchspfeffer, Tonka, Amberbaum, Copaibalsam Zimt, Koriander, Labdanum, Kubebenpfeffer, Myrrhe, Cascarilla u.a. verräuchern.


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Katzenminze (Kraut)

Die Blätter der in Europa, Asien und Afrika heimischen Katzenminze (Nepeta cataria) können allein oder in Mischungen mit Damiana, Goldmohn u.a. geräuchert und geraucht werden. Sie wird bei Erkältungen und Kopfschmerzen verräuchert, der frischminzige Duft wirkt schmerzlindernd und erfrischend. Eine Räucherung mit Damiana und Katzenminze soll leicht euphorisierend und anregend wirken. Man kann auch einen Tee zubereiten. Bevor die Chinesen Schwarztee tranken, tranken sie Katzenminze als Tee. Die Pflanze enthält ein ätherisches Öl und das Alkaloid Actinidin. Die Katzenminze übt auf Katzen eine unwiderstehliche Anziehung aus. Plätze, an denen sich Katzenminze befindet, werden niemals von Katzen verunreinigt. Katzenminze verliert beim Räuchern etwas von ihrer persönlichen Note. Sie mischt sich gut mit Dammarharz, Benzoe, Eukalyptus, Passionsblume, Damiana, Goldmohn, Bärentraube, Guajakholz, Kalmus u.a.


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Kava Kava (Wurzel) Kava Kava

Kava Kava (Piper methysticum) oder Rauschpfefferstrauch ist ein naher Verwandter des schwarzen Pfeffers, der in der Südsee heimisch und dort ein traditionelles Rauschmittel ist. Die Pflanze wird wahrscheinlich schon seit 2.000 bis 3.000 Jahren kultiviert. Der Gebrauch des aus dem Wurzelstok (Rhizom) bereiteten Kava-Tranks ist heute nur noch in Polynesien, auf Fidschi, Tonga und Samoa üblich, aber bei den australischen Ureinwohnern nimmt der Konsum der Wurzel zu. Alkohol hat Kava Kava von seinem Platz verdrängt und viel Unheil unter der Bevölkerung angerichtet. Die Einheimischen kauen etwa 15 bis 30 Gramm der Wurzel. Der sich in Mengen bildende Speichel wird mitsamt den zerkauten Wurzelstücken in ein Gefäß mit wenig Wasser gespuckt, einige Zeit stehengelassen, dann abgeseiht und getrunken. In neuerer Zeit wird die Wurzel zermahlen und nur noch mit kaltem Wasser vermischt, 24 Stunden stehengelassen, abgeseiht und getrunken. In Europa ist dagegen eher ein alkoholischer Auszug üblich, der nicht minder effizient ist. Kava Kava wirkt in mittleren Dosen euphorisierend, gedankenanregend, entspannend, appetitanregend und aphrodisierend. Es stellt sich ein Gefühl tiefer Entspannung ein. Je nach vorhandener Grundstimmung kommt es auch zu sexueller Erregung. Extrem hohe Dosen wirken einschläfernd. Als pflanzliche Therapeutika bei Depressionen sind heute Fertigpräparate mit Kava Kava im Handel. Jahrhundertelanger Gebrauch der Kava Kava in der Südsee zeigte keine schädlichen Folgen durch regelmäßigen Kavakonsum. Geräuchert wurde Kava Kava mit Galbanum u.a. zur Beruhigung starker nervlicher Belastung und bei Angstzuständen. Es wirkt beruhigend und entspannend in verwirrten und angespannten Stimmungslagen. Beim Räuchern ist die Wirkung bei weitem nicht so stark wie als Getränk, aber doch deutlich spürbar. Dies kann der Autor nach persönlicher Erfahrung bestätigen. Obwohl Kava Kava in den letzten Jahren verstärkt im Westen konsumiert wird, sind die Liefermöglichkeiten begrenzt. Da die Beschaffung immer schwieriger wird, steigt der Preis von Kava Kava stetig. Kava Kava riecht beim Verbrennen zuerst stark nach verbranntem Laub, aber später recht angenehm holzig. Es wird empfohlen, es in Mischungen zum Räuchern zu verwenden, zum Beispiel mit Pericon, Schachtelhalm, Galbanum, Helmkraut, Benzoe, Pfeffer, Rose, Eisenkraut, Yohimbe, Sassafras, Ephedra u.a.


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Kerbel (Blätter, gerebelt)

Kerbel (Anthriscus cerefolium) wird in der Volksheilkunde schon lange gebraucht. Die Blätter enthalten Vitamin C, Karotin, Eisen und Magnesium. Er wird in der Küche als Gewürz eingesetzt und ist Bestandteil der Fines Herbes. Der Blättertee wirkt entgiftend. Beim Räuchern entfaltet Kerbel einen zarten Petersilienduft und wirkt reinigend und desinfizierend in Haus und Hof. Krankenzimmer werden mit Kerbel ausgeräuchert, um die Krankheitserreger zu vertreiben. Kerbel wächst auf mäßig trockenen Böden und ist in Europa und Westasien heimisch. Kerbel mischt sich zum Räuchern gut mit Thymian, Salbei, Ysop, Kapuzinerkresse, Liebstöckel, Estragon, Basilikum u.a.


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Kermesbeere (Wurzel) sehr giftig

Kermesbeere (Phytolacca acinosa), auch Shang Lu genannt, wächst als schöner Strauch in allen tropischen Zonen Ostasiens. Die jungen Blätter werden gekocht, und als Gemüse gegessen. Die Blüten und Wurzeln sind medizinisch wertvoll. Da die Wurzeln äußerst giftig sind, werden sie medizinisch nur rein äußerlich bei Entzündungen und Rheuma genutzt. Bei Su Sung heißt es, sie wurde in alten Zeiten sehr viel von Zauberern gebraucht. Die alten taoistischen Magier bereiteten aus den Wurzeln einen Trank und verwendeten sie in ihren Räuchermischungen, um Geister und Dämonen erscheinen zu lassen. Beim Räuchern mit Steppenraute, Pericon u.a. soll sie bewirken, daß man Geister sehen und mit ihnen kommunizieren kann. Die Schamanen benutzten sie, um bei ihren Riten mit den Geistern zu verhandeln und einen Blick in die Zukunft werfen zu können. Die Kermesbeere liebt Ödland und lockere Magerböden in sonnigen bis halbschattigen Lagen und ist in Tibet, China, Korea, Japan und Indien verbreitet und stellenweise in Europa eingebürgert. Kermesbeere mischt sich zum Räuchern gut mit Steppenraute, Traumkraut, Ska Maria Pastora, Pericon, Sage, Cascarilla, Weihrauch, Copal, Eisenhut, Bilsenkraut, Stechapfel, Sumpfporst, Jasmin, Besenginster u.a. Die giftige Kermesbeerenwurzel darf nur geräuchert werden. Wird sie gegessen oder getrunken, verursacht sie blutigen Stuhl und kann tödlich sein.


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Kiefer (Holz und Harz) Kiefer

Das Räuchern von Kiefern (Pinus cembra) geht auf den Baumkult der Germanen zurück. Vermutlich wurde es in der Mittelsteinzeit entdeckt und als Heilmittel und Räucherstoff verwendet. Harz und Sprossen eignen sich gut zum Räuchern und werden spezifisch zum Schutz gegen Hexen verbrannt. Die Kiefer wird den Planeten Saturn und Merkur zugeordnet. Kiefern sind auf der ganzen Welt vertreten, es gibt unzählige Arten und Varianten. sie lieben sandige Küstengebiete, vorwiegend im Mittelmeerraum. Sie gehören zur Familie der Piniengewächse (Pinaceae) und sind große, immergrüne Nadelbäume mit einer Höhe bis zu 40 Metern. Sie haben eine flache Krone, die Rinde ist rötlichbraun und weist tiefe Furchen auf. Die Nadeln sind lang und fest und wachsen paarweise. Die Zapfen der Kiefer sind braun und laufen spitz zu. Infolge ihres geselligen Auftretens bedecken die 70 Kiefernarten so große Flächen der Erdoberfläche wie keine andere Nadelholzgattung, obgleich die Verbreitung auf die nördliche Halbkugel beschränkt ist. In Deutschland spielt eine besondere Rolle die bis zu 40 Meter hohe Gewöhnliche Kiefer (Forche, Forle, Föhre, Pinus silvestris), mit der besonders die sandigen Böden des norddeutschen Flachlands bestockt sind und die etwa 45 % des deutschen Waldbestands bildet. Sie kommt auch in den Mittelgebirgen vor und erreicht in den Alpen eine Baumgrenze von 1.900 Metern. Das Holz dient als Werk-, Bau- und Brennholz. Außerdem ist der Harzgehalt für die Gewinnung von deutschem Terpentin von Bedeutung. Die zweite wichtige Kiefernart in Deutschland ist die Bergkiefer (Bergföhre, Pinus mugo), die bis zu 25 Meter hoch werden kann. Sie tritt in vier Unterarten auf, nämlich als Latsche (Knieholzkiefer, Pinus pumilio), als Krummholzkiefer (Legföhre, Pinus mughus) im Hochgebirge an der Baumgrenze, als aufrechte Moor-Spirke (Pinus rotundata) auf Mooren niederer Lage und als Berg-Spirke (Schnabelkiefer, Pinus rostrata) in den Karpaten, Alpen und Pyrenäen. Aus der Krummholzkiefer wird das Krummholzöl gewonnen. In den östlichen Alpen und in den südlichen Karpaten tritt die bis 45 Meter hohe Schwarzkiefer (Pinus nigra) bestandbildend auf (Name nach der grauschwarzen Borke). Die Nadeln der Schwarzkiefer sind länger und die Zapfen größer als bei der Gewöhnlichen Kiefer. Kiefern des Mittelmeergebietes sind die Strandkiefer (Pinus pinaster), die Aleppo- oder Seekiefer (Pinus halepensis) sowie die Pinie (Pinus pinea). Während alle bisher genannten Kiefern Kurztriebe mit zwei Nadeln aufweisen, gibt es eine Anzahl amerikanischer Kiefern mit dreinadeligen Kurztrieben, zum Beispiel Weihrauchkiefer (Pinus taedea), Sumpfkiefer (Pinus palustris), Gelbkiefer (Pinus ponderosa) und Pechkiefer (Pinus rigida). Zur Gruppe der Kiefern mit fünfnadeligen Kurztrieben gehören die Zirbelkiefer (Arve, Zirbel, Pinus cembra) in den Alpen und Karpaten bis 2.500 Metern Baumgrenze sowie in den nördlichen und nordöstlichen Ebenen Rußlands, die Montezumaskiefer (Pinus montezumae) in Mexiko sowie die Weymouthskiefer (Pinus strobus) und die Zuckerkiefer (Pinus lambertiana) in Nordamerika. Kiefernharz (Colophonium officinalis) als Harz der in Portugal heimischen Zirbelkiefer ist als "Geigenharz" oder "Colophonium" im Handel, um Violinbögen zu bestreichen, kann aber auch pur leicht selbst von einheimischen Kiefern gesammelt werden. Geigenharz wird aus Kiefernharz gewonnen. Während das Öl als flüchtige Komponente aus dem portugiesischen Kiefernharzbalsam abdestilliert wird, verbleibt das reine Harz zurück, welches sehr klebrig ist. Das Naturharz wird nach einem besonderen, altüberlieferten Verfahren mit dem Fettbestandteil Glycerin in einem Verkochungsprozeß abgewandelt. Es entsteht ein Harz mit sehr guter Wetterbeständigkeit und Elastizität. Seinen Namen hat Colophonium von der alten Stadt Kolophon in Libyen, wo besonders gutes Kiefernharz gewonnen wurde. Die Borke der Kiefer ist sehr stark von rötlichem Harz durchdrungen und verbreitet beim Verbrennen einen balsamischen, warm-harzigen Duft. Beim Räuchern riecht es etwas streng, hat aber eine feine, leicht zitrusähnliche Unternote. Kiefernharz wird heute durch Destillation der Kiefernbalsame hergestellt. Die Destillationsrückstände werde solange erhitzt, bis alles Wasser verdampft ist und eine harzige Masse übrigbleibt. Früher wurde die Rinde mit ihrem Harz kleingeraspelt oder in Form von Pulver verwendet. Kiefern sind heute auf der ganzen Welt verbreitet, aber der größte Teil des Geigenharzes stammt aus Portugal, wo mittlerweile vorzügliche Qualitäten produziert werden. In Marokko wird das Harz der Aleppokiefer als "Mutter der Menschen" bezeichnet und man gebraucht es für vielerlei medizinische und magische Räucherungen. Der balsamisch-warme, leicht zitronige, harzige Duft beim Verbrennen des Kiefernharzes soll vor magischen, krankmachenden Praktiken schützen und gilt als herzstärkendes Mittel. Kiefernräucherungen wirken wärmend, stärkend und aufbauend. Sie bringen die Seele und den Geist in Einklang, entspannen und kräftigen die Nerven. Außerdem wirken sie reinigend, desinfizierend, lösend, öffnend und klärend. Für rastlose, betriebsame, überreizte Menschen, die sich zuwenig Ruhe und Muße gönnen, ist es eine tiefe Erholung und Stärkung, mit Kiefernsprossen zu räuchern. Die Dämpfe des Kiefernharzes wurden verwendet, um die Lungen zu stärken und um schwächliche Kinder energetisch aufzuladen. Der Rauch wirkt antiseptisch und durchblutungsfördernd. Der Eigenduft der Kiefer ist sehr intensiv und geht auch in Mischungen nicht verloren. Die trockenen Kiefernsprossen brennen lichterloh und sind deshalb bevorzugt zerkleinert in Mischungen zu verräuchern. Harz ist natürlich noch besser, weil die Rauchentwicklung bei Sprossen sehr stark ist und das Holz mit verbrennt. Kiefernharz in Pulverform entfaltet dieselben Kräfte wie die ganzen Harzstücke. Das Pulver hat den Vorteil, daß es sich leicht mit anderem Räucherwerk mischen läßt und nicht mehr gemörsert werden muß. Es mischt sich zum Räuchern gut mit Weihrauch, Zeder, Sandelholz, Sadebaum, Besenginster, Damiana, Santakraut, Sage, Kampfer, Ingwer, Berberitze u.a. Kiefernharz ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Klatschmohn (Blüte) Klatschmohn

Klatschmohn (Papaver rhoeas) wurde schon 1500 v.u.Z. von den Ägyptern, Römern und Griechen verwendet. Blüten und Blätter, der aus dem Orient stammenden Pflanze wurde in 3.000 Jahre alten ägyptischen Gräbern gefunden. Vielleicht haben sie den alten Ägyptern als Sinnbild der Vergänglichkeit gegolten. In der Volksmedizin war er eine beliebte Heilpflanze für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Aus den Blüten wurde ein Sirup zubereitet, der gegen Husten und Schlafstörungen kleiner Kinder gebraucht wurde. Der Klatschmohnsaft aus den frischen Blättern soll beruhigend auf Kinder wirken. Ein Blütentee wurde bei Schmerzzuständen und Schlaflosigkeit getrunken. Im Volksglauben galt der Klatschmohn als Liebesorakel. Man schlug auf die Blütenblätter, und die Stärke des Knalls zeigt den Grad der Gegenliebe an. Das bulgarische Wort "Bulka" bedeutet gleichzeitig Braut und Klatschmohn. Mohn war der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter geweiht, und Brautpaare wurden deshalb mit Mohn überschüttet. Auch heute noch ist dies in einigen ländlichen Gegenden Brauch, allerdings wohl eher mit dem Wunsch, daß den Brautleuten das Geld nicht ausgeht. Die Wallonen nannten den Klatschmohn Donnerblume, da er vor Blitzschlag und Unwetter schützen sollte, indem er unter das Dach gelegt wurde. In der Antike wurde Klatschmohn verräuchert, um Haus und Hof vor jeglichem Unheil zu schützen. Zudem soll Klatschmohn erotisierende und aphrodisierende Eigenschaften besitzen, wenn er für Liebesorakel gebraucht wird. Klatschmohn wächst gerne auf Getreidefeldern, Schuttplätzen, Wegrändern und Böschungen und ist fast weltweit verbreitet. Klatschmohn mischt sich zum räuchern gut mit Rittersporn, Schlüsselblume, Tolubalsam, Hamamelis, Immortelle u.a.


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Klette (Wurzel) Klette

Schon bei Dioskurides stand die Klette (Arctium lappa) hoch im Kurs. Er empfahl sie bei Blutspeien und Lungengeschwüren. Die fein gestoßene Wurzel lindert Schmerzen bei Verstauchungen und Verrenkungen. In der Volksmedizin wurde sie äußerlich als Umschlag bei schlecht heilenden Wunden und innerlich bei Gicht, Rheumatismus, Harnsteinen und Ekzemen verwendet. Sehr beliebt war auch die Anwendung eines Klettenwurzelöls bei Haarausfall. Im Volksglauben galt die Klette als dämonenabwehrend, wenn sie an Johanni verräuchert wurde. Außerdem steckte man Kletten über das Tor, durch welches das Vieh ging, damit es nicht behext werden konnte. Es wurden Kletten aufs Dach geworfen, um böse Menschen fernzuhalten. Kletten wachsen an Wegrändern, Böschungen, Weiden und Schuttplätzen und sind in ganz Europa sowie West- und Nordasien heimisch. Typisch sind die mit den Klettenhaken versehenen, runden Samenkapseln, die hartnäckig in Kleidung, Haaren und Fell hängenbleiben. Klette mischt sich zum Räuchern gut mit Lavendel, Jaborandi, Berberitze, Damiana, Wiesenkönigin u.a.


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Knabenkraut (Wurzel)

Knabenkraut (Orchis majalis) galt schon in der Antike als Symbol für die Fruchtbarkeit und Liebeskraft. In der Volksmedizin wurde die Wurzel bei Durchfall und Magen- und Darmbeschwerden verwendet. Aus dem Orient stammt das Rezept des Saleppulvers. Dazu mußte die pulverisierte Knabenkrautknolle mit Honig und Wasser gekocht werden. Man nahm es zur Stärkung des durch Krankheiten geschwächten Körpers. Im Volksglauben nahm das Knabenkraut eine besondere Stellung ein. Im Mittelpunkt stehen die Liebes- und Fruchtbarkeitsriten. Das Räuchern der Wurzeln sollte die Liebe zurückbringen, den Zwist zwischen Eheleuten beheben, die Fruchtbarkeit fördern und die Liebeskraft stärken. In den Geldbeutel gelegt, sollte das Geld nicht ausgehen. Knabenkraut wächst gerne auf feuchten Wiesen, an Gräben, Quellsümpfen, sowie auf Flachmooren. Es ist in Mitteleuropa heimisch, steht aber unter Naturschutz, da es vom Aussterben bedroht ist, und sollte deshalb nicht aus der Natur gesammelt werden. Es sind mehrere Arten von Knabenkraut bekannt. Knabenkraut mischt sich zum Räuchern gut mit Rose, Cascarilla, Sandelholz, Veilchen, Besenginster u.a.


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Königskerze (Blüte und Blätter) Königskerze

Königskerze (Verbascum thapsus), auch Himmelsbrand genannt, war schon in der griechischen Antike eine bekannte Heilpflanze. Sie enthält Saponine, Schleim, Flavone und ätherische Öle. In der Volksheilkunde galten die Blüten als gutes Mittel für Erkrankungen der Atemwege, wie Husten, Bronchitis, Heiserkeit und Asthma. Äußerlich gebrauchte man sie als Umschlag bei Wunden, Ausschlägen und Hämorrhoiden. Königskerzenblätter wurden von Dioskurides zur Behandlung von Durchfall, Magenkrämpfen, Schwellungen, Geschwüren, Wunden, Augenentzündungen, Ekzemen und vielem mehr verwendet. Lonicerus gebrauchte sie bei Herzschwäche, Brustverschleimung und Fieber, innerlich und äußerlich gegen Wunden und Geschwülste jeder Art. Hildegard von Bingen setzte die Blätter der Königskerze als Heilmittel gegen Schwermütigkeit ein. Aus den getrockneten wolligen Blättern drehte man Lampendochte, der Flaum diente als Zunder. Die Pflanze wurde in Pech und Harz getaucht und diente so als Fackel. Im Brauchtum der Griechen wurden die Blätter zusammen mit den Blüten verräuchert, um böse Zauberkräfte und Dämonen abzuwehren und fernzuhalten. Von Aristoteles ist bekannt, daß er den Samen zum Fischfang benutzte. Das Öl wird als Haarwuchsmittel gerühmt. Als Amulett getragen, sollten die Wurzeln vor Krankheiten schützen. War man erkrankt, so mußte man sich mit Weihwasser besprenkeln, über der erkrankten Stelle das Kreuzzeichen machen und einen Segensspruch sagen. Die Königskerze ist ein typischer Kulturbegleiter. Man findet sie deshalb häufig in der Nähe von Menschen und deren Behausungen, überwiegend an sonnigen Mauern und Plätzen auf dem Lande. Königskerzen wachsen auf basischen, steinigen Böden an sonnigen Böschungen, Bahndämmen, Brachflächen und Schuttplätzen und können auch im Garten angebaut werden. Sie ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch. Die Königskerze wächst kerzengrade bis zu 2 Meter nach oben, und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe mit leuchtendgelben runden Blüten. Königskerzenblüten mischen sich zum Räuchern gut mit Kornblume, Klette, Hundszahngras, Eibisch, Raute, Kreuzblume, Mastix u.a. Königskerzenblätter lassen sich zum Räuchern gut mit Alraune, Pericon, Chodat, Kampfer, Benzoe Siam, Styrax mischen.


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Kolophonium

siehe Kiefer


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Koriander (Fruchtpulver) KorianderKoriandersamen

Koriander (Coriandrum sativum) dient dem Menschen schon seit prähistorischen Zeiten als Gewürz, Medizin und Räuchermittel. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und den mittleren Osten, insbesondere Nordafrika, Vorderasien und Türkei. Heute ist er in Europa und Westasien heimisch und wird überall angebaut. Der Name "Koriander" leitet sich von dem griechischen Wort "Kóris" (Wanze) ab, weil die Blätter und die unreifen Früchte angeblich wie zerquetschte Wanzen riechen sollen. Das aromatische, einjährige Kraut aus der Familie der Doldengewächse (Apiaceae) wird etwa einen Meter hoch und besitzt hellgrüne, feine Blätter und im Juli und August zahlreiche zierliche weiße Blüten, aus denen später runde grüne und dann braun werdende Samen hervorgehen. Im alten Ägypten wurde der Samen als Heilpflanze bei Schlaflosigkeit, als psychoaktiver Zusatz im Wein, als Bestandteil im Räucherwerk und zu religiösen Zeremonien benutzt. Er galt auch als Aphrodisiakum. Die alten Griechen und Römer schätzten ebenfalls seine aphrodisierenden und heilenden Eigenschaften und benutzten ihn darüber hinaus auch zum Aromatisieren von Wein. In der orientalischen, thailändischen und indischen Küche wiederum ist Koriander seit jeher ein äußerst beliebtes Küchenkraut, unter anderem, weil er den Fäulnisprozeß von Fleisch verzögert. So verleiht er beispielsweise als einer der wichtigsten Bestandteile von Curry-Mischungen zahlreichen indischen Gerichten seinen typischen, erdig-pfeffrigen Geschmack. Obwohl Koriander hin und wieder als "chinesische Petersilie" bezeichnet wird, gilt nicht China, sondern das Mittelmeergebiet und der Mittlere Osten als seine ursprüngliche Heimat. Im frühen Mittelalter gelangte er durch die Römer auch nach Mitteleuropa. Er wurde in französischen Klostergärten kultiviert, die Karmelitermönche etwa verwendeten ihn als Zusatz für ein Gesichtswasser, die Kartäuser und Benediktiner wiederum aromatisierten mit seinen Blättern ihre hochprozentigen Kräuterliköre. Heute wird die Pflanze hauptsächlich in Deutschland, Rußland, Ungarn und Bessarabien kultiviert. Sein Hauptbestandteil im ätherischen Öl ist Koriandrol. Koriander ist Bestandteil der sogenannten Yogi-Tees (siehe Kardamom). Beim Räuchern wirkt Koriander anregend und erwärmend auf das Gemüt, reinigend und klärend auf den Geist. Er verstärkt die menschlichen Energien und hilft bei Problemlösungen. Zum Räuchern läßt sich das Pulver leichter verwenden, da es sich besser mischen läßt als ein ganzer Samen. Zudem kann das Pulver leichter als Gewürz und Backzutat eingesetzt werden. Koriander verbreitet beim Räuchern einen süßen, holzig-würzigen, leicht moschusartigen Duft und mischt sich gut mit Salbei, Jasmin, Weihrauch, Sandelholz, Zeder, Kiefer, Zimt, Nelke, Benzoe, Moschuskörner, Kubebenpfeffer, Mönchspfeffer, Ingwer, Adlerholz, Bernstein, u.a.


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Kornblume (Blüte)

Kornblume war schon im antiken Griechenland als Heilpflanze bekannt. In der Volksmedizin war sie recht beliebt. Sie wurde zu Spülungen bei Mundfäule, Zahnfleisch- und Rachenentzündungen gebraucht. Bei Schuppen und Kopfgrind nahm man sie zu Kopfwaschungen. Die Blüten zu Brei zerquetscht oder als Saft verwendet, halfen bei eitrigen Wunden, Geschwüren und Blutungen. Im Volksglauben galt die Kornblume (Centaurea cyanus) als Augenpflanze. An Johanni wurde sie verräuchert, um die Gesundheit der Augen zu erhalten. Kornblume wächst auf Getreidefeldern, Wegrändern, Schuttplätzen und Straßenböschungen. Sie ist in ganz Europa heimisch. Kornblume mischt sich zum Räuchern gut mit Klatschmohn, Eisenkraut, Katzenminze, Hirtentäschel u.a.


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Kostus (Wurzel)

Kostus (Saussurea lappa Clarce) Aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler wachsen in großen Mengen in den Gebirgsketten des Himalaja und im Tal von Kashmir in Höhen von 2.500 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. Ihre Wurzeln haben einen scharfen Geschmack und einen besonders aromatischen Duft. In der ayurvedischen Medizin werden diese aromatischen Wurzeln (sanskrit: Pushkara) als allgemeines Stärkungsmittel sowie bei Appetitlosigkeit und bei verschiedenen Hautunregelmäßigkeiten verwendet. Im Ayurveda gilt die Kostuswurzel als Aphrodisiakum. Sie ist seit alters her eine wichtige Zutat für Räuchermischungen. Der holzige, schwere, erdige und animalische Duft wurde schon im alten Arabien sinnlichen Räuchermischungen beigegeben.


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Krauseminze (Blätter)

Krauseminze, auch Roßminze genannt, wird überall auf der Welt als Küchenkraut geschätzt. Die Griechen verwendeten sie bereits in der Antike zum Aromatisieren des Badewassers. Krauseminze wird ebenfalls therapeutisch genutzt. Sie kann auch als Tee verwendet werden. Beim Räuchern fördert Krauseminze die klare Sicht der Dinge, so daß Gedankennebel sich verflüchtigen und ein klarer, freier Blick möglich wird. Sie wirkt beruhigend auf die Nerven und beinhaltet Herzenswärme. Krauseminze wächst auf sonnigen, feuchten Böden und ist in Eurasien und Afrika heimisch. Krauseminze kann gut pur verräuchert werden. Der angenehme, würzig-krautige Minzegeruch mischt sich jedoch auch gut mit Lavendel, Eukalyptus, Jasmin, Basilikum, Rosmarin, Tolubalsam, Styrax u.a.


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Kreuzblume (Kraut)

Kreuzblume (Polygala vulgaris), auch Ramselblümchen genannt, galt schon im Mittelalter als Heilmittel für nervöse Beschwerden der Augen und wurde bei Bronchialleiden, Asthma und als Brechmittel gebraucht. Als Blutreinigungsmittel wurde sie geschätzt und bei Gicht, Rheumatismus, Wassersucht und Nierenleiden als Tee getrunken. Sie fand als bewährtes Mittel für Magenbeschwerden, Husten und Asthma Verwendung. Sie soll auch die Milchsekretion anregen und wurde stillenden Müttern gegeben. Im Volksglauben wurde die Pflanze in der Nacht vor dem 1. Mai gesammelt, weil dann die Hexen noch nicht die Wirkkraft zerstört hätten. In Lettland wurden kleine Kinder mit Kreuzblume beräuchert, wenn sie verzaubert, verhext oder von Dämonen besessen waren. Auch wurden die Kinder in einem Absud aus Kreuzblumen gebadet, damit sie wieder "rein" wurden. Kreuzblumen lieben magere, trockene Wiesen und Wegränder und sind im Gebirge Mittel- und Südeuropas heimisch. Kreuzblume ist eine Abart der chinesischen Pflanze Chodat (Polygala sibirica). Es ist nicht erforscht, ob die Wirkungen identisch, beziehungsweise ähnlich sind. Kreuzblume mischt sich zum Räuchern gut mit Colanuß, Ephedra, Fang K'uei, Kermesbeere, Copal u.a.


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Kreuzkraut (Kraut)

Kreuzkraut (Senecio fuchsia), auch Fuchskreuzkraut genannt, ist in Mexiko beheimatet, mittlerweile aber weltweit verbreitet. Es gibt ca. 60 Unterarten der Senecio und davon wiederum ca. 1.200 weitere Abarten. Die Indianer Südamerikas verwendeten das Kreuzkraut in Verbindung mit Peyote, um es gemeinsam zu konsumieren, da es ebenfalls halluzinogene Alkaloide enthält und die Kombination mit Peyote angenehmer für Magen und Darmtrakt wirkt als Peyote pur. Ein aus dem Kraut zubereiteter Tee gilt als Hausmittel für die Wundbehandlung und soll bei rheumatischen Beschwerden Erleichterung verschaffen. Die Schamanen der Indianer rauchten das Kraut in Verbindung mit Bärentraube, dem sogenannten "Kinnickinnik". Es soll so leicht halluzinogen wirken und bei Überdosierung angeblich Wahnideen erzeugen. Bei Stammesritualen wird Kreuzkraut als Tee getrunken und geräuchert, um die Seele für eine Wanderung in die Vergangenheit oder Zukunft vorzubereiten. Viele Kreuzkrautarten werden von den Indianern in Südamerika als rituelles Räucherwerk und als Opferblumen verwendet. Die Pflanzen werden dort "Cundur-Cundur" genannt und stehen mythologisch vermutlich mit dem Kondor, einem heiligen Tier der Indianer, in Verbindung. Kreuzkraut mischt sich zum Räuchern gut mit Bärentraube, Ska Maria Pastora, Giftlattich, Kalmus, Mönchspfeffer, Odermennig, Sinicuiche, Raute, Sage, Copal, Lions Tail, Chodat, Kreuzblume u.a.


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Kubebenpfeffer (Fruchtpulver)

Kubebenpfeffer (Piper cubeba), auch Schwanzpfeffer oder Stielpfeffer genannt, ist ein orientalisches Aphrodisiakum und Gewürz aus der Pflanzenfamilie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Die Indonesier bereiten daraus einen Liebestrank, indem sie die gemahlenen Körner in Weißwein ansetzen und ziehen lassen. Zum Ansetzen von Wein eignen sich die Körner bestens, ebenso als Gewürz. Medizinisch werden sie in Indien als Mittel gegen Amöbenruhr eingesetzt. Das Pulver soll Kreislaufanregend wirken und in Kräutertees verwendet werden können. Sogar Tabak wurde mit Kubebenpfeffer aromatisiert und Kosmetikartikel daraus hergestellt. Beim Räuchern wirkt Kubebenpfeffer stimulierend und anregend. Er vertreibt Antriebsschwäche und Trübsinn und bringt stockende Energien wieder in Fluß. Zum Räuchern sollten die Körner erst gemörsert werden, sonst verbrennen sie mit dickem Qualm. Kubebenpfeffer gedeiht auf Lößböden und bevorzugt schattige Lagen. Er ist in Süd-Indien und Sri Lanka verbreitet. Kubebenpfeffer riecht pur verräuchert etwas streng und brennt in den Augen. In Mischungen mit Galbanum, Lavendel, Rosmarin, Piment, Nelke, Sassafras, Elemi, Kardamom, Moschuskörner, Rose, Damiana, Besenginster, Lemongras u.a. kommt sein würzig-kampferähnlicher Geruch trotzdem zur Geltung.


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Kurkuma (Wurzelpulver)

Siehe Gelbwurz


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Labdanum (Harzessenz) Labdanum (Cistrose)

Labdanum (Cistus creaticus beziehungsweise Cistus ladaniferus) wurde auf Zypern der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Das wohlriechende Harz wurde bei Liebesritualen, zum Schutz bei Pest und um die Sinnlichkeit zu erwecken, verräuchert und wurde zur Morgentoilette verbrannt, um Kleider und Körper zu Beduften. in den Badehäusern und Tempel der Kreter brannte stets eine Räucherschale mit dem feinen Harz. Labdanum war eines der begehrtesten Harze der Antike und ist auch heute noch eine Rarität. Das Harz mit der höchsten Qualität kommt aus Kreta und hat einen besonders ambraartigen Duft mit einem Hauch Moschus. Es wirkt sinnlich, erotisch und aphrodisierend und läßt böse Geister ins Nichts verschwinden. Das gummiartige, ölige Harz wird vom Busch der Cistusrose, auch Cistrose, Zistrose oder Sonnenröschen genannt, gewonnen. Der Cistrosenstrauch aus der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) kommt ursprünglich aus den gebirgigen Regionen um das Mittelmeer und aus dem Nahen Osten. Cistrosen wachsen an felsigen Hängen und sind überwiegend im Mittelmeergebiet zu finden. Heute findet man ihn vor allem in Südfrankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Marokko, Zypern und im ehemaligen Jugoslawien. Der Strauch ist etwa drei Meter hoch und klebrig, mit lanzettenförmigen Blättern, deren Unterseite weiß und flauschig ist. Die Blüten sind weiß und duften. Früher wurde das Harz vom Fell der Ziegen abgekratzt, die gern unter den Büschen lagen und grasten, da an heißen Tagen die Drüsenhaare der Blätter und Zweige das aromatische, klebrige Harz absonderten. Heute wird es durch Destillation der Zweige hergestellt. Das Harz hat einen herben, holzigen Geruch. Es läßt sich schwer zerkleinern und portionieren, da es aus einer zähen klebrigen Masse besteht. Es hat sich bewährt, einen Harzklumpen mehrere Stunden ins Gefrierfach zu legen. Danach läßt es sich wunderbar schneiden oder reiben. Labdanum bezaubert durch seinen warmen, süßen, trocken-krautigen, moschusähnlichen Duft. Es eignet sich hervorragend um auf innere Reisen zu gehen. Durch seinen komplexen Duft lassen sich Bilder, und Gefühle noch einmal erleben. Labdanum mischt sich zum Räuchern gut mit Kalmus, Opoponax, Lavendel, Zeder, Sandelholz, Patchouli, Weihrauch, Kamille, Adlerholz, Rose, Styrax, Tragant, Myrrhe u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Lärche (Harz)

Lärchenharz war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein noch unter der Bezeichnung "Venetionisches Terpentin" in Apotheken erhältlich und wurde zu medizinischen Zwecken verräuchert. Es hilft bei Katarrhen und trägt zur Kräftigung der Atmungsorgane bei. Ansonsten ähnelt es in Anwendung, Geruch und Wirkung dem Kiefernharz. Das Harz ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Lapacho (Rinde)

Lapacho (Tabebuia avallana), auch Ipe-Holz genannt, ist als Heilmittel gegen Krebs bekannt und wirkt insbesondere auch bei Hefepilzen (Candida). Neuesten Erkenntnissen zufolge soll die Rinde auch bei HIV-Erkrankungen und Leberleiden wirksam sein. Sie verströmt einen angenehmen Duft beim Räuchern und wurde von den Schamanen als Duftkomponente in ihren Räuchermischungen beigefügt. Lapacho gilt als Aphrodisiakum und wirkt anregend auf Körper, Seele und Geist. Die Rinde kann gut als Tee verwendet werden. Lapacho wird auch in der Bäckerei eingesetzt und zu sogenanntem Inkabrot verarbeitet, welches hervorragend schmeckt. Lapacho ist in Südamerika heimisch. Lapacho mischt sich zum Räuchern gut mit Copaibalsam, Angostura, Zeder, Damiana, Labdanum, Elemi, Raute u.a.


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Lavendel (Blüte) Lavendel

Lavendel (Lavandula angustifolia oder L. officinalis) ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Volksheilmittel und eine Zauberpflanze. Man verwendete ihn als Duftspender für Wäsche, vor allem aber zur Insektenabwehr und als Magentonikum. Lavendel findet vielerlei Verwendung in Kosmetika und Medizin. In Räucherungen wirkt Lavendel stark desinfizierend, reinigend und klärend. Er besänftigt Gefühle, beruhigt und entspannt die Nerven, vertreibt schlechte Gedanken und böse Geister und kann helfen klare Gedanken zu fassen, zu ordnen und Struktur zu schaffen. Es entsteht eine Atmosphäre von Reinheit, Frische und Ordnung, und der Seelenhaushalt kommt wieder ins Gleichgewicht. Es wirkt beruhigend und ausgleichend auf Körper und Seele und hat die Fähigkeit, positive Kräfte anzuziehen. Die Pflanze ist für viele der Inbegriff von Sauberkeit und Ordentlichkeit. Lavendel aus der Familie der Lippenblütler (Labiatae) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute wird er überall angebaut, vor allem aber im Süden Frankreichs. Die immergrüne, holzige Pflanze wird bis zu einem Meter groß. Die hellgrünen, schmalen Blätter und die blauvioletten Blüten duften stark. Es gibt viele verschiedene Lavendelarten mit unterschiedlich starken Blautönen der Blüten. Je dunkler das Blau der Blüte, um so intensiver ist der Geruch. Lavendel kann sehr gut pur verräuchert werden. Der Eigenduft ist angenehm, macht sich aber auch im Mix mit Zeder, Nelke, Salbei, Kiefer, Labdanum, Patchouli, Styrax u.a. sehr gut.


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Leberkraut (Kraut)

Leberkraut (Hepatlca nobilis), auch Leberblümchen genannt, war im Mittelalter, wie der Name schon sagt, vor allem als Leberheilmittel geschätzt. Es galt aber auch als wundheilend, blutreinigend und harntreibend. In der Volksmedizin wurde es bei Leber-, Milz-, Blasen- und Lungenkrankheiten eingesetzt äußerlich diente es als Umschlag bei Wunden, Geschwülsten, Ausschlägen und Ekzemen. Auch bei Lungentuberkulose fand es Verwendung. Im Brauchtum gehörte das Leberkraut zu den Frühlingsblumen, die gegen das Fieber helfen sollten. Man mußte dazu die drei ersten im Jahr gefundenen Blüten verschlucken, dann war man das ganze Jahr vor Fieber geschützt. Die Griechen weihten die pflanze Adonis, aus dessen Blut sie entsprossen sein soll, nachdem er von einem wilden Eber getötet wurde. Die Bauern rieben und räucherten ihre Milchgefäße mit dem Kraut aus, dann sollten die Kühe besonders viel Milch geben. Die Gänge und Zimmer von Krankenhäusern wurden mit Leberkraut ausgeräuchert, damit sich keine Krankheitskeime niederlassen sollten. Das Kraut wirkt reinigend, desinfizierend und erfrischend. Leberkraut wächst in Nadel- und Laubmischwäldern, meist auf kalkigen Böden und ist in ganz Europa verbreitet. Leberkraut mischt sich gut mit Eisenkraut, Huflattich, Brennessel, Petersilie, Helmkraut u.a.


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Lemongras (Kraut)

Lemongras (Cymbopogon citratus) oder Zitronengras ist ein hauptsächlich in Ägypten vorkommendes Süßgras (Graminaceae). Es wächst aber auch auf Sri Lanka, in Madagaskar, Afrika, Haiti, Jamaika und Guetemala. Das ostindische Zitronengras (Cymbopogon flexuosus) stammt aus der Region um Travankur in Indien. Es wurde in der traditionellen Medizin Indiens bei Infektionskrankheiten und Fieber eingesetzt. Beim Räuchern übt es eine beruhigende Wirkung auf das Zentralnervensystem aus, wirkt reinigend, klärend, insektenabwehrend und erzeugt eine optimistische Stimmung. Es bringt wie ein Sonnenstrahl, der unvermittelt auf die Seele fällt, Klarheit und Frische in festgefahrene, ermüdende Situationen. Kaum jemand kann sich dieser Ausstrahlung entziehen. Lemongras wächst auf trockenen Böden in offenen Lagen und Plätzen. Es ist ein schnell wachsendes, schlankes, aromatisches Tropengras, welches das ganze Jahr über gedeiht. Es wird bis 1,5 Meter groß und entfaltet ein umfangreiches Wurzelnetz, das den Boden rasch auslaugt. Es verbreitet einen frischen, grasigen Zitrusduft und kann allein verräuchert werden. Es mischt sich aber auch gut mit Mastix, Styrax, Lavendel, Eisenkraut, Passionsblume, Helmkraut, Labdanum, Giftlattich, Sumpfporst, Sadebaum, Kornblume u.a.


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Liebstöckel (Blätter, gerebelt und Wurzel) Liebstöckel

Liebstöckel (Levisticum officinale) war schon im Altertum als Heil- und Gewürzpflanze in Gebrauch. Dioskurides nennt ihn ein harntreibendes, verdauungsförderndes, erwärmendes Mittel. Hildegard von Bingen benutzte ihn bei Halskrankheiten mit großem Erfolg. Bock verwendete ihn bei Magenbeschwerden, Vergiftungen, Geschwüren, Geschwülsten, Schwindsucht, Schlangenbissen und Verwundungen. Die Volksmedizin übernahm viele dieser Anwendungen. Heiße Milch mit Liebstöckel wurde bei Halsschmerzen verabreicht. Wegen seines Aromas nennt man ihn auch Maggikraut. Im Volksglauben ist Liebstöckel eine Zauberpflanze und wurde verbrannt, um die bösen Geister zu vertreiben. Am Johannistag wurde er in jeden Trank gegeben, damit die Hexen Mensch und Tier nichts anhaben konnten. Er war auch eine Pflanze für den Liebeszauber und wurde rituell verräuchert. Wer außerdem noch eine Pflanze bei sich trug, dem war Glück in der Liebe sicher. Die ursprüngliche Heimat des Liebstöckels ist Südeuropa. Er wächst auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden. Liebstöckelblätter mischen sich gut mit Estragon, Ysop, Thymian, Asant, Quendel, Basilikum, Klette, Sage, Myrrhe u.a. Die Wurzel dieser Pflanze wird genauso wie die Blätter eingesetzt. Liebstöckelwurzel mischt sich zum Räuchern gut mit Alraune, Kerbel, Buchsbaum, Salbei, Petersilie u.a.


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Linde, silber (Blüte) Linde

Die Linde (Tilia europaea) ist seit der Antike als Heilmittel bekannt. Plinius verwendete Lindenblüten gegen Aussatz. Bock und Matthiolus setzten sie bei Durchfall und zur Wundbehandlung ein. Lindenblütentee zählte zu den bekanntesten volksmedizinischen Rezepten. Er wurde bei Erkältungskrankheiten, Husten, Blasen- und Nierenleiden und Kopfschmerzen getrunken. Die nervenberuhigende und krampflösende Wirkung machte man sich bei Unruhezuständen und Nervosität zunutze. Als Mittel gegen Migräne und für unruhige Kinder wurde ein Bad genommen, dem man Lindenblüten zusetzte. Lindenblütentee eignet sich ganz besonders bei Erkältungen und grippalen Infekten, bei denen eine Schwitzkur angezeigt ist. Die schweißtreibende und die körpereigenen Abwehrkräfte aktivierende Wirkung des Lindenblütentees zählt zu den bekanntesten Volksmedizinischen Rezepten. Im Volksglauben galt die Linde als heilig und wurde Frigga, der Göttin des häuslichen Glücks und der Liebe, geweiht. Um Glück und Wohlstand zu erreichen und um Dämonen und Hexen abzuwehren, wurden Lindenblüten von den Germanen und Slawen verräuchert. Unter einer Linde wurde früher Gericht gehalten oder das Volk versammelte sich zum Tanz und Spiel. Linden wachsen in sommerwarmen Laubmischwäldern und werden oft als Allee- und Dorfbaum gepflanzt. Sie sind in Europa, Westsibirien und Kleinasien heimisch. Linde mischt sich gut mit Ringelblume, Himbeere, Bärentraube, Huflattich, Kreuzblume, Guajakholz, Dammarharz u.a.


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Ling Chih (Pilze)

Der Ling Chih (Ganoderma lucidum) ist ein sehr seltener, verholzter, niemals verderbender Pilz. Sein Name bedeutet "göttlicher Pilz der Unsterblichkeit". Er gilt als Symbol des ewigen Lebens, der vollkommenen Weisheit und des glücklichen Schicksals und ist eines der 120 göttlichen Kräuter. Wer ihn findet und ißt, soll unsterblich werden. Von den taoistischen Alchemisten wurde er wegen seiner Zauberkräfte besungen. Er verleiht ewige Jugend, macht unsterblich, schenkt vollkommene Gesundheit und ist ein gutes Omen. Der Pilz heißt auf japanisch Reishi und wird wegen seiner extremen Seltenheit auch Phantompilz genannt. In Japan findet man ihn fast ausschließlich als Schmarotzer auf Pflaumenbäumen oder gerade abgestorbenen Stämmen von Laubgehölzen. Wenn er in einer sehr dunklen Umgebung aufwächst, bekommt er die Gestalt eines Geweihhornes. Solche Reishipilze haben besonders viel Zauberkraft und sind zu Höchstpreisen gehandelte Aphrodisiaka und Amulette. Als Amulett wird er über Eingangstüren gehängt oder von Personen mitgeführt und hält so alles Böse ab und zieht das Gute an. In einem alten japanischen Text heißt es: "Wenn du ihn regelmäßig ißt, wird er deinen Körper erfrischen und das Altern aufhalten. Er wird dein Leben verlängern und du wirst einer der legendären Zauberer werden". Ein Pilzextrakt wirkt herzstärkend, leberschützend, sexuell stimulierend, tonisierend, nervenschonend, heilsam bei chronischer Bronchitis, Magengeschwüren, Leberentzündungen, Gelenkentzündungen, Bluthochdruck. In der chinesischen und japanischen Volksmedizin findet er seit ca. 4.000 Jahren, unter anderem, bei der Behandlung von chronischer Hepatitis, Arthritis, Bronchitis und Asthma Verwendung. In Japan wird er als hochwirksames Krebstherapeutikum klinisch eingesetzt. Aus dem Pilz wurden starke Aphrodisiaka gebraut. Schamanen haben seinen Wert auch beim Räuchern erkannt und verwenden ihn bei ihren heiligen Zeremonien, inhalieren den Rauch und versetzen sich in die Anderswelt. Heute zählt der Pilz zu den gesuchtesten Heilmitteln. Ling Chih mischt sich zum Räuchern gut mit Eisenkraut, Fo Ti Tieng, Ginkgo, Ginseng, Galanga, Sassafras, Damiana u.a.


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Lions Tail (Kraut)

Lions Tail, auch Löwenschwanz oder Wild Dagga genannt, wird von den Hottentotten und Buschleuten verwendet. Die harzigen Blätter oder das von den Blättern gekratzte Harz wird pur oder mit Tabak vermischt geraucht. In Nordkalifornien ist das Rauchen des Krautes inzwischen weit verbreitet und kommt immer mehr in Mode. Der recht waldig-erdig schmeckende Rauch hat eine leicht euphorisierende Wirkung. Es wird sogar behauptet, die Pflanze solle halluzinogen wirken. Studien darüber gibt es keine. Im östlichen Südafrika und in der Karibik ist der Gebrauch von Lions Tail ebenfalls weit verbreitet. Die Schamanen der Stämme verräuchern das Kraut bei ihren Riten und Zeremonien. Es dient der Wahrheitsfindung und soll Klarheit in die Gedanken bringen. Der Strauch ist ursprünglich in Südafrika beheimatet, ist aber auch in Indien, Kalifornien, Mexiko und der Karibik zu finden. Lions Tail mischt sich zum Räuchern gut mit Pericon, Schachtelhalm, Giftlattich, Indianertabak, Kreuzkraut, Bachminze u.a.


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Lorbeer (Blätter) Lorbeer

Lorbeer (Laurus nobilis) war den Griechen heilig. Die schöne Nymphe Daphne wurde von ihrer Mutter Gaia in einen Lorbeerbaum verwandelt, als Apollo sie begehrte. Nachdem er als Sieger nach seinem Kampf mit dem Drachen Python in Delphi einzog, trug er einen Lorbeerkranz als Siegeszeichen. Seitdem kündet der Lorbeer als Siegeszeichen von Ehre und Ruhm. Lorbeerblätter waren eines der wichtigsten der in Delphi benutzten Räuchermittel für Orakel und war Apollo heilig. Die Seherinnen von Delphi schliefen auf Lorbeerblättern um ihre Sehergabe zu stärken. Der Rauch wurde inhaliert, um die wahren Ursachen von Krankheiten zu erkennen. Diese Divinationsmethode wurde Daphnomantie genannt. Um prophetische Voraussagen machen zu können, wurde Lorbeer mit anderen Kräutern gemischt und verräuchert. Dabei wurde der Rauch inhaliert, bis das Medium in Trance verfiel. Lorbeer kann, vor dem Schlafengehen geräuchert, prophetische Wahrträume erzeugen beziehungsweise die Traumerinnerung schärfen. Für mantische Zwecke soll eine Räucherung mit Thymian und Weihrauch gemischt geeignet sein. Lorbeer wirkt stimmungsaufhellend und klärend, steigert die Fähigkeit außersinnlicher Wahrnehmungen und Kräfte und hilft gegen negative Gedanken und Einflüsse. Er verbreitet eine belebende, feierliche und würdevolle Stimmung und wird bei Minderwertigkeitsgefühlen gebraucht und eingesetzt. Lorbeersträucher und -bäume aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) sind im gesamten Mittelmeerraum heimisch und wächst dort überwiegend in feuchten Felstälern. Besonders in Frankreich, Spanien, Marokko, auf dem Balkan und in der Türkei wird er in großem Umfang angebaut. Der Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder Baum, der eine Höhe von 20 Metern erreichen kann. Er trägt glänzende, sattgrüne, lederartige Blätter, eine schwarzgrüne Rinde und schwarze Beeren. Lorbeer sollte nur in geringen Mengen in Mischungen (zum Beispiel mit Mastix) verbrannt werden, denn seine starke Rauchentwicklung ist ziemlich beißend, weil die Blätter bis zu 30 % fettes ätherisches Öl enthalten. Er mischt sich gut mit Kiefer, Zeder, Wacholder, Mastix, Thymian, Salbei, Rosmarin, Weihrauch, Bilsenkraut, Labdanum, Lavendel, Stechapfel, Sage u.a.


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Löwenzahn (Wurzel) Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxacum officinalis) ist schon seit dem 11. Jahrhundert als Heilpflanze bekannt. Der arabische Arzt Avicenna setzte ihn bei Galle- und Leberleiden, Durchfall, Fieber, Seitenstechen und hitzigem Gliederweh ein. In der Volksmedizin wurde er besonders bei Gelbsucht, Wassersucht, Augenkrankheiten, Gallensteinen und oben genannten Krankheiten verwendet. Löwenzahntee wirkt aktivierend auf die Nieren, Leber, Bauschspeicheldrüse und Galle (bremst die Gallensteinbildung), regt den Stoffwechsel an, ist harntreibend, lindert rheumatische Beschwerden und Gicht. Löwenzahn ist keineswegs giftig, wie manche meinen. Lediglich der Milchsaft im Stengel ist unangenehm klebrig, weswegen man die Stengel nicht verwendet. Blüten, Blätter und Wurzeln können gegessen oder zu Tee aufgebrüht werden (am besten alle drei Anteile zugleich). Löwenzahn kann in der Küche zu Salat und die Blüten zu Honig (Blütenblätter mit Zuckerwasser, etwas Zitrone und Vanille aufkochen, 20 Minuten ziehen lassen, abseihen und sanft einkochen) verarbeitet werden. Der Löwenzahn hat seinen Namen durch die zahnförmigen Blattränder. Sein lateinischer Name Taraxacum geht auf "tarakshaqum" (arab.: bitteres Kraut) zurück. Wegen seiner harntreibenden Wirkung nennt man ihn auch Pissblume (Bergisches Land), Seichkraut (Bayern), Bettsoicher (Schwaben), Bettpisser und Bettsäächer (Pfalz), Bettseicher oder Bettsaier (Saarland), piss en lit (franz.: piss ins Bett), Hundsblume, Pisser und Bettnässer. Ansonsten heißt er Pusteblume, Hundeblume, in nördlichen Regionen Deutschlands Butterblume (Butterblume werden verschiedene Pflanzenarten genannt), Kuhblume, Maiblume oder Milchscheck, in Thüringen volkstümlich auch Milchbusch, im Schweizerischen auch Saublueme, Schwiiblueme, Säutätsch oder Chrottepösche. In Teilen der Eifel heißt der Löwenzahn Eierpetsch und Backenzahn. Im Altertum wurde Löwenzahn mit Schafgarbe und anderen Kräutern zusammen verräuchert. Er sollte Krankheitserreger vernichten, die Atmosphäre klären, sowie Schutz vor Hexen, Dämonen und bösen Zaubern gewähren. Löwenzahn läßt sich gut mit Schafgarbe, Leberkraut, Huflattich, Knabenkraut, Weißdorn, Spitzwegerich u.a. verräuchern.


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Lungenkraut (Kraut) Lungenkraut

Lungenkraut wird im Volksmund auch Brunneschüsseli, Fleckenkraut, Güggelhose, Hirschkoze, Königsstiefel oder Waldochsenzunge genannt. Die alten Griechen verräucherten Lungenkraut in Krankenhäusern und Spitälern, und mit Weihrauch gemischt in Kirchen und bei Leichenbestattungen. Es heißt, es sei keimtötend und desinfizierend. Krankheitsgeister und Dämonen sollen durch den Rauch vertrieben werden. Lungenkraut mischt sich zum Räuchern gut mit Salbei, Weihrauch, Goldmohn, Lavendel, Copal, Lemongras u.v.a.


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