Das Räuchern Räucherstoffe M - O |
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Macis (Blüte)
Macis (Myristica fragans) sind die Blüten des Muskatnußbaumes, und dieser gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. In Indien wird Macis als Gewürz, Rauschmittel und Medizin genutzt. Im Orient gilt Macis als Potenzmittel. Macis wirkt stark anregend auf die Willenskräfte des Menschen. Die Inder räuchern Macis bei Besessenheit, um die Dämonen auszutreiben. Bei Entschlußlosigkeit und Apathie hilft Macis durch seine anfeuernde Wirkung, mit wilder Entschlossenheit den ersten Schritt aus dem Teufelskreis zu tun. Es mobilisiert die Kraft für ein zielgerichtetes Handeln. Außerdem wirkt Macis appetitanregend, magenstärkend und antiseptisch. Geräuchert wird es bei Schwächezuständen und Infektionen. Macis wächst in feuchten, tropischen Küstenbereichen und ist auf den Molukken heimisch. Macis mischt sich zum Räuchern gut mit Kubebenpfeffer, Majoran, Thymian, Beifuß, Sage, Alraune, Stechapfel u.a. |
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Maiglöckchen (Kraut) 
Maiglöckchen (Convallaria majalis) wird in der Homöopathie zu einem ausgezeichneten Herzmittel verarbeitet, das bei nervösen Halsbeschwerden und nervösem Herzklopfen hilft. Früher nahm man an, die Pflanze könne Gicht kurieren, Herzflattern beheben sowie Sprach- und Erinnerungsvermögen wieder herstellen, wenn man den Rauch verbrannter Blätter und Blüten inhaliert, der angeblich den Kopf frei macht. Die Indianer verwendeten Maiglöckchenkraut in ihren Tabaksmischungen und rauchten es, um mit Manitu in Kontakt zu treten. Maiglöckchen verströmt einen feinen Duft und wird viel in der Kosmetik zur Parfümherstellung gebraucht. Es sollte nicht eingenommen werden, da es zu den giftigen Pflanzen zählt und bei Überdosierung zum Tod führen kann. Maiglöckchen wachsen gerne in Buchenwäldern, an warmen Gebüsch- und Waldrändern und werden in Gärten kultiviert. Die Pflanze ist in Europa heimisch. Maiglöckchen mischt sich zum Räuchern gut mit Rose, Sandelholz, Benzoe, Perubalsam, Rainfarn, Thuja, Mastix u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Majoran (Kraut, gerebelt)
Majoran (Origanum majorana), auch als Bratenkräutel, Gartenmajoran, Gartendost, Kuchelkraut, Mairan, Miran oder Wurstkraut bekannt, wurde schon in biblischen Zeiten für Räucheropfer verwendet, ist in der Bibel als Räucherstoff erwähnt und gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Beim Räuchern vermittelt Majoran Kraft und Mut, bringt verausgabte Energien zurück und ist stark reinigend für den Astralkörper. Er wirkt entspannend und beruhigend auf das Nervenkostüm, hilft bei Trauer, Leid, Angst und Verzweiflung und stabilisiert verlorenes Gleichgewicht. In der Medizin wurde Majoran vielseitig genutzt und wird heute allgemein als Gewürz geschätzt. Majoran aus der Familie der Lippenblütler (Labiatae) ist im ganzen Mittelmeerraum ist heimisch. Er wächst auch in Indien, Ägypten und Nordafrika. Der Majoran ist eine zarte, mehrjährige Buschpflanze, die bis zu 60 Zentimeter groß wird. Er hat einen behaarten Stengel, dunkelgrüne, ovale Blätter und kleine, grünlichweiße Rispen. Der warme, holzige, stark würzige, kampferähnliche Geruch von getrocknetem Majoran verliert auch in Räuchermischungen mit Lavendel, Rosmarin, Kamille, Zypresse, Zeder, Eukalyptus u.a. seine persönliche Note nicht. Zusammen mit Myrrhe, Mastix und Weihrauch ergibt sich eine stark beruhigende, gegen Streß und Nervenbelastung wirkende Mischung, die zur Reinigung der Aura verwendet werden kann. |
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Malve (Blüte) 
Die Malve (Malva silvestris), auch als Käspappel, Schwellkraut, Zigerli, Roßpappel, Feldmalve oder Katzenkäse bekannt, war schon in der Antike als Heil-, Nutz- und Gemüsepflanze in Gebrauch. Dioskurides setzte sie bei Darmproblemen, Wespen- und Skorpionstichen, als Geburtshelfer und bei Halsentzündungen ein. In der Volksheilkunde wurde sie bei Bronchitis, Katarrh, Heiserkeit, Hautausschlägen, Furunkeln, Insektenstichen und Hämorrhoiden verwendet. Aus den jungen Blättern kann ein Salat zubereitet werden. Die Malve wurde verräuchert, um Fruchtbarkeit zu erlangen, gesunde Kinder zu gebären und Schutz vor Krankheit, Unglück und allem Bösen zu haben. Malve mischt sich zum Räuchern gut mit Rose, Acker-Gauchheil, Kalmus, Angelika, Weihrauch, Zeder u.a. |
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Mandelbaum (Harz) 
Die goldgelben bis rötlichen, teils transparenten Harztränen des Mandelbaumes (Prunus dulcis) wurden schon im alten Delphi von den Griechen als Räuchermittel verwendet. Mandelharz bezaubert durch seinen feinen Duft und vertreibt böse Geister, Hexen und Zauberer. Es hat desinfizierende, reinigende und klärende Eigenschaften. Der Duft von Mandelharz soll angeblich die Fähigkeit besitzen, Herzen zu verbinden, das Liebesleben zu versüßen, die Menschen für Mitgefühl zu öffnen und das Einfühlungsvermögen zu verfeinern. Die Griechen verbrannten es bei ihren Zeremonien und Feiern. Es wurde gegen Krankheitsgeister in allen Gassen von Delphi verbrannt, damit die Pest keinen Einzug halten konnte. Mandelharz mischt sich zum Räuchern gut mit Sandelholz, Damiana, Myrte, Eisenkraut, Zeder, Copal u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Mandrake (Wurzel) 
Mandrake (Podophylum peltatum beziehungsweise P. emodi), auch Maiapfel oder American Mandrake genannt, ist im östlichen Nordamerika heimisch. Die Indianer dieser Gebiete benutzten die Wurzel als ein hochwirksames Mittel gegen Darmparasiten. Sie fertigten Amulette daraus und verwendeten sie als Zaubermittel. Heutzutage spielt die Mandrakewurzel im nordamerikanischen Voodoo-Glauben eine wichtige Rolle als Liebeszauber und Amulett. Ein Wurzelstück sollte man bei sich in der Hosentasche tragen, sie darf von niemand anderem außer seinem Besitzer berührt werden, damit die Vibrationen nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Die Wurzel soll Glück in der Liebe bringen, begehrlich machen, für Reichtum sorgen und vor bösem Zauber, Zaubersprüchen, dem bösen Blick und Dämonen schützen. Wird die Wurzel verloren, wird man Pech erdulden müssen, so heißt es. Die Schamanen der Indianer räucherten die Wurzel bei ihren Stammesriten, um mit den guten und wohlwollenden Geistern kommunizieren zu können. Sie fielen dabei in Trance und betraten die Nebenwelt, die kein normal Sterblicher betreten kann. In Südostasien wird die Pflanze mit anderen Kräutern zu psychoaktiven Räucherwerk vermischt. Aus den Samen wird in Indien ein alkoholisches Getränk gebraut. Mandrake soll auch geraucht werden können, schmeckt pur aber nicht besonders. Sie wirkt leicht marihuanaähnlich, euphorisierend und stimuliert den Energiefluß. Mandrake sollte nicht innerlich eingenommen oder als Tee verwendet werden, da die Wurzel Gifte enthält, die furchtbare Magenkrämpfe hervorrufen und zu Erbrechen, Unruhe und Durchfall führen. Mandrake mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Sinicuiche, Stachelmohn, Pericon, Schachtelhalm, Styrax u.a. Die Wurzel ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Mariendistel (Kraut) 
Die Mariendistel (Silybum marianum), auch Christi Krone, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Stechkörner oder Marienkörner genannt, war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt. Dioskurides benutzte sie bei Seitenstechen und als Brechmittel. Sie galt als wassertreibend, steintreibend, milchfördernd und half bei Zahnschmerzen. In der Volksmedizin wurde sie bei Steinleiden, Harnwegsstörungen, Magenproblemen, Zahnschmerzen und vor allem bei Leberkrankheiten und Lungenleiden eingesetzt. Bei akuten Leberschädigungen soll ein Tee mit Mariendistel Wunder wirken. Der Wirkstoff Silymarin schützt die Leberzellen vor Giften, die durch Alkohol- und Drogenmißbrauch, chronische Gelbsucht oder Kadmiumvergiftungen hervorgerufen wurden. Das Kraut kann verräuchert werden, es riecht angenehm. Geschichtlich ist allerdings nichts bekannt. Das Verbrennen dieser Pflanze bewirkt einen frischen Geist. Gelegentlich wird die Mariendistel mit Stachelmohn verwechselt. Mariendistel wächst verwildert an warmen, trockenen Waldrändern, Böschungen und Brachflächen. Sie ist im mediterranen Südeuropa, Westasien und Nordafrika heimisch, wo sie sonnige Lagen und nahrhafte Böden liebt. Mariendistel mischt sich zum Räuchern gut mit Boldo, Ringelblume, Taubnessel, Sonnenhut, Andorn, Rosmarin, Leberkraut, Weihrauch, Erdrauch, Mastix u.a. |
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Mastix (Harzerbsen)
Mastix (Pistacia lentiscus) kommt ursprünglich aus Griechenland von der Insel Chios. im östlichen Ägäischen Meer. Der Süden der Insel ist die einzige Region, wo Mastixsträucher wachsen, die auch Mastix produzieren. Es ist der luftgetrocknete Harzsaft der Mastixpistazie, ein immergrüner Baum mit harzreicher Rinde. Noch heute verwenden die Griechen das Harz zum Aromatisieren von Wein, Gebäck und Ouzo. Für die Altarweihung wird Mastix mit Aloe, Thymian, Fichte und Weihrauch gemischt und geräuchert. Im europäischen Okkultismus wurde Mastix der Sonne zugeordnet und zur Erweckung des zweiten Gesichts, sowie zur Geisterbeschwörung verräuchert. Der Rauch stärkt die geistigen Kräfte, verfeinert und klärt die Ausstrahlung des Anwenders. Beim Verbrennen verströmt es einen klaren, angenehm belebenden, leichten, balsamischen, frischen, zitronigen, zartätherischen Duft. Es reinigt, klärt und macht innerlich wach. Sein Duft läßt nach oben schauen und vermittelt ein Gefühl der Helle. Von der Mastix-Räucherung heißt es, daß sie hellsichtig werden läßt, die Intuition stärkt, zur Stärkung übersinnlicher Kräfte beiträgt, Meditationen unterstützt und den Menschen für Visionen öffnet. Mastix eignet sich auch zum Räuchern bei depressiver Stimmungslage, wenn man sich schwer und bedrückt fühlt. Neben der aphrodisierenden Wirkung soll es zur Stärkung übersinnlicher Kräfte beitragen. Mastix war früher schon Bestandteil der berühmten altägyptischen Kyphi-Mischung. Im Osten wird Mastix zur Herstellung von Konfekt und Stärkungsmitteln gebraucht. Noch heute wird das Harz im Krankheitsfall bei Kindern eingesetzt und zur Erfrischung des Atems gekaut. Im Westen findet Mastix in der Lackindustrie und in der Zahnheilkunde Verwendung. Mastix ist ein gutes Räuchermittel um lästige Insekten, Flöhe, Läuse und Wanzen fernzuhalten. Da Mastix mit zu den teuersten Räucherharzen gehört, ist es schwierig zu bekommen, der Versuch lohnt sich aber. Mastix verbrennt mit einer feinen, weißen Rauchentwicklung. Für Mischungen ist es eigentlich zu schade, aber es mischt sich gut mit Dammarharz, Weihrauch, Lavendel, Orange, Lemongras, Poleiminze u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Melisse (Blätter) 
Melisse (Melissa officinalis) oder Zitronenmelisse gehört mit zu den ältesten, bekannten Heilpflanzen, Paracelsus bezeichnete sie als Lebenselixier. Sie wurde als ein Gemüt und Herz stärkendes Mittel gepriesen. Sie wird bei Allergien, Insektenstichen, Asthma, Bronchitis, Migräne und vielen anderen Problemen verwendet. Die Melisse wurde innerlich als Tee und äußerlich in Bädern und Waschungen verwendet. Das Öl fand als wohlriechender Zusatz zu spirituösen Einreibungen Verwendung. Melisse wird als Schutzräucherung und gegen negative Einflüsse verbrannt. Sie soll die Abwehrkräfte stärken und bei Überreizung durch Streß wirksam sein, soll helfen materielle Wünsche zu erfüllen und den Anwender mit neuen Freunden zusammenbringen. Es heißt, sie wirkt heilsam bei Depressionen und Migräne, gleicht diese Zustände aus und erfrischt und durchwärmt vom Herzen her. Mit einer Heiteren, warmen Ausgeglichenheit erscheint alles in einem neuen Licht. Melisse ist Bestandteil des traditionellen Kräuterbüschels der Sonnwende. Zusammen mit Beifuß, Eisenkraut, Königskerze, Johanniskraut usw. ergeben die im Sommer getrockneten Blüten gerade in der dunklen Jahreshälfte eine hervorragende, stimmungsaufhellende Kombination, die sehr krautig, aromatisch riecht. Die Pflanze stammt aus Südeuropa bis Mittelasien. Sie wird in Mitteleuropa häufig in Gärten angebaut. Diese sehr alte Arzneipflanze wurde schon von den Arabern in Spanien kultiviert. Melisse verliert beim Räuchern ihren feinen, leichten, frischen, zitronigen Eigenduft fast gänzlich, daher ist es ratsam, sie mit Lavendel, Rainfarn, Dammarharz, Mastix, Nelke, Cassia, Kamille, Jasmin, Rose u.a. zu mischen. | |
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Mistel (Kraut) 
Mistel (Viscum album), auch als Donarbesen, Geißechrut, Hexennest, Vogelchrut, Vogelmistel und Wintersamen im Volksmund bekannt, ist eine auf Bäumen parasitär wachsende Pflanze. Sie war die wichtigste heilige und geheimnisvollste Zauberpflanze der keltischen Druiden und der Sonne und dem Mond geweiht. Aus der Mistel bereiteten die Druiden Zaubertränke, die Kraft, Mut und Unbesiegbarkeit verleihen, alle Krankheiten heilen, alle Gifte unwirksam und Mensch und Tier fruchtbar machen sollten. Den Germanen war die Mistel, oder korrekterweise Laubholzmistel, als fürchterliche, todbringende Zauberpflanze bekannt. In Tirol heißt sie Drudenfuß und gilt als Schutz vor Hexen und Teufeln. Im Voodooglauben wird sie als Liebeszauber und Amulett getragen. Sie ist den Göttern Apollo, Freyja, Venus, Odin und Erzulie geweiht. In der Medizin wird sie heute gegen Bluthochdruck, Herzschmerzen, Arterienverkalkung und bei Krebsleiden eingesetzt, außerdem wirkt die Mistel beruhigend auf das Nervensystem und betäubend bei Schmerzen. Als Räucherung soll sie negative Schwingungen vertreiben, vor Blitzschlag, Krankheit, Unglück, Feuer und Mißgeschick schützen. Es heißt, sie soll wunderbare Träume bewirken und um den Hals getragen unsichtbar machen. Außerdem soll die Mistel beim Räuchern beruhigend auf das Nervensystem und Betäubend bei Schmerzen wirken. Die Mistel wird selten alleine verräuchert sondern ist Bestandteil vieler keltisch/nordischer Mischungen. Als Pflanze die im Winter Früchte trägt, ist sie der Inbegriff für die Hoffnung auf eine Wiedergeburt. Sie gilt als "Schlüssel zur Anderswelt" und so eignet sie sich für Traum-Räucherungen, besonders in den Rauhnächten und zu allen Zeiten und an allen Orten des Übergangs. Die Mistel kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Mistel mischt sich zum Räuchern gut mit Eisenkraut, Mandrake, Bärentraube, Damiana, Fang K'uei, Herzgespann u.a. |
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Mönchspfeffer (Samen) 
Mönchspfeffer (Vitex negundo agnus castus), auch Nishindin genannt, ist eine psychoaktive Zauberpflanze und unter dem Überbegriff "Soma" in den tantrischen Schriften erwähnt. Soma ist eine Stropharia-Art, die auch im Himalaja wächst und ein Sammelbegriff für verschiedene Zauberpflanzen, wie Arjunari, Mudar, Purika u.a. Mönchspfeffer wurde als Soma-Ersatz verwendet und soll eine ekstatische Verschmelzung mit der Ewigkeit und dem Göttlichen bewirkt haben. Es heißt, sie schenkten Visionen von der wirklichen, himmlischen Welt, bescherten paradiesische Wonnen, machten unsterblich und unbesiegbar, förderten die Kunst, Poesie und Kreativität, verliehen ewige Jugend und Gesundheit, spendeten Fruchtbarkeit und verhalfen zu glückseligen Liebesregungen. Die pfeffrigen, nach Zitrone duftenden Samen werden als Gewürz gebraucht und verräuchert. Der Duft ist angenehm und wirkt anregend. Mönchspfeffer wächst in subtropischen Hochebenen und ist in Europa (am Mittelmeer), Westasien und Ostafrika verbreitet. Traditionell schätzen und gebrauchen Frauen die Pflanze seit mehr als 2.000 Jahren. Die Pflanze hält das Gleichgewicht im weiblichen Hormonsystem, stimuliert die Schilddrüse und reguliert die Hormonproduktion. In der traditionellen Medizin und verstärkt in den letzten zehn Jahren wurden die Früchte zur Linderung der Beschwerden vor der Menstruation eingesetzt. Die Blätter sehen denen des Hanf sehr ähnlich. Mönchspfeffer mischt sich zum Räuchern gut mit Ephedra, Hanf, Ling Chih, Steppenraute, Schachtelhalm, Alraune u.a. | |
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Mohn (Samen)
Die Mohnpflanze (Papaver officinalis, beziehungsweise Papaver somniferum) hieß im alten Orient die Blume der Freude. Bei den Assyrern hieß sie "Namtilla" (Pflanze des Lebens). Auf Sanskrit heißt der Mohn "Ahiphena" (Gift der Schlange) und ist eine heilige Rauschdroge des Hindugottes Shiva. Papaver somniferum heißt auf deutsch Schlafmohn, Backmohn, Blutblume oder Ölmohn. Nach Theokrit ist der Schlafmohn aus den Tränen der Aphrodite entsprungen, als sie um den Verlust ihres Geliebten Adonis weinte. Die alten Griechen nannten den Schlafmohn "Blume der Träume", ein Sinnbild des Gottes der Träume Morpheus. Daher stammt auch der Name "Morphium", zu dessen Herstellung er heute noch dient. Als Opium wirkt der Schlafmohn berauschend, aber auch sexuell erregend. Gleiches soll auch für den Mohnkuchen gelten. Die "Allerleilustblume", wie man sie im Volksmund eindeutig bezeichnend nennt, ist auch im Bild "Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch vertreten. In der Magie und bei Räucherzeremonien war Mohn ein wichtiger Bestandteil. Seine Schlaf erzeugenden, seltsam erregenden und Traum erzeugenden Eigenschaften waren sehr gefragt. 1670 wurde das geschichtsträchtige Laudanum erfunden, dessen Bestandteile Opium, Safran, Zimt, Nelke und spanischer Wein waren. Dieses Mittel wurde nicht nur eingenommen, um gesund zu werden, sondern auch um sich zu berauschen. Später im 18. Jahrhundert wurden noch Zitwer, Angelika, Weihrauch, Myrrhe, Wacholderbeeren, Lavendel und Rose dem Laudanum beigefügt um ein berauschendes Mittel gegen die Pest einzusetzen. Es wurde geraucht, geräuchert und für die Herstellung von Räucherkerzen verwendet. Gegen Schlafstörungen soll Mohnsamen auch schon mit etwas Tabak geraucht worden sein, was scheußlich schmeckt, aber einen wohligen Schlaf beschert. Mohnsamen verbrennen prasselnd, wenn man sie auf Kohle streut, deshalb ist es sinnvoller, sie in einer Räuchermischung zu verbrennen. Hier eignen sich besonders die oben genannten Pflanzen und Ingwer, Labdanum, Tolubalsam, Goldmohn, Giftlattich, Kaneel, Cassia, Klatschmohn, Erdrauch u.a.
Rechtliches: Der Anbau von Mohn ist in Deutschland genehmigungspflichtig, der Anbau und Besitz von Schlafmohn (Papaver somniferum) sogar verboten. |
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Moschuskörner (Samen)
Moschuskörner (Abelmoschus moschatus) sind die kleinen, runden, süßlich-balsamisch duftenden Samen des Abelmoschus-Strauches, eine Hibiskusart, sind ein guter pflanzlicher Ersatz für den echten Moschus, der aus den Drüsen des Moschushirsches gewonnen wurde, welcher dadurch inzwischen vom Aussterben bedroht ist. Moschuskörner sind schon lange in Ägypten, Arabien und China als Räuchermittel bekannt. Es heißt, sie wirken stimulierend, sinnlich, anregend und aphrodisierend und stehen für Erotik. Sie werden bei sexuellen Problemen verräuchert, sprechen die tierischen Triebe an und aktivieren die dort befindliche Energie. Sie schalten die Kontrollinstanzen aus und geben den Impuls, sich auszuleben, Gefühle ohne Beschönigungen zu zeigen und zu leben - eine Achterbahnfahrt ins Unbewußte. Die Chinesen behandelten Kopfschmerzen mit Moschuskörnern, die Araber gaben sie in den Kaffee. In Ägypten wurden die Samen bei Mundgeruch gekaut und bei Juckreiz in einer Milchemulsion gebraucht. In der Kosmetik- und Parfümindustrie werden Moschuskörner für orientalische Düfte eingesetzt, als Alternative für den echten Moschus. auch zur Aromatisierung von Getränken sowie Nahrungsmitteln werden die Samen genutzt. Die Pflanze ist in Indien heimisch und in tropischen Ländern wie Indonesien, Afrika, Ägypten, China und Madagaskar weit verbreitet. Der süßlich, animalische, typische Moschusduft entfaltet sich beim Räuchern mit Intensität. Mit Rose, Sandelholz, Salbei, Zeder, Patchouli, Benzoe, Lemongras, Orange, Kardamom, Kubebenpfeffer, Amberkraut u.a. lassen sich Moschuskörner sehr gut verräuchern. |
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Muira Puama (Holz)
Das Holz wird vielseitig in der Medizin verwendet. Es wird als Tee oder alkoholischer Auszug verabreicht und geräuchert. Es dient der Potenzstärkung und der Beseitigung von erotischen Verklemmungen. Das Lustempfinden wird gesteigert und Unfruchtbarkeit behoben. Muira Puama, auch Potenzholz genannt, wird als Aphrodisiakum und Nerventonikum gepriesen und ist überall im Handel erhältlich. die Holzschnipsel werden auch verschiedenen euphorisierenden Rauch- und Räuchermischungen zugesetzt. Im alkoholischen Auszug soll Muira Puama am besten wirken. Dazu wird das Holz in Schnaps eingelegt und sollte ein paar Tage ziehen. Tee soll nicht so wirksam sein. Der Potenzholzbaum stammt aus dem tropischen Südamerika und wächst im Amazonasbecken. Muira Puama mischt sich zum Räuchern gut mit Betelnuß, Fo Ti Tieng, Kalmus, Eisenkraut, Muskatnuß, Bertramwurzel u.a. |
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Muskatellersalbei (Kraut)  
Muskatellersalbei (Salvia sclarea), auch als Scharlachsalbei bekannt, war im Mittelalter ein hochgeschätztes Kraut. es wurde gegen viele Leiden und Krankheiten eingesetzt. Aus der wohlduftenden Pflanze wird ein sehr wirksames ätherisches Öl gewonnen. Auch in Kosmetik und Parfümherstellung findet der Muskatellersalbei seine Verwendung, ebenfalls in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Muskatellersalbei ist reich an Thujon und wurde im 19. Jahrhundert in England als extra berauschender Bestandteil Bieren zugesetzt. In der Antike wurde Muskatellersalbei zur Stimmungsaufhellung und Erheiterung verräuchert. Der narkotische, krautige, schweißig-animalische Duft, der dem der Baldrianwurzel ähnelt, regt die Kreativität positiv an und wirkt ausgleichend und beruhigend auf die Psyche. Dadurch wird Schutz und Geborgenheit vermittelt, die Umarmung von Mutter Erde selbst. Eine Räucherung dient der Erdung und Zentrierung, schirmt negative Energien ab und spendet Trost und neue Hoffnung. Als Aphrodisiakum wird die Essenz aus den frischen Blättern gewonnen und täglich eingeatmet. Das Kraut wurde auch mit anderen Pflanzen vermischt und geraucht. Muskatellersalbei stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Mittelmeerraum und wird mittlerweile weltweit stark kultiviert, besonders im Mittelmeerraum, Rußland, USA, England und Marokko. Das in Frankreich und Marokko produzierte ätherische Öl wird in der Parfümindustrie bevorzugt, da seine Qualität als die beste auf dem Markt gilt. Muskatellersalbei läßt sich sehr gut mit Mönchspfeffer, Rainfarn, Thuja, Damiana, Styrax, Mandelbaum, Zeder u.v.a. verräuchern. |
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Muskatnuß (Samenpulver)
Der immergrüne Muskatnußbaum (Myristica fragrans) ist auf den Molukken und dem westlichen Teil von Neu-Guinea heimisch. Es wird als Duftstoff in pharmazeutischen Produkten, besonders in schmerzstillenden und stärkenden Präparaten eingesetzt. Muskatnußöl wird in Seifen, Reinigungsmitteln, Kosmetika und Parfüms, sowie in vielen Nahrungsmitteln und Getränken als Duftstoff genutzt. Medizinisch verwendet wird der getrocknete Samenmantel (Muskatblüte) und der Samen (Muskatnuß). Seit Jahrhunderten gelten die Nüsse als Heilmittel für Verdauungs- und Nierenleiden. Große Mengen wirken jedoch halluzinogen und reizbildend auf die motorische Gehirnrinde. Muskat wird bei Frigidität, Impotenz und nervöser Erschöpfung als Tee verabreicht. In Deutschland wurde Muskat-Pulver innerlich als angenehmes Aromatikum und äußerlich als Zusatz in Kräuterkissen, aber hauptsächlich als Gewürz genutzt. Muskat wirkt in höheren Dosen halluzinogen. Man verfällt in einen traumähnlichen Zustand, wird euphorisch und macht unkontrollierte Bewegungen. Bei Überdosierung können Mundtrockenheit, Hautrötung, Unwohlsein und starke Übelkeit gefolgt von Magenkrämpfen auftreten. Von einer Anwendung als Tee wird daher eindringlichst abgeraten. Es heißt, Muskat wirkt stark anregend auf die Willenskräfte, mobilisiert Kraft für zielgerichtetes Handeln und ist ein guter Schutz gegen böse Geister und negative Gedanken. Sie kann aber auch zum Wahrsagen und für Kontaktaufnahme mit Verstorbenen verräuchert werden. Muskatnußpulver ist im Gebrauch einfacher zu handhaben als die ganzen Nüsse. Es kann problemlos mit anderen Kräutern für Räuchermischungen verwendet werden. Beim Räuchern entfaltet das Pulver dieselbe Wirkung wie die geschnittene oder ganze Nuß. Sie wird in Sri Lanka und auf den westindischen Inseln angebaut, überwiegend auf Grenada. Der typische Muskatduft mischt sich zum Räuchern gut mit Eiche, Kardamom, Basilikum, Thymian, Kreuzkraut, Moschuskörner, Ingwer, Nelke, Kubebenpfeffer, Lavendel, Lorbeer, Perubalsam, Orange, Salbei, Rosmarin, Lemongras, Eisenkraut, Koriander, Sassafras, Sandelholz, Drachenblut, Zimt, Kalmus u.v.a. |
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Myrrhe (Harz) 
Myrrhe (Commiphora myrrha beziehungsweise Commiphora abyssinica) ist das erstarrte Gummiharz einiger Balsambaumgewächse (Burseraceae) Südarabiens und des Somalilandes. Die Myrrhe ist untrennbar mit den religiösen Gebräuchen der orientalischen und abendländischen Kulturen verbunden. In riesigen Mengen wurde Myrrhe als Räucherwerk verbrannt. Ein verwandtes Harz, das Opoponax, ist eines der bedeutendsten Parfümduftstoffe der Parfümerie. Myrrhe war im Altertum neben Weihrauch das wichtigste Räuchermittel, das auch in der antiken Medizin reichlich angewendet wurde. Neben Gold und Weihrauch war es die kostbarste Substanz der Antike. Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten es Jesus als Geschenk mit. Sogar die Leiche von Jesus soll mit Myrrhe und Aloe einbalsamiert worden sein. Auch in der Bibel wird die Myrrhe häufig erwähnt. Schon 800 Jahre vor Moses Lebzeiten wird im Gilgamesch-Epos berichtet, daß der Urahn aller Menschen Utnapischti sich bei den Göttern für die Rettung aus der Sintflut mit einem Rauchopfer bedankte, das aus Zeder, Süßholz und Myrrhe bestand. Und aus noch früherer Zeit (um 2250 v.u.Z.) erfährt man vom altbabylonischen Sippur, daß dort ein Händler den Auftrag hatte, 10 Sekel Zypressenöl, 2 Sekel Myrrhenöl und 5 Sekel Zedernöl zu besorgen. Myrrhe ist in Nordostafrika und Südwestasien heimisch, besonders in der Region um das Rote Meer. Der Myrrhebaum wächst in Südarabien und im Norden von Somalia. Die Harzgewinnung der Myrrhe erfolgt nach der Regenzeit von Juni bis August. Bei der ersten Harzgewinnung wird nur minderwertiges Myrrhenharz produziert, erst die nächsten Sammlungen ergeben eine gute Qualität. Das Harz darf nach der Sammlung nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Die durchschnittliche Harzausbeute beträgt ca. 3 bis 4 Kilogramm pro Baum. Myrrhe, so hieß es in früheren Zeiten, ist der Duft der Sinnlichkeit der Erde. Der Name Myrrhe stammt aus dem Arabischen "Murr" (bitter) und bezeichnet den bitteren Geschmack von Myrrhe. Der Duft der Myrrhe ist aromatisch, warm-trocken, balsamisch-würzig, sinnlich süß-bitter und etwas schwer. Die Farbe ist dunkel- bis rotbraun. Der Myrrhe wird eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt. Sie wirkt außerdem balsamisch, reinigend, desinfizierend und klärend. Aufgrund ihres warmen, erdigen, würzigen Duftes galt Myrrhe in verschieden antiken Kulturen als Symbol für den Schoß der Erde und der weiblichen Sinnlichkeit. Myrrhe beinhaltet die Energie der Erde. Sie wirkt beruhigend, erdend, verlangsamt den Atem und fördert die Konzentration. Eine Myrrhe- Räucherung eignet sich, um Standfestigkeit zu verleihen, den Geist zu beruhigen und sinnlich zu stimulieren. Sie ist hervorragend geeignet, die geistige, seelische und materielle Welt in Einklang zu bringen. Sie öffnet die Tür zum Geistigen, Sorgen werden zerstreut und die Gefühle besänftigt. Sie bringt die geistige, seelische und materielle Welt wieder miteinander in Verbindung. Myrrhe hat eine stark reinigende Wirkung und gibt Kraft, Optimismus und innere Ruhe. Eine reine Myrrhe-Räucherung hilft bei innerer Unruhe, Streß, Einschlafstörungen und nach anstrengender geistiger Arbeit. Dazu werden Myrrhestückchen im Mörser zerkleinert und in kleinen Mengen verräuchert. In okkulten Schulen wird Myrrhe für Meditation, Schutz, Heilung und Segnung rituell verräuchert. Myrrhe ist auch Bestanteil des magischen Weihrauchs schlechthin, dem Abramelinöl. Als Heilmittel ist das Harz schon seit dem Altertum bekannt. Myrrhe wirkt wundheilend, gewebestärkend und heilt Narben. Die Myrrhetinktur kann das Zahnfleisch stärken, Parodontose vorbeugen und den gesamten Mundraum desinfizieren. Mit ihr wurde auch Aussatz behandelt. Vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert wurde die Myrrhe gegen Husten, Brust- und Seitenstechen, Ruhr, Schnupfen, Flechten, lockere Zähne, Verdauungsstörungen, Würmern, Wassersucht, Malaria, Magen- und Darmproblemen und Lungenleiden verwendet. Die Myrrhe war auch als Tonikum für Herz, Magen und Nerven bekannt. Sie wurde Kosmetika, Seifen, Parfüms, Nahrungsmitteln und Getränken zugesetzt. Auch zum Würzen des Weins wurde Myrrhe seit alters her benutzt. Im alten Rom wurden die Weinkeller und gereinigten Weinfässer mit Myrrhe ausgeräuchert, um den Wein haltbar zu machen. In Griechenland wird noch heute geharzter Wein (zum Beispiel Retsina) getrunken. Die orientalischen Frauen beräuchern sich, da Myrrhe ein wirksames Mittel bei unreiner Haut ist. Auch bei Erkältungskrankheiten kann eine Myrrhe-Räucherung hilfreich sein. Myrrhe kann sehr gut alleine verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Mohn, Weihrauch, Cassia, Labdanum, Styrax, Lorbeer, Bilsenkraut, Opoponax, Aloe, Sandelholz, Benzoe, Wacholder, Patchouli, Thymian, Pfefferminze, Lavendel, Kiefer, Nelke, Zimt, Sassafras, Piment u.a. Myrrheharz ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Myrte (Blätter) 
Die Myrte (Myrtus communis) wird sowohl im Alten Testament als auch in der Thora und in alten chinesischen Schriften erwähnt. Im antiken Griechenland war die Myrte der Liebesgöttin Aphrodite geweiht, deren Tempel sie zierte. Der Duft galt als Symbol für Reinheit, Schönheit, Anmut, Friede, Edelmut, Freude und Liebe. Die Pflanze wurde daher von Frauen als Schmuck im Haar oder an der Kleidung getragen. Da sie auch abgeschnitten nur langsam verwelkt, wurde sie zum Symbol für Unsterblichkeit. In der Parfümindustrie dient Myrte als Duftstoff, in der Lebensmittelindustrie als Geschmackstoff und Würzmittel, und sie wird auch medizinisch genutzt. Als Heilpflanze wurde sie bei Krankheiten des Nasen- und Rachenraumes verwendet und als Salbe gegen Wunden und Geschwüre. Mit Ölzweigen, Palmen- und Akazienblättern gehört die Myrte zu den vier Pflanzen, mit denen man zum Laubhüttenfest (jüdisches Erntedank) den Feststrauß zur Gottesverehrung bindet. In der antike diente Myrte als Kopfschmuck bei "biographischen" Festen (Taufe, Hochzeit und Tod). Noch heute bestehen traditionelle Brautkränze aus frischen Myrtenzweigen (daher der Ausdruck "grüne Hochzeit"). Auch bei spirituellen und magischen Initiationen wird sie manchmal getragen. Ihre traditionelle Verbindung zur Liebesgöttin (Venus, Aphrodite, Astarte usw.) macht sie zu einem wirksamen Bestandteil für Liebes- und Schönheitsrituale. In einem Zauberbeutel getragen, soll sie die Liebe zwischen zwei Menschen festigen. Myrte ist seit jeher Bestandteil reinigender Mischungen. Das Räuchern von Myrte hilft bei äußerer und innerer Klärung, vermittelt Gelassenheit, Ruhe und Frieden, lindert alle Schmerzen des Lebens und der Seele und stärkt das geistige Empfinden. Myrte schafft, zum Beispiel auch mit Mastix oder Olibanum gemischt, eine objektive Atmosphäre und klärt die Sicht von der Welt. Das macht sie nützlich für Meditation und Gebet. Myrte hilft dabei, alte seelische Wunden zu heilen, sie unterstützt das Verzeihen und schafft damit die beste Basis für jeglichen Neubeginn. Der Duft soll auch die Wahrsagerei, d.h. die prophetische Trance fördern. Der feinwürzig-frische, warm-balsamische, süße Kräuterduft erinnert zart an Eukalyptusöl. Die Myrte stammt aus Nordafrika, wächst aber heute überall rund um das Mittelmeer. Als Gartenstrauch wird sie in ganz Europa geschätzt. Myrte kann gut pur verräuchert werden. der frische, süß-krautige Duft mischt sich aber auch gut mit Lavendel, Rosmarin, Salbei, Ysop, Lorbeer, Nelke, Zimt, Piment, Sassafras, Ingwer u.a. |
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Narde (Wurzel)
Narde (Nardostachys jatamansi) aus der Pflanzenfamilie der Baldriangewächse ist einer der Duftlieferanten, den schon die alten Ägypter nutzten. Die Wurzel wird auch im hohen Lied Salomons erwähnt. Nardeöl wurde im römischen Reich zur Zubereitung von "Nardinum", einem berühmten Duftöl, verwendet. Von der Mughal-Kaiserin Nur Jehan wurde die Wurzel für ihre Verjüngungsrezepturen gebraucht. Narde ist auch aus der heutigen Parfüm- und Kosmetikbranche nicht wegzudenken. Medizinisch wurde die Wurzel unter anderem genutzt und findet heute noch bei den Ayurveden heilende Anwendung. Narde gehört zur Pflanzenfamilie der Valerianaceae, wie der heimische Baldrian auch, und wirkt beim Räuchern beruhigend und entspannend. Der schwere, herbe, warm-rauchige, erdige und etwas modrige Duft erinnert an Patchouli, Moschus und Baldrian und schafft eine angenehme Atmosphäre. Er regt an, beruhigt, entspannt, zentriert, kräftigt und hilft, negative Gefühle zu vertreiben. Deshalb wird Narde gern tibetischen Räucherstäbchen als Bestandteil zugesetzt. Verwendet wird die getrocknete und pulverisierte Wurzel. Ürsprünglich stammt die Pflanze aus den 3.000 bis 5.000 Meter hohen Gebirgsregionen Nordindiens und ist auch in China, Nepal und Japan heimisch. Besonders gut mischt sich Narde mit Eiche, Patchouli, Kiefer, Zimt, Koriander, Kardamom, Moschuskörner, Opoponax, Tolubalsam, Zeder, Thuja, Rhododendron u.v.a. |
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Nachtviole (Harz)
Die Nachtviole (hesperis matronalis) verströmt ihren betörenden Duft, wie der Name schon sagt, nachts. Früher nannte man sie auch "Julienne" oder "Julienne de Mahon". Sie kommt als Gartenzierpflanze, aber auch verwildert an sandigen und felsigen Küstenplätzen des Mittelmeeres vor. In Griechenland verwenden die Mönche vom Berg Athos die Nachtviole wie Weihrauch. Dieses edle Räuchermittel ist nur selten zu bekommen. |
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Neembaum (Blätter und Rinde)
Neem (Melia azadirachta), auch Margosa, Nimba oder indischer Zedrach genannt, ist ein sehr bekannter Baum in Indien. Er ist ein großer, dichter, immergrüner Baum, der etwa 10 Meter hoch wird, bei einem Umfang von etwa 2 bis 3 Metern. Neembäume gedeihen auf Trockenböden arider Zonen. Sie wachsen wild auf dem Dekkan Plateau, werden aber in ganz Indien und auf den indonesischen Inseln angebaut. Die Samen enthalten eine große Menge an ätherischen Öl, bekannt als Margosa oder Neemöl. Neem ist eines der stärksten blutreinigenden und entgiftenden Mittel im ayurvedischen Arzneischatz. Es kühlt das Fieber und beseitigt die Toxine, die bei den meisten entzündlichen Hautkrankheiten oder geschwürigen Schleimhäuten gegeben sind. Neem soll ein sehr wirksames Fieber- und Schlankheitsmittel und außerdem bei Malaria hilfreich sein, wo es meist mit schwarzem Pfeffer und Enzian verwendet wird. Seine Blätter fördern das allgemeine Wohlbefinden und wirken ausgleichend bei Magenverstimmungen. Wann immer eine reinigende oder eine gewichtsreduzierende Behandlung angezeigt ist, kann Neem verordnet werden. Es beseitigt überschüssiges Gewebe und besitzt zusätzliche adstringierende Wirkung, die die Heilung fördert. Auch bei Erkältungskrankheiten werden seine regulierenden Kräfte sehr geschätzt. Bei starker Ermüdung und Abmagerung ist Neem jedoch vorsichtig anzuwenden. Da Neem stark desinfizierende, antiseptische Eigenschaften hat, wird es bei Reinigungszeremonien mit anderen Kräutern unter anderem zur Reinigung der Atmosphäre verräuchert. Neem mischt sich zum Räuchern gut mit Myrrhe, Weihrauch, Nelke, Minzen, Opoponax, Guajakholz, Kardamom u.a. Neembaumrinde entwickelt in der Heilkunde dieselben Eigenschaften wie die Blätter, zudem soll sich die Rinde hervorragend für Kompressen und Umschläge bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren eignen. Sie soll eines der besten desinfizierenden und heilunterstützenden Mittel bei Hautkrankheiten sein. In der Ayurvedischen Medizin wird Neemrinde zum Senken von Fieber, zur Stärkung des Immunsystems und zum Aufbau des Körpers angewendet. In Krankenzimmern wird die Rinde wegen ihrer keimabtötenden Wirkung gerne verräuchert. Neemrinde mischt sich zum Räuchern gut mit Myrrhe, Weihrauch, Nelke, Opoponax, Kardamom, Ingwer, Lemongras u.a. | |
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Nelke (Blüte)
Die Nelke (Eugenia caryophyllata) aus der Pflanzenfamilie der Myrtengewächse war schon bei den alten Ägyptern als Räuchermittel und Grabbeigabe bekannt. Sie gilt als Aphrodisiakum, regt die Sinnestätigkeit an, vertreibt negative Schwingungen, Gedanken und Gefühle und ist Bestandteil der Yogi-Tees (siehe Kardamom). Beim Räuchern wirkt sie stark desinfizierend und hält lästige Insekten fern. Sie wird meist als Energieverstärker, zum Vertreiben negativer Energien und zum Erreichen von Finanziellem Erfolg verräuchert. Nelke erleichtert das Loslassen von alter Belastung und macht für neue Erfahrungen und Eindrücke empfänglich. Deshalb ist sie hilfreich bei Gebet und Meditation. Sie soll auch Reichtum anziehen. In China und Japan in Verbindung mit anderen Räucherstoffen als Aphrodisiakum gebraucht, ist die Nelke pulverisiert ein Hauptbestanteil von Räucherstäbchen. In Räuchermischungen verstärken sie den Duft und energetisieren diesen. In der Medizin hatte die Nelke ebenfalls einen hohen Stellenwert. Nelke ist Bestandteil der Yogi-Tees. Nelken sind ursprünglich in Südostasien beheimatet, heute sind sie in ganz Europa verbreitet und als Gartenpflanze beliebt. Verwendet werden die pulverisierten Blütenknospen. Nelke duftet leicht würzig-zimtig mit einer süßlichen Note nach Orangenschale und mischt sich zum Räuchern gut mit Rose, Lavendel, Lorbeer, Piment, Zimt, Sassafras, Goldmohn, Benzoe, Koriander, Adlerholz, Kubebenpfeffer, Ingwer, Maiglöckchen, Hamamelis u.a. |
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Nieswurz (Wurzel) 
Nieswurz (Helleborus officinalis), auch schwarze Nieswurz, Christblume und Schneerose genannt, ist das Gegenstück zum Germer, der den Namen weiße Nieswurz trägt. Die schwarze Nieswurz hat ebenfalls eine wichtige Bedeutung als Heil-, Gift- und Zauberpflanze. Die Propheten und Wahrsager nannten die schwarze Nieswurz Melampodion und schrieben ihr göttliche Kräfte zu. Sie wurde als Amulett benutzt und nach einem Ritual gegraben. Aufgrund ihrer reinigenden Wirkung wird die Wurzel in Wohnungen umhergestreut und verräuchert. In Räuchermischungen wurde die Nieswurz zu Exorzismus- und gegenmagischen Zwecken verwendet. Außerdem soll sie helfen, Astralreisen zu erleichtern. Sie gilt auch als Mittel zur Erhaltung der Jugend. Die Indianer verwendeten die Nieswurz in ihren Schnupfpulvern. Medizinisch wird sie bei schwersten Krankheiten gebraucht. Da Nieswurz überaus giftig ist, wird eindringlich vor innerlicher Einnahme, sowie dem Gebrauch in Hexensalben oder Tee gewarnt, denn der Tod tritt rasch durch Atem- u. Nervenlähmung ein. Nieswurz mischt sich zum Räuchern gut mit Alraune, Kalmus, Bilsenkraut, Bärlapp, Weihrauch, Dammarharz u.a. Sie ist nicht zum Verzehr geeignet. | |
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Odermennig (Kraut) 
Der Odermennig (Agrimonia eupatoria) ist eine alte europäische, magische Heilpflanze, die schon von Dioskurides äußerlich gegen schwer heilende Geschwüre, in Form von Kopfwaschungen- und Umschlägen als unterstützendes Mittel gegen Geistesschwäche, als Badezusatz zur Behandlung hartnäckiger venerischer Erkrankungen und gegen Sehschwäche und akute Fieber verwendet wurde. Innerlich wird Odermennig als Tee eingenommen bei Magenbeschwerden und Wechselfieber. Es heißt, Odermennig kann in allen Schutzzaubern als mächtiges Hilfsmittel angewendet und verräuchert werden, da er negative Energien und böse Geister vertreiben und gegen Gifte und Goblins schützen soll. Außerdem benutzt man ihn, um gegen einen selbst gerichtete magische Angriffe, schwarze Magie, Flüche, Verwünschungen und Verzauberungen nicht nur aufzulösen und zu zerstreuen, sondern auch, um sie an den Absender postwendend und mit verstärkter Kraft zurückzuschicken. Für rituelles Heilen und Aurareinigung sollte Odermennig mit Beifuß verräuchert werden. Zur Behandlung von Schlafstörungen kann Odermennigtee verabreicht werden. Danach schläft man wie ein Toter, denn er wirkt leicht betäubend. Der Tee wird wie normaler Schwarztee hergestellt. Odermennig wächst auf mageren Wiesen, an sonnigen Waldrändern, in Gebüschen und an Wegrändern. Die 50 Zentimeter bis 1 Meter hohe Pflanze ist in den gemäßigten Zonen fast ganz Europas heimisch. Die kleinen gelben Blüten sitzen an einem stengelartig aufragenden Ährenstand. Die stacheligen Früchte sind wie die einer Klette. Die Blätter duften beim Zerreiben angenehm und haben eine leicht bitteren, zusammenziehenden Geschmack. Verwendet wird das kurz vor oder während der Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut. Odermennig mischt sich zum Räuchern gut mit Beifuß, Sage, Patchouli, Goldmohn, Helmkraut, Stachelmohn, Styrax u.a. | |
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Olibanum (Harz) 
Olibanum (Boswellia thurifera), der echte Weihrauch, ist das goldgelbe, wohlduftende Harz der strauchartigen Balsambaumbäume (Burseraceae), auch Boswellia-Sträucher genannt. Diese gedeihen in großen Wäldern (Balsamgärten) am Roten Meer, vor allem in Südarabien (Oman Boswellia sacra aus dem antiken Weihrauchland SaŽkalan, heute Eriträa), in Somalia (Boswellia carteri aus dem sagenhaften Land Punt) und in Indien (Boswellia serrata). Olibanum wird dort seit mindestens 4.000 Jahren durch Einschneiden der Rinde gewonnen. In früheren Jahrhunderten hatten die Araber das Monopol über den Weihrauchhandel, so daß die Herkunft der Substanz lange verschleiert war. Obwohl Weihrauch eigentlich die Bezeichnung für einen geweihten Rauch ist, der bei der Verbrennung von Kräutern, Hölzern und Harzen entsteht, wird das Olibanum-Harz landläufig als Weihrauch verstanden. Es war im Altertum das begehrteste Räucherharz und wurde über die berühmte Weihrauchstraße, wohl der wichtigste Handelsweg der Antike, zwischen Ägypten und Indien transportiert. Weihrauch wird seit der Antike zur Herstellung von Räucherwerk, Kosmetika und Parfüms benutzt. Bereits von den Ägyptern wurde es für kultische Zwecke, als Räuchermittel, in Salben zum Einbalsamieren sowie parfümistisch benutzt. Die Art der Ernte, der Trocknung und Lagerung wirkt sich erheblich auf die Qualität des Weihrauchs aus. Die Weihrauchgewinnung erfolgt in den Monaten von Ende Oktober bis Ende April durch mehrfaches Anschneiden der Bäume. Der Ertrag beläuft sich auf 1 Kilogramm Harz im Jahr pro Baum. Die Qualität der Harzstücke ist sehr unterschiedlich. Medizinische Verwendung findet nur die 1. Qualität, die durch tropfen- oder kolbenförmige weißlich-grünliche Harztränen von mindestens 3 Zentimetern Länge charakterisiert ist. Schlechtere Qualitäten weisen zunehmend braune und dunkle Anteile auf. Die beste und feinste Qualität von Weihrauch-Harz ist seltener im Handel. Sie hat im Duft eine helle, reine, zitrusartige Note, während eine schlechte Qualität muffig und dumpf riecht. Das heutige Weihrauch-Harz kommt hauptsächlich aus Oman und Somalia. Es gibt auch einen Goldweihrauch, dessen Harzbröckchen mit Goldbronze überzogen sind. Diese dienen der optischen Verschönerung einer Räuchermischung. Weihrauchbäume lieben Wärme und trockene Luft, das gleiche gilt für das Harz. Die beste Duftentwicklung beim Räuchern erhält man in einem 25 bis 28 °C temperierten Raum oder draußen in der Natur an einem warmen oder heißen Sommertag. Kälte und Feuchtigkeit lassen dem Weihrauch-Harz keine Möglichkeit, seine ätherische zarte Duftblüte beim Verräuchern zu entwickeln. Olibanum ist leicht einzuatmen und verbrennt sehr langsam. Viele Menschen haben eine anfängliche Abneigung gegen den Weihrauchduft. Sie verbinden Weihrauch mit Tod und unangenehmen Kindheitserinnerungen. Leider wird in der Kirche nicht immer die beste Qualität von Weihrauch geräuchert. Teilweise ist er künstlich aromatisiert und riecht sehr beißend. Der heutige Kirchenweihrauch besteht meist aus einer fertigen Mischung verschiedener Harze. Im Groß- und Einzelhandel werden etwa 10 bis 15 eingeführte Kirchen-Weihrauchmischungen angeboten. In neuester erlangt die Wissenschaft immer mehr Erkenntnisse über den Weihrauch. In einem mit Weihrauch beräucherten Raum wird der Schall der menschlichen Stimme besser übertragen, als ohne diese Beduftung. So half der Weihrauch in früheren Zeiten, bevor elektrische Mikrophone und Lautsprecher eine Ansprache oder Predigt verstärkten, zur deutlichen Laut-Übertragung in Kirchen und Tempeln. Beim Räuchern schlägt Weihrauch eine Brücke von der materiellen zur spirituellen Welt. Der warme, balsamig-waldige, liebliche, manchmal zitrusartige, würzig-frische Duft öffnet die Seele, vermittelt Verstehen für die Lebensgesetze und fördert die Meditation. Er gilt an okkulten Schulen als bestes Mittel für Weihe, Segnung, Reinigung und Schutz. Weihrauch reinigt nicht nur von Keimen und unangenehmen Gerüchen, sondern er gilt auch als das beste Mittel zur atmosphärischen Reinigung und zum Schutz. Wenn in Räumen gestritten wurde, wenn "dicke Luft" sich ausbreitet, wenn in Krankenzimmern, Warte- und Prüfungsräumen viele Menschen ihre Sorgen hängengelassen haben, wie Mäntel an einer Garderobe, dann kann eine Weihrauchräucherung für eine gereinigte, klare Atmosphäre sorgen. Weihrauch gilt in okkulten Schulen als bestes Mittel für Weihe, Segnung, Reinigung und Schutz. Sein Rauch soll auch Wohlstand und Erfolg herbeiführen können. Sein Rauch soll auch Wohlstand und Erfolg herbeiführen. Er ist als Vermittler zwischen materieller und geistiger Welt bekannt. Für viele Menschen ist er deswegen schwer zu akzeptieren, weil er wie ein klarer Spiegel zeigt, wo man im Geistigen steht. Eine Weihrauch-Räucherung ist sinnvoll zum Reinigen, bevor man ein neues Haus oder eine neue Wohnung bezieht, um Altes zu bereinigen. Auch Heilsteine oder andere Gegenstände, die zum Heilen benutzt werden, können über den aufsteigenden Weihrauch gehalten werden. Sie erhalten so ihre ursprüngliche Kraft und Frische wieder zurück. Der Duft des göttlichen Weihrauchs galt seit Jahrtausenden als eines der stärksten Stimulanzen für den menschlichen Geist, der sich für das Göttliche öffnen möchte und eine Kommunikation mit höheren Ebenen sucht. Weihrauch eignet sich der besonders gut als begleitender Duft bei Gebet, Meditation und innerer Sammlung. Er reinigt die inneren Räume, die feinen Energiekanäle, um empfänglich für heilende, geistige und kosmische Schwingungsmuster zu machen. Der Weihrauch ist außerdem ein sehr wirksames Anti-Streß-Mittel. Er kann erhöhten Muskeltonus beruhigen und so ein Gefühl angenehmer Wärme und Schwere erzeugen. Außerdem fördert er die Durchblutung und gilt als antirheumatisch. Im Altertum galt er als Schönheitsmittel und wird heute noch in der Kosmetikindustrie verwendet. Die medizinischen Anwendungen von Weihrauch waren in der Antike vielseitig und wurden von Hippokrates, Paracelsus, Dioskurides und Galen gelobt. Aus Weihrauch wurden Öle gegen Erkältungskrankheiten, Wundreinigungsmittel, Salben gegen Frostbeulen, Brandwunden, Hautausschläge, Schuppenflechte, Entzündungen, Narben, Geschwüre, Rheuma und Gicht hergestellt. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Weihrauch bei Lepra, Hautkrankheiten und Menstruationskrämpfen, Husten und Unterleibsschmerzen eingesetzt. Der Rauch und das ätherische Öl können wirkungsvoll bei Erkältungen eingesetzt werden. In der heutigen Medizin wird ein Extrakt auf Boswellia serrata (H 15) erfolgreich zur Behandlung von rheumatischer Arthritis eingesetzt. Bisher hat man über 200 verschiedene chemische Verbindungen aus Olibanum isoliert. Die Hauptbestanteile sind 5 bis 9 % ätherisches Öl, bis 15 % Harz (davon 50 % Boswellia-Säuren), 60 % Gummi, 20 % Bassorin, Bitterstoffe und Schleim. Weihrauch kann gut pur verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Myrrhe, Cassia, Zimt, Kiefer, Sandelholz, Lavendel, Orange, Kampfer, Basilikum, Pfeffer u.a. Weihrauch hat auch eine erotische Komponente in seinem Wohlgeruch. Um ihn diesen Duft zu entlocken, wurde er meist mit Sandelholz, Zimt und anderen sinnlichen Räucherdüften vermischt. Man unterscheidet heute Olibanum Eriträa, Olibanum Somalia und Olibanum Aden, wobei letzterer ein milderes Aroma mit einer leichten Zitrusnote besitzt. Weihrauch ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Opoponax (Harz) 
Opoponax (Commiphora erythraea), auch süße Myrrhe oder Bisabol-Myrrhe genannt, ist wie die Myrrhe ein Balsambaumgewächs. Deshalb ist es der Myrrhe auch sehr ähnlich. Das harte, dunkelrote bis braune, wohlriechende Gummi-Harz verströmt ein aromatisches, bitter-süßes, warmes, balsamisch-würziges, animalisch-holziges Aroma, das sich sogar dann entfaltet, wenn das Harz nicht erhitzt wird. Opoponax ist seit dem Altertum als Reinigungs- und Desinfektionsmittel, sowie als Räucherstoff in Gebrauch. Räucherungen mit Opoponax wurden in den verschiedensten Kulturen zum Schutz vor negativen Einflüssen verwendet. Beim Räuchern wirkt es antiseptisch, beruhigend, entspannend und bringt Körper, Seele und Geist in Einklang. Opoponax hilft beim Lösen von Blockaden und Abwerfen von Ballast, konzentriert sich auf die Gegenwart und ist stimulierend und aphrodisierend. Es heißt, Opoponax-Duft hüllt in einen Duftschild, der einen immun macht gegen Unheilbringendes von außen. In der traditionellen Räucherkunde wurde orakelt, Opoponax könne im Menschen die Wahrnehmungsfähigkeit verstärken und unterstützt die Inspiration und Intuition. So eignen sich Räucherungen mit diesem Harz, um die Sinne und die Beobachtungsgabe zu verschärfen. Es unterstützt Intuition und Inspiration. Opoponax ist in Ostafrika (Somalia) und Ostäthiopien, wo er wild wächst, heimisch. Opoponax eignet sich für viele Räuchermischungen und mischt sich besonders gut mit Salbei, Koriander, Labdanum, Myrrhe, Weihrauch, Sandelholz, Patchouli, Fichte, Zeder, Klatschmohn, Schlüsselblume, Veilchen u.a. |
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Orangenblüte (Blüte)
Orangenblüten (Citrus aurantium dulce) wirken bei Angst, Niedergeschlagenheit, Schock, Streß und nervlicher Anspannung beruhigend und schaffen inneren Ausgleich. Sie wirken aphrodisierend, anregend, harmonisierend und antidepressiv, Leichte Euphorie macht sich beim Räuchern breit. Ebenso finden sie Verwendung in der Kosmetik, zur Herstellung von hochwertigen Parfüms, als Geschmacksstoffe in Nahrungsmitteln und Getränken. Das hochwertige und teure Neroliöl wird aus den Blüten gewonnen. Die Orange ist im fernen Osten heimisch, hat sich aber auch dem Mittelmeerklima angepaßt. Der zarte süßblumige, lieblich-warme Duft der Orangenblüten verliert sich beim Räuchern fast vollständig. In Mischungen mit Kamille, Koriander, Benzoe, Jasmin, Lavendel, Rose, Sandelholz, Lemongras u.a. machen sich die Blüten sehr gut. |
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Orangenschale (Schalenpulver)
Das Schalenpulver der Orange (Citrus aurantium) oder Bitterorange ist ein beliebtes Duftaroma in Räuchermischungen. Es duftet fruchtig, frisch und lebendig und nimmt beim Räuchern den Problemen und Gefühlen ihre Schwere. Es vermittelt Wärme, Heiterkeit und Mitgefühl, nimmt die Angst vor neuen, unbekannten Situationen, läßt unvoreingenommen vom Herzen her handeln und lehrt einen, wieder über sich selbst und die Welt lachen zu können. Orange wirkt harmonisierend, stoffwechselanregend, tonisierend, bei Schlaflosigkeit, schlechter Durchblutung und wehrt Insekten ab. Die Bitterorange ist im fernen Osten heimisch, hat sich aber an das Klima des Mittelmeerraumes angepaßt. Sie wächst reichlich in den USA, in Israel und Südamerika. Orange mischt sich zum Räuchern besonders gut mit Rose, Jasmin, Tolubalsam, Zimt, Kardamom, Kubebenpfeffer u.a. |