Das Räuchern Räucherstoffe S |
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Sabalpalme (Frucht)
Die nordamerikanischen Indianer stellten aus den Früchten der Sabalpalme (Serenoa serrulata) Liebestränke her. Besonders in Kombination mit Damiana lassen sich wirkungsvolle alkoholische Auszüge herstellen. aber auch im Süden der USA braut man Liebestränke aus den sogenannten Sabalbeeren und Aniswurzeln. Sabal wirkt potenzsteigernd, aphrodisierend, potenzsteigernd, tonisierend und erotisch stimulierend. Tee wird aus den zerkleinerten Samennüssen und Wasser hergestellt. Drei bis fünf Früchte sollten für eine Anwendung reichen. Die Indianer stellen aus ihnen auch Palmwein und alkoholische Auszüge her. Die Indianer der südlichen Küstengebiete Nordamerikas benutzen immer noch einen Ritualtrunk, der Black Drink genannt und aus Ilex und Sabalpalme hergestellt wird. Bei den Cherokee durften nur Krieger, die bereits ihre Tapferkeit bewiesen hatten, vom Black Drink trinken. Er soll ekstatische Zustände bewirkt haben. Tee wird aus den zerkleinerten Samennüssen und Wasser hergestellt. Beim Räuchern spielt Sabal eine eher untergeordnete Rolle. Sein Rauch ist dick und qualmig, ähnlich wie bei Tonka, weil die Nüsse sehr viel Öl enthalten. Sabal mischt sich beim Räuchern gut mit Sassafras, Kava Kava, Yohimbe, Eisenkraut, Fo Ti Tieng, Benzoe u.a |
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Sadebaum (Holz, gerebelt) 
Der Sadebaum (Sabina officinalis garke) war bei den Römern ein beliebtes Räuchermittel. Er wurde bei Opferzeremonien mit Lorbeer, Salbei, Thymian und Eisenkraut verbrannt. Sibirische Schamanen verwendeten Sadebaum als Räucherstoff zur Einleitung der Schamanischen Ekstase, indem sie den Rauch tief inhalierten. Außerdem besitzt dieser Baum reinigende, desinfizierende und klärende Eigenschaften. Sadebaum sollte nicht innerlich eingenommen werden. Er verursacht böse Vergiftungen, die unter Umständen tödlich sein können. Der Rauch von Sadebaum ist weiß, und sein Duft erinnert angenehm an Wacholder und Zeder. Ätherisches Öl wird in Österreich gewonnen. Sadebaum mischt sich zum Räuchern gut mit Lavendel, Sandelholz, Galbanum, Elemi, Labdanum, Mastix, Rosmarin u.a. Sadebaum ist giftig und nicht zum Verzehr geeignet. | |
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Safran (Kraut)
Safran (Crocus sativus), die zarten gelben Stengel der Staubblätter der Blüte einer Krokusart aus der Pflanzenfamilie der Irisgewächse gelten als eine der edelsten, aber auch teuersten Räucherzutaten und als teures Gewürz. In guten ayurvedischen Räuchermischungen ist Safran häufig enthalten. Sein Rauch sensibilisiert die Wahrnehmung für die feinstoffliche Welt und wirkt harmonisierend und aufbauend auf das Gemüt. Für Menschen, die sich schwer tun, materielle Gedanken und Neigungen loszulassen, ist Safran das ideale Räuchermittel, denn Safran wirkt meditationsfördernd. |
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Sage (Kraut)
Sage (Artemisia
ludoviciana beziehungsweise Artemisia mexicana), zur deutsch Präriebeifuß, volkstümlich auch Indianersalbei, White Sage, Green Wormwood, Meisterkraut, Kamaistra, Zapoteca, Mexikanischer Wermut oder Estafiate genannt, ist die stärkste Reinigungspflanze der Indianer. Er war dem aztekischen Gott des Regens Tlaloc geweiht, dem auch Pericon und Stachelmohn angehörten. Sage wird in Deutschland meist fälschlicherweise als Salbei ausgegeben. Sage heißt jedoch korrekt Präriebeifuß, ist eng mit dem europäischen Beifuß verwand, und so wie dieser das wichtigste Räuchermittel der Germanen war, stellt Sage auch das wichtigste Räuchermittel der nordamerikanischen Indianer dar. Es gibt kein Ritual der Prärieindianer, bei dem nicht mit Sage geräuchert wird. Wer den Duft von Sage einmal gerochen hat vergißt ihn nicht mehr. Es ist eine der heiligsten Pflanzen der Indianer und wird zur spirituellen Reinigung, zur Vertreibung von Krankheitsgeistern und negativen Kräften, zur Behandlung von Besessenheit und zum Hausschutz verräuchert. Bei den Indianern ist Sage ein geeigneter Tabakersatz und Bestandteil ritueller und medizinischer Rauchmischungen. Beim Räuchern wird der Rauch als Gegenmittel bei "schlechter Medizin" mit inhaliert. Das Kraut hat leicht marihuanaähnliche, euphorisierende Wirkung und riecht sehr angenehm. Es eignet sich gut für die Schwitzhütte oder zur spirituellen Reinigung von Räumen, Gegenständen, Körper und der Aura. Sage vertreibt negative Kräfte und schlechte Laune. Sage wächst in den trocken-warmen Gebieten Mexikos als auch auf der yucatekischen Halbinsel und ist in Arizona und New Mexico verbreitet. Sage mischt sich zum Räuchern gut mit Indianertabak, Katzenminze, Beifuß, Wermut, Schafgarbe, Eisenkraut, Damiana, Benzoe, Styrax, Copal u.a. |
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Salbei (Blätter) 
Salbei (Salvia officinalis) ist eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Der lateinische Name leitet sich von "salvare" (heilen) ab. Seine antiseptische Wirkung ist lange bekannt, so wurde er u.a. zum Ausräuchern von Krankenzimmern verwendet. Er galt im Volkstum als dämonenverscheuchendes und geisterbannendes Räuchermittel. Die Cumash-Indianer schätzten alle Salbeiarten sehr, es war mit eines der wichtigsten Räuchermittel. Heilige Orte und Kultplätze wurden damit beräuchert und von schädlichen Einflüssen befreit. Die Prärie-Indianer stellten aus Salbei, Sage, Bilsenkraut, Stechapfel und Minze eine medizinische Rauchmischung gegen Asthma und andere Lungenbeschwerden her. In England hielt man Salbei für das heilige Kraut, mit dem sich menschliches Leben verlängern lasse. Salbeiblätter sollen sich auch als Tabakersatz eignen und lassen sich mit Hanf kombinieren Sie können auch als Tee verwendet werden. Der krautige, aromatisch-harzige, frisch-würzige, kühle Duft getrockneten Salbeis fördert beim Räuchern den klaren Blick und geistige Weitsicht und bringt Frieden und Heilung. Salbei kann gut allein verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Lavendel, Rosmarin, Lemongras u.a. | |
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Sandarak (Harz) 
Sandarak (Thuja articulata) vom Thujabaum oder Lebensbaum, auch Gliederzypresse genannt, ist schon seit der Antike als Räuchermittel bekannt und beliebt und wurde zu rituellen Zwecken genutzt. Die Buschmänner Afrikas räucherten es, um die Götter friedlich zu stimmen und um gute Ernten zu bekommen.. Es verströmt einen warmen, balsamischen, weihrauchähnlichen Duft mit fruchtiger Unternote und wird in Arabien oft mit Koriander, Benzoe und Mastix angeboten. In Nordafrika wird Sandarak mit Poleiminze bei Bauchschmerzen von Kindern verräuchert. In Arabien wird der Rauch noch heute zur Behandlung von Schnupfen und Katarrh angewendet. Der warme, weihrauchähnliche, leicht fruchtige und balsamische Duft von Sandarak eignet sich zu Abendräucherungen, die beruhigen, entspannen und entkrampfen. Der Duft wirkt stark auf das vegetative Nervensystem. Es soll bei Schlafstörungen helfen, die durch Anspannung und Streß hervorgerufen wurden. Eine Räucherung mit Sandarak wirkt klärend, kräftigend, innerlich reinigend und anregend auf die Nerven und stärkt das Gemüt. Es kann krankmachende Schwingungsmuster in Räumen und "dicke Luft" neutralisieren. Da das gelblich-beige Harz beim Verbrennen viel Rauch erzeugt, wird es meist in Mischungen und nicht als Einzelräucherung angewendet. In Arabien wird Sandarak zum Strecken oder Fälschen von Ambra des Pottwals genutzt. Sandarak wurde traditionell zur Gewinnung spezieller Lacke eingesetzt. Der untersetzte Sandarakbaum gedeiht in Marokko, Algerien, Tunesien, Südost-Spanien bis Malta. Auch in Australien gibt es eine Baumart, die Sandarak genanntes Harz liefert, welches aber nicht so wirkungsstark wie das marokkanische Harz sein soll. Sandarak läßt sich gut mit Thuja, Zeder, Wacholder, Galbanum, Angelika, Styrax, Benzoe, Tolubalsam, Santakraut, Sumpfporst u.a. verräuchern. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Sandelholz, rot (Holz und Pulver)
Rotes Sandelholz (Amyris balsamifera) ist mit dem wertvollen weißen Sandelholz (Santalum album) nicht verwandt, doch dies wird oft fälschlicherweise angenommen. Der Geruch ist ähnlich, aber längst nicht so intensiv und bei weitem weniger edel wie der des ostindischen weißen Sandelholzes. Der botanische Ursprung des Baumes aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) lag im Dunkeln, bis 1886 Kirkby bei der mikroskopischen Untersuchung der Blätter deutliche Unterschiede zwischen dieser Pflanze und dem echten Sandelholz feststellte. Wegen seines hohen Ölgehaltes nennen die Einheimischen es Kerzenholz, denn es brennt wie eine Kerze. Fischer und Handelsreisende gebrauchten es als Fackel, und auch als Möbelholz ist es hervorragend geeignet. In alkoholischer Lösung ist es stark rot färbend und ein ideales Färbemittel, auch als Haartönung. Rotes Sandelholz wurde im französischen Okkultismus als Räucherung für den Löwen benutzt und galt als aphrodisierend. Es verfeinert die geistige Energie, regt die schöpferischen Kräfte an und stärkt die Phantasie. Bei Ritualräucherungen nimmt es sanft Sorgen und Lasten fort. Es ist Balsam für die Seele und weckt spirituelle Energien. Es ist als Holzsplitter, welche sich leicht zerkleinern lassen und als Holzpulver im Handel. Das feine Pulver läßt sich besonders gut mit anderem Räucherwerk mischen und behält trotzdem seinen zarten Geruch. Ursprünglich vor allem auf Haiti kultiviert, ist Amyris heute in den tropischen Gebieten rund um den Erdball anzutreffen, besonders in Venezuela und Jamaika. Rotes Sandelholz kann gut allein verräuchert werden, mischt sich aber auch angenehm mit Rose, Koriander, Zimt, Nelke, Muskatnuß, Ysop, Thuja, Salbei u.a.. |
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Sandelholz, weiß (Holz und Holzpulver)
Weißes Sandelholz (Santalum album) ist in Indien, in der Umgebung der ostindischen Provinzen Mysore und Karnataka beheimatet, wo er sein bestes Aroma entwickelt und dort "Chandan" genannt wird. Sandelholz ist ein immergrüner Baum aus der Pflanzenfamilie der Leinblattgewächse. Der Sandelholzbaum wird bis zu zehn Meter hoch und kann einen Umfang von ein bis zwei Metern erreichen. Seine immergrünen Blätter sind länglich lanzettlich und gegenständig an den weichen Zweigen angeordnet. Die kleinen Blüten, zu Rispen angeordnet, sind geruchlos. Sandelholz ist wohl eines der schönsten Geschenke Indiens an die Welt der Düfte. Das antilopenfarbene Kernholz wird als Räucherstoff verwendet. Es dient als Rohstoff zur Gewinnung von wertvollen Sandelöl und zur Herstellung von kunstvollen, duftenden Schnitzarbeiten. Das ätherische Sandelholzöl entwickelt sich erst in über 30 jährigen Bäumen und ist sehr teuer. Seine Herstellungsweise ist schon seit dem 6. Jahrhundert v.u.Z. bekannt. Erst 30 bis 60 Jahre alte Bäume können geerntet werden, und bei Verpflanzungen auf anderen Boden in anderen Gegenden verliert er seinen besonders guten Duft. Europäische Nasen sind verhältnismäßig spät in den Genuß des köstlichen Sandelholzes gekommen, denn erst im 15.Jahrhundert tauchte es in italienischen Apotheken auf. In der ayurvedischen Medizin wird Sandelholz (sanskrit: Srighanda) vor allem als Heilmittel genutzt. Der warme weiche sanfte Duft hinterläßt überall dort wo er eingeatmet wird ein Gefühl der Bereicherung und des Wohlgefühls. Sandelholz ist für Räucherwerk fast unentbehrlich. Es ist wunderbar lösend und vertiefend bei Meditationen, findet Verwendung bei Gebeten und Heilungszeremonien. Weiße Sandelholzräucherungen wirken entspannend und auf sanfte Weise erotisierend und stimulierend. Sie eignen sich besonders für Abendräucherungen, denn sie machen den Geist spürbar wach und klar und hüllen mit einer warmen, beruhigenden Aura ein. Es wirkt außerdem desinfizierend, aphrodisierend, erwärmend, gegen Nervosität, euphorisierend und schenkt innere Ruhe und Zufriedenheit. Es beruhigt den hektischen Fluß der Gedanken und ist eine wirksame Hilfe, zu innere Gelassenheit und meditativer Gelöstheit zu gelangen. Sandel kühlt feurige Energie ab und transformiert sie auf eine feinere Schwingungsebene. Sandelholzduft dringt tief in das Gefühlsleben ein, glättet, beruhigt, besänftigt und wirkt spannungslösend. Im indischen Volksglauben fürchten böse Geister den Sandelduft und können einen Ort nicht betreten, der nach Sandelholz duftet. Am Ganges befinden sich Verbrennungsstätten, wo die Körper Verstorbener im Feuer verbrannt werden, und die Asche danach den Wassern des Ganges übergeben wird. Den Hölzern für die Einäscherung reicher Hindus wird oft das kostbare Sandelholz in großen Stücken beigegeben. Sandelholz so heißt es, unterstützt den Weg zu einer besseren Wiedergeburt. Dem Sandelholz wird in seinem Ursprungsland eine starke Ausstrahlungskraft zugesprochen. Die Menschen in Indien haben schon in frühester Zeit beobachtet, daß das Sandelkernholz nicht von Termiten angegriffen wird, welche in Indien viel Edelholz zerstören. Es gilt deshalb als Sinnbild der Lebenskraft. Die verschieden Anwendungsarten des Sandelholzes auf dem indischen Subkontinent würden ein eigenes Buch füllen, denn es ist fast untrennbar mit dem indischen Leben verbunden. Sein Duft begleitet alle Stationen des Lebens, die scheinbar nicht miteinander zu tun haben, als duftende Beigabe für die Reise ins nächste Leben wie auch als erotischer Duftreiz für sinnliche Freuden. In Indien wird es für Körperpuder, Öle, Parfüms, Räucherstäbchen und natürlich auch für Räucherungen seit Jahrtausenden verwendet. Das feine, edle Holzpulver läßt sich problemlos mit allem anderen Räucherwerk mischen und behält seinen besonderen Eigenduft bei. Das Pulver hat dieselben Eigenschaften wie das geschnittene Holz. Weißes Sandelholz ist sehr schwer zu bekommen, weil Indien 1992 Ausfuhrbeschränkungen erlassen hat. Der derzeitige Ertrag an indischen Sandelholz, der im Besitz der indischen Regierung ist, beträgt pro Jahr etwa 1.000 Tonnen. Das Holz wird an Händler in Indien versteigert. Der indische Staat bemüht sich, den Raubbau an Sandelholz zu verhindern, doch illegale Fällungen und Schmuggel von Sandelholz außer Landes sind in Indien nichts Ungewöhnliches. Deshalb werden gute Sandelholzprodukte hierzulande immer seltener, und man ist auf eben jene Schmuggler angewiesen, denen man die Ausfuhrbeschränkung eigentlich verdankt, und die natürlich entsprechend teuer sind. Weißes Sandelholz mischt sich zum Räuchern gut mit Adlerholz, Rhododendron, Salbei, Tolubalsam, Copaibalsam, Bernstein, Rose, Veilchen, Lavendel, Nelke, Pfeffer, Labdanum, Benzoe, Patchouli, Cassia, Myrrhe, Jasmin, Moschuskörner u.a. Sandelholz hat in Verbindung mit Benzoe oder anderen süßlichen Düften eine sehr sinnliche Ausstrahlung. |
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Santakraut (Kraut)
Santakraut (Eriodictyonis santa), auch Mountain Balm, Bergbalsam, Bärenkraut oder Yerba santa genannt, ist eine heilige Kraftpflanze der Indianer aus dem Südwesten der USA und wird traditionell in ihren Medizinbeuteln aufbewahrt. Es wurde auch als Tabakersatz von den Indianern geraucht und verräuchert. Es wird bei Reinigungszeremonien und Opferritualen verwendet. Es weiht Haus und Geliebte und hält Unheil fern. Man sagt, die Pflanze könne negative Einflüsse und krankmachende Kräfte neutralisieren. Ihr stark aromatischer, warm-würziger Duft schafft eine Atmosphäre der Heilung und des Heilens, deshalb wurde Santakraut zum Räuchern für Heilungszeremonien und am Krankenbett verwendet. In der indianischen Überlieferung heißt es, Santakraut könne innere Schwäche, Ängste und innere Verletzungen mindern und helfen, diese in Stärke und Vertrauen zu verwandeln und einen inneren Reifeprozeß zu unterstützen. Santakrauträucherungen eignen sich, in einem Raum die negative Atmosphäre, die durch Streit, Angst, Aggression und Wut entstanden ist, zu reinigen und zu neutralisieren und die Luft der Heilung einkehren zu lassen. Santakraut kann helfen, Fehlverhalten, das zu Krankheit geführt hat, zu korrigieren und besser auf sich selbst zu achten. In der indianischen Heilkunde wurde das Kraut als bevorzugtes Heilmittel bei allen Erkrankungen der Atemwege gebraucht. Man bereitete daraus einen Tee bei Erkältungen, benutzte es als Badezusatz bei Allergien, machte Umschläge und verräucherte es zur Heilung. Santakraut gedeiht im trockenen Klima der Bergregionen Arizonas, New Mexikos, Mexikos und Kaliforniens. Santakraut mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Eisenkraut, Sage, Indianertabak, Salbei, Passionsblume u.a. | |
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Sarsaparilla (Holz)
Indischer Sarsaparilla (Hemidesmus indicus) ist eine kletternde Efeupflanze, die in ganz Indien gefunden wird und in Bengalen, Maharashtra und bis hin nach Travancore und Sri Lanka verbreitet ist. Ihre Wurzeln, Wurzelrinde und das daraus gewonnene Öl Coumarin sind sehr aromatische Substanzen. In der ayurvedischen Medizin werden Sarsaparilla (sanskrit: Anantamula) heilende Eigenschaften zugeordnet, zum Beispiel Hilfe bei Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Problemen mit der Ernährung und der Haut und Fieber. Es gilt allgemein als ein Stärkungsmittel. |
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Sassafras (Holz und Rinde) 
Sassafras (Sassafras albidum), auch Nelkenzimt genannt, wird bei geistiger Schwäche und Antriebslosigkeit verräuchert. Es erleichtert den Umgang mit materiellen Problemen und fördert einen gesunden Realismus. Es stärkt die Entscheidungsfähigkeit und gibt Kraft zu den daraus entstehenden Handlungen. Sassafras wirkt leicht halluzinogen, euphorisch und regt den Geschlechtstrieb an. Das ätherische Öl aus der Rinde dieser Pflanze besteht zum Großteil aus Safrol, einem Stoff, der im Körper vermutlich zu Amphetamin-ähnlichen Verbindungen umgewandelt wird, was diese Wirkung erklärt. Da Sassafras giftig ist und krebserregend sein soll, wird von innerlicher Einnahme dringlichst abgeraten, auch wenn man immer wieder von Sassafras-Tee und kräftigen Liebestrünken aus der Wurzelrinde hört. Der Sassafras-Baum wächst im Osten der USA. Den Indianern ist er heilig und wird als Liebesbaum verehrt. Volksmedizinisch wurde Sassafras bei Gicht, Rheuma, Menstruations- und Nierenbeschwerden eingesetzt. Sassafras duftet sehr angenehm und mischt sich zum Räuchern gut mit Fo Ti Tieng, Muira Puama, Damiana, Eisenkraut, Kalmus, Katzenminze, Copal, Giftlattich u.a. Sassafras ist nicht zum Verzehr geeignet. | |
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Schachtelhalm (Kraut) 
Schachtelhalm (Equisetum myrochaetum), auch Zinnkraut, Fegekraut, Katzenschwanz und Scheuergras genannt, hat seinen Stellenwert in der Heilkunde und wird in vielerlei Hinsicht medizinisch genutzt. Neben vielen Mineralien und Spurenelementen, die Nägel, Haar und Bindegewebe kräftigen, enthält Schachtelhalm auch viel Kieselsäure. Beim Räuchern wirkt es aphrodisierend, stimulierend und anregend. Man sagt, es soll sexuell anregend, Lust erzeugend und potenzsteigernd wirken, wenn der Rauch inhaliert oder ein Tee getrunken wird. Das Kraut wurde früher als Tabakersatz verwendet. Schachtelhalm wächst an Wegrändern, Gräben, Weiden und ist in Eurasien und Nordamerika verbreitet. Schachtelhalm mischt sich zum Räuchern gut mit Salbei, Sage, Indianertabak, Goldmohn, Damiana, Katzenminze, Copal u.a. |
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Schafgarbe (Kraut) 
Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine alte Heil- und Zauberpflanze. Schafgarbe ist ein hervorragendes Wundheilmittel bei Blutungen, Blutergüssen, inneren und äußeren Verletzungen, Fieber und Schlafstörungen. Sie ist dem Planeten Venus und dem gehörnten Gott Achiles geweiht. Die Chinesen verwenden Schafgarbenstengel zum Werfen ihres I-Ging-Orakels. Der frische, süßlich-grasige, leicht kampferig duftende Rauch der Schafgarbe vertreibt negative Energien von einer Person, einem Ort oder Objekt. Sie zeigt, daß manchmal eine bittere Situation notwendig ist, um weiterzukommen, um zu lernen. Schafgarbe regt die Seele an, die Situationen, Ängste, Erinnerungen etc. zu verdauen, sich die Erfahrungen einzuverleiben, aber nicht mehr darunter zu leiden. Die Wunde heilt, und die wertfreie Erfahrung bleibt zurück. Schafgarbe hilft, die Extreme miteinander zu verschmelzen und ein Gleichgewicht herzustellen. Sie wird geräuchert, um Mut, Entschlossenheit und psychisches Bewußtsein zu fördern, um Hellsicht zu erleichtern und exorzistische Riten durchführen zu können. Schafgarbe mischt sich zum Räuchern gut mit Jasmin, Beifuß, Lavendel, Kamille, Ysop, Melisse, Raute u.a. |
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Schierling (Kraut) 
Schierling (Conium maculatum) oder Fleckenschierling ist als hochgiftige Pflanze nur zu Räucherzwecken versetzt mit den Harzen Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam auf Anfrage im Handel zu bekommen, damit jeglicher Mißbrauch ausgeschlossen ist. Schierling, auch Wüterich genannt, war schon im Altertum als Gift verbreitet und wurde für Giftmorde, Hinrichtungen und als Betäubungsmittel verwendet. Der äußerst giftige Schierling stand im griechischen Altertum in schlechtem Ruf, weil das Trinken des Schierlingsbechers in Athen die offizielle Todesstrafe für Verbrecher war. Unsterblichen Ruhm allerdings hat das Gift durch Sokrates erlangt, der den Schierlingsbecher trinken mußte, weil er aufgrund der von ihm eingeführten neuen Form einer philosophischen Fragestellung wegen Gottlosigkeit und angeblicher Gefährdung der Jugend angeklagt war. Der Hauptwirkstoff des Schierlings, das Coniin, kommt in allen Teilen der Pflanze vor und bewirkt ähnlich Curare, eine aufsteigende Lähmung der motorischen und sensiblen Nerven sowie des Rückenmarks. Dabei versagt zuerst das Atmungszentrum, so daß der Vergiftete langsam erstickt, während das Bewußtsein bis zuletzt voll erhalten bleibt. Auch war die Pflanze ein wichtiger Bestandteil der Hexensalben. Es wird eindringlichst von Selbstversuchen abgeraten, bei denen Schierling innerlich oder als Hexensalbe angewendet werden soll. Magisch gesehen kann man den Schierling zur Weihe von Ritualgegenständen, wie magischen Messern, Dolchen und Schwertern, verwenden. Im Altertum wurde der Schierling verräuchert und der Rauch inhaliert, um Astralreisen unternehmen zu können und die sexuelle Lust zu unterdrücken. Die ein- bis zweijährige Pflanze liebt sonnige Lagen und blüht im zweiten Jahr. Schierling mischt sich zum Räuchern gut mit Mohn, Eisenkraut, Nieswurz, Bilsenkraut, Raute, Sage, Weihrauch u.a. Er ist hochgiftig und nicht zum Verzehr geeignet. |
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Schlangenwurzel (Wurzel)
Schlangenwurzel (Rauvolfia serpentina), auch Rauwolfia genannt, wird in Indien von den Ayurveden schon seit 3.000 Jahren als Gegengift bei Schlangenbissen, gegen Bluthochdruck und als Beruhigungsmittel verwendet. Das Alkaloid Reserpin wirkt beruhigend auf die Nerven. In Kenia wird sie von beschnittenen Jugendlichen als Schlaftee eingesetzt. Das isolierte Alkaloid Reserpin wirkt beruhigend auf die Nerven und soll Angstgefühle vertreiben. Auch bei Geisteskrankheiten und Irrsinn wurde Rauwolfia genutzt. Die Inder räucherten Schlangenwurzel, um den Geist vom Wahn zu befreien, Dämonen und böse Geister zu vertreiben und innere Ruhe wiederherzustellen. Schlangenwurzel wächst als Strauch in subtropischen Monsungebieten und ist in Indien verbreitet. Schlangenwurzel mischt sich zum Räuchern gut mit Alraune, Yage, Kreuzkraut, Lions Tail, Myrrhe u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Schlüsselblume (Blüte) 
Schlüsselblumen (Primula veris) wurden schon von Hildegard von Bingen bei Schlaganfällen, Gicht, Erkältungen, Kopfschmerzen, Magenleiden, Harnsteinen, Geschwülsten und Wunden als Heilkraut mit Erfolg eingesetzt. In der Volksmedizin war sie ein geschätztes Hustenmittel, wurde aber auch wegen ihrer harntreibenden, beruhigenden und schlaffördernden Wirkung bei Gicht, Rheuma, Migräne und Schlafstörungen verwendet. Besonders günstig soll die Schlüsselblume für ältere Menschen sein, die an einer chronischen Bronchitis leiden, weil sie durch ihre leicht harntreibende Wirkung auch eine Herz- und Kreislaufentlastende Wirkung hat. Im Brauchtum und Volksglauben hatte die Schlüsselblume eine überragende Bedeutung. Sie galt als Schutz- und Fruchtbarkeitsmittel. Die an Palmsonntag geweihten Blüten der Schlüsselblume wurden verräuchert, um gegen Fieber, Halsschmerzen, Zahnweh u.v.m. zu schützen. Es gibt viele Märchen und Geschichten über die Schlüsselblume. Sie wächst auf Wiesen, an Gebüschen und sonnigen Böschungen. Der Boden ist eher trocken und kalkhaltig. Schlüsselblumen sind in ganz Europa verbreitet. Schlüsselblume mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Copaibalsam, Hamamelis, Santakraut, Huflattich, Eisenkraut, Mastix u.a. |
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Schöllkraut (Kraut) 
Schöllkraut (Chelidonium majus), das auch Grindwurz genannt wird, stammt aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist somit mit der Mohnpflanze verwandt. Das Schöllkraut wird im Volksmund auch Schälkraut, Blutkraut, Ogenklar, Giftblome, Schillkraut und Wanzenkraut genannt. Die ausdauernde Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Ihre Wurzel ist kurz und ästig. Die gelben Blüten stehen in Dolden. Alle Teile der Pflanze enthalten einen orangefarbenen Milchsaft, welcher sich aus rund zwanzig mehr oder weniger stark wirksamen Alkaloiden zusammensetzt. Hauptsächlich sind dies Isochinolinalkaloide wie zum Beispiel Chelidonin, Chelerythrin und Berberin. Unter den Hauptalkaloiden wirkt Chelidonin morphinähnlich, zentralberuhigend, analgetisch und ähnlich wie Papaverin spasmolytisch, ohne allerdings Morphin in der Wirkungsstärke zu erreichen. Chelerythrin ist stark toxisch und führt in größeren Dosen zu zentraler Lähmung. Sanguinarin hat strychninartige Eigenschaften und ruft heftige Krämpfe hervor, während Berberin für die Entleerung der Gallenblase verantwortlich gemacht wird. Medizinisch wirkt Schöllkraut beruhigend und krampflösend. Es entspannt die Muskeln der Bronchien und des Darms. Des weiteren hat es gallenflußfördernde Eigenschaften. Es wird bei Bronchitis, Keuchhusten, Leber- Gallenleiden, Asthma, Gicht, Rheuma, Angina pectoris, Gelbsucht, Gallensteinen und Gallenkoliken eingesetzt. Schöllkraut ist aber äußerst giftig und darf nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Hildegard von Bingen zählt Schöllkraut mit zu den Giftpflanzen wegen ihrer stark reizenden Wirkung und warnt vor innerlicher Einnahme. Hingegen empfiehlt sie die äußerliche Anwendung wegen der ätzenden, schmerzstillenden und zugleich bakteriziden Eigenschaften der Alkaloide. Auch in der Volksheilkunde wurde der Milchsaft des Schöllkrauts als Heilmittel gegen Hautwucherungen und Warzen mit Erfolg verwendet. Die mittelalterlichen Alchemisten setzten die goldgelben Blüten des Krautes zur Goldherstellung ein. Es sollte zusammen mit anderen Zutaten den Stein der Weisen bilden. Am Körper mitgeführtes Schöllkraut soll helfen, unverdienten Gefängnisaufenthalten und Fallen aller Art zu entkommen, zudem soll es dem Träger gute und freudige Stimmung verleihen und Depressionen heilen. Bei Rechtsangelegenheiten oder zu Gerichtsverhandlungen sollte man Schöllkraut bei sich haben, denn es sichert einem das Wohlwollen des Richters oder der Geschworenen. Zu diesem Zweck wurde Schöllkraut auch oft verräuchert. Außerdem ist es ein starkes Schutzkraut, und durch das Räuchern soll der Schutzzauber aktiviert werden. Schöllkraut bewahrt vor Unglück und Unheil jeglicher Art, wehrt Dämonen und Teufel ab, macht Zauberer und Hexen machtlos und unterstützt Reisen in die Anderswelt, sagt man. Schöllkraut wächst bevorzugt in warmen, sonnigen Lagen an Mauern, Wegrändern, Zäunen, in Gebüschen und auf Schuttplätzen. Es ist fast in ganz Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Schöllkraut gehört zu den Giftpflanzen wegen seiner stark reizenden Wirkung, und es wird vor innerlicher Einnahme und auch äußerlicher Anwendung gewarnt, auch wenn es historisch als Bestandteil von Hexensalbe beschrieben ist. Schöllkraut mischt sich zum Räuchern gut mit Goldmohn, Stachelmohn, Traumkraut, Zeder, Pericon u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. | |
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Schwarzkümmel (Samen) 
Schwarzkümmel (Nigella sativa), auch schwarzer Koriander genannt, ist seit dem Mittelalter als Gewürz- und Heilpflanze im asiatischen und arabischen Raum bekannt. Die Samen werden traditionell auf türkisches Fladenbrot gestreut. Die nach Erdbeere riechenden und nach Muskatnuß schmeckenden Samen werden frisch oder geröstet in vielen Gerichten der indischen, ägyptischen, griechischen und türkischen Küche verwendet. In Indien verabreicht man ihn unter anderem bei Wurmbefall und gegen Nervenleiden und wegen seiner krampflösenden, harn- und galletreibenden Wirkung. Früher wurde er besonders in der Volksheilkunde gegen Blähungen und auch zur Förderung der Milchabsonderung gebraucht. Er galt als Pfefferersatz und Gewürz für Backwaren. In größerer Menge sollte Schwarzkümmel nicht konsumiert werden, da er giftig ist und Magenkrämpfe verursacht. Weil er sehr viel ätherisches Öl beinhaltet, wird er auch in der Kosmetik verwendet. In Indien, Türkei und Arabien wird Schwarzkümmel zusammen mit Koriander, Kardamom, Anis, Ajuwan, Neem u.a. verräuchert, um Dämonen und böse Geister auszutreiben. Haus, Hof und Umgebung wird gereinigt und die Atmosphäre geklärt. Schwarzkümmel bevorzugt Ödland und ist in Südwestasien und im Mittelmeerraum heimisch und verbreitet. Schwarzkümmel mischt sich zum Räuchern gut mit Anis, Fenchel, Kardamom, Koriander, Kubebenpfeffer, Rhododendron, Guajakharz u.a. |
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Sinicuiche (Kraut)
Die aus Südamerika stammende Sinicuiche (Heimia salicifolia) ist mitunter eines der beliebtesten Räucherkräuter der Indianer und war ehemals eine sakrale Pflanze der Azteken. Die Indianer räuchern dieses Kraut zusammen mit Sage und anderen Pflanzen, je nach Sinn und Zweck der Räucherung. Außerdem machen sie sich einen Absud, indem sie die zerstoßenen Blätter mit heißem Wasser übergießen und in der Sonne stehenlassen, damit er fermentiert. Danach wird der Mix getrunken. Angenehme Mattigkeit, Entspannung der Muskulatur, Gefühl der Euphorie, leichte Berauschung, Halluzinationen des Gehörsinns und verbesserte Gedächtnisfunktion sind die Folge. Sinicuiche gilt in der mexikanischen Volksmedizin als Narkotikum, Diuretikum, Rausch- und Fiebermittel. Ein Tee aus dem Kraut gilt als wohltuend. Beim Räuchern dient der zarte, grün- waldige Duft der Behandlung gegen den bösen Blick. Die Pilaga aus dem argentinischen Chaco legen die frischen Blätter auf Geschwüre auf, trinken ein Wurzeldekokt bei Magenschmerzen und baden darin bei Krätze. Die mehrjährige Sinicuiche wächst hauptsächlich im Hochland von Mexiko, ist aber auch in Baja California verbreitet. Die Pflanze kommt überall in Südamerika bis Argentinien vor. Sie ist auch gut als Zimmerpflanze zu halten. Sinicuiche mischt sich zum Räuchern gut mit Sage, Damiana, Passionsblume, Benzoe, Copal, Vogelknöterich, Kreuzblume u.a. |
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Ska Maria Pastora eu/mex (Blätter)
Ska Maria Pastora (Salvia Divinorum) gehört zu den heiligen Mysterienpflanzen der Menschheit. Die Jahrtausende alte Kulturpflanze der Azteken, der Wahrsagesalbei, auch Pipiltzintzintli genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ein naher Verwandter des Salbeis. Die Pflanze läßt sich nicht aus Samen kultivieren, woraus man schließt, daß sie schon über lange Zeit von den Menschen als Kulturpflanze gezüchtet wurde. Es ist jedoch möglich, sie aus Stecklingen zu ziehen. Noch heute wird Ska Maria Pastora von den Nachfahren der Azteken, den mexikanischen Oaxacan, vermehrt und seit Generationen weitergegeben. An streng geheimgehaltenen Plätzen wird die Pflanze in Wäldern kultiviert. Erst in den sechziger Jahren entdeckten amerikanische Ethnobotaniker die Pflanzen. Mit Erlaubnis der Oaxacan-Priester brachten sie einige Pflanzen zum Kultivieren nach Kalifornien. Inzwischen liefern auch europäische Duftgärtnereien den Wahrsagesalbei. Er braucht einen humusreichen Boden und hohe Luftfeuchtigkeit zum gedeihen. Er ist nicht winterhart. Die indianische Mythologie erzählt, daß diese Pflanze den Menschen von den Göttern geschenkt wurde, um sie zu befähigen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Pflanze soll die Wahrnehmung der Menschen für spirituelle und kosmische Energien ermöglichen und fördern. Die Schamanen der Mazateken von Oaxaca benutzen Ska Maria Pastora in divinatorischen- und Heilritualen. Sie finden fast ausschließlich nachts in vollkommener Dunkelheit und Stille statt. Bevor der Schamane und Patient und gegebenenfalls weitere Personen, die Blätter kauen, lutschen, rauchen oder räuchern, werden sie unter Gebeten mit Copal beräuchert und den höheren Mächten geweiht. Nach dem Konsum der Blätter legen sich die Teilnehmer hin und geben keinen Laut von sich. Wenn die Visionen stark genug waren, hat der Schamane die Krankheitsursache oder ein anderes Problem erkannt. Er berichtet davon und gibt dem Patienten entsprechende Ratschläge. Um Visionen zu erzeugen, dienen die Blätter dazu, bei Marienfesten die Jungfrau Maria erscheinen zu lassen. Sie werden geraucht und geräuchert. Aztekensalbei ist im Mazatekengebiet der Sierra Madre im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca heimisch. Ska Maria Pastora mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Sinicuiche, Indianertabak, Sage, Salbei, Eisenkraut, Copal u.a. |
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Sonnenhut (Wurzel)
Sonnenhut (Echinacea angustifolia), auch Schmalblättriger Igelkopf oder Echinacea genannt, ist in der Medizin der Indianer Nordamerikas eine wichtige Heilpflanze. Sie verwendeten ihn äußerlich bei einigen Infektionen, schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Abszesse, Furunkeln, Unterschenkelgeschwüren, Nagelbettentzündungen, Brandwunden, Insektenstichen und bei Herpesinfektionen. Für die innerliche Anwendung sollen sich Sonnenhutextrakte oder Tees eignen, vor allem bei Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Halsentzündungen. Bei Schwitzhüttenzeremonien wurde Sonnenhut gebraucht. Die Schamanen und Medizinmänner verräucherten Sonnenhut um Kankheitserreger und Keime zu vertreiben und die Atmosphäre zu reinigen. In der heutigen Medizin spielt Sonnenhut ebenfalls eine große Rolle. Die Wurzel ist das bedeutendste pflanzliche Immunstimulans und wird z.Z. in der Aids-Forschung untersucht. Echinacea soll die Abwehrkräfte des Körpers steigern, ohne giftig zu sein, Keime und Viren töten, Fieber und Infektionshäufigkeit senken und das Abheilen von entzündetem Bindegewebe fördern. In Nordamerika wird die Pflanze aus der Familie der Köpfchenblüter (Asteraceae) bei vielen innerlichen und äußerlichen Beschwerden, sowie als vorbeugende Medizin verwendet. Sonnenhut ist als natürliches Antibiotika berühmt geworden. Sonnenhut wächst in trockenen, lichten Wäldern und Prärien Nordamerikas. Die sehr attraktive, hüfthohe Pflanze besitzt margeritenähnliche, großen, meist rötlich-rosafarbenen Blüten. Ihre Inhaltsstoffe sind Heteroglykane, Echinacosid, Cichoriensäure etc. Sonnenhut mischt sich zum Räuchern gut mit Sage, Hamamelis, Brennessel, Birke, Zeder, Mandelbaum, Bachminze, Bärentraube u.a. |
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Spitzwegerich (Kraut) 
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) wurde wahrscheinlich schon in der Steinzeit als Heilmittel benutzt. Das Wort Wegerich kommt aus dem Althochdeutschen. In ihm stecken "Wega" (Weg) und "Rih" (König). Man könnte den deutschen Namen mit Wegbeherrscher übersetzen, was auf den Standort hinweist. Der Spitzwegerich ist eine eurasische Pflanze, die ursprünglich nur in dem Gebiet vorkam, das dem großen Laubwaldgebiet Eurasiens angehört, wobei die Massenverbreitung allerdings mehr im Westen lag. Daß der Spitzwegerich heute beinahe weltweit verbreitet ist, verdankt er dem Menschen. So umfaßt sein heutiges Areal fast ganz Europa, westlich bis Skandinavien und Island, Nord-, Vorder- und Mittelasien, einschließlich Himalaja, Sri Lanka, Nordafrika, Nordamerika, Brasilien, Chile, Feuerland, Australien und Neuseeland. So ist verständlich, daß der Spitzwegerich im alten Ägypten zu Zeiten der Pharaonen nicht vorhanden war. Angaben in der Literatur, nach denen er dort zu Heilzwecken verwendet wurde, sind demnach falsch. Bei den von Dioskurides aufgeführten Wegerich-Arten dürfte es sich auch nicht um den Spitzwegerich gehandelt haben. Im Mittelalter wurde er hingegen in Deutschland oft bei verschiedenen Krankheiten zur innerlichen und äußerlichen Einnahme empfohlen (Hildegard von Bingen, Albertus Magnus, Leonhart Fuchs). Hildegard von Bingen empfahl ihn zusätzlich bei Insektenstichen, Rheuma, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Bindehautentzündung, Neuralgien, Migräne, Podagra und Fieber. In der Volksheilkunde wurde Spitzwegerich als Tee bei Bronchitis, Lungentuberkulose, Blutarmut und Schwindsucht noch zusätzlich eingesetzt. Medizinisch ist er ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken. Der Spitzwegerich galt als Abwehrmittel gegen Zauberei und wurde deshalb verräuchert. Um sich von der angezauberten Liebe freizumachen, wurde der Wegerich in entsprechenden Zeremonien verbrannt. Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Der zur etwa 220 Arten umfassenden Familie Plantaginaceae (Wegerichgewächse) zu zählende Spitzwegerich ist eine krautige Pflanze von 5 bis 50 Zentimetern Höhe. Er besitzt eine reichverzweigte Wurzel, mit der er bis 60 Zentimeter Tiefe gehen kann. Alle Laubblätter, in einer Rosette zusammenstehend, sind lanzettlich. Die Spreite geht allmählich in den Stiel über, der am scheidigen Grund wollig behaart ist. Vorne läuft sie spitz zu. Ihr Rand ist glatt oder entfernt gezähnelt. Sie ist anliegend behaart bis beinahe kahl. Besonders auffällig sind die 3 bis 7 parallel angeordneten Adern, die stark hervortreten und dem Blatt besondere Stabilität verleihen. Der Adernverlauf weicht von der Norm ab, denn alle Zweikeimblättrigen Pflanzen (Dicotyledoneae), zu denen auch die Gattung Plantago gehört, zeigen Netznervatur. Die Blätter werden vom Vieh gerne gefressen und sind der wichtigste medizinisch nutzbare Teil der Pflanze. Der aufrecht wachsende oder aufsteigende, blattlose, kantige, gefurchte und angedrückt behaarte Schaft trägt am Ende während der Blütezeit zwischen Mai und September eine dichte, walzliche Ähre mit verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Zwitterblüten. Da sie proterogyn (vorweiblich) sind und hauptsächlich vom Wind bestäubt werden, blühen sie zonenweise von unten nach oben auf. Zuerst ist das weibliche Stadium an der Reihe, dann folgt das der Staubblätter, die sich durch leicht bewegliche Staubfäden und -beutel auszeichnen. Die sehr kleinen, kugeligen, glatten und nicht klebenden Pollenkörner (Durchmesser 0,028 Millimeter) werden bei warmem, trockenem Wetter entlassen und durch Luftbewegungen fortgetragen. Obwohl die Blüten weder auffällige Hüllblätter tragen, Nektar absondern noch duften, werden sie doch von Insekten besucht. Es handelt sich einerseits um Schwebfliegen, die auch Pollen übertragen, andererseits um pollenfressende, kleine Käfer. Bedeutsam ist, daß manche Menschen allergisch auf den Pollenflug des Wegerichs reagieren. Die später erscheinenden Kapselfrüchte gehen aus einem oberständigen Fruchtknoten hervor. Sie sind eiförmig, 3 bis 4 Millimeter lang und öffnen sich mittels eines Deckels. Die 2 Millimeter langen Samen haben eine schwärzliche Färbung und eine schleimhaltige Außenschicht. Sie werden als Schleimsamen bezeichnet, weil sie eine Klebverbreitung haben. Sie finden in der Medizin keine Verwendung. Im Spätherbst und im Vorwinter werden sie aber von körnerfressenden Vögeln verzehrt. Als Hemikryptophyt zieht der Spitzwegerich sich im Herbst zurück, bleibt aber am Leben und überdauert die ungünstige Zeit. Er wird deshalb zu den Stauden gerechnet. Er bevorzugt frische oder wechselfrische, nährstoffreiche, meist tiefgründige, sandige oder lehmige Böden. Vor allem sind Fettwiesen und -weiden, Parkrasen, vor allem auch magere Ausbildungsformen wie Trocken- und Halbtrockenrasen, Wegränder und sogar Äcker von der Ebene bis ins Gebirge seine Standorte. Die Pflanze enthält vor allem Schleimstoffe, das Glykosid Aucubin (Rhinanthin), Gerbstoffe und Kieselsäure. Spitzwegerich hat nach meiner Erfahrung einen schweren, verbrannten und unangenehm säuerlichen Geruch, der sich hartnäckig in der Luft hält. Spitzwegerich mischt sich zum Räuchern gut mit Löwenzahn, Katzenminze, Pfefferminze, Himbeere, Rose, Tragant u.a. |
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Stachelmohn (Kraut)
Stachelmohn (Argemone mexicana), auch Chicalote genannt, wächst auf trockenen Feldern und an den Straßenrändern Mexikos. In Mexiko wird der eingetrocknete Milchsaft der Kapsel in Krankenhäusern offiziell als Heilmittel verwendet. Der medizinische Gebrauch des Stachelmohns ist weitverbreitet, die Maya, Ladakher und die Seri-Indianer Nordamerikas verwenden ihn noch heute gegen verschiedene Leiden. Die Pima-Indianer trinken ein Dekokt bei Harnverhalten, die Inder behandeln Hautkrankheiten, Ekzeme und Fleischwürmer mit einer Paste. Auch in Nigeria und Senegal wird der Stachelmohn wegen seiner beruhigenden Wirkung geschätzt, auf Hawaii wurden mit dem Milchsaft diverse Leiden behandelt, die Bewohner der karibischen Inseln verwenden den Milchsaft und brauen ein Dekokt bei verschiedenen Störungen. Die Chinesen stellten sich daraus einen Opiumersatz her. Die Indios räucherten Samen und Kraut bei ihren Zeremonien und rituellen Feiern. Das Kraut wird auch geraucht, beim Räuchern wird der Rauch inhaliert. Stachelmohn wirkt beruhigend auf die Nerven, lindernd Schmerzen und macht euphorisch und stimuliert den Geist. Stachelmohn stammt aus den amerikanischen Tropen, ist aber heute weltweit verbreitet. Er kommt häufig im tropischen Afrika sowie in Indien und Nepal vor. Stachelmohn mischt sich zum Räuchern gut mit Damiana, Goldmohn, Helmkraut, Indianertabak, Sage, Santakraut u.a. |
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Stechapfel (Samen und Blätter) 
Der gemeine Stechapfel (Datura stramonium) stammt aus Amerika, heute ist er vor allem in Mittel- und Südeuropa und in Asien angesiedelt und ist in den tropischen und gemäßigten Zonen beider Hemisphären verbreitet. Die Pflanze hat eine lange Geschichte als Arznei- und Giftpflanze sowie als Aphrodisiakum. Im Mittelalter war der Stechapfel Bestandteil der Flug- oder Hexensalben. In Nordamerika wird er rituellen Rauchmischungen beigesetzt. Stechapfel kann zu Rauschzuständen und Halluzinationen führen, wie schon ein Bericht aus dem 17. Jahrhundert beschreibt: "Wenn man jemandem nur ein wenig davon eingibt, wird er in seinen Sinnen dermaßen zerrüttet und begaukelt, daßs man vor ihm thun kann, was man will, und er dess anderen Tages gar nichts darum weiß. Solche seine Sinn-Beraub- oder Bethörung und Betoberung währt 24 Stunden lang. Indessen kann man einem die Schlüssel aus dem Schiebsack ziehen, Truhen und Schreibtisch aufsperren vor seinen Augen und muß er mit sich umgehen lassen, wie man will, er merckt und versteht nichts davon; so ist ihm auch folgenden Tages nichts davon bewußt." Die Stechapfel-Pflanze war aber vor allem begehrt als "Liebes-Mittel", und auch das weiß jener Berichterstatter: "Mit den Weibsbildern kann gleichfalls vermittelst dieses Mittels Mancher seines Gefallens pflegen und viel, ja gleichsam Alles von ihnen zu Wege bringen. Daher ich nicht glaube, dass ein schädlicheres Kraut auf Erden zu finden sei, durch welches man so viel böse Sachen wiewohl natürlicher Weise stiften könne." In einem Polizeibericht, Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg verfaßt, ist festgehalten, "daß sich eine Bordellwirtin des Stechapfels bediente, um nichtsahnende Mädchen so zu betäuben, daß sie von jedem, der zu zahlen bereit war, mißbraucht werden konnten". Und wer einen Zaubertrank anrührte oder eine Hexensalbe herstellte, griff dank seiner Wirkungen natürlich gern ebenfalls auf den Stechapfel zurück. In Indien und Nepal ist der Stechapfel dem Gott Shiva heilig und heißt Shiva Shekhra oder Unmatta. Die Samen werden oft mit Bhang (Hanf) vermischt, um dessen halluzinogene Qualität zu fördern. Sie werden entweder geraucht oder geräuchert. Medizinisch wurde die Pflanze bei Nervenleiden, Neurosen der Luftwege, Asthma und Keuchhusten angewendet. Die Stramoniummedikamente wurden meist in Form von Absuden, Tinkturen oder Zigaretten verordnet. Eine Abart ist der indische Stechapfel (Datura metel), der sich von Nordindien aus in ganz Südostasien, Afrika, Mittel- und Südamerika verbreitet hat. Die Blätter sind ein wichtiger Bestandteil tantrischer Rauchmischungen, und die Samen werden psychoaktiven Räucherwerk zugesetzt. Indischer Stechapfel wird kommerziell als Scopolamin-Lieferant angebaut. Alle Stechapfel-Arten gehören zu den heftigsten narkotischen Giften und enthalten in sämtlichen Pflanzenteilen die Alkaloide Hyoscyamin, Skopolamin und Atropin, wobei die Konzentration in den Samen am höchsten ist. Allein schon die Blüten sind so berauschend, daß ihr Geruch betäubend und leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Diese Tatsache sollte jedoch nicht dazu verleitet, die Geschichte vom armen, verlassenen Lakmé in Delibes Oper zu glauben, der Selbstmord verübt, indem er den giftigen Duft des Stechapfelbaumes einatmet. Aber Selbstmord auf diese Art und Weise zu begehen, wäre sicherlich zu langwierig. Zwar ist der europäische Stechapfel im Laufe der Zeit zu einer immer selteneren Pflanze geworden, trotzdem ist er aber noch hier und da auf Müllhalden und an Stellen anzutreffen, an denen er sich von den Gärten aus ausgebreitet hat. Er ist eine Jahrespflanze, die leicht am Geruch, ihren weißen, trichterförmigen Blüten und ihrer Frucht, den Äpfeln, zu erkennen ist, die walnußgroß und dicht mit Stacheln übersät sind. Oft erliegen gerade Kinder nach dem Genuß der Samen tödlichen Vergiftungen, denn die Samen sind, solange sie noch unreif sind, schmackhaft und süß, dazu noch leicht zugänglich, da die Stacheln der Frucht erst nach der Reife der Samen hart werden. Es wird dringend von Experimenten mit Stechapfel abgeraten. Die geringste Wirkung, die schon beim Einatmen der Dämpfe durch Kochen von Stechapfelsamen entstehen, führen zu starken Erregungszuständen. Jede weitere Wirkung können bis zum bleibenden Wahnsinn und massiven Wahrnehmungsstörungen führen, die bei unsachgemäßer Anwendung längere psychiatrische Behandlungen bedeuten. Die Indianer räuchern die Samen als Reinigungsmittel und Halluzinogen, sie werden auch mit Tabak gemischt und geraucht. Nur sehr wenige Samenkörner reichen für eine Anwendung aus. Sie wirken aphrodisierend und vermitteln sexuelle Träume. Die Samen dürfen auf keinen Fall innerlich eingenommen werden, es wird außerdem empfohlen, sie nicht zu rauchen. Sie sind sehr giftig, und nur wenige Körner können zum Tod führen. Im Handel gibt es sie nur auf Anfrage. Der Geruch erinnert etwas an geröstete Nüsse. Stechapfelsamen mischen sich zum Räuchern gut mit Damiana, Schachtelhalm, Helmkraut, Sage, Katzenminze u.a. Stechapfelblätter sind zu Räucherzwecken nur mit den Harzen Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam versetzt und auf Anfrage im Handel erhältlich, um jeglichen Mißbrauch als Tee, Hexensalbe oder Tabakersatz künftig auszuschließen, weil sich die Mißbräuche und Unfälle mit Stechapfel in letzter Zeit gehäuft haben. Stechapfelblätter sind schon seit der Antike als Räuchermittel und in der Medizin in Gebrauch. Viele Prärie-Indianer mischen Stechapfelblätter unter ihre zeremoniellen Rauchmischungen für die legendäre Friedenspfeife. Die Schamanen auf Yukatan rauchen die Blätter, um in hellseherische Trance zu verfallen. In der indischen Volksmedizin finden die Blätter bei diversen Gebrechen Gebrauch. Schon 4 bis 5 Gramm der Rohblätter (1 bis 2 Teelöffel) können bei einem Kind zum Tod führen. Die unzubereitete und unverdünnte Einnahme des Krauts ist lebensgefährlich. In Deutschland gab es bis in die 1970'er Jahre Asthmazigaretten mit Stechapfel in der Apotheke zu kaufen. Stechapfel wirkt halluzinogen und hypnotisch. Er kann Flugträume und sexuell ausschweifende Visionen hervorrufen und den Willen lähmen. Vor Überdosierung und Dauergebrauch wird gewarnt. Mittelalterliche Heilkundige behaupteten, daß Dauergebrauch zu Geistesschwäche führe. Stechapfelblätter mischen sich zum Räuchern gut mit Bilsenkraut, Alraune, Sage, Salbei, Copal, Damiana, Goldmohn u.a. Stechapfel ist hochgiftig und nicht zum Verzehr geeignet. |
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Steppenraute (Samen) 
Steppenraute (Peganum harmala) ist in Syrien, Vorderasien, Mandschurei und im Himalaja-Gebiet heimisch und wird überall in diesen Gebieten als Heilpflanze und Sakraldroge verwendet. Sie ist eine heilige Pflanze des alten Orients. Heutzutage ist der Gebrauch von Steppenraute in Marokko am lebendigsten. Im Samen befinden sich halluzinogene Substanzen. Der Rauch soll vor dem bösen Blick schützen, Teufel und Dämonen vertreiben, hellsichtig machen und berauschen. Schamanen räuchern die Samen rituell, um sich in Ekstase zu versetzen. Zum Hellsehen muß der psychoaktive Rauch tief eingeatmet werden. In Indien werden die Samen als Weihrauch verbrannt, um die Geburt zu erleichtern. Den Schamanen Nepals dienen die Samen als magisches Räuchermittel. In der Türkei räuchert man Steppenraute gegen die Auswirkungen des bösen Blicks. Die Samen verströmen beim Räuchern einen herben, nach Waldbrand riechenden Rauch, der aber angenehm zu inhalieren ist. Steppenraute mischt sich zum Räuchern gut mit Bilsenkraut, Asant, Wacholder, Koriander, Sage, Indianertabak u.a. |
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Sternanis (Frucht) 
Der Sternanis (Illicium verum beziehungsweise Illicum anisatum) stammt aus Südostasien, wird aber heute in ganz Asien angebaut. Er gehört zur Familie der Illiaceae und ist mit dem europäischen Anis aus der Familie der Doldenblütler (Umbelliferae) nicht verwandt. Sternanis wird dem Planeten Jupiter zugeordnet und zur Steigerung psychischer Fähigkeiten geräuchert. Die Samen werden mit Weihrauch verbrannt, um das Hellsehen zu fördern, man kann sie auch in Kräuterpendeln verwenden. Die einen Weihnachtsgeruch verströmenden, sternförmigen Früchte werden in ganz Asien seit alters her als Zusatz zu Räucherpulvern und Räucherstäbchen verwendet. Der Rauch hat ein feines und würziges Anisaroma, das sich gut mit anderen feinen Düften kombinieren läßt. Der Duft ist wohl auch der Grund für die vielseitige Nutzung in der Parfüm- und Kosmetikindustrie. Beim Räuchern löst Sternanis mild balsamisch die angestauten Ängste, lindert und tröstet, wenn seelisch alles ins Stocken gerät. Er hilft, unbewältigte Gefühle zu verarbeiten. Sternanis schafft eine aufnehmende, geborgene Atmosphäre, wie wenn man zurück zur Mutter kommt, Trost und Liebe erfährt und gestärkt wieder ins Leben zurückkehrt. Sternanis wird auch medizinisch genutzt. Wegen seiner Wirkung auf Krankheiten wird der Sternanis in der chinesischen Medizin schon seit 1.300 Jahren angewendet. Im Osten wird er ebenfalls als Heilmittel gegen Koliken und Rheumatismus gebraucht und oft nach den Mahlzeiten gekaut, um die Verdauung zu fördern. Im Orient ist er ein gefragtes Küchengewürz. Sternanis mischt sich zum Räuchern gut mit Zimt, Kardamom, Koriander, Cassia, Besenginster, Nelke, Kubebenpfeffer u.a. |
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Straßburger Terpentin
siehe Tanne. |
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Styrax (Harz) 
Styrax (Liquidamber orientalis) oder auch Storax ist das Gummi-Harz der hinterindischen und indonesischen Styraxbäume aus der Pflanzenfamilie der Zaubernußgewächse (Hamamelidaceae). Die ursprüngliche Heimat des Styrax- oder Amberbaumes ist Kleinasien und Syrien. In Guatemala und Honduras ist eine andere Variante (Liquidamber styraciflua) zu finden, die ebenfalls der Harzgewinnung dient. Beide Arten werden ca. 12 Metern hoch, tragen fünfzackige Blätter und kleine, weiße Blüten. Nach Einschneiden des Holzkörpers sondert der Baum ein graues bis braunes klebrig-zähes Harz ab. Es ist zähflüssig oder als schwarze Körnchen (ölgetränkte Holzkohle) erhältlich. Zur Herstellung des ätherischen Öles wird das Harz zunächst mit Hilfe eines flüchtigen Lösungsmittels extrahiert. Aus dem Styrax-Resinoid wird dann mit Hilfe der Wasserdampfdestillation das farblose bis leicht gelbliche ätherische Öl, mit vanilleähnlichem, weichem Duft. Zum Räuchern werden jedoch das flüssige Harz beziehungsweise die Kohlekörner verwendet. Sein lateinischer Name bedeutet soviel wie "flüssiger Bernstein des Orients". Es war in der Antike einer der wichtigsten und am meisten geschätzten Räucherstoffe überhaupt. Es wurde der dunklen Göttin Hekate, der Herrin aller Hexen und Zauberinnen, der Göttin der Zauberpflanzen und Giftgewächse, geweiht. Die Schamanen der Maya haben Styrax zur Behandlung von Lepra verwendet. Auch in der griechisch-orthodoxen Kirche kommt er in Räuchermischungen mit Weihrauch zu Ehren. Als Räucherung vertreibt das Harz Insekten und Fliegen. Außerdem stärkt Styrax das Selbstvertrauen und macht ehrgeizig im positiven Sinn. Es löst seelische Verspannungen, gleicht Hysterie und Paranoia aus, wirkt harmonisierend bei Ärger und Reizbarkeit und vertreibt negative Gedanken. Im Zauberpapyrus Abraxas (4. Jahrhundert u.Z.) wird der Styrax unter den wohlriechenden Räucherwerken aufgeführt und dort als Mittel für den Tiefschlaf empfohlen. Die Ägypter wie auch die Mesopotamier nannten den Styrax Miniaki, was Festduft heißt. Es gehörte zu den acht Räuchersubstanzen, die Moses beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mitnahm um damit böse Geister zu vertreiben. In der Parfümerie ist Styrax ein beliebter Fixateur, ein Duftstoff, der das schnelle Verdunsten anderer, leichtflüchtiger Duftbestandteile verhindert. Der schwarze Styrax verströmt beim Räuchern einen schweren, balsamischen, zimt-süßen, harzig-blumigen, femininen, intensiven, leicht vanillig-grasartigen Duft, der bezaubert. Er gibt Räuchermischungen eine süße, sinnliche, erotische und verführerische Note. Wie auch bei der Benzoe wird der Duft durch den Inhaltsstoff Vanillin abgerundet. Auch in kleinen Mengen bleibt er nicht unbemerkt. Styrax wirkt beruhigend und entspannend und ist eine hilfreiche Räucherung bei Schlafstörungen. Styrax eignet sich hervorragend zum Lösen von geistigen und emotionalen Verspannungen. Es vertreibt böse Geister und negative Gedanken. Styrax ist eine sehr gute Abendräucherung, ideal vor romantischen Treffen oder aber auch vor dem Schlafengehen für eine erholsame und ruhige Nacht. In starker Konzentration riecht Styrax jedoch stechend und erinnert an Styropor. Deshalb sollte es pur nur in sehr kleinen Mengen verwendet oder mit Weihrauch oder Gummi arabicum gemischt werden. Bei Zusatz von Benzoe wirkt es sehr sinnlich. Oft wurde Styrax mit Kalmus gemischt. In dieser Kombination, so hieß es in Ägypten, unterstütze er geistige Stärke und Selbstverwirklichung. Styrax stammt aus Kleinasien. Ganze Styraxbaumwälder befinden sich in der Türkei bei Bodrum, Milas, Mugla und Marmaris. Styrax mischt sich zum Räuchern gut mit Benzoe, Rose, Jasmin, Veilchen, Steppenraute, Weihrauch, Gummi arabicum, Labdanum, Myrrhe, Moschuskörnern u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Sumpfporst (Kraut)
Der Sumpfporst (Ledum palustre), auch wilder Rosmarin, Brauerkraut, Porsch und Gruitkraut genannt, ist eine immergrüne, strauchartige Hochmoor-Pflanze des Nordens. Er gilt als eine Reliktpflanze aus der Eiszeit, denn er ist an feuchtes Klima angepaßt. Obwohl der Sumpfporst in Europa auch als Heilmittel genutzt wurde, war er in erster Linie als berauschender Bierzusatz, dem sogenannten Grutbier, und Ritualpflanze von Bedeutung. Die Schamanen der sibirischen Tungusen räucherten ihn zusammen mit Wacholder, um in Trance oder in den schamanischen Bewußtseinszustand zu verfallen. In der Volksmedizin fand der Sumpfporst bei diversen Leiden Verwendung. Homöopathisch werden verschiedene Potenzen heute noch eingesetzt. Wegen der narkotischen Wirkung findet der Sumpfporst als medizinische Räucherung bei Bronchialleiden wie Bronchitis und Keuchhusten Verwendung. In der Räucherheilkunde wird Sumpfporst als schlafförderndes Mittel am Abend verräuchert. Es wurde festgestellt, daß er die Schlafzeit verlängert und hilft, innere Ruhe zu finden. Außerdem wird die Räucherung zur Abtreibung und bei Keuchhusten eingesetzt. Wegen seiner abortiven Wirkung sollte er nicht während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Der Sumpfporst wächst fast ausschließlich in Hoch- und Übergangsmooren. Er ist sehr weit verbreitet, aber doch selten wild anzutreffen. Er wächst im Alpengebiet und in Nordeuropa, in Mittel- und Nordasien, Sibirien und Japan. Sumpfporst mischt sich zum Räuchern gut mit Bilsenkraut, Rosmarin, Wacholder, Copal, Sage, Damiana, Rose, Thuja, Zeder, Weihrauch u.a. und läßt sich auch sehr gut pur verräuchern. Sumpfporst ist nicht zum Verzehr geeignet. |
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Süßholz (Wurzel) 
Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist Bestandteil vieler indianischer Räuchermischungen. Es wirkt stimulierend und aufmunternd und hilft, negative Reaktionen zu bewältigen. Süßholzräucherungen klären die Luft und vertreiben Krankheitserreger. Der Geruch ist leicht süßlich und in zu hoher Dosierung eher penetrant. Süßholz liefert noch heute den Ausgangsstoff für das beliebte Lakritz und war schon den antiken Schriftstellern bekannt. Theophrast empfahl die Wurzel als Heilmittel, zum Beispiel bei Husten, und Magen-Darm-Problemen. Da Süßholz die entgiftende Funktion der Leber unterstützen soll, wird es bei Leberleiden gebraucht. Auch in der Volksmedizin wurde Süßholz verabreicht. Das Holz ist ein besonders bei Frauen beliebtes Aphrodisiakum. In Südostasien wird bei einer zu starken Stechapfel-Berauschung Süßholz als Antidot empfohlen. Heute noch werden verschiedene Teemischungen gegen Bronchialleiden angeboten. Die ausdauernde Süßholzstaude wächst auf Sandböden und ist im Mittelmeerraum, Südosteuropa und Südwestasien heimisch. Süßholz kann mit isländischem Moos, Spitzwegerich, Kamille, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut, Melisse u.a. verräuchert werden. |
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Sweetgrass (Kraut)
Das nach Vanille duftende Süßgras (Hierochloe odorata), das auch Senecagras oder Mariengras genannt wird, gedeiht in den Prärieebenen der USA, aber auch in Kanada, und selbst in Europa wächst duftendes Sweetgrass. Die Indianer flechten aus den langen Gräsern Zöpfe, lassen diese trocknen und verwenden sie so zum Räuchern. Zöpfe lassen sich jedoch nicht mit anderem Räucherwerk mischen und sind deshalb hierzulande nicht im Handel. Meist bekommt man es als kleingeschnittenes Heu. Süßgras verströmt beim Räuchern einen angenehmen leichten Duft, der etwas an Waldmeister und frisch gemähtes Gras erinnert. Es wirkt atmosphärisch reinigend und wird bei den Indianern ebenfalls zur Schwitzhüttenzeremonie und verschiedenen Reinigungszeremonien verwendet. Auch für eine Tabakmischung für die heilige Pfeifenzeremonie wird Sweetgrass gebraucht, das dann mit Weidenrinde gemischt wird. In der indianischen Tradition heißt es, gute hilfreiche Geister lieben den Duft von Sweetgrass, das Verbrennen zieht positive Energien an. In Zeremonien, die zur Heilung dienen, die eine positive Verbindung von Lehrer und Lehrling schaffen sollen, zum Reinigen eines Platzes, zur Visionssuche und für vieles mehr, wird der süße und angenehme Duft von Sweetgrass geschätzt. Traditionell wird zuerst mit Salbei geräuchert, um einen Platz atmosphärisch grob zu reinigen, denn Salbei macht die bösen Geister krank. Danach räuchert man mit Süßgras, um eine positive, lockere Atmosphäre zu schaffen. Süßgras ist ein Wohlfühl-Duft für die Seele. Es schafft eine angenehme reine Atmosphäre, in der inneres Loslassen, Heiterkeit, Leichtigkeit und Heilung geschehen. Es verbündet die Räuchernden mit den positiven Kräften eines Platzes, einer Zeremonie. Sweetgrass-Räucherungen können hilfreich sein, damit sich Menschen in einer Gruppe besser aufeinander einstimmen können. Sweetgrass liebt feuchten Boden und läßt sich leicht im Topf oder Garten halten. Sweetgrass läßt sich gut mit Salbei, Beifuß, Sage, Weide, Copal, Santakraut, Ska Maria Pastora, Sinicuiche u.a. verräuchern. |
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