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Das Räuchern
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Wacholder (Beere und Holz)
Wegwarte (Kraut und Wurzel)
Weide (Rinde)
Weidenröschen (Kraut)
Weihrauch (Harz) siehe Olibanum
Wein (Blätter)
Weißdorn (Blüte, gerebelt)
Wermut (Kraut)
Wiesenkönigin (Blüte, gerebelt)
    Wolfskraut (Kraut)
Yage (Wurzel)
Yohimbe (Rinde)
Ysop (Kraut)
Zaunrübe (Wurzel)
Zeder (Holz)
Zimt (Rinde)
Zitronengras (Kraut) siehe Lemongras

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Wacholder (Beere und Holz) Wacholder

Wacholder (Juniperus communis, beziehungsweise J. wallichiana Hook) aus der Familie der Zypressengewächse, auch Krammetbeere und Feuerbaum genannt, ist vielleicht eines der ältesten, bekannten Räuchermittel der Menschheit. Es gibt etwa 40 Wacholderarten, darunter Arten die im Himalaya bis in eine Höhe von 6.000 Metern wachsen. Verwendet werden die Nadeln und Zweigspitzen sowie das Harz. In alten Kulturen, von denen man weiß, daß Wacholder ihnen bekannt war, wurde er als heilig verehrt. Ihm werden bestimmte magische Kräfte zugeschrieben, die ihn als Schutz- und Lebensbaum auszeichnen. Sein Holz, die Zweige oder Beeren werden seit prähistorischer Zeit für kultische und medizinische Räucherungen verwendet. Der Name Juniperus ist schon bei den Römern in Gebrauch gewesen und ist abgeleitet vom lateinischen "juvenis" (Jugendlicher) und "parere" (gebären), was auf die abtreibende Wirkung der Beerenzapfen zurückzuführen ist. Aus dem Bayerischen kommt die Bezeichnung Kranewitt (Kranewitter, Kranewitterbeere), die aus dem Althochdeutschen "krano" (Kranich) und "witu" (Holz) entstanden ist. In Sagen, Märchen und Liedern galt der Wacholder (der Machandel ist eine Variante) früher als rätselhaftes, geheimnisvolles Gewächs und schützte vor Hexen, Zaubern und anderen dämonischen Wesen. Auf Friedhöfen (er ist ein Baum der Toten wie die Eibe) und ums Haus gepflanzt diente er als Schutz vor Hexen und bösen Geistern. Wacholder ist übrigens das einzige Gewürz aus der Gruppe der Nadelgehölze. Der fruchtige, balsamig frische Duft ist wohltuend und stärkend. Wacholderharz ist allerdings selten, da der Baum nur selten und wenig Harz absondert. Mehr im Gebrauch ist das Holz, die Spitzen und Beeren. Der Wacholder ist eine traditionelle Räucherpflanze der nordamerikanischen Indianer. Die Schamanen verräucherten Wacholderbeeren bei ansteckenden Krankheiten, als Schutz vor Ansteckung und giftigen Schlangen. Im Mittelalter hieß es, daß besonders krankmachende Dämonen von seinem Rauch ferngehalten werden, und man hat die Beeren bei Begräbnissen verbrannt, um Geister und Teufel von der Seele des Verstorbenen fernzuhalten. Sie gelten als starker Lichtenergieträger, stärken Aufmerksamkeit und Mut, wirken belebend, anregend und aktivierend. Mit Wachholderräucherungen wollte man sich von schädigenden Einflüssen fernhalten. Wacholder gehört zu den wichtigsten tibetischen Räucherstoffen und wird in vielen Mischungen verwendet. Wacholderräucherungen gelten seit frühester Zeit als Schutzmittel gegen Ansteckungen. So wurden zur Zeit der großen Pestepedemien in den Städten Wacholderfeuer entzündet. In der Himalajaregion gilt der Wacholderbaum als heilig. Er hat hohe kultische Bedeutung und wird bei vielen Ritualen und Zeremonien eingesetzt. Auch in der tibetischen Medizin wird Wacholder zur Vorbeugung und Heilung von Krebs geschätzt. Wacholderbeeren können gut pur verbrannt werden, eignen sich aber auch für Mischungen mit Sandelholz, Sage, Steppenraute, Damiana, Zeder, Mastix, Galbanum, Elemi, Benzoe, Kiefer u.a. Wacholderholz ist ein sehr direktes Räuchermittel. Es schützt Körper, Seele und Geist vor allem Negativen. Es gibt Stärke und Zuversicht, hilft Emotionen loszulassen, die abhängig machen und Versklaven. Wacholderholz reinigt die Gefühlswelt, wenn man von anderen Menschen schlechte Schwingungen abbekommen hat. Wacholder soll die Aufmerksamkeit stärken. Er macht (wie sein Name sagt) wach und soll sogar die Gabe der Prophezeiung verleihen. Wacholder-Räucherungen eignen sich besonders gut für die Rekonvaleszenz, um Menschen und Räume mit neuer Lebensenergie aufzuladen. Der würzig, holzige Geruch verbreitet eine gemütliche Atmosphäre, die Ruhe und Sicherheit gibt. Wacholder trägt Licht in dunkle Räume und hilft schwierige Situationen neu zu betrachten. In der Volksmedizin wurde Wacholderholz bei diversen Leiden verwendet. Es soll helfen, Harnsäureablagerungen in den Gelenken abzubauen und bei Quetschungen und Geschwulsten wirksam sein. In der Tiermedizin soll es gegen Zecken und Flöhe hilfreich sein. Der frische, balsamische, leicht terpentinähnliche Duft von Wacholderholz mischt sich zum Räuchern besonders gut mit Labdanum, Rosmarin, Sage, Tolubalsam, Sandelholz, Thuja, Rhododendron, Costus, Narde, Zimt, Mandelbaum, Ska Maria Pastora, Orangenschale u.a.


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Wegwarte (Kraut und Wurzel) Wegwarte

Über die Wegwarte (Cichorium intybus), auch Rattenwurz, Sonnenwirbel, Wegleuchte und Zichorie genannt, finden sich die ersten schriftlichen Überlieferungen in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend v.u.Z. Dioskurides bezeichnete sie als zusammenziehend, kühlend und gut für den Magen. Äußerlich seien die Umschläge gut für Herzleiden und Augenentzündungen. Paracelsus lobte ihre schweißtreibende Wirkung und Matthiolus rühmte sie als vorzügliches Lebermittel. In der Volksmedizin gehen Zauberei und Heilverwendung ineinander über. In dieser urwüchsigen Heilkunde wurden die blauen Blumen zur Heilung von Schwermut und Melancholie verwendet, ein Wegwartentee galt als stoffwechselanregend und wurde bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt. Räucherungen mit Wegwarte wurden zur Reinigung von Körper und Seele zelebriert, auch soll man den Liebsten ebenso wie den Dieb erkannt haben. Dies gilt auch für die Wurzel. Der Wegwarte wurden große Zauberkräfte nachgesagt. Sie sollte Fesseln sprengen, hieb- und stichfest machen und Unsichtbarkeit verleihen. Als Zichorienkaffee war Wegwarte in Kriegs- und Notzeiten bekannt. Die Gemeine Wegwarte ist eine bis zu einem Meter hoch wachsende, ausdauernde Staude, mit leuchtendblauen Blüten, die aus den Blattachseln wachsen. Sie besitzt einen rauhaarigen, kantigen Stengel, der aus einer bis tief in die Erde reichenden Pfahlwurzel wächst. Die Blätter sind im unteren Stengelbereich größer und grobgesägt, im oberen Bereich lanzettlich und sitzend. Die Wegwarte wächst an Ackerrändern, Wegrändern, Böschungen sowie auf Schuttplätzen und ist fast in ganz Europa, Vorder- und Mittelasien verbreitet und wurde oft eingeschleppt. Wegwarte läßt sich gut mit Königskerze, Esche, Birke, Brennessel, Sumpfporst, Mastix, Kiefer u.a. verräuchern.


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Weide (Rinde) Weide

Die Weide (Salix alba), auch Felbern, Katzenbusch, Maiholz, Korbweide und Weihbuschen genannt, war als Heilmittel bereits im Altertum bekannt. Dioskurides verwendete sie als Heilmittel und erwähnte die gepulverten Blätter zusammen mit Pfeffer und Wein als Empfängnisverhütungsmittel. Von Paracelsus, Bock, Lonicerus und Mattbiohs wurde sie als blutstillendes, schweißtreibendes Mittel verwendet. Äußerlich diente sie gegen Warzen und Hühneraugen. In der Volksmedizin war die gepulverte Rinde vor allem als Fieber- und Rheumamittel geschätzt. Im Volksglauben galt die Weide als Hexenbaum. In den uralten Mythologien galt sie aber auch als Symbol der Fruchtbarkeit und Wiedergeburt der Natur. Dafür wurde die Weide in Fruchtbarkeitsritualen am Palmsonntag verräuchert. Der aus Weidenzweigen gebundene Palmbusch wurde in der Kirche geweiht. Weiden wachsen an den Ufern von Flüssen, Bächen und Seen. Weide mischt sich beim Räuchern gut mit Zeder, Boldo, Rose, Tolubalsam, Angelika, Wermut, Beifuß, Sage, Moschuskörner u.a.


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Weidenröschen (Kraut)

Die Schamanen der Chuj-Indianer verwenden Weidenröschenkraut (Epilobium angustifolium) zum Einlegen von Fliegenpilz. Wenn sie von einem Patienten konsultiert werden, rauchen sie eine Mischung aus den Fliegenpilzstückchen, Tabakblättern und Weidenröschen. Durch den Rauch versetzen sie sich in eine Art Trance, in der sie die Krankheitsursachen erkennen können und in der sie besondere Heilkräfte freisetzen. Wer Geister rufen will, der mischt zerstampftes Weidenröschen mit Sandelholz und räuchert diese Mischung bei abnehmendem Mond, heißt es. Weidenröschen wirkt halluzinationverstärkend und intensivierend. Als Tee wirkt es beruhigend und entspannend und führt ins Land der freudigen Träume. Weidenröschen mischt sich zum Räuchern gut mit Bärentraube, Katzenminze, Passionsblume, Giftlattich, Sinicuiche, Weihrauch, Styrax, Traumkraut, Ska Maria Pastora u.a.


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Weihrauch (Harz)

Siehe Olibanum.


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Wein (Blätter)

Weinblätter (Vitis vinifera) wurden verschiedenen Räuchermischungen zugesetzt. Sie unterstützen Abendräucherungen durch ihren trocken-herben Duft und vermitteln angenehme Träume. Weinreben wachsen in mäßig trockenen, sonnigen, geschützten Lagen und Erhebungen und werden vorwiegend in Süd- und Mitteleuropa angebaut. Weinblätter mischen sich zum Räuchern gut mit Alraune, Bilsenkraut, Goldmohn, Stachelmohn, Traumkraut, Opoponax, Lemongras, Weißdorn u.a.


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Weißdorn (Blüte, gerebelt) Weißdorn

Weißdorn (Crataegus oxyacsntha), auch unter dem Namen Hagedorn, Heckedorn und Zaundorn bekannt, wurde im Mittelalter arzneilich verwendet. Lonicerus empfahl ihn gegen Seitenstechen, Koliken und Durchfall. Matthiolus behandelte damit Nierensteine und Ruhr. In der Volksmedizin war der Weißdorn recht beliebt. Die Blüten wurden als Tee bei Husten, Nieren- und Blasenbeschwerden, Herzschwäche und Epilepsie getrunken. Weißdorn zählt heute neben der Kamille zu den am häufigsten verwendeten Heilpflanzen. In der modernen Herztherapie ist Weißdorn nicht mehr wegzudenken. Drei Hauptwirkungsrichtungen wurden medizinisch nachgewiesen, nämlich die Verbesserung der Durchblutung der Herzkranzgefäße und somit die bessere Durchblutung des Herzmuskels, die Steigerung der Kraft und Leistung des Herzmuskels durch Beeinflussung der intrazellulären Kalziumkonzentration und die Beeinflussung des Reizleitungssystems im Sinne einer Stärkung und Stabilisierung des Herzrhythmus. Weißdorn soll eine günstige Wirkung auf Altersherzbeschwerden haben. Weißdornzweige wurden im Volksbrauchtum über Stall- und Haustür genagelt, um Hexen und Zauberern den Eingang zu verwehren. Er wurde als lebender Zaun genutzt, um unerwünschte Tiere und Menschen abzuhalten. Ein Amulett aus Weißdorn sollte als abwehrendes Mittel alle Krankheiten fernhalten. Weißdorn diente schon seit langer Zeit zu Reinigungszeremonien. Die Kranken wurden damit beräuchert, und so sollten sie ihre Krankheiten abschütteln und abstreifen. Dieser Brauch war schon bei den Priesterinnen der Hethiter bekannt. Weißdorn wächst an Waldrändern und in Gebüschsäumen, auf nicht bewirtschafteten Wiesen, Weiden und in Weinbergen. Er ist fast in ganz Europa verbreitet. Weißdorn läßt sich gut mit Rose, Salbei, Muskatellersalbei, Sadebaum, Weihrauch, Tolubalsam, Melisse, Kreuzblume, Alraune, Himbeere, Wacholderbeere, Zimt, Herzgespann, Eisenkraut u.a. verräuchern.


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Wermut (Kraut) Wermut

Wermut (Artemisia absinthium), auch Absinth, Artenheil, Eberreis, Heilbitter und Wurmbraut genannt, war schon im alten Ägypten eine bekannte Heilpflanze. Schon Plinius empfiehlt Wermut als Heilmittel gegen die Seekrankheit. Wermut regt beim Räuchern den gesamten Fluß der Lebensenergie wieder an. Die konzentrierte Kraft von Wermut führt wieder heraus aus Dunkelheit und Verbitterung, hin zur Sonne und Süße des Lebens. Er wirkt klärend und sensibilisierend auf den Geist. Für Orakel- und Schutzzeremonien kann Wermut mit Lorbeer, Safran, Rosmarin und Beifuß verräuchert werden. Wermut ist ein hervorragender Geisterbanner, so wurde er Kindern in die Wiege gelegt, um ihnen den Schlaf zu erleichtern und um Kobolde fernzuhalten. Die Bauern räucherten mit ihm die Ställe aus, damit das Vieh vor Verhexung geschützt war. Wermut wirkt sehr stark auf die Nerven und wird daher selten allein verwendet. Er mischt sich zum Räuchern gut mit Lorbeer, Safran, Rosmarin, Pfefferminze, Krauseminze, Beifuß, Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Styrax, Erdrauch, Jasmin, Orange, Lavendel, Benzoe, Sage, Indianertabak, Sinicuiche u.a.


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Wiesenkönigin (Blüte, gerebelt) Wiesenkönigin (Mädesüß)

Wiesenkönigin (Filipendula uhnaria), auch Echtes Mädesüß (Metsüße) oder Spierstaude genannt, fand in der Volksmedizin als krampfstillendes, harntreibendes und schweißtreibendes Mittel Verwendung bei Fieber, Erkältungskrankheiten, Gicht, Rheuma, Steinleiden, Wassersucht und zu Blutreinigungskuren. Blütentee galt als Mittel gegen Magengeschwüre, Kopfschmerzen, Durchfall, Sodbrennen und grippale Infekte. Die in den Blütenknospen vorkommende Salizylsäure wurde früher zu Aspirin verarbeitet. Aus den Blüten gewann man ein Mandelaroma, das für Met, Kräuterweine, Marmeladen und Kompott verwendet wurde. Die getrockneten Blüten wurden in Duftsäckchen zwischen die Wäsche gelegt, um die Wäsche zu Beduften und Motten abzuhalten. Wiesenkönigin war nicht nur eine heilige Pflanze der Kelten, sondern auch eine Lieblingsblume von Elisabeth I. Imker rieben ihre Bienenstöcke mit Mädesüß aus. Die Kelten sammelten sie in der Sonnenwendnacht und hängten sie als Schutzmittel in das Gebälk der Häuser und Ställe. Bei den Sonnenwendfeiern wurde sie zum Schutz vor Dämonen und bösen Geistern verbrannt. In der Steiermark wurde sie Sunnawendfäden genannt. In Dänemark diente sie zur Entdeckung von Dieben, indem der Verdächtige beräuchert wurde. Wiesenkönigin wächst auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen, an Gräben und Bachufern, sowie Streu- und Moorwiesen. Sie ist in fast ganz Europa beheimatet. Wiesenkönigin läßt sich gut mit Besenginster, Kaneel, Labdanum, Tolubalsam, Myrrhe, Veilchen, Angostura, Immortelle, Mandelbaum u.a. verräuchern.


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Wolfskraut (Kraut) sehr giftig

Das Wolfskraut (Euphorbia pilulifera officinalis) aus der Familie der Wolfsmilchgewächse spielte schon im Altertum eine wichtige Rolle. Es wurde zur Reinigung des Körpers von Schleim, schwarzer Galle und verdickten Säften benutzt und dient als Abführ- und harntreibendes Mittel, sowie bei Wassersucht und Gicht. Es wurde außerdem gegen Lepra und Fieber empfohlen. Die Wolfsmilchgewächse haben bis ins 20. Jahrhundert in der Volksheilkunde Verwendung als Laxans und Hautreizmittel gefunden. Die Indianer mischten Wolfskraut in ihre Tabakmischungen. Die Schamanen räucherten das Kraut, um Krankheitssymptome zu erkennen und ihren Patienten besser helfen zu können. Die Hellsicht und Voraussicht wurde dadurch gefördert. Wolfsmilchkraut wächst auf feuchtem, schattigem Rasen oder in Gehölzen, Hecken und an Uferrändern. Es ist in Europa, Eurasien und in Submediterranen gebieten verbreitet. Wolfskraut sollte auf keinen Fall innerlich eingenommen werden, da die Pflanze sehr giftig ist und bei zu hoher Dosierung zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Wolfskraut mischt sich zum Räuchern gut mit Indianertabak, Sage, Sinicuiche, Pericon, Weihrauch u.a. Es ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Yage (Wurzel)

Yage (Banisteriopsis caapi) ist die berühmte Liane aus dem oberen Bereich des Amazonas oder des Orinoko-Gebietes, welche als Hauptbestandteil der Ayahuaska-Tränke genutzt wurde. Die Wirkungen werden recht unterschiedlich beschrieben. Unter anderem abhängig davon, ob den Trank ein Weißer oder ein Indianer einnahm. Auch hatte fast jeder Medizinmann sein eigenes Rezept zur Zubereitung seines Trankes. Ayahuasca wurde verwendet, um mit Geistern oder Ahnen in Verbindung zu treten, um Visionen zu erfahren, wie eine Heilung bewerkstelligt werden kann, um hellsehen zu können, oder auch, um bei Mannbarkeitsritualen Visionen hervorzurufen. Besonders die visionären Begegnungen mit als real erlebten Wesen aus anderen Dimensionen dürften auf zugefügte DMT-haltige Pflanzen zurückzuführen sein. Wirksame Inhaltsstoffe sind Harmin und Harmalin. Unkundige sollten besser keine Versuche mit Ayahuasca machen. Die indianischen Schamanen räuchern die Liane auch bei ihren Ritualen, um Hellsicht und weise Voraussicht zu erlangen. Mit entsprechenden Kräutern haben sie fast die selbe Wirkung durch Inhalieren des Rauches wie ein Trank, nur nicht so intensiv und lang anhaltend. Yage mischt sich zum Räuchern gut mit Steppenraute, Ska Maria Pastora, Sage, Sinicuiche, Raute, Trichterwinde, Styrax u.a. Yage ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Yohimbe (Rinde)

Yohimbe (Corynanthe yohimbe) ist in Westafrika heimisch. Die Rinde dieser Bäume wird von alters her in Afrika, vor allem von Bantuvölkern, als Aphrodisiakum und Stimulans geschätzt. Möglicherweise haben die alten Ägypter die Rinde aus Afrika importiert und als Sexualstimulans und Aphrodisiakum eingesetzt. Die Rinde wird als Tee oder in aphrodisischen Rauchmischungen verwendet. Volksmedizinisch wurde Yohimbe gegen Impotenz, Frigidität und sexuelle Hemmungen verwendet. Es soll die Milchbildung bei schwangeren Frauen stimulieren. Es wird geräuchert, getrunken und als Medikament verwendet. In der westlichen Medizin gilt Yohimbin als das einzige echte Aphrodisiakum. Yohimbe soll die Sexualorgane stimulieren. Sexuelle Erregung, leichte Veränderungen der Wahrnehmung und warme Schauder im Wirbelsäulenbereich sollen die Folge sein. Spontane Erektionen sollen möglich sein. Die Rinde wird verräuchert, um die Liebesgeister zu beschwören. In Nordamerika wurde Yohimbe von verschiedenen Okkultisten bei sexualmagischen Riten gebraucht und verräuchert, um die sexuellen Aktivitäten zu fördern und zu unterstützen, angelehnt an das indische Tantra. Der Baum kommt in den tropischen Wäldern von Nigeria, Kamerun sowie im Kongo vor. Yohimbe mischt sich zum Räuchern gut mit Sassafras, Nelke, Zimt, Copal, Styrax, Fo Ti Tieng, Rose, Sabalpalme, Mönchspfeffer, Kubebenpfeffer, Besenginster, Kava Kava, Muira Puama u.a.


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Ysop (Kraut) Ysop

Bei den Hebräern galt Ysop (Hyssopus offcinalis), auch als Bienenkraut, Chilchsuppe, Duftisoppe, Hisopo oder Söpli bekannt, als das heilige Kraut. Ysop galt als reinigend, klärend und erfrischend. Er wird in Räucherungen zum Klären der Gefühle und Motive zusammen mit Zypresse, Weihrauch und Zeder verbrannt. Beim Reinigen und Segnen von Räumen, heiligen Gegenständen und Gärten wie auch bei Anrufungszeremonien soll er sehr wirksam sein. Der Duft, eine süße, kampferähnliche Obernote und ein warmer, würzig-krautiger Unterton wirkt sehr anregend, bricht das Eis, wenn die Seele vor Kälte erstarrt ist, macht den Kopf frei, wirkt konzentrationsfördernd und läßt bei Kopfarbeit länger durchhalten. Ysop eignet sich, um Schwierigkeiten und wirre Gedanken zu ordnen. Ysop mischt sich zum Räuchern gut mit Lavendel, Rosmarin, Myrte, Lorbeer, Salbei, Muskatellersalbei, Lemongras, Orange u.a.


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Zaunrübe (Wurzel) sehr giftig

Die Zaunrübe (Bryonia dioica), auch Faselwurz, Gichtwurz, Heckenrübe, Teufelsrübe und Hundsrübe genannt, war bereits den antiken Ärzten als Heilmittel wohlbekannt. Sie ist eine mildere Abart der Alraune. Sie wurde früher oft anstatt der sehr teuren und seltenen Alraune als diese angeboten und verkauft. Sie hat ähnliche Wirkkräfte wie die Mandragora, nur lange nicht so intensiv und stark. Sie soll aphrodisierend und leicht halluzinogen wirken. Die Indianer räuchern Zaunrübe zusammen mit Mandrake, Schöllkraut, Tollkraut, Jangida u.a. und inhalieren den Rauch, um auf Astralreisen gehen zu können. So sind sie den Göttern nahe und können Kontakt aufnehmen, wenn die Umstände es verlangen, heißt es. Auch im Liebeszauber benutzte man die Zaunrübe. Als Amulett um den Hals gehängt, sollte sie die bösen Geister fernhalten, und dem Vieh wurde sie unter das Futter gemischt, um es vor Verhexungen zu schützen. Der Rauch der Zaunrübe soll außerdem Kröten und Schlangen vertreiben. Von einer innerlichen Einnahme wird dringend abgeraten, da die Zaunrübe sehr giftig ist und Übelkeit, starkes Erbrechen und kolikartige Schmerzen verursacht. Bei Überdosierung kann sie sogar zum Tod durch Atemlähmung führen. Zaunrübe wächst an Zäunen, Hecken, in Auwäldern und an Waldrändern. Sie ist in Mittel- und Südeuropa heimisch. Zaunrübe mischt sich zum Räuchern gut mit Alraune, Schöllkraut, Eisenkraut, Damiana, Bilsenkraut, Eisenhut, Weihrauch, Pericon, Sage, Beifuß, Muskatellersalbei, Pfefferminze, Kermesbeere, Kreuzkraut, Chodat u.a. Sie ist nicht zum Verzehr geeignet.


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Zeder (Holz)

Der hohe Nadelbaum aus der Familie der Kiefergewächse, der auch rote Zeder (Juniperus virgniana) genannt wird, wächst in kargen Gebieten und steht für Kraft, Ausdauer und Würde. Zeder war in fast allen Kulturen gebräuchlich, es gilt als eine der ganz alten, wichtigen Räuchermittel. Es wurde schon seit dem Altertum als Opferräucherung gebraucht. Bei Räucherungen wirkt Zeder stärkend, harmonisierend, aufbauend und klärend. Sie stärkt Mut und Willen und fördert Ansehen, Wohlstand und die Ehe. Bei starker Nervosität soll Zeder beruhigend und besänftigend wirken. Sie hilft dünnhäutigen Menschen, die in dieser stark materiellen Welt einen zusätzlichen Schutzmantel brauchen und schützt vor Alpträumen. Indianer verwendeten die Zeder bei Infektionen der Atemwege und verräucherten sie, um negative Energien aus dem Raum zu tragen und gute Schwingungen zu erzeugen. Sie wird bei traditionellen Zeremonien und zum Reinigen von Gegenständen und Plätzen verräuchert und von den Indianern in ihren Schwitzhütten als Räuchermittel verwendet. Zedernholz wird magisch dem Jupiter zugeordnet. Zeder eignet sich hervorragend zur Insektenabwehr, und das Holz ist ein sehr guter Mottenschutz. Es hilft angeblich auch bei Holzwürmern und Ratten. Als Duftstoff in Seifen, Kosmetika und Parfüms wird sie außerdem häufig gebraucht. Die Zeder ist in Nordamerika, insbesondere den gebirgigen Regionen östlich der Rocky Mountains heimisch. Sie hat viele Verwandte, wie zum Beispiel Sadebaum in Europa. Der frische, balsamische, waldig-erdige, würzig-harzige Duft der Zeder mischt sich zum Räuchern gut mit Sandelholz, Rose, Wacholder, Patchouli, Benzoe, Bertramwurzel, Boldo, Eukalyptus, Lavendel u.a. Man kann sie aber auch sehr gut pur verwenden. Alternativ zum Holz lassen sich auch die getrockneten Spitzen der Zedernblätter zum Räuchern verwenden. Als Räucherstoffe zum Entspannen, Reinigen und Meditieren besonders geschätzt ist der unvergleichlich intensive Duft der Himalaja-Zeder (Cedrus deodora Don). Im Himalajagebiet werden das Holz, das Harz und die Nadeln zum Räuchern verwendet. Der warme balsamische Duft wirkt harmonisierend, stärkt, gibt Kraft und soll Glück und Schutz bringen.


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Zimt (Rinde) Zimt

Der bis zu 10 Meter hohe Zimtbaum (Cinnamomum ceylanicum) ist vor allem in Sri Lanka (früher Ceylon) heimisch und gehört zu den Lorbeergewächsen. Alle zwei Jahre wird die Rinde der jungen Schößlinge des Zimtbaumes in Handarbeit abgeschält, gesammelt und aufgerollt und getrocknet in Form von Zimtstangen ihrer Verwendung in den Küchen zugeführt. Er ist Bestandteil des legendären Yogi-Tees (siehe Kardamom). Im Osten verwendete man den Zimt (hindi: Dalchini) seit Tausenden von Jahren bei einer Vielzahl von Beschwerden als Heilmittel, zum Beispiel bei Erkältung, Grippe, Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden, Rheumatismus, Nierenleiden und als allgemeines Stimulans, um nur einige zu nennen. Da der Zimtbaum sehr viel ätherisches Öl enthält, werden aus ihm Zimtblätteröl und Zimtrindenöl hergestellt. Diese Öle werden wegen ihres Duftes und ihrer therapeutischen Eigenschaften in Nasensprays, Hustensirup und zahnmedizinischen Präparaten verwendet. Beide Öle spielen auch eine Rolle als Geschmacksstoffe in Nahrungsmitteln, alkoholischen und anderen Getränken. Zimt wird auch in Seifen, Kosmetika und Parfümen gebraucht. Zimtrinde wird pulverisiert Räucherstäbchen beigemengt. Beim Räuchern ist Zimt wichtig, um Räume zu segnen. Zimtrinde soll Glück und Erfolg anziehen und negative Schwingungen fernhalten. Er wärmt die Seele und hilft dabei, Verkrampfungen, Ängste und Gefühle der Einsamkeit zu überwinden. Zimt ist in vielen asiatischen Räuchermischungen enthalten, unter anderem als Stimulans und, weil es angeblich Insekten fernhält und stark antibakteriell wirken soll. Um die Zimtstangen beim Räuchern verwenden zu können, müssen sie erst zerkleinert werden. Der Zimt ist auf Sri Lanka, Madagaskar, den Komoren, in Südindien, Burma und Indochina heimisch. Er wird auch in Indien, Jamaika und Afrika kultiviert. Dieser wohlbekannte, warm-würzige und langanhaltende Duft mischt sich zum Räuchern gut mit Weihrauch, Orangenblüte, Koriander, Kubebenpfeffer, Benzoe, Perubalsam, Nelke, Kardamom, Piment u.a.


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Zitronengras (Kraut)

Siehe Lemongras.


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Räucherstoffe A B C-D E-F G-H I-J K-L M-O P-R S T-V W-Z


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