Die Regenbogenbrücke und unsere Tiere auf der anderen Seite
Die Regenbogenbrücke
Rottweiler-Riesenschnauzer-Mix Jackson
Katze Fidelia
Kater Rowdy
Kater Lucky
Pferd Laroui
Papageien Pucky & Mucky
Mäuserich "Maus"
Meerschweinchen Idefix




Die Regenbogenbrücke

An einer Stelle der Ewigkeit gibt nach einer Legende es einen Ort, welcher die Regenbogenbrücke genannt wird. Wir können sie jedoch nicht sehen, weil sie für Sterbliche unsichtbar ist.

Wenn ein Tier stirbt, das einem Menschen auf der Erde sehr nahe stand und von ihm geliebt wurde, dann geht es nach seinem Tode über diese Regenbogenbrücke. Diese besteht aus allen Farben des Regenbogens. Sie glänzt, glitzert und schimmert wunderschön und bietet doch festen Halt.

Hinter der Regenbogenbrücke liegt ein wunderschönes großes Land. Dort sind Wiesen und Hügel für all unsere besten Freunde, so daß sie zusammen rennen und miteinander spielen können. Dort gibt es Futter, Wasser und Sonnenschein in Hülle und Fülle, und unsere Freunde haben es warm und fühlen sich wohl und behaglich.
Die Regenbogenbrücke

Alle Tiere, die alt und krank waren, haben wieder ihre Gesundheit, Jungend und Energie. Diejenigen, die verletzt oder verstümmelt waren, sind wiederhergestellt und stark, so wie wir sie in unseren Träumen an sie und die schöne Zeit in Erinnerung haben. Die Tiere sind glücklich und zufrieden - bis auf eine Kleinigkeit.

Sie alle vermissen ihren Menschenfreund, den sie zurücklassen mußten.

Sie laufen und spielen miteinander, aber der Tag kommt, an dem eines der Tiere plötzlich stehenbleibt und mit großen erwartungsvollen Augen in die Ferne schaut. Seine strahlenden Augen sind aufmerksam, gespannt zittert der Körper. Dann beginnt es von der Gruppe fortzulaufen, immer schneller und schneller tragen es seine Pfoten, und es fliegt nur so über das grüne Gras.

Es hat Dich gesehen, und wenn Du und Dein Freund sich endlich treffen, werdet Ihr im freudigen Wiedersehen so fest zusammenhalten, daß ihr nie wieder getrennt werdet.

Freudentränen laufen, glückliche Küsse regnen auf Dein Gesicht. Deine behütenden Hände liebkosen wieder den geliebten Kopf Deines Tieres, sein warmer Atem streift Dein Gesicht, und Du blickst einmal mehr in die vertrauensvollen Augen Deines treuen Lieblings, welcher zwar lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.

Dann geht ihr gemeinsam über die Regenbogenbrücke...


zum Seitenanfang 

Jackson
In liebevollem Gedenken
Jackson
Rottweiler-Riesenschnauzer
geb. ca. 1996
gest. 29.04.2008, Menden

Jackson war der Hund meiner Partnerin Nadi. Seine Geschichte wird auch noch einmal auf der Hundeseite wiedergegeben. Ich will an dieser Stelle einfach nur Jacksons Frauchen zu Wort kommen lassen, und habe dem nichts hinzuzufügen:

"So lieber Jackson, jetzt hast Du keine Schmerzen mehr.

Ich lernte Dich Oktober/November 2002 kennen, als "Problemhund" im Tierheim. Du hast damals 5 Wochen am Stück nur in diesem engen Zwinger gesessen, weil sich niemand traute, mit Dir Gassi zu gehen. Die wildesten Geschichten kursierten über Dich. Mir war es egal. Ich habe Dich als Ehrenamtliche einfach an die Leine nehmen lassen, Maulkorb drauf (gehörtest ja als Rotti-Mix zu den sogenannten "gefährlichen Hunden")und ab geht's.

Nun ja. Du warst diplomatisch ausgedrückt ein "Charakterkopf". Sturer als ein Maultier, andere Hunde waren alle doof, Hundeschule galt in Deinen Augen als Zumutung ("Ey! Du weißt, daß ich sitzen kann, was soll dieser Scheiß also?!? Gib mir doch jetzt das Leckerchen und den Rest lassen wir einfach."), ein Meisterdieb, was Nahrungsmittel aller Art betraf (auch der Mülleimer wurde geplündert und der Inhalt sorgfältig verteilt), und Du fandest es Sch... auch nur 10 Minuten mal alleine zu bleiben.

Aber Du warst MEIN Traumhund. Gerade deswegen eigentlich. Zum einen wollte Dich keiner nehmen (mehrere Vermittelungsanläufe scheiterten nach spätestens 48 Stunden wegen "die Chemie stimmt nicht", "der knurrt" o.ä.), zum anderen, weil ich mit Dir eigentlich erst den Wissensstand über Hundehaltung, -erziehung und -verhalten erlangt habe, den ich heute besitze. Ich bin mit Hunden verschiedenster Rassen groß geworden, aber diese waren einfach völlig unproblematisch. Bei Dir mußte man auf einige Dinge achten, aber dies wurde mit den Jahren Routine und war einfach im Zusammenleben fester Bestandteil.

Am 26.03.2004 habe ich den Übernahmevertrag im Tierheim unterschrieben und diesen Tag werde ich niemals vergessen. Endlich kamst Du dort heraus. Endlich konntest Du ganz bei mir einziehen. Polizeiliches Führungszeugnis, Sachkundenachweis beim Veterinäramt und grünes Licht vom Ordnungsamt.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, daß man als sogenannter "Anlagenhundbesitzer" nicht nur von den Behörden durchleuchtet wird, sondern auch mit allerlei Anfeindungen der lieben Mitbürgerschaft rechnen muß. "Asozial" ist beispielsweise ein beliebter Stempel, den man aufgedrückt bekommt.

Jackson, wir hatten eine tolle Zeit miteinander. Du warst der Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben. Du hast mir auch schnell beigebracht, daß man abends den Wohnzimmertisch aufräumt, ansonsten waren Chips, Schokolade und dergleichen weg (Übrigens toll, daß Du wußtest, wie man derlei Verpackungen öffnet! Jackson, man muß nicht alles können!). Auch der Kuchen wurde bei mangelnder "Sicherheitsverwahrung" schnell von der Arbeitsplatte in der Küche geräumt.

Aber Du warst großartig. Du hattest trotz Deiner üblen Vorgeschichte (steht auf der Hundeseite) vollstes Vertrauen in mich. Ich war die unangefochten Nummer Eins in Deinem Leben. Ich habe immer versucht dieses Vertrauen niemals zu mißbrauchen und zu zerstören. Du warst ein grundehrlicher Hund mit sauberem Charakter. Gewiß kein Hund für Anfänger, aber für mich völlig problemlos.

Du hast Besucher immer abends höflichst gebeten (schmachtender Blick), ein Stück auf der Couch zu rücken, damit Du dort mit Deinen 45 kg Platz nehmen konntest. Fremde Menschen wurden immer erst mit Argwohn betrachtet, aber sobald sie Dir was Leckeres mitbrachten, gehörten sie zu Deinen Freunden. Fernseher war auch so ein Thema. Okay, es war Dein Hobby, aber das regelrechte Anbrüllen von TV-Hunden und anderen im TV vorkommenden Tieren hat so einige Leute mächtig geschockt. Zum Glück hast Du stets rechtzeitig gebremst, sonst hättest Du den Kopf in der Bildröhre feststecken gehabt.

Mit der Zeit hattest Du auch sogar Hundefreundschaften geschlossen, wobei früher Hundebegegnungen immer ein heikles Thema waren. Die Hunde von SilentShadow fandest Du allerdings nicht so doll. Zwei halbstarke Jungrüden waren für Dich als 11 jähriger Rentner eine absolute Frechheit und Zumutung. Also haben wir Euch immer schön getrennt gehalten, und dies klappte wunderbar.

Am 29.04.2008 mußte ich dann mit Dir die letzte Reise antreten. Der Krebs machte uns einen Strich durch die Rechnung. Du hattest zwar Arthrose in den Ellbogen (was jahrelang mit Medikamenten gut behandelt werden konnte), aber der Krebs verursachte eine bösartige Wucherung im linken Gelenk. Alternativ hätte ich Dir Dein Bein amputieren lassen können, aber dies kam für mich nicht in Frage. Das hattest Du in Deinem hohen Alter nicht verdient und der Krebs hatte in diesem Stadium auch bereits gestreut. Ich wollte Dich in Würde gehen lassen und nicht als Schatten Deiner Selbst. Dies wäre in meinen Augen Egoismus gewesen und nicht Tierliebe. Du hattest mir all die Jahre so vertraut und ich wollte in DEINEM Sinne handeln, nicht in MEINEM.

Am 29.04.2008 kurz vor 17 Uhr hast Du Dich auf den Weg zur Regenbogenbrücke gemacht, da die Schmerzmittel nicht mehr Wirkung zeigten. Ich war die gesamte Zeit über bei Dir. Bis zu Deinem Herzstillstand. Es war einerseits so wahnsinnig furchtbar für mich, andererseits wußte ich, daß Du fortan keine Schmerzen mehr haben würdest.

Ich hoffe, ich konnte Dir in den uns gegebenen Jahren zeigen, daß so ein Hundeleben auch positiv verlaufen kann. Anders, als Du es bis 2002 gewohnt warst. Du hast hier eine Riesenlücke hinterlassen und vergessen werden wir Dich nie. Jackson, Du warst einfach einmalig und hast einen Riesen-Pfotenabdruck in unseren Herzen hinterlassen. SilentShadow und ich reden oft über Dich und schwelgen in Erinnerungen.

An manchen Tagen kommen Situationen, da heule ich wegen Erinnerungen, an anderen Tagen lache ich über sie.

Aber vergessen kann man so einen Charakterkopf niemals. Machs gut, mein Eierkopp, ich hab' Dich lieb.

In Liebe

Deine Mama Nadi"


zum Seitenanfang 

Katze Fidelia
In liebevollem Gedenken
Katze Fidelia
Hauskatze
geb. 02.04.1991, 9:45 Uhr, Frankfurt a. M.
gest. 30.09.2006, Unna

Unsere schwarzweiß gefleckte "Kuhkatze" Fidelia war eine gewöhnliche Hauskatze. Sie wurde am 02.04.1991 in einem Reitstall in Frankfurt a. M. geboren und sollte eigentlich als unerwünschter Nachwuchs ertränkt werden. Doch Thora rette das kleine Kätzchen und nahm es zu sich, damit ihr mittlerweile allein lebender Kater Lucky wieder Gesellschaft haben sollte.

Fidelia war von Anfang an sehr anhänglich - zu anhänglich, eine aufdringliche Schmuserin, die dem Kater durch beständiges Naßlecken auf die Nerven ging. Zunächst nahm er ihre übertriebenen Zärtlichkeiten stoisch-verzweifelt hin, schließlich hielt er sie durch regelmäßiges Hauen ein wenig auf Abstand. Einmal hat er sie sogar aus dem Fenster geschubst (zum Glück ist ihr nichts passiert). Dennoch waren die Beiden ein Herz und eine Seele.

Als im Sommer 1993 auch noch der kleine Kater Rowdy hinzukam, entstand eine Konkurrenzsituation, da Lucky sich mit Rowdy als Spielkameraden anfreundete. So benahm sich die ältere und ranghöhere Fidelia gegenüber Rowdy eifersüchtig und zickig.

Dennoch hielten sie als Familie zusammen, besonders als ihre Bindung durch ein böses Erlebnis gefestigt wurde. Thoras Vater war der Meinung, drei Katzen in einer Wohnung seien zuviel, drang heimlich in die Wohnung ein und stopfte Fidelia und Rowdy kurzerhand in einen Kopfkissenbezug. Lucky erwischte er jedoch nicht, und der Kampfkater hat ihn für diesen Versuch auch böse bluten lassen.

Dennoch brachte Thoras Vater die beiden verängstigten Katzen in ein Tierheim in einer anderen Stadt. Thora war natürlich stinksauer, zumal ihr Vater nicht verraten wollte, wohin er die Katzen gebracht hatte. Doch Thora gab nicht auf, fand die beiden schließlich wieder, die sich in ihrer Not ganz eng zusammengetan hatten, und nahm sie wieder mit nach Hause. Die Schlösser wurden ausgewechselt, und fortan waren die Katzen sicher.

Mit Herrchen, den Fidelia im November 1999 kennenlernte, freundete sie sich schnell an und beschmuste ihn ebenso aufdringlich wie Lucky. Man glaubt kaum, wie sehr eine so kleine Katze stampfen kann, wenn sie nachts über einen hinwegtrampelt...

Weil Frauchen ab Mitte März 2000 für die nächsten drei Jahre an den Wochenenden und im Urlaub immer zu Herrchen fuhr, waren die Katzen oft allein, was natürlich nicht gut war. Als sich dann der Umzug Thoras zu mir abzeichnete, nahm ich die Katzen im Mai 2002 zunächst für sechs Wochen, und dann ab September endgültig zu mir. Thora zog dann im Dezember 2002 nach.

Im April 2003 zogen wir dann in unser Haus um, und die Katzen fühlten sich dort sehr schnell wohl. Viel Platz, ein toller Kratzbaum, und nach ein zwei Wochen durften sie auch in den großen Garten. Fidelia machte zwar keine weiten Ausflüge, bewachte aber sehr eifrig Haus und Hof.

In der Nachbarschaft gab es einen roten Kater, der als Prügler verschrieen war. Nachdem er Fidelia durch Bedrohen zunächst mehrmals schwer eingeschüchtert hatte, dann aber der furchtlose Lucky und selbst der ängstliche Rowdy dazwischengingen, änderte sich Fidelia plötzlich. Als Rudelboß Lucky im Dezember 2003 erblindete, übernahm Fidelia eine Schutzfunktion für alle, ohne Lucky jedoch seine Position streitig zu machen. Sie unterstützte ihn vielmehr und übernahm nach und nach einen Teil seiner Aufgaben.

Das gipfelte darin, daß sie sich sogar mit dem nachbarlichen Prügelkater anlegte. Jedoch war sie klug genug, eine direkte Konfrontation zu vermeiden. Statt dessen bewachte sie von innen die Katzenklappe und schlug sie ihm ins Gesicht. Als er, durch Frauchen vertrieben, abzog, schoß sie wie der Blitz hinaus und fiel von hinten über ihn her und verprügelte ihn, daß das Fell nur so stob. Diese Geschwindigkeit hätte man der kleinen Pummelkatze kaum zugetraut. Ebenso schnell zog sie sich wieder ins Haus zurück und wieder schlug sie die Katzenklappe gegen den Verfolger. Seit diesem Tag, wagte sich der Nachbarkater nicht mehr auf das Grundstück, und Fidelia übernahm, sichtlich stolz, von da an die "Burgwache".

Anfang Juli 2004 mußte Lucky leider von seinem Leid erlöst werden, ein schwerer Schlag für Fidelia, die den immer kranker werdenden Kater liebevoll bewacht und ihm Gesellschaft geleistet hatte. Man merkte, daß sie ihn mindestens so sehr vermißte wie wir.

Nun war sie die Chefin im Haus, und selbst zu Rowdy, zu dem sie bis dato immer zickig gewesen war, wurde die Bindung inniger.

Groß war das Entsetzen allerdings, als am 30.07.2004 dann plötzlich ein großes bellendes schwarzes Bündel ins Haus kam. Noch empörter war sie, als sie feststellte, daß der Welpe nicht bloß nur zu Besuch da war, sondern dablieb. Und dann wollte das aufdringliche Ding auch noch mit ihr spielen - das war zuviel.

Ein paar Ohrfeigen später wußte der kleine Rotti, wer der Boß im Haus ist, und daß man sich von Fidelia lieber fernhält. Um so mehr fuchste es die Katze, daß Thor und Rowdy sich miteinander anzufreunden schienen.

Als Ende Oktober 2004 dann noch ein zweiter kleiner Hund einzog, der sogar noch frecher war als Thor, wußte sie wenigstens, was sie zu tun hatte. Patsch, patsch, jaul, und Loki wußte ebenfalls Bescheid. Schließlich arrangierte man sich aber miteinander.

Ein weiterer schwerer Schlag für Fidelia war Rowdys plötzlicher Tod im Dezember 2004. An ihrer Trauer merkte man, wie eng die Bindung trotz ihrer Zickerei tatsächlich war. Damit Fidelia nicht allein unter zwei Hunden sein sollte, beschlossen wir, wieder eine Katze bei uns aufzunehmen.

Kater Yeti wurde uns durch den Tierschutz vermittelt und kam im Dezember 2004 zu uns. Nach kurzem Beschnuppern und Fauchen, war die Sache zwischen den Beiden klar. Fidelia blieb der Boß und lehnte alle Spielaufforderungen des jungen Katers ab. Dieser spielte und schmuste ohnehin lieber mit den Hunden, sehr zu Fidelias Mißfallen.

Im Laufe des nächsten halben Jahres, erfolgte ganz allmählich eine gewisse Annäherung, da beide Katzen natürlich schon aneinander interessiert waren - nur zeigen durfte man das dem anderen natürlich nicht. Trotz gegenseitigem Jagen, Drohen und gelegentlichem Hauen, wobei Fidelia eindeutig die Ranghöhere war, saßen beide schon häufig recht nah beieinander. Auch das Verhältnis zwischen Fidelia und Thor hatte sich sehr verbessert, und man duldete bereits gegenseitiges, vorsichtiges Beschnuppern. Nur Loki hält sie noch auf Distanz - kein Wunder, da er sie immer ablecken wollte. Allerdings durfte man nicht rennen, sonst jegten die Hunde hinterher.

Nach Frauchens tragischem Tod im Januar 2006 war Fidelia nun allein Herrchens Katze. Da sich die drei jüngeren Tiere zusammengetan hatten, war sie nun ein klein wenig die Außenseiterin des Rudels, und so war Herrchen in der Pflicht, ihr ganz besondere Zuwendung zu geben.

Kurz darauf nahm Fidelia immer mehr ab, und aus der 6 Kilogramm schweren "Kugelkatze" wurde ein schlankes Kätzchen von 3 Kilogramm. Dies war sehr ungewöhnlich, und der Tierarzt stellte eine irreparable Leber- und Niereninsuffizienz fest. Mit Medikamenten und Spezialfutter konnte Herrchen die Krankheit zumindest aufhalten, un etwa ein halbes Jahr ging es Fidelia noch richtig gut. Am 30. September 2006 erlag sie dann im Alter von 15 jahren ihrer schweren Krankheit.


zum Seitenanfang 

Kater Rowdy
In liebevollem Gedenken
Kater Rowdy
Halb Wildkatze, halb Hauskatze
geb. 25.09.1992, Frankfurt a. M.
gest. 11.12.2004, abends durch Überfahren, Unna

Rowdy war unser graugetigerter Kater, halb Wildkatze, halb Hauskatze. Er wurde am 25.09.1992 in Frankfurt a. M. geboren, hatte aber keinen guten Start ins Leben, denn er wurde ausgesetzt, als er noch keine fünf Wochen alt war.

Eine Freundin von Thora hat ihn in einem Dornengestrüpp gefunden und zu ihr gebracht. Thora hat ihn gepflegt und versorgt. Trotz der schlechten Erfahrung und der Angst, die er gehabt haben mußte, war Rowdy ein neugieriger frecher Bengel, zu dem sein neuer Name nur zu gut paßte.

Nach ein paar Tagen hat Thora ihn dann einer Bekannten mitgegeben, die sich ein Kätzchen gewünscht hatte. Thora dachte damals, daß es gut so wäre, weil ja schon Kater Lucky und Katze Fidelia bei ihr wohnten und es damals zu Hause ein wenig eng war.

Leider hat der Freund der neuen Besitzerin Rowdy nicht gut behandelt, was Thora leider erst viel zu spät erfuhr. Später wollte die Frau das kleine Katerchen einfach ins Tierheim bringen, weil er mal ein bißchen am Teppich gekratzt hatte, denn tagsüber ganz allein war ihm natürlich langweilig gewesen.

Thora hat ihrer Freundin gehörig die Meinung gesagt und den kleinen Kerl wieder abgeholt. Rowdy hat sie sofort erkannt, ist auf sie zugerannt und ihr in den Arm gesprungen. Er sah so traurig und verängstigt aus, daß Thora nicht anders konnte, als ihn selbst bei sich aufzunehmen. Damals war er noch kein ganzes Jahr alt, als er dann 1993 endgültig bei Thora eingezogen ist.

Lucky fand den Kleinen ganz okay, später wurden die Beiden dicke Freunde. Fidelia war ziemlich eifersüchtig auf Rowdy und hat ihn oft angezickt, aber wehe, wenn sie einmal getrennt waren, dann hat sie Rowdy auch ganz arg vermißt.

Rowdy hatte große Angst vor allen Fremden, vor allem vor Männern. Wenn Besuch kam, hat er sich in der hintersten Ecke versteckt, und erst lange, nachdem sie wieder weg waren, ist er wieder herausgekommen. Nur wenn die "Familie" unter sich war, war auch der kleine Rowdy unbekümmert und froh.

Eines Tages, als er schon ein paar Jahre bei Thora war, mußte Rowdy zusammen mit Fidelia eine ganz schlimme Erfahrung machen. Weil Thoras Vater meinte, daß drei Katzen in einer Wohnung viel zuviel seien, mußten die beiden Tiere eine ganze Nacht und einen halben Tag schlimmste Ängste ausstehen, weil er heimlich in die Wohnung eindrang und die beiden Katzen einfach in einen Kopfkissenbezug stopfte. Lucky hat er allerdings nicht erwischt, und der rote Kampfkater hat ihn für diesen Versuch auch ordentlich bluten lassen.

Dennoch hat er Fidelia und Rowdy in ein Tierheim einer anderen Stadt gebracht und wollte Thora nicht verraten, wohin. Aber sie hat nicht aufgegeben, ihre Katzen trotzdem wiedergefunden und sie sofort wieder mit nach Hause genommen. Die Tierheimbediensteten hatten nach der Erklärung auch ein Einsehen, zumal die Katzen wohlgenährt und gepflegt waren. Von diesem Tag an gab es ein neues Schloß an der Wohnungstür, und die Katzen konnten wieder sicher sein.

Im Oktober 1999 haben Thora und ich uns dann kennengelernt. Seltsamerweise (obwohl es mich nicht wirklich überraschte) hatte Rowdy fast sofort Vertrauen zu mir gefaßt, was sehr ungewöhnlich für ihn war. Weil wir aber 220 Kilometer voneinander entfernt wohnten, besuchte ich Thora während des ersten halben Jahres über die Wochenenden, und nach meinem Umzug in die neue Wohnung pendelte Thora dann beinahe drei lange Jahre an den Wochenenden zu mir. So mußten die Katzen oft lange allein bleiben, was natürlich auch nicht gut für sie war.

Als sich jedoch das Zusammenziehen abzeichnete, da Thora einen Heimarbeitsplatz bekommen konnte, nahm ich ein halbes Jahr vorher, im Mai 2002, die Katzen erst einmal für sechs Wochen und dann ab September endgültig zu mir. Thora kam dann im Dezember auch endgültig nach.

Rowdys unglückliche Anfänge lasteten noch immer schwer auf ihm, und so versteckte sich der Kater tagsüber in den kleinsten Löchern und Ecken, duckte sich zusammen und starrte mit schreckgeweiteten Augen auf alles, was sich bewegte. Nur wenn es draußen dunkel wurde, kam er heraus und war dann wie ausgewechselt: fröhlich, anhänglich, schmusig und unbekümmert. In seiner verzweifelten Panik auf der Suche nach geeigneten Verstecken grub er sich sogar von unten durch den Bezug tief ins Innere meiner Couch und meines Sessels hinein.

Knapp vier Monate später, am 01.04.2003 kam dann der Umzug ins neue Haus, das die Katzen alle sofort ganz toll fanden, weil es dort viel mehr Platz gab, und vor allem deshalb, weil die Haustiger nach ein paar Wochen dann auch ohne Leine in den Garten durften.

So richtig überzeugt von der Idee, in die große, weite Welt hinaus zu gehen, war Rowdy zunächst ja nicht. Aber Lucky, der schon immer viel mutiger war, hat ihn einfach hinausgelockt und mit ihm Verstecken und Fangen gespielt. So hat er ganz viele Verstecke gefunden, die er dann auch erst einmal alle lange benutzt hat, bevor er sich über die Wiese wagte.

Mit jedem Tag hat er sich ein Stück mehr hinaus gewagt, und irgendwann hat es ihm so gut gefallen, daß er die meiste Zeit draußen bleiben wollte. Zu Frauchens und Herrchens Beruhigung hat ihn aber der Hunger immer regelmäßig wieder nach Hause getrieben.

Wenn wir Rowdy draußen beobachtet haben, war er zwar immer noch sehr vorsichtig, aber offenbar war er in seinem wahren Zuhause angekommen und blühte nun richtig auf. Da gab es so Vieles zu beobachten, zu bestaunen, zu entdecken und zu fangen. Mit jedem neuen Tag strahlten seine Augen noch mehr, wenn er morgens aus der Tür durfte. Dieses Leuchten purer Lebensfreude hat uns auch davon überzeugt, daß wir, trotz unserer Sorge um unsere Katzen, richtig daran taten, ihnen diese Freiheit zu ermöglichen - auch im Nachhinein gesehen.

Die Freiheit hat Rowdy so gut getan, daß er langsam auch seine Ängste gegenüber Fremden abbauen konnte. Wenn Besuch kam, schaute Rowdy zunächst durch die Fensterscheibe nach innen und ist dann, wenn es ruhig war, auch mal hineingekommen, um aus der Nähe zu sehen, daß ihm keiner etwas antat. Später wagte er es sogar, ein wenig mit unseren Freunden zu schmusen.

Rowdy entwickelte sich außerdem zu einem ausgezeichneten Mäusefänger. Fast jeden Tag hat er Beute angeschleppt. Am liebsten jagte er in einem kleinen Wäldchen, wo es auch einen Teich gibt, nur etwa 100 Meter von uns entfernt. Jeden Abend kam er zu uns auf die Couch und hat schmusend und keckernd erzählt, was er tagsüber so alles erlebt hatte.

Anfang Juli 2004 war Rowdy sehr traurig, als Lucky von uns ging. Er hat seinem alten Freund die letzte Ehre erwiesen und später oft an seinem Grab im Garten gesessen. Die Trauer hat ihn und Fidelia endlich zusammen gebracht, und die alte "Feindschaft" war begraben.

Am 30.07.2004 hat Rowdy fast der Schlag getroffen, als plötzlich im Wohnzimmer so ein winselndes, jaulendes, bellendes, unbeholfenes schwarzes Etwas auf ihn zugepoltert kam. Es war viel größer als die Katzen, die er bis dahin kennengelernt hatte, und es verhielt sich auch nicht wie eine Katze, eher wie der Nachbarshund, und es roch auch ähnlich. Frauchen hat ihm dann erklärt, daß Thor ein Hund ist und daß man den nicht zu hauen braucht, außer wenn er frech wird.

Rowdy hat das richtig toll weggesteckt. Er war freundlich zu Thor, solange dieser auch freundlich zu ihm war, sonst wurde mal gefaucht und gedroht. Die Beiden haben sich langsam aneinander gewöhnt. Vor allem beim Füttern haben sie ganz eng beieinander gesessen und waren miteinander vertraut, aber wenn es ums Essen ging, vergaß Rowdy ohnehin alle Vorsicht.

Als dann am 30.10.2004 noch so ein kleines Bündelchen bei uns einzog, konnte Rowdy das auch nicht mehr wirklich schockieren, obwohl Loki noch frecher war als Thor.

Am 11.12.2004 endete Rowdys Leben im Alter von 12 Jahren jäh, als er abends auf unserer Dorfstraße, keine hundert Meter von uns entfernt, überfahren wurde. Zwei Tage lang machten wir uns große Sorgen, weil er nicht nach Hause kam, und Thora fragte überall herum, ob jemand den Kater gesehen hätte.

Am dritten Tag erfuhren wir dann von einem Nachbar, daß er Rowdy tot am Straßenrand gefunden und zur Seite geschafft habe. Wir haben ihn dann von dort abgeholt. Da er voller Reif war, ebenso wie das ihn umgebende Gras, hatten wir ihn vorher immer übersehen. Wir haben ihn dann mit nach Hause genommen und ein paar Tage später, als der Boden wieder aufgetaut war, im Garten neben Lucky bestattet.

Wir waren, da wir nun wissen, was mit Rowdy passiert ist, ein wenig erleichtert, trotz des Schmerzes über seinen Verlust, denn nun hatten wir wenigstens die Gewißheit, daß er nicht irgendwo eingesperrt war und qualvoll verdursten und verhungern mußte. Den Verletzungen (nur am Kopf) nach zu urteilen, war es wenigstens sofort für ihn vorbei, und er hat nicht leiden müssen.

Fidelia, Thor, Loki, Frauchen und Herrchen trauern sehr um den kleinen Kerl, der Thora 12 wunderschöne Jahre und mich immerhin 5 Jahre lang begleitet hat. Wir werden ihn nie vergessen, sondern ihn immer im Herzen tragen. Er war stets freundlich, nie schlecht gelaunt, war immer ein fröhlicher, unbekümmerter Sonnenschein, und so werden wir ihn auch in Erinnerung behalten.

zum Seitenanfang 

Kater Lucky
In liebevollem Gedenken
Kater Lucky
Halb Perser, halb Hauskatze
geb. 10.05.1989, 0:05 Uhr, Idstein/Taunus
gest. 09.07.2004, 20:00 Uhr, Unna

Lucky war der einzige Sohn eines roten Perserkaters und einer kastanienbraun gestromten Hauskatze. Schon als Baby war er deshalb recht groß, und schon immer ein Kämpfer mit unerschütterlichem Selbstvertrauen. Als Thora ihn mit zu sich nach Hause nahm, und ihr großer Rottweiler Nero das kleine Pelzknäuel begutachtete, stellte sich das Kätzchen auf die Hinterbeine und fauchte den Hund an, der erschrocken einen Schritt zurück machte. Seitdem waren die Verhältnisse geklärt.

Dennoch paßte Nero auf Lucky auf, und wenn Frauchen spazierenging, hielt Nero die Leine des Katers fest oder trug sein Körbchen. Leider kannten sich die beiden dicken Freunde nur für ein Jahr, dann starb Nero.

Später kam die Katze Fidelia dazu, und sie brachte den armen Lucky schier zur Vezweiflung, weil sie ihn liebevoll und unablässig patschnaß leckte. Irgendwann lernte er, sie sich durch gelegentliches Hauen vom Hals zu halten. Einmal schubste er sie sogar aus dem Fenster, aber vom ersten Stock auf den Rasen zu fallen ist für eine Katze kein Problem.

Als Rowdy dazukam, hatte Lucky endlich einen Kumpel, mit dem man auch mal vernünftig spielen und balgen konnte. Und natürlich blieb Lucky der Chef der Katzenbande. Er war auch Frauchens besonderer Liebling, ein Kater mit Persönlichkeit. Er hatte durch sein Aufwachsen mit Nero auch Charakterzüge eines Hundes angenommen. So bewachte er nicht nur die Wohnung und knurrte jeden Fremden vernehmlich an, sondern lag auch eher wie ein Hund als wie eine Katze, wenn er ruhte.

Dennoch blieb er auch ein Kater, zwar zu faul zum Jagen, doch immer auf eine Gelegenheit wartend, einem der Nachbarshunde im Gebüsch aufzulauern, sie aus dem Hinterhalt zu überfallen, in die Hinterbeine zu beißen und blitzschnell wieder zu verschwinden.

Auch Menschen gegenüber war der "Kampfkater" nicht zimperlich. Wenn er jemanden nicht mochte, oder ihm etwas nicht paßte, schlug er mit allen vier Pfoten zu und biß. Lucky hatte große Pfoten mit kräftigen Krallen, und gern krallte er sich vorn fest und schlug immer wieder mit den Hinterpfoten zu. Das durften auch diverse Tierärzte auf schmerzliche Weise erfahren.

Auch Thoras Vater bekam dies derb zu spüren, als er in die Wohnung eindrang, die Katzen einfangen und ins Tierheim bringen wollte. Lucky hat er nicht überwältigen können und mußte reichlich Blut lassen.

Auch Herrchen hat noch zwei Narben aus der Anfangszeit, als man erst noch miteinander "warm" werden mußte. Später hat man sich dann arrangiert, und ich wußte, bei welchen Signalen des Katers ich vorsichtig sein mußte. Auch Besucher wurden entweder geliebt oder gehaßt, und das zeigte Lucky auch deutlich. Besonderen Spaß hatte er allerdings daran, Allergikern auf den Schoß zu hüpfen oder schreckhafte Personen unvermittelt mit seinem Schwanz zu kitzeln.

Als er mit dem Umzug ins neue Haus Freigang bekam, begann für den bisher nur die Stube und angeleinte Spaziergänge gewohnten Kater ein ganz neues Leben, welches er auch in vollen Zügen genoß. Man konnte streunen, jagen (wenn man dann doch mal Lust hatte) und sich mit dem nachbarlichen Prügelkater anlegen, dem man schnell zeigte, daß ein neuer Sherrif in der Stadt war.

Leider hatte Lucky eine Nervenstörung in der Wirbelsäule, und so begann er während dieses schönen Jahres im neuen Haus allmählich zu erblinden. Weihnachten 2003 war er dann gänzlich blind geworden. Er kam zwar auch so noch wunderbar zurecht, konnte aber eben nicht mehr alle Aufgaben des Rudelführers wahrnehmen, und Fidelia sprang helfend ein.

Anfang Juli 2004 verschlimmerte sich das Nervenleiden dann aber so sehr, daß Lucky eine Querschnittslähmung erlitt, die nach Aussage mehrerer Tierärzte nicht zu beheben war. Am 09.07.2004 wurde er daher um 20 Uhr zuhause auf seinem Lieblingssofa bei Frauchen sanft eingeschläfert.

Die Trauer um Frauchens Lieblingskater war sehr groß, und auch mir war der kleine Kerl sehr ans Herz gewachsen. Nur durch die Anschaffung unseres Hundes Thor konnte Frauchen schließlich davon abgelenkt werden, aber diese Geschichte wird auf der Hundeseite erzählt...
zum Seitenanfang 
An dieser Seite wird noch gearbeitet...


zum Seitenanfang 
© 1999 - 2010 by SilentShadow - Version: 25.06.2010 - zurück zur Startseite